Peter Guckes

 5 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Wie Mama mit der Nase sieht, Ist es noch weit? und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Peter Guckes

Ist es noch weit?

Ist es noch weit?

 (3)
Erschienen am 25.07.2012
Wie Mama mit der Nase sieht

Wie Mama mit der Nase sieht

 (3)
Erschienen am 11.03.2015
Monsters (Poster Book DIN A2 Portrait)

Monsters (Poster Book DIN A2 Portrait)

 (0)
Erschienen am 17.01.2014
Monsters (Poster Book DIN A4 Portrait)

Monsters (Poster Book DIN A4 Portrait)

 (0)
Erschienen am 17.01.2014
Monsters (Poster Book DIN A3 Portrait)

Monsters (Poster Book DIN A3 Portrait)

 (0)
Erschienen am 17.01.2014

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Rezension zu "Wie Mama mit der Nase sieht" von Peter Guckes

Es ist die Geschichte eines Jungen, der eindrucksvoll vom Leben mit seiner blinden Mutter erzählt
Kinderbuchkistevor 2 Jahren

Thema Blindheit


Der Stachelbart Verlag steht für Kinderbücher mit Anspruch und Themen, denen sich nicht jeder annimmt. Krankheit und Behinderungen sind hier kein Tabu sondern ein Anliegen.

Eine dieser wirklich starken, sehr eindrucksvollen und sensibel erzählten Geschichten ist diese.
Sie erzählt mit wunderbaren Bildern die Geschichte von eines Jungen und seiner blinden Mutter.
Hierbei erzählt der Junge, dessen Namen wir nicht erfahren aus der Ich Perspektive. Er stellt zunächst seine Mutter vor.
Weil sie blind ist brauch sie einen Blindenstock, mit dem sie sich Wege ertasten kann.
Sie nutzt ihre Sinne und Sinnesorgane mehr als die meisten Menschen. Ihre Nase, die Ohren und auch die Füße ersetzen das Augenlicht. Mit ihnen kann sie, so komisch das klingt, sehen.
Oft ist er mit seiner Mutter unterwegs. wenn sie einmal den weg nicht kennen fragt die Mutter Passanten nach dem weg, doch wenn die Leute antworten, dann sprechen sie nicht mit ihr sondern beugen sich zu dem Jungen hinunter und erklären es ihm.
Er erzählt von Unsicherheiten der Leute, die oftmals nicht wissen, wie man mit einem Blinden umgehen soll. Aus Berührungsangst und Unsicherheit passieren so Dinge, die man manchmal nicht verstehen kann.
Die Mutter geht jeden Tag zur Arbeit. Dort arbeitet sie in der Telefonzentrale und nimmt Bestellungen auf.  Damit sie weiß wie spät es ist, hat sie eine spezielle Uhr, mit der sie durch tasten die Zeit "ablesen" kann und zum Schreiben hat sie eine spezielle Schreibmaschine.
Der Junge erzählt, dass seine Mutter nicht immer blind war sondern durch einen Unfall erblindet ist daher kennt sie nicht nur die Farben sondern hat genaue Vorstellungen von den Gegenständen.
Er erzählt auch davon, das seine Mutter ihn früher in den Kindergarten gebracht hat und wie schwer das manchmal war.
Dabei erfahren wir nicht nur etwas über den Weg als solches sondern auch über die Gefühlswelt des Jungen, der viel lieber allein gegangen wird. Er hat die selben Probleme mit seiner Mutter wie andere Kinder. Sei es beim anziehen, Aufräumen oder Händewaschen.
Sicherlich der Straßenverkehr ist ein Risiko
Es ist  als Blinder im Straßenverkehr nicht leicht sich zu recht zu finden. Viele Ampeln haben Tonsignale für Blinde, damit sie wissen wann sie über die Straße gehen dürfen doch nicht jede Ampel hat solch ein Signal.
Im Alltag ist es zwar etwas anders mit einer blinden Mutter doch im Grunde ist da gar nicht soviel unterschied. Wie der Alltag abläuft erfahren wir in diesem Buch genau so wie viele außergewöhnliche Situationen. Wie ist es Kuchen zu backen, aufzuräumen, Karten zu spielen oder sogar Fahrrad fahren?
Eindrucksvoll, klar und leicht verständlich erfahren wir viel über die Welt eines Blinden. Wie er sich im Alltag zu recht findet und welche technischen Hilfsmittel es gibt.
Besonders schön finde ich den Schluss.
Da heißt es:
"Ich möchte nicht mit einem anderen Kind tauschen.........Ich habe eine Mama, die mit der Nase sehen kann!"
Und wer das ganze nicht glauben kann, glaubt das sei die Erfindung des Autors oder des Jungen, weit gefehlt denn das Buch endet mit einem Foto.
Die Mutter gibt es wirklich.
Sie wohnt in Berlin und ist Künstlerin. Sie malt Bilder und zeigt diese auf Ausstellungen.
Auf dem Bild sehen wir sie malen.
Für alle die noch ein wenig mehr lernen und erfahren möchten, die finden auf den Innenseiten des Einbandes das Alphabet in Blindenschrift. Auch Braille-Schrift genannt. 

Ein wirklich eindrucksvolle und sehr informatives Buch, das hoffentlich dazu beiträgt ein wenig mehr Verständnis für Blinde zu bekommen und Berührungsängste Abbaut, denn es sind ganz normale Menschen wie Du und Ich.
Sie sind uns in vielen Dingen sogar überlegen, im Vorteil, denn sie nutzen ihre uns zur Verfügung stehenden Sinne besser und intensiver als Sehende.
So gesehen können wir von ihnen viel lernen.

Probieren Sie es doch einmal mit ihren Kindern aus.
entdecken Sie Ihre Umwelt einmal mit Verbundenen Augen.
Achten Sie darauf was und wie sie dann wahrnehmen.

Viel Spaß mit dem Buch, dem neuen Wissen und den neuen Erfahrungen!
I

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