Peter Hakenjos Nur der Tod vergisst

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Inhaltsangabe zu „Nur der Tod vergisst“ von Peter Hakenjos

Pforzheim, 1944. Der 17-jährige Ulf Lahner meldet sich freiwillig zur Waffen-SS. Doch an der französischen Front zerplatzt sein Traum vom ehrenhaften Kampf und Heldentod fürs Vaterland. Seine schlimmen Erlebnisse verfolgen ihn von nun an.
Er überlebt die Pforzheimer Bombennacht, gerät in englische Kriegsgefangenschaft und flieht durch das zerstörte Nachkriegsdeutschland über den Brenner nach Italien, schifft sich in Genua ein – Destination Buenos Aires, Argentinien, Südamerika. Er lernt Pilar kennen, eine Rapanui, die
seine Sicht der Dinge verändert. Doch sein Gewissen kommt nicht zur Ruhe.
Ein packender Roman, der den Leser bis kurz vor Schluss im Dunkeln lässt, mit welch schwerer Schuld sich Ulf Lahner beladen hatte.

Ein besonderes Buch, das den Leser nicht kaltlässt!

— KristinSchoellkopf

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  • Gegen das Vergessen

    Nur der Tod vergisst

    GrueneRonja

    24. September 2017 um 10:00

    „Wir alle sollten beschämt sein über das, was geschehen ist und alles Menschenmögliche unternehmen, um zu verhindern, dass Wahnsinnige in einem Volk das Sagen bekommen. Wir dürfen nie mehr zulassen, dass Menschen ohne Schuld zu Opfern von Gaskammern oder Brandbomben werden.“ (S.221) „Verzeihen heißt nicht vergessen, auch nicht, unsere Schuld zu bagatellisieren oder Mörder zu entschuldigen.“ (S.169) Im Januar 1944 ist Ulf 18 und wird eingezogen. Er möchte gerne zur SS und weil er sehr groß und stattlich ist, wird ihm dieser Wunsch erfüllt. Doch in der Normandie wird er verletzt. Und so findet er sich am 23. Februar 1945 in seiner Heimatstadt Pforzheim wieder, als die Stadt mit Brandbomben zerstört wird. Danach gerät er in Kriegsgefangenschaft und trifft alte Bekannte wieder. So gelangt er auf die Flucht und überlebt den Krieg. Doch seine Gräueltaten und die Bilder aus Pforzheim lassen ihn ein Leben lang nicht los. Dieses Buch ist ein etwas anderes Buch gegen das Vergessen. Selten werden die SS-Männer als Menschen angesehen. Und viele haben ihre Menschlichkeit auch verloren. Doch Ulf bereut seine Taten und lebt mit einer Schuld, die ihm keiner abnehmen kann. In diesem Buch wird öfter deutlich, wie zwiegespalten Ulf ist. Ich möchte keineswegs die SS in Schutz nehmen, nichts liegt mir ferner. Doch damals wie heute sollte man eben nicht alle über einen Kamm scheren. Das sagt auch Ulf. Alles in allem ist es ein spannendes Buch über eine Flucht, mal aus der Sicht der Täter, die vor ihrer Schuld fliehen. Zumindest auf Ulf trifft das zu. Es ist auch ein Buch über das Kriegsende aus Sicht eines Deutschen, der eigentlich alles hinter sich lassen möchte.Es ist aber vor allem ein Buch gegen das Vergessen, das sehr zum Nachdenken anregt.

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  • 5 Sterne für ein beeindruckendes Buch!

    Nur der Tod vergisst

    KristinSchoellkopf

    09. April 2016 um 15:15

    Titel: Nur der Tod vergisstAutor: Peter HakenjosVerlag: Der Kleine BuchverlagGenre: Historischer RomanSeiten: 221 (Broschiert)Erscheinungsdatum: 03. Februar 2014Preis: 14,95 Euro (broschiert), 11,99 Euro (Kindle Edition)Hier geht es direkt zum Buch: http://www.amazon.de/Nur-Tod-vergisst-Peter-Hakenjos/dp/3765086460Klappentext:Pforzheim, 1944. Der 17-jährige Ulf Lahner meldet sich freiwillig zur Waffen-SS. Doch an der französischen Front zerplatzt sein Traum vom ehrenhaften Kampf und Heldentod fürs Vaterland. Seine schlimmen Erlebnisse verfolgen ihn von nun an. Er überlebt die Pforzheimer Bombennacht, gerät in englische Kriegsgefangenschaft und flieht durch das zerstörte Nachkriegsdeutschland über den Brenner nach Italien, schifft sich in Genua ein - Destination Buenos Aires, Argentinien, Südamerika. Er lernt Pilar kennen, eine Rapanui, die seine Sicht der Dinge verändert. Doch sein Gewissen kommt nicht zur Ruhe. Ein packender Roman, der den Leser bis kurz vor Schluss im Dunkeln lässt, mit welch schwerer Schuld sich Ulf Lahner beladen hatte.(Quelle: http://www.amazon.de/Nur-Tod-vergisst-Peter-Hakenjos/dp/3765086460)Informationen über den Autor:Peter Hakenjos wurde im Jahre 1948 im Zeichen des Zwillings geboren, aufgewachsen in und immer wieder zurückgekehrt nach Karlsruhe. Studium der Wirtschaftspädagogik an der Universität Mannheim und Lehrer für Spanisch sowie Wirtschaftswissenschaften an einer Beruflichen Schule, Tätigkeit in der Lehreraus- und fortbildung.Nach ca. fünfzig Schuljahren in die Freiheit entlassen. Er wohnt in Pfinztal, im Südwesten Deutschlands.Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller VS-Ver.di(Quelle: http://www.peterhakenjos.de/vita.html)Meinung: Ich kam durch rezisuche.de auf Peter Hakenjos Buch und da ich ein großer Geschichtsfan bin und dazu noch aus Pforzheim stamme, musste ich das Buch einfach lesen. Das Cover passt perfekt zum Roman. Es besteht aus einer Fotografie aus dem Krieg, auf welcher man eine zerbombte Stadt erkennen kann. Das Foto ist in einer schwarz-grünlichen Farbe abgedruckt und der Titel des Buches "Nur der Tod vergisst" ist in roter, bzw. "Tod" in schwarzer, Schrift zu lesen. Da ich selbst schon viele Bücher zur Zerstörung der Städte im zweiten Weltkrieg, so auch Pforzheim am 23. Februar 1945, gelesen und auch von meinen Großeltern viel über die Bombardierung gehört habe, bringt schon das eine Bild auf dem Cover mich dazu, zu erschaudern.Die Geschichte dreht sich um den Deutschen Ulf Lahner, der sich zuerst überzeugt der SS anschließt, durch die Bombardierung Pforzheims und weiterer Ereignisse im Krieg jedoch nichts mehr von seinem Leben übrig hat, als den Todeswunsch. Als er dann mit Hans, Günther und Fritz aus dem Lager der "Tommies" nach Italien flieht und Hannah kennenlernt, beginnt sein Leben sich langsam zu verändern. Erst in Südamerika jedoch, gesteht er sich die eigene Schuld ein und beginnt sein Leben wieder zu führen. Die Geschichte ist sehr real dargestellt, was auch an der Sprache liegt, auf die ich später eingehen möchte. Man fühlt sich fast, als sei man Teil des Geschehens.Der Aufbau des Romans besteht aus verschiedenen Kapiteln, bei welchen man durch die Orts- und Zeitangabe schön mitverfolgen kann, wo und wann (im Krieg) man sich befindet, so kann man sich auf, z.B. die Kapitulation oder andere Ereignisse, schon einstellen und weiß, warum sich die Situation für Ulf verändert.Die Personen im Buch sind sehr authentisch und realistisch dargestellt. Während man das Leben des "Nazi" Ulf verfolgt, begegnet man Menschen, wie sie verschiedener nicht sein könnten. "Tommies", die Gnade walten lassen, einer jungen Frau, die Auschwitz überlebt hat, einer Frau, die sich mit einem unehelichen Kind in Südamerika durchkämpft und so viele mehr.Der Leser kann sehr gut verfolgen, wie der Krieg Auswirkungen hat, auf Menschen verschiedener Altersgruppen und Abstammungen. Durch die Einsicht in Ulfs Leben kann man sich sehr gut in ihn hineinversetzen, obwohl ich es am Anfang für fast unmöglich hielt, mich in einen SS-Mann hineinversetzen zu können.Die Sprache im Buch ist recht nüchtern und sie ähnelt einem Sachbuchschreibstil. Ich mag diesen Stil sehr gern, da der Autor nicht urteilt, sondern einfach beschreibt, so kann jeder Leser sich seine eigene Meinung bilden. Die Dialoge sind sehr authentisch beschrieben, da sich die Sprache auch der Situation anpasst (z.B. Die Soldaten, welche verwundet aus dem Krieg kommen, sprachen sehr derb und verbittert, was man sehr gut nachvollziehen kann und die Situation widerspiegelt).Wenn man einen Roman über den zweiten Weltkrieg in den Händen hält, erwartet man einen Roman darüber, wie schwer es die jüdische Bevölkerung hatte und was für Monster die Menschen, die für Hitler und das Naziregime "gearbeitet" haben, waren. Dieser Roman ist ganz anders. Man wird mit der Frage konfrontiert: "Was hätte ich getan? Gibt es überhaupt eine Chance etwas anderes zu tun?" Ulf ist mit dem Regime aufgewachsen, er kompensiert seine Komplexe mit Engagement für die Nazis und es ist alles, was er jemals kannte. Während die Geschichte allerdings immer weiter voranschreitet, kann der Leser erkennen,  dass das Leben für die Menschen, die in der SS gedient haben, hauptsächlich von Schuld geprägt war. Man kann langsam die Taten der Menschen nachvollziehen, was sie natürlich auch nicht rechtfertigt. Auf Herrn Hakenjos Blog ist so schön geschrieben: "Es ist nicht unsere Aufgabe, die Generation unserer Eltern zu verurteilen. Es ist auch nicht unsere Aufgabe, ihre Schuld zu bagatellisieren oder uns dafür individuell schuldig zu fühlen. Unser Bedürfnis ist es, ihr Leben und ihr Handeln zu verstehen."(Quelle: http://www.peterhakenjos.de/Tod-vergisst.html)Diese Zitat bringt, für mich, das Buch auf den Punkt. Man erlebt den Krieg aus Sicht eines "Täters" und es zeigt Dinge auf, auf die man, wenn man an das dritte Reich oder den zweiten Weltkrieg denkt, nicht selbst kommt. Gerade jemand aus meiner Generation, ich bin 1997 geboren, kann sich die gesamte Situation damals nur schwer vorstellen, aber dieses Buch schafft es, mich in diese Zeit zurückzuversetzen und das Geschehen und die Schuld und den Todeswunsch, der die SS-Männer plagte, zu verstehen.Fazit:"Nur der Tod vergisst" ist für Geschichtsinteressierte ein absolutes Muss. Es zeigt auf authentische Weise, wie es im zweiten Weltkrieg wirklich zu ging und nicht nur, was auf politischer Ebene oder in den Konzentrationslagern ablief.Aus diesem Grund vergebe ich 5 Sterne!An dieser Stelle möchte ich Herrn Peter Hakenjos sehr herzlich für das Rezensionsexemplar, die netten Mails und den Verweis auf seinen Blog danken. Jeder, der sich weiter mit dem Roman und seinem Hintergrund beschäftigen möchte, sollte Herrn Hakenjos Blog besuchen: http://www.peterhakenjos.de/Tod-vergisst.html

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  • Berührend und authentisch

    Nur der Tod vergisst

    helena33

    24. November 2014 um 12:36

    1944. Der gerade 18 gewordene Ulf meldet sich freiwillig zur Waffen SS. Er möchte dem Vaterland dienen, ehrenvoll und pflichtbewusst. Doch schon bald wird er mit den realen Schrecken des Krieges konfrontiert und erkennt, dass seine Werte und Ideale nichts mit dieser Wirklichkeit zu tun haben. Und - auch Ulf lädt Schuld auf sich... Während des Krieges wird er verletzt, verbringt eine Zeit im Lazarett, gerät in englische Kriegsgefangenschaft und flüchtet von dort bis nach Südamerika. Auf seinem Weg wird er erwachsen und vor allem – bezieht Position. Die Fragen nach Schuld und Unschuld, Gerechtigkeit, Moral, Humanität, Werten, Pflichten, eigene Standhaftigkeit und Loyalität werden aufgeworfen. Einfache Antworten kann man hierbei nicht erwarten. Die Figuren werden in ihrer Widersprüchlichkeit und im Rahmen dieser extremen äußeren Bedingungen nachvollziehbar gezeichnet. Die Motive und Hintergründe, das Verhalten der Täterseite, und hier eher aus dem Mitläufermilieu, werden verstehbar, wenn auch nicht entschuldbar. Die klare und sehr anschauliche Sprache lässt sehr plastische Bilder entstehen. Man ist schnell gefangen in der Erzählweise, es fällt schwer, sich dem Lesesog zu entziehen. Viele Passagen berühren sehr stark. Die Beschreibungen überzeugen in ihrer Authentizität und lassen eine sehr gute Recherchearbeit erkennen. Fazit: Ein eindrückliches, hintergründiges und sehr bewegendes Anti- Kriegsbuch, was in seiner Intensität an Remarques Bücher erinnert. Ein Teil der deutschen Geschichte in den Jahren 1944- 1947 wird hier präzise und authentisch geschildert. Für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen geeignet und höchst empfehlenswert. „Verzeihen heißt nicht vergessen, auch nicht, unsere Schuld zu bagatellisieren oder die Mörder zu entschuldigen.“ (S.169)

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  • Leserunde zu "Nur der Tod vergisst" von Peter Hakenjos

    Nur der Tod vergisst

    Peterjoachim

    Der G.Braun-Buchverlag hat mir zehn Exemplare meines  historischen Romans "Nur der Tod vergisst" zur Verfügung gestellt. Es wäre sehr schön, wenn Ihr mit mir über den Inhalt diskutieren würdet.  Schreibt mir bitte bis zum 17. Februar ob Ihr an der Verlosung der Bücher teilnehmen wollt.  In dem Roman geht es um Ulf Lahner, der sich 1944 freiwillig und begeistert zur Waffen-SS meldet. Er wird schuldig, verliert seine Mutter während der Bombardierung Pforzheims, flieht nach Südamerika und trifft dort Pilar, eine Rapanui. Endlich stellt er sich seiner Schuld ... Ich möchte mit dem Roman unterhalten und ich möchte hinsehen, was mit der Generation meiner Eltern geschehen ist. Ich suche Erklärungen. Mehr nicht. Die Hintergründe wurden von mir recherchiert und ich hoffe, ein zutreffendes Zeitbild gezeichnet zu haben.  Wer sich fragt, wie ein Horst Tappert und ein Günter Grass in der Waffen-SS kämpfen konnten, den wird auch mein Roman interessieren. Ich freue mich sehr auf die Leserunde mit Euch. 

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    • 247
  • Es war ein guter Tag, alles hinter sich zu lassen ...

    Nur der Tod vergisst

    esposa1969

    09. April 2014 um 10:50

    Hallo liebe Leser, nun endlich auch meine Rezension: == Nur der Tod vergisst == Autor: Peter Hakenjos == Buchrückentext: == Pforzheim, 1944. Der 17-jährige Ulf Lahner meldet sich freiwillig zur Waffen-SS. Doch an der französischen Front zerplatzt sein Traum vom ehrenhaften Kampf und Heldentod fürs Vaterland. Seine schlimmen Erlebnisse verfolgen ihn von nun an. Er überlebt die Pforzheimer Bombennacht, gerät in englische Kriegsgefangenschaft und flieht durch das zerstörte Nachkriegsdeutschland über den Brenner nach Italien, schifft sich in Genua ein — Destination Buenos Aires, Argentinien, Südamerika. Er lernt Pilar kennen, eine Rapanui, die seine Sicht der Dinge verändert. Doch sein Gewissen kommt nicht zur Ruhe. Ein packender Roman, der den Leser bis kurz vor Schluss im Dunkeln lässt, mit welch schwerer Schuld sich Ulf Lahner beladen hatte. == Das Cover/ Der Titel: == Ich finde das Cover ist gut gewählt, auch wenn es so traurig stimmt, sticht es dennoch sofort ins Auge und könnte von einer Fotografie meiner Großeltern UND Eltern stammen (Mein Vater war Jahrgang 1923!) Als stünde der Buchtitel als einziger farbig in einer völlig schwarz-weißen Welt da. == Leseeindrücke: == Dieser Roman ist ein historischer, welcher sehr nachdenklich und natürlich auch sehr traurig stimmt. Wir schreiben das Jahr 1944. Gegen den Willen seiner Mutter meldet sich Ulf Lahner - gerade 17-jährig zum Dienst an der Waffe bei der SS. Ziemlich blauäugig glaubt er den Nationalheld spielen zu müssen. Die Welt im Krieg ist leider so ganz anders, als er sich erträumt hat und so erlebt er schlimme Traumata, mit denen er von nun an leben muss. Er überlebt die Pforzheimer Bombennacht, die englische Gefangenschaft, den Aufenthalt im Lazarett und den Verlust seiner Freunde. Später lernt er dann die Rapanui -  ein Volk der Rapanui auf der Osterinseln -Pilar kennen, doch sein Gewissen plagt ihn weiter, denn nur der Tod vergisst. Ich bin sofort in die Handlung reingekommen. Dank der Orts- und Zeitangabe vor einem jeden Kapitel, weiß der Leser immer wann und wo er sich befindet. Dieser Roman hat mich tief bewegt, sehr nachdenklich gestimmt, was auch so beabsichtigt schien, und dennoch sehr bereichert. Dieses Kriegszeiten können wir uns in unseren Jahrgängen kaum ausmalen und bekamen einen hautnahen Eindruck vermittelt. Ich vergebe 5 von 5 Sternen für diesen historischen Roman, welcher flüssig zu lesen war. Vielen Dank für´s Lesen! by esposa1969

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  • Aufwühlend

    Nur der Tod vergisst

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    In den Roman geht es um den jungen Ulf Lahner. Gerade mal 18 Jahre alt geht er freiwillig voller Enthusiasmus zur Waffen-SS. Sein Weg führt ihn nach Frankreich, was er dort sieht und erlebt verändert sein Leben. Mit einer schweren Schuld beladen, möchte er gern sterben, doch er bleibt am Leben. Ulf begibt sich auf eine lange und gefährliche Flucht. Erst die Begegnung mt einer jungen Krankenschwester gibt ihn Hoffnung. Ich beschreibe gern für mich ein gelesenes Buch mit nur einen Wort. Für dieses Buch schien mir "Emotionsreich" passend, denn die Handlung hat in mir viele zum Teil widersprüchliche Gefühle geweckt und sehr zum Nachdenken angeregt. Peter Hakenjos versteht es mit einer einfachen und klaren Sprache Bilder und Emotionen enstehen zu lassen. Der Autor gibt den Leser die Chance sich selbst ein Bild zu machen. Was für Menschen waren es, die freiwillig sich dazu meldeten? Alles herzlose, gleichgültig gegenüber den Verbrechen an anderen? Der Autor beschreibt sehr unterschiedliche Menschen, die erst alle einer Überzeugung folgten, am Ende jedoch sich unterschiedlich entwickelten. Einige Menschen sind mir trotz einer kurzen Episode im Buch nachhaltig im Gedächtnis geblieben, so Rosi. Manche möchte man am liebsten schnell wieder vergessen. Den Ausgang des Buches finde ich gut, er hat mich zufrieden zurück gelassen. Ich denke, dass das Buch bei Interessierten für reichlich Diskussionstoff sorgt.

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    • 2

    Arun

    01. April 2014 um 13:39
  • Nur der Tod vergisst

    Nur der Tod vergisst

    Solengelen

    Die Geschichte beginnt mit einem Gefecht, bei dem Ulf, die Hauptfigur, schwer verletzt wird und im Lazarett wieder zu sich kommt. Rückblicke in sein früheres Leben gewähren dem Leser Einblicke, warum er "anfällig" für zur Waffen SS gegangen is Er passte genau in das "Beuteschema" der Schergen Hitlers. Dort hatte er das Gefühl dazu zu gehören, ja wichtig zu sein. Eine Bestätigung für ihn als Mensch wertvoll zu sein, auch ohne Geld geachtet. Die SS eine Eliteeinheit wollte IHN, wo es doch vorher nur Demütigung für ihn gab. Blauäugig und ein bisschen naiv glaubt er der Propaganda, den Berichten in der Wochenschau. Doch während des Lazarett Aufenthaltes beginnt er zu zweifeln.  Durch die bildhafte Sprache ist mir der Einstieg in die Geschichte gut gelungen. Obwohl Ulf Schuld auf sich geladen hat, hat er doch mein Mitgefühl. Ich weiß nicht, wie ich mich in der damaligen Zeit entschieden hätte. Hohe Arbeitslosigkeit, hohe Inflation, kaum Perspektiven, das Gefühl der Ausgrenzung u. v. m. Dagegen jemandem, der Arbeit und soziale Gerechtigkeit verspricht. Lässt man sich da nicht leicht blenden, greift man in so einer  Situation nicht nach jedem "Strohhalm"?  Es ist ein Buch zum Nachdenken, zum in sich gehen. Auf jeden Fall sollte man vorsichtig sein mit den Gegriffen wie Schuld und Sühne. Ein Buch, das ich auf jeden Fall noch einmal lesen werde. Es hallt nach.

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    • 2

    Arun

    25. March 2014 um 08:17
  • Ein schwerer Weg

    Nur der Tod vergisst

    TochterAlice

    03. March 2014 um 07:41

    ist es, den der Protagonist von Peter Hakenjos' Roman, Ulf Lahner, im Laufe seines Lebens zu gehen hat. Jung und aus Überzeugung bei der Waffen-SS gelandet, tut er als zunächst überzeugter nationalsozialistischer Soldat viel Unrecht - Unrecht, mit dem er später leben muss. Eine heftige Lebensgeschichte, die durchaus seltener thematisierte Aspekte - wie die Flucht von Nationalsozialisten nach Südamerika - und Sichtweisen beinhaltet, hat der Autor Peter Hakenjos hier zum Roman verarbeitet. Durchaus starker Tobak, der hier zu lesen ist: über einen Mann, der bis an sein Lebensende mit seiner Schuld zu leben hat. Ich musste während der Lektüre immer an die vielen "Macher" aus der Zeit des Nationalsozialismus, aber auch aus anderen Regimes des Unrechts denken, die ungehindert und oft in guten Verhältnissen weiterleben konnten, auch wenn einige sich ihrer Schuld stets bewusst waren. Auch wenn ich mich manchmal ein wenig schwertat mit dem Lesen, hat der Roman mir doch viele Denkanstöße und Anregungen zur weiteren Beschäftigung mit dem Thema gegeben. Ein durchaus originelles und lesenswertes Buch, dass man in älteren Schulklassen auch schon mal als Lektüre zur Abrundung des schrecklichen Themas "Nationalsozialismus" nutzen kann.

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  • Nur der Tod vergisst

    Nur der Tod vergisst

    Gelinde

    Nur der Tod vergisst, ein Roman von Peter Hakenjos In dem Buch geht es um den 17-jährigen Ulf Lahner, der sich 1944 freiwillig zur Waffen-SS meldet. Die Erlebnisse die er an der französischen Front macht verfolgen ihn und lassen seinen Traum vom Krieg für die Ehre und für eine bessere Welt platzen. Er wird verwundet und kommt in ein Lazarett nach Pforzheim. Dort überlebt er die Bombennacht, grausame Bilder prägen sich in seinen Kopf und seine Mutter kommt in diesem Inferno um. Er gerät n englische Kriegsgefangenschaft, flieht, und kommt über Umwege nach Buenos Aires und über Südamerika bis auf die Osterinseln. Doch sein Gewissen lässt ihn nicht zur Ruhe kommen und seine „Schuld“ muss er alleine tragen. Ein aufrüttelnder Roman, der keine Schuldzuweisungen in den Vordergrund stellt. Sondern in Schritt für Schritt zeigt, wie es gewesen sein könnte(ist?). Wie ein 17jähriger an etwas Großes glaubt, dann erkennen muß wie falsch es ist, aber nicht mehr aus seiner Haut kann oder nicht mehr umkehren kann. Die Schreibweise ist sehr flüssig, es lässt sich sehr gut lesen. Immer wieder frage ich mich, wie hätte ich reagiert? –Kann (mir) aber keine Antwort geben, weil ich es mir einfach nicht vorstellen kann. Immer wieder ziehe ich Parallelen zu Heute. Mein Fazit für mich: Es ist müßig eine „Schuld“ oder einen „Anfang“ zu suchen. Schuld kann man nicht mit neuer Schuld aufwiegen. Es gibt kein Richtig oder Falsch, kein Schwarz oder Weiß, kein Gut oder Böse, sondern soooooooo viel Grautöne und eben auch ein Gut und Böse. Wichtig ist einfach : Nicht zu vergessen, damit so etwas nie wieder passieren kann. Ein Buch das ich gerne weiterempfehlen werde.

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    • 2

    Arun

    02. March 2014 um 16:50
  • nur der tod vergisst

    Nur der Tod vergisst

    werderaner

    01. March 2014 um 20:54

    Das Buch erzählt die Geschichte des ulf lahner der sich freiwillig zur Waffen SS meldet.
    Schonungslos wird erzählt was er alles erleben musste, und das er später mit seiner schuld zu kämpfen hat.
    der schreibstil ist toll und man weiß nicht ob man ulf lieben oder hassen soll.
    das Buch erhält eine klare leseempfehlung.

  • Ein packender Roman

    Nur der Tod vergisst

    insomnia

    25. February 2014 um 18:16

    Ulf Lahner ist 17, als er 1944 freiwillig - und gegen den Willen seiner Mutter - der Waffen-SS beitreten will. Er traeumt vom ehrenhaften Kampf und Heldentod fuers Vaterland an der Front doch was er bekommt sind schlimme Erlebnisse mit denen er von nun an kaempfen muss. Dazu erlebt und ueberlebt er die Pforzheimer Bombennacht, Aufenthalte im Lazarett, Kriegsgefangenschaft, Verlust von Freunden und Fluchten in andere Laender. Doch auch wenn Pilar, eine Rapanui die er kennen lernt - seine Sicht auf die Dinge veraendert, kommt sein Gewissen nicht zur Ruhe. Eine Schuld, die ihn auch Nachts heimsucht, wird er einfach nicht los... Ein Roman der zeigt, wie Naiv manch einer sich damals gemeldet hat, welche Vorstellungen die hatten, welche Traeume... Und er zeigt auch, wie schnell diese Traeume zerplatzt sind. Stellenweise schonungslos, aber auch authentisch, schreibt Peter Hakenjos die Geschichte von Ulf und gibt einen Einblick in das, was damals (wahrscheinlich) in vielen Menschen vor sich ging und wie schwer es war, dem ganzen wieder zu entkommen. Mir gefaellt der Schreibstil sehr. Es liest sich sehr fluessig und wenn man die Zeiten ueber jedem Kapitel im Hinterkopf behaelt verliert man auch zu keiner Zeit den Ueberblick. Man kommt gut mit, kann sich stellenweise in Ulf hinein versetzen und wird oft mit dem konfrontiert was damals Realitaet und teilweise an der Tagesordnung war. Und auch die Beschreibungen z.B. nach der Pforzheimer Bombennacht, die Truemmer, die Zerstoerung kann man sich bildlich vor Augen fuehren. Wenn man sich oefter oder mehr mit der Geschichte rund um diese Zeit beschaeftigt, kommen immer wieder die gleichen Fragen auf: Haette ich aehnlich gehandelt? Warum sind die Menschen so naiv? Hat man damals wirklich an das gute in der Sache geglaubt? Wussten viele wirklich nicht, was hinter den Kulissen passiert? Den Fragenkatalog kann man immer weiter ausfuehren, was uebrig bleibt sind anregende Diskussionen. Antworten auf die Fragen bekommt man nicht aber durch Romane wie den von Peter Hakenjos bekommt man zumindest einen kleinen Einblick, wenn man die groesse des damaligen beruecksichtigt. Somit kann ich den Roman nur weiter empfehlen und bedanke mich jetzt schonmal herzlichst fuer die anregende Leserunde, die bestimmt noch ein bisschen laenger anhaelt.

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