Peter Höfle

Alle Bücher von Peter Höfle

Cover des Buches Das Urteil und andere Erzählungen (ISBN: 9783518188361)

Das Urteil und andere Erzählungen

 (135)
Erschienen am 30.12.2010
Cover des Buches Der arme Spielmann (ISBN: 9783518189184)

Der arme Spielmann

 (32)
Erschienen am 01.06.2012
Cover des Buches Sämtliche Werke (ISBN: 9783518420010)

Sämtliche Werke

 (17)
Erschienen am 19.05.2008
Cover des Buches Die großen Erzählungen (ISBN: 9783518456224)

Die großen Erzählungen

 (8)
Erschienen am 28.06.2004
Cover des Buches Einfach Kafka (ISBN: 9783518459720)

Einfach Kafka

 (1)
Erschienen am 18.06.2008
Cover des Buches Lektüre für Minuten (ISBN: 9783458347514)

Lektüre für Minuten

 (0)
Erschienen am 27.09.2004

Neue Rezensionen zu Peter Höfle

Cover des Buches Das Urteil und andere Erzählungen (ISBN: 9783518188361)M

Rezension zu "Das Urteil und andere Erzählungen" von Franz Kafka

Das Urteil
Mira123vor 2 Jahren

So viele Klassiker im Moment! Woran kann das nur liegen? Mal ganz sicher nicht an der Fernlehre der Uni, für die ich jetzt gefühlt zehn mal so viele Klassiker wie sonst lesen muss. Oder darf. Ist Ansichtssache. Ich lese die Klassiker ja gerne und als Literaturwissenschaftlerin sollte man ja alles gelesen haben, was nur irgendwie geht. Verstehe ich und an meinem Studium gefällt mir ja genau deswegen so gut. Aber dann gibt es Texte, bei denen ich mir nur denke: "Was zur Hölle! Ist das euer Ernst?" "Das Urteil" war so eine Kurzgeschichte.

Ich lese Kafka sehr gerne. Er hat einen spannenden Stil, der mich einfach fesselt. Und seine Bücher sind immer faszinierend, weil sie einfach so...kafkaesk sind! Irgendwie gruselig, immer schräg und nie weiß man, ob jetzt gerade wirklich alles so gemeint ist, wie man es verstanden hat. Kleiner Spoiler: Nein ist es nicht.

"Brief an den Vater" hab ich ja auch schon gelesen und auf diesem Blog rezensiert. Da wurde ja schon ziemlich klar, dass die Beziehung zwischen Kafka und seinem Vater nicht gerade ideal war. Gesund ist was anderes. Das zeigt sich auch hier wieder. Natürlich sind das nicht wirklich Kafka und sein Vater, sondern fiktive Figuren, von denen man nicht sagen kann, ob die jetzt ein Vorbild haben. Aber wenn man nebenher den "Brief an den Vater" liest und den Lektüreschlüssel und dazu noch Kafkas Tagebuch... Also das kann mir keiner erzählen, dass die Figuren nicht an die Realität angelehnt sind! Da sind die real existierenden Menschen, also Kafka und sein Vater, zumindest Vorbilder für die Figuren gewesen!

Viel mehr kann ich zu dieser Kurzgeschichte eigentlich gar nicht sagen. Das ist das Problem mit Kurzgeschichten. Die haben ja nur so um die 20 Seiten - was soll man da groß darüber schreiben. Natürlich könnte ich hier den Inhalt detailgetreu wiedergeben oder euch verraten, was ich am Mittwoch in meinem Referat über Kafas "Urteil" und die Psychoanalyse gesagt hätte, wenn der Server der Fernlehre nicht zusammengestürzt wäre. Aber erstens wären meine Referatspartnerinnen wohl nicht wirklich begeistert, wenn unser Referat plötzlich im Internet landet und zweitens müsste ich dafür zuerst erklären, was die Psychoanalyse denn eigentlich ist und wie zur Hölle das mit der Literatur zusammenhängt. Vielleicht erkläre ich euch das ja sogar irgendwann auf meinem Blog. Aber heute nicht.

Zusammenfassend kann man über diese Kurzgeschichte sagen, dass sie einfach typisch für Kafka ist. Ich mag "Die Verwandlung" lieber, aber das ist wohl Geschmackssache. Auf Goodreads habe ich die Geschichte als "Achterbahn" beschrieben und das trifft es, denke ich, ziemlich gut. Die Geschichte ist verwirrend und schräg, so wie es für Kafka halt typisch ist. Meiner Meinung nach, macht aber genau das die Geschichte so lesenswert. Also blättert sie doch einfach mal durch, ist ja echt nicht so lang!

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Cover des Buches Das Urteil und andere Erzählungen (ISBN: 9783518188361)L

Rezension zu "Das Urteil und andere Erzählungen" von Franz Kafka

Konnte mich gar nicht überzeugen - leider
Lola1008vor 8 Jahren

Konnte mich gar nicht überzeugen - leider

"Das Urteil und andere Erzählungen" besteht aus den Geschichten "Das Urteil", "Die Verwandlung", "Ein Landarzt", "Auf der Galerie", "Vor dem Gesetz", "Elf Söhne", "Ein Bericht für die Akademie", "In der Strafkolonie" und "Ein Hungerkünstler". Die Geschichten sind in sich abgeschlossen und können nicht miteinander vernetzt werden.
Franz Kafka ist wohl für seinen Namen bekannt, seine Geschichten sagen heutzutage jedoch kaum jemandem etwas. Höchstens an "Die Verwandlung" kann der ein oder andere sich erinnern. In diesem Band sind die bekanntesten Werke Kafkas gesammelt worden, um dem Leser einen Eindruck von Kafkas Schreibstil zu geben

Meine Meinung:
Im November letzten Jahres bin ich mit meinem Deutsch-Leistungskurs nach Prag gefahren. An die Geburtsstätte Kafkas. Unter anderem haben wir einiges über ihn erfahren, nicht nur über seine Werke sondern auch über sein Leben, das nicht ganz so rosig verlaufen ist, wie man  es sich vielleicht vorstellen mag. Aufgrund dessen, dass ich begann, mich für seine Erzählungen zu interessieren, wollte ich unbedingt etwas von ihm lesen.
Mir war von Anfang an klar, dass Kafka einen besonderen Schreibstil hat. Er bleibt distanziert zum Leser mit all seinen Figuren und schreibt über sehr skurille Themen. Und obwohl ich versucht habe, mich auf seine Erzälweise einzulassen, konnte ich es einfach nicht.
Den Schreibstil fand ich am Anfang eigentlich noch recht gut, aber je weiter ich las, desto häufiger verlor ich den Faden und wusste gar nicht mehr, was ich da gelesen hatte. Auch wenn ich eine Lesepause eingelegt habe fiel es mir sehr schwer, wieder in die jeweilige Geschichte hineinzufinden, was nicht unbedingt für Kafkas Schreibstil spricht.
Auch werden die Geschichten immer verworrener, so dass man als Leser hinterher überhaupt nicht mehr durchblickt, was passiert ist und was jetzt Realität und was Fiktion ist. Das Problem ist mir besonders bei "Das Urteil" aufgefallen. Am Ende habe ich nichts mehr verstanden und mich wirklich verloren gefühlt, weil ich die Handlungen der Personen nicht richtig nachvollziehen konnte.
Was mich auch recht störte war, dass man als Leser zu den ganzen Personen sehr distanziert bleibt. Man fühlt sich ihnen durch Kafkas Erzählweise nicht richtig nahe und es fiel mir persönlich sehr schwer eine Beziehung zu den einzelnen Protagonisten aufzubauen. Auch das Ende mancher Kurzgeschichten hat mich nicht mit den Figuren mitfühlen lassen. Es war eher so, als wäre man ein objektiver Betrachter des Geschehens - und das möchte ich eben beim Lesen nicht sein. Ich möchte mit den Figuren mitfühlen können, mich ihnen nahe fühlen, ihr Denken verstehen. Durch Kafkas Schreibstil konnte ich das leider überhaupt nicht.
Auch blieben für mich viele Fragen in den Geschichten ungeklärt bsw. bei "Die Verwnadlung". Darin geht es um den jungen Geschäftsmann Gregor Samsa, der eines Morgens als Käfer erwacht - aber wieso? In den ganzen folgenden Seiten wird nicht beschrieben, warum das passiert ist und ob es nicht einen Weg gibt dies rückgängig zu machen. Normalerweise mag ich solch offene Fragen, aber hier erschienen sie mir deplatziert. Eine richtige Lösung gibt es dafür ohnehin nicht. Zumindest hier hätte ich mir eine Aufklärung der Verwandlung erhofft.

Fazit:
Nach den ganzen 181 Seiten dieses Klassikers muss ich sagen: Kafka ist überhaupt nicht mein Fall - leider. Als Person ist er sehr interessant, aber seine Geschichten rufen bei dem Leser eher Verwirrungen hervor, als dass sie ihn über bestimmte Dinge aufklären. Sicher, Kafka ist keine Bettlektüre, das ist mir schon klar, dennoch blieb fast alles für mich sehr oberflächlich und so, als wäre es nicht richtig ausgereift. Auch die Personendarstellung hat mir nicht wirklich gefallen, da ich mich nicht in ihre Lage versetzen und somit auch ihre Handlungen nicht nachvollziehen konnte. Schade. Ich habe mir etwas mehr erhofft. Deswegen kann ich leider auch nur 1 Stern vergeben, da mir die Kurzgeschichten überhaupt nicht gefallen haben.

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Cover des Buches In der Strafkolonie (ISBN: 9783518188781)S

Rezension zu "In der Strafkolonie" von Franz Kafka

Rezension zu "In der Strafkolonie" von Franz Kafka
Sariivor 12 Jahren

Die Erzählung „In der Strafkolonie“ (1919) von Franz Kafka thematisiert das Justizleben auf einer Insel. Das Besondere hierbei ist jedoch, dass diese Insel über einen Apparat verfügt, der Verurteilte zum Tode foltert und erst währenddessen das Urteil Preis gibt.
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Ein Forschungsreisender wird auf diese Insel gebeten und soll sich von dem vorliegenden Rechtssystem überzeugen lassen. Dieses ist nämlich von einem Urteil des Reisenden bezüglich des Apparates abhängig.
Diese Maschine ist auch das Zentrum der Erzählung. Der Offizier ist gänzlich von der Maschine, eine Entwicklung des alten Kommandanten, überzeugt und lädt den Besucher zu einer öffentlichen Exekution ein.
Diesem wird somit der Apparat im Vorfeld Stück für Stück erklärt. Leider kann ich diese Beschreibung nicht so realistisch erscheinen lassen wie Kafka. Wichtig an der Maschine ist, dass diese aus einer Mehrzahl von Eggen besteht, die dem „Opfer“ nach und nach das Urteil in den Körper einritzt. Der Verurteilte erfährt sein Urteil jedoch auch erste selbst bei der Exekution. Deutlich wird hier, dass es keinen richtigen Strafprozess gab und der Verurteilte keine Möglichkeit bekam sich zu verteidigen.
Der Forschungsreisende möchte jedoch nicht über die Maschine urteilen, findet sie jedoch inhuman aber auch zugleich faszinierend.
Der bestürzte Offizier lässt sich selbst auf den Apparat spannen und freut sich auf die eigene Exekution, bei der die Maschine aber klemmt und auseinander zu springen droht. Nach einem abschließenden Besuch bei dem neuen Kommandanten und dem Grab des alten Kommandanten in einem Teehaus ergreift der Forschungsreisende voller Entsetzen die Flucht und lässt keinen Inselbewohner mit auf sein Schiff. Der Grund ist die Inschrift auf dem Grab: „Hier ruht der alte Kommandant. Seine Anhänger, die jetzt keinen Namen tragen dürfen, haben ihm das Grab gegraben und den Stein gesetzt. Es besteht eine Prophezeiung, dass der alte Kommandant nach einer bestimmten Anzahl von Jahren auferstehen und aus diesem Hause seine Anhänger zur Wiedereroberung der Kolonie führen wird. Glaubet und wartet!“....
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Trotz der Kürze der Erzählung hat diese eine große Wirkung.
Die Anonymität der Insel und der Beteiligten lässt die Handlung auf alle belieben Orte sowie Menschen der Erde übertragen und die Grausamkeit jedes Einzelnen erkennen. Der Hang zur Grausamkeit und zugleich Neugier/ Bewunderung für derartige perverse Maschinerien oder Begebenheiten wird besonders deutlich. Die Beschreibung des Apparates nach Kafka wird sehr beeindruckend und furchterregend, mich hat dieses Bild auch nicht mehr losgelassen, sodass ich sogar von ihr geträumt habe. Im Grunde genommen schildert Franz Kafka (1883- 1924) in dieser Erzählung die Abgründe des menschlichen Denkens und Daseins auf eindrucksvolle Art und Weise. Bedenklich ist leider nur hinsichtlich der folgenden Jahren nach der Veröffentlichung (1919), dass diese Willkür und Brutalität nicht nur Fiktion war....
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Fazit: Diese Erzählung hat einen besonders faszinierenden und brutalen/ unheimlichen Charakter zugleich. Besonders der Apparat lässt einen nicht mehr los. Für mich war dieses Buch absolut lesenswert, da es einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat und mich auch nicht mehr loslässt.

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