Die Angst des Tormanns beim Elfmeter

von Peter Handke 
3,0 Sterne bei127 Bewertungen
Die Angst des Tormanns beim Elfmeter
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (41):
lesefreude_books avatar

Eindringlicher Bericht eines Mannes mi t Psychose, den man auf sich wirken lassen sollte.

Kritisch (35):
Pelusas avatar

Ich fand das Buch nicht schwer zu lesen. Aber um was sich diese Person die da völlig verloren durch die Welt tappt, alles kümmert wunderte m...

Alle 127 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter"

Ein Mord geschieht, der Täter reist in ein Dorf an der Grenze, seine Entdeckung durch die Polizei steht bevor. Es ist der Fall des ehemaligen Tormanns Josef Bloch.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518365274
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:120 Seiten
Verlag:Suhrkamp
Erscheinungsdatum:31.01.1972

Rezensionen und Bewertungen

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    lesefreude_books avatar
    lesefreude_bookvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eindringlicher Bericht eines Mannes mi t Psychose, den man auf sich wirken lassen sollte.
    Die Angst des Tormanns beim Elfmeter - Peter Handke

    „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ war für mich das erste Buch von Peter Handke. Lange Zeit schon halte ich nach diesem Buch Ausschau und fand es schließlich am Lions Club Flohmarkt in Wieselburg. An diesem verregneten Montag schnappte ich mir schließlich das Büchlein und hatte es auch rasch durchgelesen.

    Nur aufgrund der Blicke seiner Kollegen weiß der Monteur Josef Bloch sofort, dass er gekündigt ist und verlässt auf der Stelle die Baustelle. Nach den ersten Tagen in Wien reist er schließlich zur Grenze und der Leser begleitet ihn in den kommenden Tagen.

    Bloch ist ein sehr genauer Beobachter. Er nimmt Gegenstände und Formen intensiver, ja krankhaft war. Immer wieder verfällt er in seine Psychose und ein normales Leben ist aufgrund der intensiven Wahrnehmung für einige Momente nicht möglich. Nichts was Bloch sieht ist dem Zufall überlassen, alles ist Absicht. Es handelt sich um Zeichen, die er nur mehr richtig deuten und interpretieren muss.

    Ohne viel Schnörkel oder Füllwörter berichtet Handke in knappen Sätzen das Geschehen. Man hat das Gefühl, dass so unglaublich viel passiert obwohl eigentlich fast gar nichts passiert.

    Der Titel „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ hat schon viele Leser (so auch mich) in die Irre geführt. Zwar war Bloch früher ein bekannter Tormann, allerdings wird dies nur in einem Satz erwähnt. Erst zum Schluss, auf der letzten Seite, beschreibt er das Gefühl bzw. die Angst des Tormanns beim Elfmeter. Für mich war dies eine der besten Stellen im gesamten Buch.

    Fazit:
    So wie bei vielen Klassikern, muss man den Buch Raum lassen um sich zu entwickeln. Man sollte sich die Zeit nehmen das Buch auf einen wirken zu lassen und etwas genauer in sich hineinzuhorchen. Es lohnt sich genauer hinzuschauen und es nicht bloß aufgrund des doch sehr eigenwilligen Schreibstils von Peter Handke in eine Schublade zu verfrachten. So sieht man vielleicht, dass es sich bei „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ um eine sehr eindringliche Beschreibung eines Menschen und sein schweres Leben mit einer Psychose handelt.

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    dominonas avatar
    dominonavor 4 Jahren
    schon merkwürdig

    Vom Torhüter zum...zum was eigentlich? Selber rausfinden ist die beste Möglichkeit sich mit diesem sprachlich speziellen Konstrukt vertraut zu machen. Josef Bloch denkt, er ist entlassen und wandert ziellos durch Wien, hängt seinen Gedanken nach und sucht nach einem kleinen bisschen Ungezwungenheit. Mit der Wendung in der Erzählung rechnet man nicht, aber das ist eben Handke. Mich hat es in seinen Bann gezogen, auf füllende Weise abstrakt und karg, aber meiner Meinung nach nichts, was man unbedingt gelesen haben muss.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" von Peter Handke

    Bloch ist kein Mensch mit dem ich mich freiwillig abgeben würde. Für meinen Geschmack ist es zu langweilig. Eben ein Einbrödler wie er im Buch steht.
    Was bitte soll ich mit diesem Buch anfangen? Es ist das Buch des Grauens. Ich glaube, wohl noch nie etwas Langweiligeres und so Sinnloses in meinem Leben gelesen zu haben.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" von Peter Handke

    Die kompletten 106 Seiten habe ich mich gefragt, was denn das Herausragende an dem Buch ist, das es immerhin auch in die Süddeutsche Zeitung Bibliothek geschafft hat und als echter Klassiker gilt. Ich weiß nicht, ob alle Bücher von Peter Handke im gleichen Stil geschrieben sind. Wenn ja, weiß ich jedenfalls, dass ich von diesem Autor nichts mehr lesen muss. Für diese Art Literatur bin ich wohl einfach unzugänglich.
    Eine für mich sinnlose Aneinanderreihung von kurzen Sätzen, oftmals belanglose Beobachtungen. Ein Beispiel:
    "Die Kellnerin ging hinter die Theke. Bloch legte die Hände auf den Tisch. Die Kellnerin bückte sich und öffnete die Flasche. Bloch schob den Aschenbecher weg. Die Kellnerin nahm im Vorbeigehen von einem anderen Tisch einen Bierdeckel. Bloch rückte mit dem Stuhl zurück. Die Kellnerin nahm das Glas von der Flasche, auf die sie es gestülpt hatte, legte den Bierdeckel auf den Tisch, stellte das Glas auf den Deckel, kippte die Flasche in das Glas, stellte die Flasche auf den Tisch und ging weg."
    Täusche ich mich, oder könnte ich solche Dinge auch seitenweise schreiben? Seitenweise kommen sie jedenfalls in "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" vor - Langeweile garantiert.
    Welche Bewandnis der Tormann hat, hat sich mir im Übrigen auch nicht erschlossen...

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    Kathafees avatar
    Kathafeevor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" von Peter Handke

    Ich fand den Schreibstil ganz komisch und nicht besonders angenehm zu lesen. Die Erzählung kam mir manchmal vor wie im Zeitraffer, weil so schnell zu neuen Dingen und Orten gesprungen wurde und es mir vorkam als würde etwas dazwischen fehlen.
    Den Sinn der Geschichte um Bloch habe ich bis zum Ende nicht verstanden.. gerade vom Ende hätte ich mir mehr Auflösung gewünscht, aber man bleibt recht ratlos von dem Buch zurück und fragt sich, was einem das jetzt sagen sollte.
    Wäre das Buch nicht gerade mal 100 Seiten lang, hätte ich es wahrscheinlich nichtmal zu Ende gelesen.

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    ralluss avatar
    rallusvor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" von Peter Handke

    Der Monteur Bloch deutete den kurzen Blick des Poliers der von seiner Jause aufblickte als er zur Arbeit erschien, als Kündigung und verliess die Baustelle.
    So ähnlich beginnt Handkes Dekonstruktion des Einzelnen als sozialer Mensch. Angestrengt fürht uns Handke in die Innenwelt von Bloch der keinen Bezug zu der Welt, seinen Mitmenschen hat und versucht sich durch Worte und Zahlen die Dinge zu erschliessen.
    Ein Mord geschieht beiläufig so als wäre nicht er der Mörder, Bloch verbleibt in seiner Innenwelt, ist ständig in Bewegung, doch nur der Torwart der stehen bleibt bekommt den Ball beim Elfmeter in die Hände geschossen.
    Das Buch ist anstrengend zu lesen, die kurzen Aktivsätze und die teils sinnlosen Handlungen von Bloch sind Allegorien, beschreiben einen kranken multiplen Charakter.
    Etwas für den Deutschunterricht in der Oberstufe um seine wissbegierigen Schüler zu quälen.

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    varietys avatar
    varietyvor 10 Jahren
    Rezension zu "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" von Peter Handke

    Ein Klassiker der neuen Literatur soll dieses Werk sein...! Mag sein, aber für mich war es nur langweiliges literarisches Getue, das ich nach 40 (und gefühlten 150) Seiten abbrach. Keine Spannung wollte sich einstellen ("Ein Mord geschieht 'bald', nichts ist mehr so, wie es war" - so steht es auf dem Umschlag, macht sogar neugierig). Schade, dass es Handke nicht schafft, mehr aus diesem Plot herauszuholen. Seine Sprache ist schnörkellos, aber zuweilen auch abgehoben und in ihrer Form schlicht langweilig, daran kann es also nicht gelegen haben. Mich hat einfach die Person von Josef Bloch zu wenig interessiert. Auch dass er früher ein bekannter Torwart gewesen sein soll, kam in der Geschichte zu kurz und war ebenfalls nicht hilfreich, um das Buch zu Ende lesen zu müssen...

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    katermurrs avatar
    katermurrvor 10 Jahren
    Rezension zu "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" von Peter Handke

    Das sollte ich wohl mal wieder lesen - um herauszufinden, ob ich nochmal mit Handke anfange, der mir irgendwie suspekt ist...

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 11 Jahren
    Rezension zu "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" von Peter Handke

    Nicht leicht zu lesen aber dennoch interessant. Das Buch ist anstrengend, weil sich der Protagonist schwer tut. Aber dennoch ist es ein Gewinn, es zu lesen.

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    sassis avatar
    sassivor 11 Jahren
    Rezension zu "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" von Peter Handke

    ich hab mir sehr schwer getan dieses buch zu lesen & muss auch ehrlich sagen, dass ich es nicht bis ganz zum ende geschafft hab. der gesamte text wirkt wie ein einziger riesig verschachtelter satz & ist wirklich schwer zu handhaben. im großen & ganzen war es auch nicht wirklich fesselnd. schade, ich hätte mir mehr erwartet!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    L
    Peter Handkes Roman die 'Angst des Tormanns beim Elfmeter' fand ich klasse. Ich habe es mehrmals gelesen, weil ich die Hauptfigur Bloch einzuordnen versuchte. Könnt ihr mir helfen? Ist er verrückt oder nur einer von der Gesellschaft verstossener, bemitleidenswerter Mann?
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