Peter Goldsworthy Ernster als Liebe

(9)

Lovelybooks Bewertung

  • 12 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 7 Rezensionen
(2)
(4)
(3)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Ernster als Liebe“ von Peter Goldsworthy

Die unausweichlichen Folgen unseres HandelnsPenola, eine südaustralische Kleinstadt, im Jahr 1961: Robbie Burns ist vierzehn und schreibt gerne Science-Fiction-Geschichten. Da taucht Miss Peach, eine neue Lehrerin, in Penola auf. Sie ist zierlich und geschminkt, trägt eng anliegende Hosen, raucht Kool Zigaretten und fährt eine Vespa – Robbie verliebt sich Hals über Kopf in sie. Er gibt ihr seine Geschichten zu lesen und verfolgt sie bald auf Schritt und Tritt. Was als jugendliche Schwärmerei beginnt, endet in einer Katastrophe ...

Großartig

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Stöbern in Romane

Der Vater, der vom Himmel fiel

Ein "Glücksgriff" in Buchform: Witzig, geistreich, einfach.nur.zum.Brüllen.komisch - und so wahr ;) 5 Sterne reichen hier nicht aus ;))

SigiLovesBooks

Underground Railroad

Eine tolle Heldin, die trotz aller Widrigkeiten nie aufgibt und immer wieder aufsteht, auch wenn es das Schicksal nicht gut mit ihr meint.

Thala

Swing Time

Eine sehr lange, gemächliche Erzählung, der streckenweise der Rote Faden abhanden zu kommen scheint. Interessanter Schmöker.

kalligraphin

Vintage

Überraschend gute und spannende Unterhaltung für jeden Blues- und Rock'n'Roll-Fan und alle die es noch werden wollen!

katzenminze

Die Geschichte der getrennten Wege

Fesselnd und langatmig, mal begeisterte mich der Roman, mal las ich quer. Ein gemischtes Leseerlebnis.

sunlight

Wie der Wind und das Meer

Liebesgeschichte, die auch einen Teil der deutschen Geschichte wiederspiegelt - mir fehlten die Emotionen

schnaeppchenjaegerin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Um Dinge die viel "ernster als Liebe" sind

    Ernster als Liebe
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    04. July 2013 um 10:23

        Von seinem ersten 2007 hier in Deutschland veröffentlichten Roman "Maestro", ein sensibles, außergewöhnlich gutes Buch über das Schicksal jüdischer Musiker in Wien vor und während des 2. Weltkrieges war ich begeistert. Dort gelang es ihm, auf eine bewegende und sehr poetische Weise, einen tragischen Teil der Geschichte der Alten Welt mit der Geschichte der Neuen Welt zu verbinden. 2009 folgt der Roman "Nacht für drei Hunde". In diesem spannenden, dichten und packenden Buch ging es um eine verwickelte Beziehungsgeschichte zwischen drei Menschen auf dem Hintergrund genuin australischer Zusammenhänge, und es wurden dabei allerdings, die ganze Tiefe menschlicher Gefühle ausgelotet. Da ging es immer wieder um Eifersucht und Liebe, den Widerstreit zwischen Empathie und Egoismus und vor allen Dingen und sehr überzeugend um Schuld und Sühne. Um Liebe, ja sogar um Dinge die viel "ernster als Liebe" sind, geht es auch im neuen Roman von Peter Goldsworthy. Der Protagonist ist der Ich-Erzähler Robbie Burns, ein im Jahr 1964 , in dem der Roman spielt gerade mal 13- jähriger Junge, also genauso alt, wie Peter Goldsworthy damals war. Er hat mit Sicherheit viele seiner eigenen Kindheitserinnerungen in der dichten Schilderung der Lebensumstände, der Phantasie und der Gefühlswelt eines pubertierenden Jungen eingefangen. Robbie Burns ist Sohn des Ortspolizisten der kleinen australischen Stadt Penola, in der nicht sehr viel passiert. Jedenfalls nicht genug um den hellen Kopf und die blühende Phantasie von Robbie Burns zu befriedigen. Immer wieder flüchtet er in Phantasiewelten, experimentiert gedanklich mit Zeitreisen und erfindet geniale Geschichten dazu. So reist er zu Beginn des Buches in ein kleines österreichisches Städtchen namens Braunau, um dort die dritte Schwangerschaft einer gewissen Frau Schickelhuber zu unterbrechen. Als er wieder in die Gegenwart zurückkehrt, stellt er fest, dass der Zweite Weltkrieg dennoch stattgefunden hat, die Juden trotzdem vergast wurden und Millionen Soldaten und Zivilisten umgekommen sind. Nur Hitler taucht nicht auf. Dafür aber Goebbels. Als er dessen Schwangerschaft unterbricht bei seiner nächsten Zeitreise, ist es Göring, der das Dritte Reich führt. Meist jedoch führen ihn seine literarisch immer anspruchsvoller werdenden Zeitreisen in die Zukunft, vorzugsweise in Hundertjahressprüngen und vorzugsweise mit der Frage, wie sich die Sexualität der Menschen in der Zukunft entwickelt. Denn seine eigene meldet sich heftig zu Wort, und er probiert sie auch zusammen mit seinen Aborigines-Freund Billy aus. Als eines Tages eine junge Lehrerin an seine Schule kommt, Miss Peach, die Literatur unterrichtet, tolle Sachen trägt und raucht, hat Robbie kein Interesse mehr an pubertären Spielchen mit Billy. Seine ganze Aufmerksamkeit gilt dieser Frau, die den Kindern Gedichte vorliest eines angeblich berühmten Dichters, den sie gut kennt, Geoffrey Barry. Miss Peach liest Robbies SF-Texte mit wachsender Begeisterung und der hält ihre Zuwendung für Liebe. Er wagt sich immer weiter, bricht während ihrer Abwesenheit auch in Miss Peachs Zimmer ein ( sie wohnt zusammen mit zwei lesbischen Frauen, deren immer im Dialog stattfindende Kommentare zu der fortlaufenden Handlung eines der köstlichsten Elemente des Romans darstellen), und eines Tages, nachdem sich Miss Peach mit dem alkoholabhängigen Dichter, der zu Besuch weilt, zerstritten hat, kommt es zwischen der betrunkenen Miss Peach und dem die ganze Zeit während eines versuchten Beischlafs zwischen Miss Peach und Goeffrey Barry unter dem Bett der beiden lauschenden Robbie zu dem, was er in seiner Phantasie seit Monaten ersehnt. Doch die Folgen sind traumatisch für alle. Sie sind "ernster als Liebe" und werden von Peter Goldsworthy meisterhaft beschrieben. Ein großer Schriftsteller, dem bei uns nach wie vor viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird,  

    Mehr
  • Rezension zu "Ernster als Liebe" von Peter Goldsworthy

    Ernster als Liebe
    TA_Wegberg

    TA_Wegberg

    20. September 2012 um 14:00

    Ein kleines Dorf in Südaustralien im Jahre 1964. Robert Burns steht gerade auf der Schwelle zwischen Kindheit und Jugend, als Miss Peach seine Klasse übernimmt: eine zierliche, hübsche junge Großstädterin, die Vespa fährt und Audrey Hepburn ähnelt. Für die Mädchen wird sie zur Stilikone, für die Männer – auch für Robert – zum Inbegriff der Versuchung. Aber Pamela Peach ist selbst noch ein halbes Kind, gerade erst knapp über zwanzig, und ihre selbstzerstörerische Liebe zu dem abgehalfterten, alkoholsüchtigen Universitätsprofessor Geoffrey beweist, wie wenig gefestigt sie noch ist. Den Schülern gegenüber muss sie Unbeugsamkeit und Autorität demonstrieren und sich alle privaten Bemerkungen verkneifen, weil diese sonst die Runde durchs Dorf machen. Ihre Bemühungen, durch den sogenannten Lyceum Club ein bisschen Kultur nach Penola zu bringen, finden nur wenig Widerhall. Und auch Roberts hartnäckiger Verehrung kann sie kaum etwas entgegensetzen. Robert schreibt Science-Fiction-Erzählungen und gibt sie Miss Peach zu lesen, um auf diese Weise ihre Aufmerksamkeit zu erlangen. Die fantasievollen Storys durchziehen den gesamten Roman und belegen eindrucksvoll seinen Reifeprozess. Natürlich spiegeln sie seine Erlebnisse in der Gegenwart, transportieren sie aber in eine Welt, die nach anderen Gesetzen funktioniert, und sublimieren dadurch seine Erfahrungen. Zugleich sind sie der Zugang zum Herzen seiner Lehrerin, denn nur so – auf dem intellektuellem Umweg – kann er ihr näherkommen. Ernster als Liebe ist jedoch alles andere als der Roman einer zarten Amour fou. Es ist ein seltsam gewalttätiges, rohes Buch, so ungezügelt wie die Hormone, die in Roberts Körper toben und von seinem Verhalten Besitz ergreifen. Hier gibt es keine romantischen, zärtlichen Momente, kein wehmütiges Sehnen, keinen seufzenden Verzicht, keine gefühlvollen Liebesbriefe. Dass es trotzdem zum Sex zwischen Schüler und Lehrerin kommt, ist hautpsächlich dem Alkohol und der Verwirrung geschuldet, und die sich daraus ergebenden Folgen sind ebenso explosiv wie Roberts Experimente mit Chemikalien. Der Roman ist überraschend anders und zeichnet ganz nebenbei ein aufschlussreiches Bild der australischen Gesellschaft in den sechziger Jahren. Leider wird der Lesegenuss durch eine schwache Übersetzung und ein ungeheuer schlampiges Lektorat (wenn es denn überhaupt eins gegeben hat) stark getrübt.

    Mehr
  • Rezension zu "Ernster als Liebe" von Peter Goldsworthy

    Ernster als Liebe
    Sturmhoehe

    Sturmhoehe

    01. April 2012 um 12:54

    Ernster als die Liebe? Das kann nur eine exzessive Jugendschwärmerei sein! Robbie und seine Lehrerin Miss Peach. Was als relativ harmlose Schwärmerei oder erste Verliebtheit begann, entwickelt sich mit einer explosiven Eigendynamik im Laufe des Buches, die ich so nicht erwartet hätte. "Jedes Jahr der Kindheit ist ein Jahr der ersten Male und der neuen Entdeckungen..." Erste Male gibt es im Roman genug. Der Autor schafft es, das jugendliche Innenleben sehr gut und vor allem sehr realistisch darzustellen. Genauso ist die Zeit, während des Hormonchaos! Besonders finde ich an dem Buch, die Rückblicke des Ich-Erzählers und die fortlaufenden Einschübe seiner Dichtung bzw. Science Fiktion Geschichten, die Robbie schreibt. Einzelheiten des Endes hatten mich doch überrascht. Manches kann man sich zwar während des Lesens denken, aber einige Dinge kommen dennoch überraschend. Und: Das Buch hat mich nach dem Zuklappen nicht sofort losgelassen. Auf jeden Fall ein Merkmal, für ein lesenswertes Buch!

    Mehr
  • Rezension zu "Ernster als Liebe" von Peter Goldsworthy

    Ernster als Liebe
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    25. August 2011 um 14:01

    Von seinem ersten 2007 hier in Deutschland veröffentlichten Roman „Maestro“, ein sensibles, außergewöhnlich gutes Buch über das Schicksal jüdischer Musiker in Wien vor und während des 2. Weltkrieges war ich begeistert. Dort gelang es ihm, auf eine bewegende und sehr poetische Weise, einen tragischen Teil der Geschichte der Alten Welt mit der Geschichte der Neuen Welt zu verbinden. 2009 folgt der Roman „Nacht für drei Hunde“. In diesem spannenden, dichten und packenden Buch ging es um eine verwickelte Beziehungsgeschichte zwischen drei Menschen auf dem Hintergrund genuin australischer Zusammenhänge, und es wurden dabei allerdings, die ganze Tiefe menschlicher Gefühle ausgelotet. Da ging es immer wieder um Eifersucht und Liebe, den Widerstreit zwischen Empathie und Egoismus und vor allen Dingen und sehr überzeugend um Schuld und Sühne. Um Liebe, ja sogar um Dinge die viel „ernster als Liebe“ sind, geht es auch im neuen Roman von Peter Goldsworthy. Der Protagonist ist der Ich-Erzähler Robbie Burns, ein im Jahr 1964 , in dem der Roman spielt gerade mal 13- jähriger Junge, also genauso alt, wie Peter Goldsworthy damals war. Er hat mit Sicherheit viele seiner eigenen Kindheitserinnerungen in der dichten Schilderung der Lebensumstände, der Phantasie und der Gefühlswelt eines pubertierenden Jungen eingefangen. Robbie Burns ist Sohn des Ortspolizisten der kleinen australischen Stadt Penola, in der nicht sehr viel passiert. Jedenfalls nicht genug um den hellen Kopf und die blühende Phantasie von Robbie Burns zu befriedigen. Immer wieder flüchtet er in Phantasiewelten, experimentiert gedanklich mit Zeitreisen und erfindet geniale Geschichten dazu. So reist er zu Beginn des Buches in ein kleines österreichisches Städtchen namens Braunau, um dort die dritte Schwangerschaft einer gewissen Frau Schickelhuber zu unterbrechen. Als er wieder in die Gegenwart zurückkehrt, stellt er fest, dass der Zweite Weltkrieg dennoch stattgefunden hat, die Juden trotzdem vergast wurden und Millionen Soldaten und Zivilisten umgekommen sind. Nur Hitler taucht nicht auf. Dafür aber Goebbels. Als er dessen Schwangerschaft unterbricht bei seiner nächsten Zeitreise, ist es Göring, der das Dritte Reich führt. Meist jedoch führen ihn seine literarisch immer anspruchsvoller werdenden Zeitreisen in die Zukunft, vorzugsweise in Hundertjahressprüngen und vorzugsweise mit der Frage, wie sich die Sexualität der Menschen in der Zukunft entwickelt. Denn seine eigene meldet sich heftig zu Wort, und er probiert sie auch zusammen mit seinen Aborigines-Freund Billy aus. Als eines Tages eine junge Lehrerin an seine Schule kommt, Miss Peach, die Literatur unterrichtet, tolle Sachen trägt und raucht, hat Robbie kein Interesse mehr an pubertären Spielchen mit Billy. Seine ganze Aufmerksamkeit gilt dieser Frau, die den Kindern Gedichte vorliest eines angeblich berühmten Dichters, den sie gut kennt, Geoffrey Barry. Miss Peach liest Robbies SF-Texte mit wachsender Begeisterung und der hält ihre Zuwendung für Liebe. Er wagt sich immer weiter, bricht während ihrer Abwesenheit auch in Miss Peachs Zimmer ein ( sie wohnt zusammen mit zwei lesbischen Frauen, deren immer im Dialog stattfindende Kommentare zu der fortlaufenden Handlung eines der köstlichsten Elemente des Romans darstellen), und eines Tages, nachdem sich Miss Peach mit dem alkoholabhängigen Dichter, der zu Besuch weilt, zerstritten hat, kommt es zwischen der betrunkenen Miss Peach und dem die ganze Zeit während eines versuchten Beischlafs zwischen Miss Peach und Goeffrey Barry unter dem Bett der beiden lauschenden Robbie zu dem, was er in seiner Phantasie seit Monaten ersehnt. Doch die Folgen sind traumatisch für alle. Sie sind „ernster als Liebe“ und werden von Peter Goldsworthy meisterhaft beschrieben. Ein großer Schriftsteller, dem bei uns nach wie vor viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird,

    Mehr
  • Rezension zu "Ernster als Liebe" von Peter Goldsworthy

    Ernster als Liebe
    lokoschade

    lokoschade

    06. April 2011 um 17:12

    Robert Burns ist 14 Jahre alt, Science-Fiction Fan und Verfasser ebensolcher Geschichten. Mit seinen sehr konservativen Eltern, der Vater ist Polizist, lebt er in einer verschlafenen australischen Kleinstadt. Dann taucht die neue Lehrerin Miss Peach auf. Mit einem Aussehen (mit dem sie auch ganz schön kokettiert) wie Audrey Hepburn in Frühstück bei Tiffany kommt sie auf einer Vespa, wie Audrey Hepburn in Ein Herz und eine Krone, zum Unterricht angebraust und bringt nicht nur Robbies Hormone durcheinander. Anfangs findet er sie arrogant und hochnäsig aber bald ist er unsterblich in sie verliebt. Seine Verliebheit geht so weit, dass er sogar bereit ist seinen besten Freund Billy, einen Aborigine, zu verraten. Und obwohl dieser überhaupt nichts getan hat, riskiert Robbie mit einer "Falschaussage" dass dieser evtl. in ein Erziehungsheim muss. Dann kommt auch noch Miss Peachs Dichterfreund für ein Wochenende in die Kleinstadt um an einer Lesung teilzunehmen. An diesem Abend entwickeln die Dinge eine Eigendynamik die nicht mehr aufzuhalten ist. Fazit: Ich bin froh dass ich von diesem Autor schon zwei Bücher gelesen habe und deshalb weiß dass er es viel besser kann! Der Plot der Geschichte ist nahezu vorhersehbar, das Personal unsympathisch. Ich bin in die Geschichte nur sehr schwer reingekommen und war immer kurz davor abzubrechen. Einzig die Tatsache dass mich "Maestro" und "Nacht für drei Hunde" so begeistert hat ließ mich in der Hoffnung weiterlesen dass der Funke doch noch überspringt. Hat er aber nicht! Deshalb gut gemeinte 3 Punkte

    Mehr
  • Rezension zu "Ernster als Liebe" von Peter Goldsworthy

    Ernster als Liebe
    hebersch

    hebersch

    15. March 2011 um 16:13

    Mit 14 kommt Robbie zur Highschool. Die neue Lehrerin, Miss Peach hat es ihm sofort angetan und erverliebt sich heftig in sie. Dafür entgleitet ihm die Freundschaft mit Billie, einem Aboriginie-Halbblut, mit dem er regelmäßig auf Kaninchenjagd unterwegs war. Er entdeckt seine Sexualität und fokussiert sie auf Miss Peach. Sie ist eine ungewöhnliche Frau; nicht nur gut aussehend, sondern auch klug und eine tolle Lehrerin. Alle Männer des Ortes würden ihr gerne nachstellen. Für Robbie hat sie ein Faible, er ist nicht nur sehr klug, sondern auch phantasievoll und ein angehender Schriftsteller. Seine Geschichten faszinieren sie und sie gibt sie an einen befreundeten Literaturprofessor weiter. Ihr nachstellend wird er Zeuge eines missglückten Beischlafs und er nutzt die Situation der betrunkenen Miss Peach aus. Das hat schlimme Folgen.

    Mehr
  • Rezension zu "Ernster als Liebe" von Peter Goldsworthy

    Ernster als Liebe
    Sophia!

    Sophia!

    15. March 2011 um 15:56

    "Jedes Jahr der Kindheit ist ein Jahr der ersten Male und der neuen Entdeckungen,..." _ Robbie, Sohn des Polizeichefs, verbringt die Freizeit mit seinem Freund Billy. In der kleinen Stadt passiert nicht viel, bis eines Tages eine neue Lehrerin erscheint, Miss Peach. Sie ist anders als alle anderen Lehrerinnen, auf der einen Seite unscheinbar und doch gleichzeitig faszinierend, vor allem für Robbie. Sie trägt modische Kleidung, raucht und fährt Vespa. Nun ist Robbies Interesse für Lyrik geweckt. Er gibt seiner Lehrerin Texte, die sie mit Begeisterung liest. Dieses Verhalten wird fälschlicherweise als Liebe missverstanden und ein gefährliches Spiel kommt in Gang, denn Robbie kann fast schon zwanghaft nicht mehr von Miss Peach lassen. Sogar ihre Privatsphäre beachtet er nicht. Wird ihr die Tatsache, dass sie ein amoureuses Verhältnis mit einem fast doppelt so alten Professor hat zum Verhängnis? Oder wird sie sogar auf die Gefühle ihres Schülers eingehen? _ Peter Goldsworthy, ein in Australien lebender Arzt und Schriftsteller, liefert mit "Ernster als Liebe" ein Werk, das zum Nachdanken anregt über die Macht der extremen Emotionen und Leidenschaften. Unverblümt wird gezeigt, wozu der Mensch und insbesondere auch Kinder und Jugendliche fähig sein können, wenn sie von falschen Illusionen erfüllt sind. Der Text erinnert stark an Wedekinds "Frühlings Erwachen", denn auch hier hat Sexualität fatale Konsequenzen für die Protagonisten. _ Der Protagonist des Stücks erzählt aus der Ich-Persepktive rückblickend von seinen Erlebnissen in den Jahren 1963/1964. Diese Erzählweise macht die Gliederung der Kapitel in Vorher, Während und Nachher verständlich. Seine Leidenschaft für Science-Fiction-Stories ist ein Indiz sein gestörtes Verhältnis zur Realität. Hier entwirft er auch sexuelle Utopien, die im wahren Leben nicht umsetzbar sind. Als Leser verfolgt man die Entwicklung des Jungen mit Interesse, der Text ist angenehm lesbar.

    Mehr