Peter Härtling

 3.7 Sterne bei 562 Bewertungen
Autor von Ben liebt Anna, Das war der Hirbel und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Peter Härtling

Schriftsteller, Herausgeber und Journalist: Bekannt ist der deutsche Schriftsteller Peter Härtling vor allem wegen seiner Kinder- und Jugendliteratur, die soziale Probleme in den Mittelpunkt stellen. Romane wie „Ben liebt Anna“ (1979), „Das war der Hirbel“ (1973) oder „Oma“ (1975) sind inzwischen Klassiker und heute so aktuell wie zum Zeitpunkt ihres Erscheinens. Doch zu seinem umfangreichen Werk zählen ebenso Erzählungen, Gedichte, Romane und Essays. Viele widmen sich der eigenen Biografie: der Flucht vor der Roten Armee nach Niederösterreich, dem in Kriegsgefangenschaft verstorbene Vater, der Kindheit als Flüchtlingskind im baden-württembergischen Nürtingen. Nach dem Abitur beginnt der 1933 in Chemnitz geborene Autor zunächst eine Karriere als Journalist bei verschiedenen Zeitungen. Im Jahr 1967 wird er Cheflektor des S. Fischer Verlags in Frankfurt/Main. Mit Erscheinen seines Romans „Das war der Hirbel“ gibt er seine Verlagstätigkeit auf und konzentriert sich auf die eigene schriftstellerische Karriere. Härtling, seit 1959 mit der Psychologin Mechthild Meier verheiratet und Vater von vier Kindern, engagierte sich politisch und gesellschaftlich, so auch in der Friedensbewegung. Er hält Vorlesungen über Poetik an verschiedenen Universitäten und wird mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Deutschen Bücherpreis für sein Gesamtwerk. Peter Härtling verstarb am 10. Juli 2017 in Rüsselsheim am Main.

Alle Bücher von Peter Härtling

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Ben liebt Anna

Ben liebt Anna

 (218)
Erschienen am 12.03.2019
Oma

Oma

 (38)
Erschienen am 10.07.2018
Das war der Hirbel

Das war der Hirbel

 (41)
Erschienen am 01.01.1984
Krücke

Krücke

 (29)
Erschienen am 09.08.2018
Schubert

Schubert

 (13)
Erschienen am 01.01.1997
Hölderlin

Hölderlin

 (13)
Erschienen am 01.10.1993
Nachgetragene Liebe

Nachgetragene Liebe

 (12)
Erschienen am 01.10.1993
Hallo Opa - Liebe Mirjam

Hallo Opa - Liebe Mirjam

 (12)
Erschienen am 17.08.2015

Neue Rezensionen zu Peter Härtling

Neu

Rezension zu "Oma" von Peter Härtling

Eine interessante Geschichte über das Zusammenleben von jung und alt. Regt zum nachdenken an
Yoyomausvor 5 Monaten

Zum Inhalt:
Fünf Jahre ist Kalle, als er seine Eltern verliert. Erst kann er es gar nicht begreifen. Seine Oma nimmt ihn zu sich. Da merkt Kalle, dass alles ganz anders ist als früher mit Vater und Mutter. Oma ist prima, aber - alt! Und Oma denkt: Hoffentlich kann ich den Jungen richtig erziehen - in meinem Alter! Sie erzählt Kalle von ›damals‹, als alles ganz anders war. Sie machen zusammen eine Reise und haben viel Spaß miteinander. Kalle ist zehn, als Oma krank wird. Da zeigt sich, dass auch sie ihn braucht.

Cover:

Auf dem Cover ist, typisch für ein Buch von Peter Härtling, eine Szene aus der Geschichte zu sehen. Bei den älteren Büchern sieht man Kalle mit seiner Oma in der Küche, bei den neueren Versionen sieht man Kalle mit seiner Oma am Bahnhof stehen, als sie Urlaub machen. Beide Cover passen in meinen Augen sehr gut, auch wenn sie noch nicht viel über die Geschichte aussagen.

Eigener Eindruck:
Als seine Eltern sterben und die Familie sich scheinbar wirklich Zeit lässt, um Kalle bei sich aufzunehmen, reist seine Oma, die er noch nicht sehr oft gesehen hat, zu ihm, um ihn mit sich nach München zu nehmen. Denn wo soll er sonst auch hin? Oma ist sich sicher, dass sie es schaffen können, auch wenn sie selbst Angst hat. Und Kalle? Der findet Oma komisch. Sie versteht viele Sachen falsch und er darf nicht alles, was er sonst immer durfte. Doch Oma kümmert sich und auch wenn die beiden aneinander geraten, so gehören sie doch zusammen. Es gilt Generationsunterschiede zu überwinden, aber auch aufeinander einzugehen. Oma Erna wird zu der wichtigsten Person in seinem Leben, obwohl er dies gar nicht bewusst bemerkt. Erst als Oma krank wird, da weiß er, was er an ihr hat. 

"Oma" aus der Feder von Peter Härtling hat mich persönlich wirklich berührt, auch wenn ich nicht immer mit dem Hergang der Geschichte "einverstanden" war. In einfachen und verständlichen Sätzen beschreibt Peter Härtling das Leben von Kalle und Oma. Dabei spricht er auch auf viele Probleme, rund um die Nachkriegszeit an - macht sogar noch einen kleinen Abstecher in die Kriegszeit, als Oma sich erinnert. Dass natürlich durch den Altersunterschied Welten aufeinander prallen, ist wohl kaum verwunderlich. Oma stammt eben aus einer anderen Generation, welche völlig anders erzogen wurde, als Kalle. Da gibt es noch andere Wertvorstellungen und wenn Kalle die nicht erfüllt, dann geraten die beiden auch einmal aneinander, was wohl völlig normal ist. Trotzdem hat es Kalle gut bei Oma, welche versucht mit wenigen Mitteln, wenn auch manchmal etwas forsch, ihre Ziele zu erreichen. Der Autor zeigt auch, wie sehr man sich an einen Menschen gewöhnen kann und wie schlimm es werden kann, wenn man um  sie bangen muss. Damit greift Peter Härtling nicht nur die Problematik des alt werdens auf, sondern auch was mit einem Minderjährigen passieren kann, wenn er eben keine Verwandschaft mehr hat. 
Was mir an der Geschichte auch ganz gut gefallen hat, war die Erzählweise. Die Geschichte erlebt man hauptsächlich aus Sicht von Kalle, aber nach jedem Kapitel bekommt man auch einen Einblick in die Gedanken von Oma Erna und so kann man beide Seiten immer sehr gut verstehen. Einzig die sprunghaften Szenen in dem Buch waren wieder nicht so ganz meins. Ab und an hat es doch ein bisschen gedauert, bis ich mich in die  Geschichte einfinden konnte und ab und an war es dann doch ein bisschen zäh wie Kaugummi.  

Fazit: 
Absolut lesenswert und eine schöne Lektüre, um Generationsunterschiede zu erklären.

Idee: 5/5
Charaktere: 4/5
Emotionen: 4/5
Spannung: 4/5
Logik: 4/5

Gesamt: 4/5  

Daten:
Taschenbuch: 104 Seiten
Verlag: Gulliver von Beltz & Gelberg; Auflage: 15... Aufl. (10. Juli 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3407781016
ISBN-13: 978-3407781017
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 - 10 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 0,7 x 18,7 cm

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Rezension zu "Hallo Opa - Liebe Mirjam" von Peter Härtling

berührende Geschichte
Engelchen07vor 5 Monaten

Die 14jährige Mirjam schreibt sich in diesem Buch mit Ihrem Opa E-Mails. Mirjam erzählt ihm manchmal mehr als sie ihren Eltern sagt. Opa muß ihr die eine oder andere schwierige Frage beantworten, doch leider schreibt Opa nicht immer so schnell zurück wie Mirjam sich das wünscht. Denn ihr Opa ist sehr krank.

Ein wirklich sehr berührendes Buch. Eine kleine Kurzgeschichte, die durch ihre Schlichtheit direkt unter die Haut geht.

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Rezension zu "Fränze" von Peter Härtling

Schönes und ergreifendes Kinderbuch
Yoyomausvor 5 Monaten

Zum Inhalt:
Sie hat grüne Augen, was selten ist - aber sonst ist Fränze eine wie andere auch. Und doch ist sie anders. Jedenfalls ist sie jemand, der sich Gedanken macht. Als ihr Vater sich nicht mehr wie gewohnt verhält, als sein Streit mit Mams immer lauter wird, fängt Fränze an, über alles nachzudenken. Und als der Vater ausgezogen ist, will sie ihn zurückholen. Aber was soll eine Zwölfjährige schon tun, wenn der Vater arbeitslos ist und nicht mehr mit sich reden lässt?! Auch mit Mams kommt sie nicht mehr zurecht. Von der Schule gar nicht zu reden.
Fränze ist mutig und zugleich verzweifelt. Aber sie setzt etwas in Bewegung.

Cover:

Das Cover ist wie bei allen Büchern von Peter Härtling mit dem Protagonisten der Geschichte geschmückt. Hier sehen wir das Mädchen Fränze, welche einem entschlossen entgegen blickt. Der Hintergrund verrät, dass sie sich auf einem Bahnhof oder einer U-Bahnstation befindet. Das finde ich im übrigen sehr passend zu der Geschichte, denn genau solch eine Szene kommt in der Geschichte vor.

Eigener Eindruck:
Fränze ist 12 Jahre alt, ist gut in der Schule, liebt es Geige zu spielen und fällt allen in der Schule trotz ihrer forschen Art immer angenehm auf. Sie sammelt Esel und freut sich darauf bald mit ihren Eltern aus der kleinen Wohnung auszuziehen und in einem großen Haus zu wohnen, denn das ist der Plan der Eltern. Doch als der Vater plötzlich komisch wird, anfängt zu trinken und die Mutter schlägt, da weiß Fränze, dass etwas ganz und gar nicht mehr stimmt. Vorbei ist es mit dem Traum rund um das schöne neue Haus, vorbei ist es mit der Familienidylle. Fränze und ihre Mutter sind immer mehr alleine und wissen nicht wo der Vater bleibt und schon gar nicht wissen sie, warum er plötzlich so ist, wie er eben ist. Für Fränze steht fest, dass sie etwas tun muss und so macht sie sich auf den Weg, um herauszufinden, was denn passiert ist und vor allem wo der Vater abgeblieben ist. Dass sie dabei die Schule total vernachlässigt und immer mehr Probleme bekommt, das ist ihr egal. Als sie ihren Vater schließlich findet, steht für Fränze fest, dass sie etwas unternehmen muss.

Die Geschichte von Fränze und ihrer Familie berührt. Als Erwachsener kann man sich beim Lesen schon denken, was alles auf Fränze zukommen wird, für junge Leser schafft es Peter Härtling  doch recht schonend an die Problematik Arbeitslosigkeit, keine Perspektiven, geplatzte Träume und familiäre Trennung heranzuführen. Fränze kann einem schon echt Leid tun. Sicher beschreibt Peter Härtling hier schon fast eine Standardsituation aus aktuellen Familienkreisen, jedoch war zu dem Zeitpunkt, als das Buch geschrieben wurde, meiner Meinung nach, die Rate der Trennungen noch nicht so hoch. Mit dem Thema Arbeitslosigkeit beschreibt Peter Härtling eine Thematik, die immer und immer wieder hoch brisant ist, sodass das Buch recht zeitlos ist. Einzig anhand der Wörter und Beschreibungen rund um Fränzes Umwelt lässt es den Leser ahnen, dass man sich hier in den 90ern befindet. 
Mit Fränze hat Peter Härtling in meinen Augen eine ganz tolle Protagonistin geschaffen. Sie weiß, wenn man einfach mal die Klappe halten sollte, aber sie hält auch nicht lange mit ihrer Meinung hinterm Berg. Außerdem ist sie stur und auch wieder nicht. Fränze versucht ihren Platz in der Welt zu finden und mit den Problemen klar zu kommen, die die Trennung der Eltern mit sich bringt. Und obwohl ihr immer wieder zum Heulen zu Mute ist, kämpf Fränze. Sie will etwas ändern. Sie will ihren Vater zurück haben. Aber Fränze versteht auch recht schnell und kann sich anpassen. Fränze ist einfach klasse. Man muss sie einfach mögen. Viele junge Leser könne sich sicher sehr gut mit ihr identifizieren und sich anhand von ihr ein Beispiel nehmen.
Trotzdem hätte ich mir in dem Buch noch die eine oder andere Erklärung für Fränze und auch für den jungen Leser gewünscht. Ein paar Fragen bleiben dann doch offen und ganz großen Bockmist fand ich die Szenen zum ende hin, als die Reporterin auftaucht. Das Ausnutzen der Verzweiflung eines jungen Mädchen für die Zeitung, pfui Teufel, nein, das hätte nicht sein müssen, auch wenn es doch ganz gut in die Geschichte passt, aber das fand ich nicht schön, nein.


Fazit: 
Im Großen und Ganzen kann ich das Buch wirklich weiter empfehlen.  Das Buch weist auf Probleme hin, die junge Menschen haben können, wenn sich ihr Umfeld verändert. Es sensibilisiert nicht nur junge, sondern auch ältere Leser. Man bangt mit Fränze, was wirklich sehr gut gemacht ist. Und vor allem zeigt es auch, dass das Leben weiter geht, egal wie schlimm die Situation scheint. Es gibt immer einen Weg, man darf nur nicht aufgeben und man muss sich mit der Situation arrangieren.

Idee: 5/5
Logik: 4/5
Spannung: 4/5
Emotionen: 4/5
Charaktere: 4/5

Gesamt: 4/5 

Daten:
Taschenbuch: 112 Seiten
Verlag: Gulliver von Beltz & Gelberg; Auflage: 7. Aufl. (4. Dezember 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3407781709
ISBN-13: 978-3407781703
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 11 - 13 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 0,7 x 18,7 cm

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Zusätzliche Informationen

Peter Härtling wurde am 13. November 1933 in Chemnitz (Deutschland) geboren.

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