Inhalt (Klappentext):
Kommissar Dampfmoser und sein Kollege Berger haben es diesmal mit einem ganz besonderen Mord zu tun... Die alte Berta Perlmacher wird umgebracht, während niemand auf dem Hof ist und sich alle um den Alm-Abtrieb kümmern. Jemand hat ihr mit einem stumpfen Gegenstand auf den Kopf geschlagen. Tatwaffe: Eine Vase, die man zerbrochen in der Nähe findet. Unter den Sachen der alten Frau befindet sich ein Goldbarren mit einer Prägung aus den 1920er Jahren. In Verdacht gerät Eugen Gombacher, ein junger Bergführer. Jemand hat ihn gesehen, wie er zum Hof der Perlmachers fuhr, sodass er zur Tatzeit dort gewesen sein könnte...
Bewertung: Dieser Kurzkrimi erzeugt tatsächlich Polizeiinspektion 1-Feeling mit seinen beiden Ermittlern, die viele Dialoge führen und dabei mundartlich eingefärbt reden. Den Roman kann man einfach lesen und verstehen, weil für den Dialekt im Wesentlich nur das "nicht" durch "net" ersetzt und regelmäßig Buchstaben unterschliffen wurden. Ergänzt wurde das gelegentlich durch regionale Begriffe oder Redewendungen. Die Dialoge stehen nach meinem Empfinden im Vordergrund. Sie haben eine angenehme ruhige Ernsthaftigkeit. Polizeiinspektion 1 eben (wobei es dort auch anders zugehen konnte). Da würde man gern mehr über die beiden Ermittler erfahren, die offenbar seit Langem zusammenarbeiten und befreundet sind. Auch die übrigen Figuren fand ich interessant und die Gespräche mit ihnen waren lebhaft. Auf mich wirkten die Altersangaben (sicher unfreiwillig) teils komisch und ein bißchen wie in einem Zeitungsbericht ("sagte die einundfünfzigjährige Bäuerin"). Leider gings dann mit der Geschichte recht hottiflotti zu Ende. Ich wünschte, der oder die Autoren hätten sich mehr Zeit genommen und sie etwas komplexer gestaltet. Wer das Buch geschrieben hat, ist mir unklar. Die Autoren Robert Gruber und Peter Haberl scheinen ein bayrisches Pseudonym/ eine Marketing-Idee für diesen Krimi aus Bayern zu sein, während der echte Autor vermutlich Alfred Bekker heisst. Im Text gibt es einige kleinere Fehler. Es fängt an mit dem Klappentext, wo aus einem Almauftrieb ein Alm-Abtrieb geworden ist, und geht weiter mit falschen Kleinschreibungen und Kommafehler. Insgesamt vergebe ich an den Krimi 3 Sterne.









