Peter Handke

 3,6 Sterne bei 703 Bewertungen
Autorenbild von Peter Handke (©Jerry Bauer / Suhrkamp Verlag)

Lebenslauf

Einer der bekanntesten zeitgenössischen deutschsprachigen Autoren: Peter Handke wurde am 6. Dezember 1942 in Griffen, Kärnten in Österreich als Sohn einer Kärntner Slowenin und eines deutschen Bankangestellten geboren. Erst als er volljährig wurde, erfuhr er von seinem leiblichen Vater. Handke verbrachte seine Kindheit zum Teil in Kärnten und in Berlin. 

1961 absolvierte er in Klagenfurt sein Abitur und begann anschließend ein Jurastudium in Graz. Während des Studiums veröffentlichte er einige Prosatexte und arbeitete beim Rundfunk. 1966 erschien sein Debüt »Die Hornissen« und sein erstes Theaterstück „Publikumsbeschimpfung“ wurde aufgeführt. Zu dieser Zeit brach Handke dann sein Studium ab, um Schriftsteller zu werden. 

Aufgrund seines außergewöhnlichen literarischen Stils ließ der Durchbruch nicht lange auf sich warten. Durch Übersetzungen in zahlreiche Sprachen wurde der Autor auch international bekannt. Er wurde vielfach ausgezeichnet, darunter mehrfach mit der Ehrendoktorwürde, dem »Franz-Kafka-Literaturpreis« , dem Gerhart-Hauptmann-Preis; dem Georg-Büchner-Preis, dem Österreichischen Staatspreis für Literatur und dem Bambi für Regie. 

Darüber hinaus wurde ihm 2019 der Nobelpreis für Literatur verliehen. Der österreichische Schriftsteller ist heute einer der bekanntesten zeitgenössischen deutschsprachigen Autoren. 

Heute lebt Handke zusammen mit seiner Familie in Chaville bei Paris.

Neue Bücher

Cover des Buches Der unterbrochene Wald (ISBN: 9783442773503)

Der unterbrochene Wald

Erscheint am 10.09.2024 als Taschenbuch bei btb.

Alle Bücher von Peter Handke

Cover des Buches Die Angst des Tormanns beim Elfmeter (ISBN: 9783518423189)

Die Angst des Tormanns beim Elfmeter

 (139)
Erschienen am 12.11.2012
Cover des Buches Wunschloses Unglück (ISBN: 9783518735343)

Wunschloses Unglück

 (101)
Erschienen am 08.12.2013
Cover des Buches Der kurze Brief zum langen Abschied (ISBN: 9783518735244)

Der kurze Brief zum langen Abschied

 (33)
Erschienen am 08.12.2013
Cover des Buches Die linkshändige Frau (ISBN: 9783518735299)

Die linkshändige Frau

 (30)
Erschienen am 20.10.2013
Cover des Buches Don Juan (erzählt von ihm selbst) (ISBN: 9783518756225)

Don Juan (erzählt von ihm selbst)

 (22)
Erschienen am 21.10.2018
Cover des Buches Die Stunde der wahren Empfindung (ISBN: 9783518756522)

Die Stunde der wahren Empfindung

 (11)
Erschienen am 20.10.2018
Cover des Buches Die Morawische Nacht (ISBN: 9783518754337)

Die Morawische Nacht

 (11)
Erschienen am 08.12.2013
Cover des Buches Das Gewicht der Welt (ISBN: 9783518756300)

Das Gewicht der Welt

 (11)
Erschienen am 21.10.2018

Videos

Neue Rezensionen zu Peter Handke

Cover des Buches Wunschloses Unglück (ISBN: 9783518735343)
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Rezension zu "Wunschloses Unglück" von Peter Handke

Wunschloses Unglück
_liesmich_vor 8 Monaten

Seufz. Eine einfühlsame, melancholische „Liebeserklärung“ Handkes an seine Mutter, oder auch nicht. Lesen! Meiner Meinung nach eine Pflichtlektüre, nicht nur für Germanist:innen, sondern für alle, die sich mit zeitgenössischer Literatur auseinandersetzen wollen. Auch als Schulkanon meiner Meinung nach geeignet.

Cover des Buches Am Fenster klebt noch eine Feder (ISBN: 9783990295809)
aus-erlesens avatar

Rezension zu "Am Fenster klebt noch eine Feder" von Peter Handke

Tauche Pinsel gegen Feder
aus-erlesenvor einem Jahr

Jetzt schreibt sie auch noch … so ist es nun wirklich nicht. Maria Lassnig, gefeierte Künstlerin und Trägerin prestigeträchtiger Auszeichnungen, ist ein feste Größe, mancherorts der Standard im Kunstbetrieb. Ihr Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof zieht schon wegen der Optik zahlreiche Besucher an. Noch mehr jedoch sind ihre Bilder Pilgerstätten ihrer Jünger.

Und dann passierte das, was so manchem Künstler nachträglich noch einmal einen Schub verpasst. Ein Dachbodenfund – im übertragenen Sinne – brachte eine Seite der Künstlerin ans Tageslicht, die man vermuten konnte, aber nie zu hoffen wagte. Ihr Wegbegleiter Peter Handke, Literaturnobelpreisträger 2019, sah in den Texten, Wortfetzen, nicht wenigen Zeilen ein literarisches Juwel und zugleich das Potential Maria Lassnig noch umfassender zu würdigen.

Es sind meist kurze Texte in diesem Büchlein, die wie ein Gruß aus der Künstlerküche wirken – schmackhaft, verheißungsvoll, anregend, süchtig machend. Da kommt noch mehr. Denn Maria Lassnig, hat in ihrem Künstlerleben immer wieder ihre Gedanken und Eindrücke nicht nur mit dem Pinsel, sondern auch mit der Feder festgehalten. Dass dieser Schatz erst jetzt gehoben wurde, verwundert. Denn ihr Netzwerk zu Lebzeiten war derart umfangreich, dass man eigentlich vermuten könnte, dass nach ihrem Tod 2014 ein gewaltiger Ausverkauf hätte stattfinden müssen. Hat er aber nicht! Was ein Glück!

Denn nur so werden die Texte in ein Licht gestellt, das noch lange strahlen wird. Voller Poesie, Zartheit, aber auch voller brachialer Kraft dringt die Biennale-Preisträgerin von Venedig (2013) noch immer in die Gedanken ihrer Fans ein. Und dank dieses Büchleins erschließt die Künstlerin neue Interessenten ihrer Kunst. Verleger Lojze Wieser spricht von einer Sensation. Kuratorin Barbara Maier liest voller Erfurcht und Ergriffenheit aus dem Buch. Und selbst Kulturzeit-Moderatoren-Urgestein Ernst Grandits (der auf der Leipziger Buchmesse 2023) die Premiere des Buches moderierte, finden nur Superlative für diesen „Dachbodenfund“.

Lassnigs Werk ohne dieses Buch zu genießen, ist das Eine. Es im Zusammenspiel mit den Texten noch einmal zu betrachten, eine Offenbarung.

Cover des Buches Am Fenster klebt noch eine Feder (ISBN: 9783990295809)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Am Fenster klebt noch eine Feder" von Peter Handke

„Nur ein Lesender kann auch ein Schreibender sein oder werden“
Bellis-Perennisvor einem Jahr

Nicht nur bildende Künstlerin, sondern auch Wortkünstlerin - Maria Lassnig 

Dieses schmale Buch, das von den drei Kärntnern, Peter Handke, Barbara Maier und Lojze Wieser, im Wieser-Verlag herausgegeben worden ist, zeigt, dass Maria Lassnig nicht nur mit Pinsel und Farbe virtuos umgehen konnte, sondern auch mit (Schreib)Feder und Buchstaben.  

In Dutzenden Schreibheften und noch mehr Zettelchen hat sie ihre Gedanken aufgeschrieben. Kuratorin Barbara Maier ist es zu verdanken, dass diese Aphorismen erhalten geblieben sind. Gemeinsam mit Peter Handke und Lojze Wieser ist hier eine schöne Auswahl getroffen worden.  

Der Titel dieses Buches, das sich sehr gut als Mitbringsel eignet, stammt aus der Beschreibung „Weihnachten, Turracher Höhe“ (S.22). 

Für uns, die wir heute alles und jedes gendern, mutet es erstaunlich an, wie selbstverständlich Maria Lassnig von sich stets in männlicher Form spricht:  

„Ein Handwerker des Wortes bin ich nicht. Viel eher nur ein Traumwandler zwischen den Worten.“ (S.47)  

Mache Gedanken sind ziemlich philosophisch: „Ist die Literatur die Zwillingsschwester der Malerei?“ 

Wer war sie nun, diese Maria Lassnig? 

Maria Lassnig (1919-2014) war eine österreichische Malerin, die als uneheliches Kind geboren und anfangs in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ist. Nach der Hochzeit ihrer Mutter mit dem Bäcker Jakob Lassnig verbessern sich die Lebensumstände und die kleine Maria besucht die Klosterschule der Usulinen, die sie, ungewöhnlich für die damalige Zeit, mit Matura abgeschlossen hat. Schon als Kind hat sich ihre künstlerische Begabung gezeigt. Die Mutter fördert das Talent ihrer Tochter und so fährt Maria Lassnig mit dem Fahrrad nach Wien, um an der Akademie der Bildenden Künste Malerei zu studieren. Später wird sie unter anderem nach New York und Paris gehen, sich mit der modernen Malerei beschäftigen. Ab 1980 lehrt sie an der Hochschule für Angewandte Kunst als Professorin Malerei. Daneben beschäftigt sie sich mit den modernen Medien und gründet ein Trickfilmstudio. Der Goldene Löwe der Biennale von Venedig krönt 2013 ihr Schaffenswerk. 

Dieser schmale Band mit Maria Lassnigs Gedanken laden herzlich ein, sich mit der Künstlerin näher zu beschäftigen.

Fazit: 

„Nur ein Lesender kann auch ein Schreibender sein oder werden“ - dem ist wohl wenig hinzuzufügen. Gerne gebe ich dieser Sammlung von Gedankensplittern 5 Sterne.

Gespräche aus der Community

Hat irgendjemand von euch "Immer noch Sturm" von Peter Handke im Bücherregal stehen? Worauf ich eigentlich neugierig wäre, ist der Klappentext des Schutzumschlages ^^ Liebe Grüße :)
Zum Thema
2 Beiträge
Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor 13 Jahren
ja, ist identisch, habs kontrolliert

Zusätzliche Informationen

Peter Handke wurde am 05. Dezember 1942 in Griffen (Österreich) geboren.

Peter Handke im Netz:

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von 26 Leser*innen aktuell gelesen

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