Peter Handke Don Juan

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Inhaltsangabe zu „Don Juan“ von Peter Handke

Peter Handke erzählt nichts weniger als »die endgültige und die einzig wahre Geschichte Don Juans«. Genauer gesagt: Er läßt Don Juan selbst erzählen, sieben Tage lang in einem Maigarten nahe Port-Royal-des-Champs, und nur ab und an findet sich ein Kommentar desjenigen, dem die Abenteuer der vergangenen sieben Tage vorgetragen werden. Dieser Zuhörer bezeugt, daß all die Don Juans im Fernsehen, in der Oper, im Theater oder auch im »primären Leben« die falschen sind. »Don Juan ist ein anderer. Ich sah ihn als einen, der treu war – die Treue in Person.« Das heißt nun nicht, daß die Geschichten mit Frauen, Geschichten von geglückten Begegnungen und geglückten Abschieden, ausgeblendet bleiben, im Gegenteil: An jeder Station der Reise, die Don Juan zunächst zu einer Hochzeit in den Kaukasus führt, dann nach Damaskus, am dritten Tag in die nordafrikanische Enklave von Ceüta, weiter auf einen Bootssteg in einem Fjord bei Bergen, zu einer Düne in Holland … überall trifft er Frauen, mit denen er, energisch trauernd, in eine Zeit des großen Innehaltens eintauchen kann, in eine Zeit, in der Augenblick und Ewigkeit in eins fallen.

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  • Rezension zu "Don Juan" von Peter Handke

    Don Juan

    Lax

    04. May 2011 um 19:09

    Die alte Legende um Don Juan wird von Peter Handke neu interpretiert. Die Geschichte fliegt leicht dahin, sprüht mit witzigen Anekdoten, doch manchmal verflacht die Erzählung. Nah einer Klosterruine im Norden Frankreichs lebte ein Koch in einer Herberge, die schon lange keine Gäste mehr gesehen hatte. Doch eines Tages purzelte unvermittelt der Frauenheld Don Juan – der Echte - in diese Abgeschiedenheit. Für eine Woche bleibt er Gast des Etablissements und erfreut den Gastgeber mit seinen Geschichten. Jeden Tag wurde von einer anderen Frau in einem anderen Land berichtet. „...seine Geschichte erzählte sich ohne irgendwelche pikanten Einzelheiten.“ Peter Handkes Erzählung beginnt leicht und locker, erfreut mit sprachlicher Raffinesse und erheiternden Anekdoten, doch manchmal stellt sich etwas Langeweile ein. Vielleicht sind es grad' die fehlenden pikanten Details, die doch der Leser erwartet bei ihm Don Juan, dem Liebhaber oder ist es doch eher die Sprache der Geschichte, die Aufmerksamkeit erfordert? Jedenfalls nach weniger als zweihundert Seiten ist Don Juans Geschichte schon vorbei. Nein, es ist keine fiktionale Geschichte. Es ist Don Juan selber, der echte, der wahre, der da spricht. Niemals war er der Verführer, wie es ihm so oft nachgesagt wurde/wird. Immer waren es die Frauen, die ihm folgten, ja regelrecht verfolgten. „Don Juans Macht kam von seinen Augen.“ Die Gestalt des Don Juan oder Don Giovanni geht auf eine alte Sage zurück. Im siebzehnten Jahrhundert wurde sie das erste Mal durch den Spanier Tirso de Molina literarisch verarbeitet. El burlador de Sevilla. Hiernach folgten unzählige Romane von verschiedenen Autoren, die sich des Themas bedienten. Sehr bekannt wurde Don Giovanni auch durch die Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Peter Handke ist ein Österreichischer Schriftsteller, der bereits seit den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts die ersten schriftstellerischen Werke veröffentlicht hatte. Viele seiner Werke wurden mit Preisen ausgezeichnet.

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  • Rezension zu "Don Juan" von Peter Handke

    Don Juan

    mikerol

    11. February 2010 um 17:59

    DON JUAN ist eine von Handkes gelungensten Kunstwerke, es gehört in die Reihe der Versuche- über die MÜDIGKEIT, JUKE BOX und den GELUNGENEN TAG -- die versucht ein Thema zu umschlingen, hier wird das hüpfend gemacht, formal mehr als brilliant,'tief, und schoen verortet. Ich habe eine Seite für das Buch auf: http://www.handkeprose2.scriptmania.com eingerichtet das Besprechungen auf Deutsch und Englisch enthält. Heute gerade wurde das Buch auch von USA TODAY als Valentines Geschenk empfohlen, http://www.usatoday.com/life/books/news/2010-02-11-buzzplus11STN.htm da wird sich die Geliebte aber sehr wundern wenn dieser Don bei ihr erscheint und sie schnellstens wieder verlässt. Es gibt einen Satz in Handkes MEIN JAHR IN DER NIEMANDSBUCHT: "Don Juan kam vorbei, und mit der selben Frau" - damit ist Handke's Freund Erich Wolfgang Skwara gemeint, der einen wirklicher Don Juan war/ ist und auch ein weinerlicher und einen halb verzweifelten wunderschönen Don Juan Roman geschrieben hat: DIE PEST VON SIENA http://www.roloff.freehosting.net/index.html

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  • Rezension zu "Don Juan" von Peter Handke

    Don Juan

    katermurr

    09. May 2008 um 17:22

    Ich habe sowieso ein sehr gespaltenes Verhältnis zu Peter Handke - das wurde durch dieses Buch eher dem Minuspol weiter zugewichtet. Oh Mann - irgendwann ist "Literatur" bei mir ein Schimpfwort. Was soll so ein Buch - ich versteh's nicht. Wenn mir's jemand sagen kann, versteh ich's vielleicht....
    Ich finde es trocken, langweilig, mühsam zu lesen - und das bei DEM Stoff!!!

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