Peter Haisenko Bankraub globalisiert

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Inhaltsangabe zu „Bankraub globalisiert“ von Peter Haisenko

In Deutschland wurde und wird viel Arbeit geleistet. Die Zerstörungen des Krieges wurden behoben. Die Haushalte sind mit dem Wesentlichen ausgerüstet und die Infrastruktur ist in gutem Zustand. Viel Arbeit wurde an Maschinen abgegeben. Die Meisten leben in mehr oder weniger bescheidenem Wohlstand. Seit mehr als 40 Jahren erwirtschaftet Deutschland einen Aussenhandelsüberschuss. Das heisst, in Deutschland wird mehr produziert, als verbraucht wird. ​ ​ Eine gute Zeit, über kürzere Arbeitszeiten zu reden, die noch verbleibende Arbeit auf alle zu verteilen. ​ Wir erleben das Gegenteil. Immer weniger müssen immer mehr leisten. Es fehlt an Geld. Wie konnte es dazu kommen? Wenn ausreichend gearbeitet wird, müsste auch ausreichend Geld zur Verfügung stehen. Was ist Geld? ​ Mit Geld allein kann man nichts erschaffen. Nur wenn jemand bereit ist, gegen Geld eine Arbeit zu leisten, ist Geld etwas Wert. Es nutzt nichts, in Zukunft über eine Geldsumme verfügen zu können, wenn dann niemand da ist, der bereit ist, dafür zu arbeiten. Arbeit ist mit Einschränkungen nicht konservierbar. ​ Das Geld dient u.A. dazu, Arbeit für große Projekte zu konzentrieren. Es muss immer ein vernünftiges Verhältnis zwischen Geldmenge und Arbeitsmenge herrschen. Das ist zur Zeit nicht so. Die verfügbare Geldmenge übertrifft die käufliche Arbeitsleistung um ein Vielfaches. Gleichzeitig wird von den Banken ein hoher Anteil des erarbeiteten Geldes durch Zinseinnahmen und Spareinlagen abgeschöpft. Der Kreislauf des Geldes ist gestört. Gigantische Ströme virtuellen Geldes laufen in immer höherer Geschwindigkeit um die Welt. Dadurch sind Einnahmequellen und Steuerungsmechanismen völlig neuer Art entstanden. Die virtuellen Gewinne ermöglichen den Kauf realer Gegenstände. Währungsparitäten können beliebig bestimmt werden. Volkswirtschaften werden gegeneinander ausgespielt. Staatsbankrott wird verschleiert, verhindert oder herbeigeführt. Dritte Welt Länder werden ausgebeutet. ​ ​ Ein Blick auf die USA zeigt, dass der Dollar trotz eines stetig wachsenden Aussenhandelsdefizits von derzeit über 750 Milliarden Dollar p.a. stark überbewertet ist. D.h.: Wir haben kein marktwirtschaftlich kapitalistisches System. Das Preisgefüge wird nicht von Angebot und Nachfrage bestimmt, sondern durch wenige Grosskonzerne und Banken politisch gestaltet. Konzernfusionen sind nicht nur gewinnorientiert und ihr Nutzeffekt ist oft nicht ersichtlich oder bleibt verdeckt. In jedem Fall gewinnen die finanzierenden Banken an Zins und Macht. ​ ​ Im Übrigen ist es nicht logisch, dass ein Staat, der eine positive Aussenhandelsbilanz hat – wie Deutschland –, überhaupt Schulden haben kann. Die Arbeit, die bezahlt wird, ist bereits geleistet. Kredit nehmen heisst Arbeit leihen, und Schulden haben bedeutet nichts anderes, als das Versprechen, in Zukunft Arbeit leisten zu wollen. Wenn also nach geleisteter Arbeit das Gemeinwesen Schulden hat, deutet das auf einen gestörten Geldumlauf hin. Es muss einen Dritten geben, der aus dem Umlauf zu seinem Vorteil unverhältnismässig viel Geld entnimmt. Guthaben, im Gegensatz zu Schulden, sind der Geldwert von Arbeitsüberschuss. Und in einer gesunden Volkswirtschaft darf nur soviel ausgeliehen werden, wie Guthaben vorhanden sind. Nur so ist der Geldumlauf im Gleichgewicht. Diese Guthaben wurden von den Bürgern erarbeitet. Die Banken produzieren nichts, sie verwalten das Adäquat geleisteter Arbeit - Geld. Es ist letztlich unerklärlich, dass die aus diesem Geld erzielten Gewinne einer Bank zufallen, und nicht demjenigen, der durch seine Arbeitsleistung das Guthaben ermöglicht hat. Tatsächlich zahlt der Staat Zinsen für eine bereits von seinen Bürgern erbrachte Leistung und der Bürger trägt dafür eine höhere Steuerlast. Es müsste genau umgekehrt sein: der Bürger sollte eine Steuererleichterung erfahren, für die Arbeit, die er dem Staat geleistet hat. ​ ​ Ermöglicht wurde dieser asymetrische Geldumlauf vor 40 Jahren, als der Dollar von der Goldanbindung „befreit“ wurde. Es konnte ab sofort munter Geld gedruckt und virtuelles Geld geschaffen werden. Doch erst nach dem Fall der Sowjetunion konnten die Möglichkeiten der Geldschöpfung und Manipulation skrupellos ausgeschöpft werden. Die Sowjetunion hätte mit ihrem Volumen daran teilhaben können, und wäre niemals an Devisenmangel zugrunde gegangen. - So, wie die USA in der Lage sind, ihr Aussenhandelsdefizit zu ignorieren, dabei ausländische Firmen und Immobilien zu kaufen und zudem noch weltweit Kriege zu führen. Wir erleben einen pervertierten Klassenkampf. Der durch willkürliche Wechselkurse geschaffene Eindruck, Arbeit wäre in anderen Ländern billiger als hier wird genutzt um Druck auf unsere Arbeitnehmer auszuüben. Sie werden erpresst, für weniger Geld mehr Arbeit zu leisten. Die Bürger haben keinen Vorteil davon und der Mittelstand ist in seiner Existenz bedroht, während die Gewinne der Konzerne und Banken noch weiter steigen. ​ In den USA wird seit 30 Jahren keine Uhr mehr produziert, letztes Jahr wurde das letzte T-shirt hergestellt. Auch „hightech“ kommt aus Asien und Europa. Die USA sind zu einem Handelshaus mit Landwirtschaft und Armee geworden. ​ So müssen wir noch mehr arbeiten und noch billiger produzieren, damit durch erhöhte Profite der Konzerne und Banken unser Geld (unsere Arbeit!) auf völlig undurchschaubaren virtuellen Kanälen an die Amerikanischen Oligarchen zur Deckung ihres Aussenhandelsdefizits weitergeleitet werden kann. Wir alle leisten unseren Beitrag, damit die USA weiterhin ihre imperiale Strategie verfolgen können. ​ ​ ​ Wenn man diese Zusammenhänge verstanden hat, ist die Lösung für unsere Probleme so verblüffend einfach, dass man es kaum glauben will. Peter Haisenko gelingt es mit seinem Buch „Bankraub globalisiert“ durch konsequente Vereinfachung und eine klare, verständliche Sprache, dass der Leser vorsätzlich verkomplizierte wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen lernt. Er lässt den Leser mit seinem neuen Wissen über die Missstände des Weltfinanzsystems nicht in fatalistischer Resignation zurück, sondern zeigt mögliche Auswege aus der Misere auf, deren Handlungsperspektiven alle Tugenden konkreter Utopie haben. Geht es doch „nur“ darum von Menschen geschaffene Regeln zu ändern und nicht Naturgesetze abzuschaffen.

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