Afrika im Doppelpack: Vater und Sohn mit dem Rucksack durch Schwarzafrika

von Peter Haas 
4,0 Sterne bei3 Bewertungen
Afrika im Doppelpack: Vater und Sohn mit dem Rucksack durch Schwarzafrika
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Flaventuss avatar

Dies ist kein Reisebericht. Dies ist eine Abenteuergeschichte.

Frank1s avatar

Für Leser, die Reiseberichte im traditionellen Stil statt Anleitungen zum Hinterherreisen mögen, ist dieses Buch einen Blick wert.

Alle 3 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9781517363321
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:200 Seiten
Verlag:CreateSpace Independent Publishing Platform
Erscheinungsdatum:15.09.2015

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne0
  • 4 Sterne3
  • 3 Sterne0
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Flaventuss avatar
    Flaventusvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Dies ist kein Reisebericht. Dies ist eine Abenteuergeschichte.
    abenteuerliche Reise

    Dies ist kein Reisebericht. Dies ist eine Abenteuergeschichte. Oder besser gesagt, mehrere abenteuerliche Epsioden, die ein Vater mit seinem Sohn auf verschiedenen Touren durch Afrika erlebt haben, als sie als Backpacker durch die Lande zogen.

    Als Rücksacktouristen mit einem 9 bis 13 Jährigen Sohn durch Afrika reisen? Dazu gehört sicherlich eine gehörige Portion Mut. Aber ich kann die beiden vollends verstehen, wenn sie abseits abgetretener Touristenpfade die Länder erkunden möchten.


    Fernweh

    Die Episoden haben durchaus Potential Fernweh beim Leser auszulösen. Die Weiten Afrika live und in Farbe zu erleben dürfte für viele Menschen ein Traum sein. Und für ebenso viele auch bleiben. Da kann man durchaus ein bisschen neidisch werden, wenn man von den Safari- und Dschungelabenteuern liest, die beide erlebt haben.

    Ebenso neidisch auf die Beziehung, die bei solchen Vater-Sohn-Reisen entstehen können und die Zeit, die die beiden vor beeindruckender Kulisse verbringen konnten. Allerdings merkt man dem Text (vor allem in den letzten Berichten) sehr stark an, dass der Vater recht stolz auf seinen Sohn ist. Hier hätte ein Lektor gut getan, der ein paar der Lobdudelein gekürzt hätte.

    Allerdings gibt es neben den beeindruckenden (Natur-)Erlebnissen auch Berichte über die andere Seite des Kontinents.

    Schattenseiten

    Dann gab es sie doch. Die Beschreibungen der Schreckenseiten, von denen wir in den Nachrichten immer wieder hören. Ähnlich wie sich viele Menschen fühlen, wenn sie die Gedenkstätten der Greueltaten des zweiten Weltkriegs in Deutschland besucht haben, beschreibt der Autor seine Eindrücke und Empfindungen, als er die Gedenkstätten von z.B. Ruanda besucht hat.

    Auch anderenorts wurden die beiden Reisenden immer wieder mit Situationen konfrontiert, die die Gefahren einer solchen Rücksackreise ausmachen. Sei es eine abenteuerliche Busreise, die Erzählung eines Touristen von einem wütenden Mob oder die unfreiwillige Nähe zu einem Elefanten-Po.

    Aber was wäre einen solche Reisen ohne diese Abenteuer? Zumindest hatte ich als Leser nie den Eindruck gehabt, als hätte der Autor den ein oder anderen Bericht aufgepimpt, damit er interessanter klingt.

    Fotos

    In dem Buch findet sich zahlreiche Fotos (35, um genau zu sein), die von den beiden während ihrer Reisen gemacht wurden. Diese Fotos zeigen gleich mehrere Dinge. Zum einen natürlich den Nachteil des Selfpublishings, denn die Einbindung in den Text darf man durchaus als laienhaft bezeichnen.

    Es versteht sich von selbst, dass man für das Betrachten der Farbfotos eher keinen Kindle verwenden sollte. Wer kein Tablet o.ä. zur Verfügung hat, sollte sich die Fotos in der Cloud anschauen (über lesen.amazon.de).

    Die Fotos zeigen aber auch, was einen Reisefotografen ausmacht. Oder besser gesagt zeigen die Fotos in diesem Buch, welche kleine Fehler man als Fotograf doch machen kann. Von mangelhafter Bildkomposition bis hin zu schiefen Horizonten und Häusern lässen sich nahezu alle handwerklichen Fehler eines Fotografen finden.

    Dennoch stellen diese Fotos einen wichtigen Bestandteil des Buchs dar, denn sie vermitteln einen deutlicheren Eindruck vom Erzählten - und folgendes stimmt noch immer: Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte und ein schlechtes Fotos ist Tausend Mal besser als gar keines.

    Text

    Man merkt dem Text an, dass dieser nicht von einem Lektor korrigiert wurde. Nicht weil viele Rechtschreibfehler enthalten sind. Die sind tatsächlich kaum vorhanden. Vielmehr sind es die zahlreiche umgangssprachlichen und flapsigen Ausdrücke, die es den Leser merken lassen. Das gibt dem Buch auf der einen Seite ein Stück Autentizität zeigt auf der adneren aber zusammen mit den Lobreden auf den Sohn, dass es gar nicht so einfach ist, seine Gedanken in Worte zu fassen.

    Zusätzlich fällt die Verortung der jeweiligen Episoden hin und wieder schwer. Wann waren die beiden nun zu welcher Zeit wo? Das bleibt ein bisschen im verborgenen und wird nicht ganz deutlich. Dazu trägt sicherlich das Episodenformat bei ... und die mangelnden Rechte bzw. Budget, um in dem Buch Karten zu verwenden.

    Fazit

    Ein lesenswertes Buch über Afrika. Über erlebte Abenteuer in fernen Ländern. Über eine Vater-Sohn-Beziehung. Wer keinen Reisebericht sucht oder Reise-Tipps, ist hier genau richig. Denn der Fokus liegt eben nicht in der Beschreibung, wie eine solche Reise am Besten vorbereitet wird oder wo die besten Orte für Rucksachtouristen liegen, sondern auf das Erlebte und die damit verbundenen Erfahrungen. Darin liegt dann auch der Reiz in dieser Lektüre. Allerdings sollte der Leser ein gewisse Toleranz gegenüber dem Sprachstil aufbringen.

    Übrigens denke ich, dass das Buch vielen Familien zeigt, dass sie mit einer gesicherten Ferienanlage samt Kinderbetreuung die besser geeignete Urlaubswahl getroffen haben. Solche Art von Rucksackurlaub dürfte nicht jedermanns Geschmack treffen und viele Geschichten bestätigen die Vorbehalte gegenüber "diesen" Urlauben.

    Diese Rezension findet sich auch auf meinem Blog.

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    Frank1s avatar
    Frank1vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Für Leser, die Reiseberichte im traditionellen Stil statt Anleitungen zum Hinterherreisen mögen, ist dieses Buch einen Blick wert.
    Mit Rucksack und Sohn durch Afrika

    Klappentext:

    Mit Fischern durch die Inselwelt der Suaheli Küste. Auf die Gipfel der nebelverhangenen Virunga-Vulkane. Lebensmüde Busfahrer in Tansania und besoffene Hexenmeister in Südafrika. Verspielte Gorillas, die Flucht vor einem Elefanten und Stockkämpfe im Okawango-Delta. Aber auch: Tod, Angst und Drogen. Zusammen mit seinem anfangs erst neunjährigen Sohn Michael begibt sich Peter Haas auf drei Reisen durch den schwarzen Kontinent. In Südafrika, Botswana, Tansania, Ruanda, Uganda und Kenia kommen die beiden Weltenbummler den Menschen Afrikas, aber vor allem auch einander unerwartet nah. Peter Haas ist ein Süchtiger. Sein Rauschmittel ist das Reisen. Der Zauber fremder Kulturen mit ihren Geheimnissen und Versprechungen, aber auch die Abgründe des Unmenschlichen locken ihn ein jedes Mal aufs Neue hinaus in die Welt. Als Papa mit Kind an der Hand und dem Überlebensnotwendigen auf dem Rücken durch afrikanische Erlebniswelten – seine ganz persönliche Liebeserklärung an das Reisen. Nicht zuletzt soll dieses Buch reiselustige Eltern dazu ermutigen, die gesicherten Ferienanlagen mit organisierter Kinderbetreuung einmal zu verlassen und gemeinsam mit ihren Kindern in unbekannte Gebiete vorzustoßen.


    Rezension:

    Als sein Sohn 9 ist, kommt Peter Haas erstmals der Gedanke, mit ihm nach Afrika zu reisen – und zwar nicht auf eine gut durchorganisierte Safari, wie sie jedes bessere Reisebüro anbietet. Nein, er will Afrika zusammen mit seinem Sohn als Rucksacktourist erkunden. Obwohl ihm alle Bekannten und Verwanden davon abraten – schließlich wäre das viel zu gefährlich und speziell für das Kind auch zu anstrengend –, setzt er seinen Plan in die Tat um. Zusammen erleben die beiden ein Afrika, wie es Pauschaltouristen wohl nie kennenlernen werden.

    In diesem Buch schildert der Autor die Abenteuer von 3 Reisen, die er zusammen mit seinem Sohn unternahm, während letzterer zwischen 9 und 13 Jahren alt war. Dabei werden die Reisen – im Gegensatz zu manch anderem Reisebericht – nicht Tag für Tag abgehandelt, sondern es werden einzelne eindrucksvolle Unternehmungen gezielt herausgegriffen. Während das einerseits natürlich den Fokus auf die wirklich interessanten Begebenheiten konzentriert, würden andererseits an manchen Stellen kurze Überleitungen, wie die beiden Reisenden von einem Ort zum nächsten gelangten, die Reise für den Leser nachvollziehbarer machen. Neben den mehr oder weniger abenteuerlichen Erlebnissen rückt der Autor auch immer wieder die sich auf diesen Reisen vertiefende Vater-Sohn-Beziehung in den Mittelpunkt.


    Fazit:

    Für Leser, die Reiseberichte im traditionellen Stil statt Anleitungen zum Hinterherreisen mögen, ist dieses Buch einen Blick wert.


    Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: www.rezicenter.blog

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    angi_stumpfs avatar
    angi_stumpfvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Schön zu lesen, aber ich möchte nicht so reisen. :)
    Das wär nix für mich ...

    Peter Haas ist Polizist und in seiner Freizeit begeisterter Rucksacktourist. Seiner Frau ist diese Art von Urlaub zu anstrengend und er kann sie deshalb auch anfangs nur schwer davon überzeugen, dass es eine gute Idee ist, seinen erst 9-jährigen Sohn Michael mitzunehmen auf so eine Tour.

    Schließlich geht es aber wirklich los: Peter und Michael reisen nach Afrika. Was sie dort alles erleben, erzählt der Autor in diesem Buch. Und zwar in einer sehr eindrücklichen Art und Weise.

    Der Schreibstil ist schön zu lesen, es wird auch an deutlichen Worten nicht gespart: “Arsch” in allen möglichen Varianten ist dabei ein gern verwendeter Begriff. Peter Haas erzählt uns seine Erlebnisse einfach so, wie er sie wohl auch zu Hause in trauter Runde vor Familie und Freunden schildern würde.
    Er lässt dabei auch so manch peinliche Situationen nicht aus, beschönigt und verharmlost anscheinend auch kaum etwas. Alles wirkt authentisch und glaubwürdig.

    Die Geschichte wird begleitet von einigen Farbfotos, auf denen häufig Michael zu sehen ist. Gerne hätte ich noch mehr Bilder der aufregenden Reise gesehen, vor allem von den tollen Landschaften, die oft als so traumhaft beschrieben werden.

    Für mich wäre diese Art des Reisens – trotz der vielen zweifelsfrei einmaligen und wunderschönen Erlebnisse – absolut nichts. Dafür sorgten schon die vielen Szenen, in denen die beiden Individualurlauber nur mit viel Glück dem möglichen Tod entkommen sind, z. B. durch die halsbrecherische Fahrweise eines Busfahrers.
    Für Nervenkitzel braucht es aber bei mir nicht mal diverse Kamikazefahrten, da reichen mir schon Begegnungen mit Skorpionen auf der Toilette, wanzenverseuchte Schlafstätten oder undefinierbares Essen. Bin ich froh, dass ich das Buch nur lesen durfte und nicht selbst dabei sein musste.
    Was auch zu Herzen ging: die noch sichtbaren Nachwirkungen von schlimmsten Gräueltaten, wie dem Völkermord in Ruanda. Und es ist ja auch nicht so, dass in diesem Teil der Welt heute Frieden herrschen würde … ob ich mein Kind solchen potentiellen Gefahren aussetzen würde ist höchst fraglich.

    Wie die Beziehung zwischen Vater und Sohn durch diese Reisen eine ganz besondere Intensität und Qualität bekommen hat, wird aus den Erzählungen auch recht gut deutlich. Solche Abenteuer schweißen zwangsläufig zusammen und sind für Michaels späteres Leben mit Sicherheit eine Bereicherung. Allerdings bezweifle ich, dass das für den Großteil der Menschen eine gute Idee wäre … zur Nachahmung also nur für sehr wenige Ausnahmen empfehlenswert.

    Kommentieren0
    6
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks