Peter Haff Die ungenaue Lage des Paradieses

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Inhaltsangabe zu „Die ungenaue Lage des Paradieses“ von Peter Haff

Überraschend erhält Peter Haff die Gelegenheit, an einer Reise zu den untergegangenen Reichen der Weltgeschichte teilzunehmen. Obwohl er organisierte Reisen nicht besonders liebt, macht er sich auf den Weg. Aus dem Touristen wird ein Besucher mythischer Orte, der die Geheimnisse der besuchten Stätten mit behutsamer Neugier erkundet. Er besichtigt die Totentempel der Nabatäer, ist beschämt vom Lächeln tibetischer Pilger im Palast der Mönchsherrscher in Lhasa, und er wird sich angesichts verfallender Mauern einstiger Götterburgen bewusst, dass alles Menschenwerk sich irgendwann in den Räumen der Zeit verliert. Mehr als fünfzigtausend Kilometer führt ihn der Flug übers "Leere Viertel" der arabischen Wüste. Angkot Thoms Dschu ngel und die Regionen des ewigen Eises bis hinab in die Steppen der Mongolei. Scheinbar flüchtige Begegnungen mit ungewöhnlichen Menschen zeigen ihm, dass selbst die kleinste Zeiteinheit manchmal einen maßlosen Raum an Erinnerung birgt. Begleiter des Autors ist ein altes Buch. Vor fast zweihundert Jahren hatte Sir M. Antony Edward-Tonelli eine ähnliche Reise unternommen. Was Peter Haff in 23 Tagen erlebt, hatte Edward-Tonelli in 23 Jahren erfahren; in dieser Zeit tauschte er das Schwarz der Jesuiten gegen das Orangerot buddhistischer Mönche; er wurde Schamane, und als er das verhießene Paradies nirgendwo fand, schließlich zu dem, der im Grunde immer schon war, ein Epikureer. "Gut zu wissen, daß die Ewigkeit jetzt ist", schreibt der Reisende vor seiner Heimkehr ins Notizheft; es ist der letzte Satz aus Edward-Tonellis Buch.
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  • Rezension zu "Die ungenaue Lage des Paradieses" von Peter Haff

    Die ungenaue Lage des Paradieses
    Fanje

    Fanje

    09. March 2012 um 20:44

    Da ich eine Reise in einige Länder Asiens plane, bin ich auf der Suche nach Reiseliteratur zu dem Thema und habe dabei auch dieses Buch gefunden. Der Autor erzählt von einer Reise mit einer Reisegruppe im luxuriösen Rahmen einer Reise im privaten Flugzeug und Unterkunft in den besten Hotels, was einen großen Gegensatz zu den besuchten Ländern bildet und wohl auch nicht die Reiseart jedes Urlaubers widerspiegelt. Besonders gut gefallen haben mir die lebhaften und eingehende Beschreibungen der besuchten Orte, aber vor allem auch die kurzen Einblicke in das Leben der Menschen, denen er auf seiner Reise begegnet.

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  • Rezension zu "Die ungenaue Lage des Paradieses" von Peter Haff

    Die ungenaue Lage des Paradieses
    Mockturtle

    Mockturtle

    13. December 2010 um 22:17

    Das war eines dieser Bücher, die man normalerweise nicht selber kauft, sondern geschenkt bekommt, weil man nie auf die Idee kommt, es eben zu kaufen. Ich hatte das Leseexmplar bekommen, es interessierte mich, weil da etwas von Reisen zu untergegangenen Städten und neben Petra auch Angkor Watt auf dem Klappentext zu lesen war. Ich hatte von Peter Haff schon einmal vage gehört, aber noch nie etwas gelesen. Dann begann ich die ungenaue Lage des Paradieses und nach einem Nachmittag und einer durchlesenen Nacht (zum Glück ein Wochenende!) hatte ich das Gefühl, einen Schatz in Händen zu halten. Es geht vordergründig um die Reise der Lost Cities Tours, aber auch wenn die einzelnen Stationen gebührend behandelt werden, der wirklich Schwerpunkt lag auf den Menschen und ihren Beweggründen, auf diese Reise zu gehen. Da trafen die verschiedensten Individuen aufeinander, die aus den unterschiedlichsten Kreisen stammten und deren Motive von Selbstfindung über einfache Reiselust reichten, bis hin zu dem Wunsch, vor dem Tod Absolution durch die Rückgabe wertvoller Anitquitäten an die Ursprungsländer zu finden. Die Sprache Peter Haffs ist klar, ohne Schnörkel, aber trotz ihrer Sachlichkeit von schlichter Schönheit. Ich habe das Buch mittlerweile mehrmals verschenkt, auch wenn es leider sowohl als gebundene als auch in der Taschenbuchausgabe vergriffen ist.

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