Peter Heather Der Untergang des Römischen Weltreichs

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 3 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Der Untergang des Römischen Weltreichs“ von Peter Heather

Eines der größten Rätsel der Geschichte Das geheimnisvolle Sterben des Römischen Reichs gehört zu den Ereignissen, die Europa grundlegend verändert haben. Wie konnte eine hochentwickelte Zivilisation, die Zentralheizungen und Banken, Waffenfabriken und sogar Imageberater besaß, von Barbaren in die Knie gezwungen werden, die nicht einmal über eine Schriftsprache verfügten? Peter Heather unternimmt eine faszinierende Reise in die Welt der Spätantike und erzählt die Geschichte dieser Zeit auf spektakuläre Weise neu. »Ein großer Wurf.« Frankfurter Allgemeine Zeitung »Ein Meilenstein.« Süddeutsche Zeitung

Stöbern in Sachbuch

Green Bonanza

Inspirierend, lecker und mit der Illusion, mal etwas richtig gesundes auf den Tisch zu stellen

once-upon-a-time

Was das Herz begehrt

Hier erfahren wir detailgenau und in für Laien verständlicher Sprache, wie unser Herz "tickt"! Richtig gut!

Edelstella

Freundinnen

Eröffnet neue Sichtweisen zu Freundschaften, die für jeden wertvoll sind/nützlich sein können. Eine interessante Lektüre!

Tankrastra

Mein Kind ist genau richtig, wie es ist

Ein lesenswertes Sachbuch über die Entwicklung des eigenen Wesens- Nicht nur für Eltern Lesenswert!

Diana182

Glück besteht aus Buchstaben

Letztlich eher enttäuschend. Die Autobiographie nahm mehr Raum ein als die Bücher. Außerdem ein paar Taktlosigkeiten.

rumble-bee

Gemüseliebe

Kochbuchliebe!

kruemelmonster798

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Der Untergang des Römischen Weltreichs" von Peter Heather

    Der Untergang des Römischen Weltreichs
    Sokrates

    Sokrates

    11. April 2012 um 09:34

    Opulent, umfassend und in einer Sprache geschrieben, die ein wenig zu Prosa im Sachbuch neigt. Doch diese Art der Geschichtsdarstellung ist britischen und vor allem amerikanischen Historikern des 21. Jh. eigen und nicht jedem Leser gefällt sowas. Ich war hin- und hergerissen: Einerseits war der Schreibstil anregend, zumal es sich um ein namens- und faktenlastiges Thema handelt, andererseits arbeitet Heather so gut wie mit keinen Fußnoten, sodass eine wissenschaftliche Verarbeitung seines Buches schwer fällt. Möglicherweise muss man "Untergang des Römischen Weltreiches" unter "unterhaltsamer Sachliteratur" einordnen und entsprechend bewerten. Diesbezüglich jedoch hat Peter Heather ein überzeugendes Buch vorgelegt, das sich zu lesen lohnt.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Untergang des Römischen Weltreichs" von Peter Heather

    Der Untergang des Römischen Weltreichs
    BertieWooster

    BertieWooster

    13. June 2011 um 11:28

    Woran ist das (West-)Römische Reich gestorben? Waren es wirklich die verbleiten Wasserleitungen, die zu einer Vergiftung der römischen Bevölkerung und damit zu einer Degeneration der Eliten führte? Das wurde wohl früher manchmal behauptet. Dann doch eher die Überdehnung des Reichs, die dazu führte, dass die Legionen die Grenzen nicht mehr ausreichend bewachen konnten. Die kann jedoch nur ein Grund gewesen sein. Der Autor führt überzeugend gewichtigere Gründe auf. Denn bevor es Unterging hat das Kaiserreich ja bereits 300 Jahre bestanden und die Überdehnung war zwar immer ein Problem mit immer wiederkehrenden Barbareneinfällen. Aber nach den Perserkriegen hat sich das Reich wieder einigermaßen stabilisiert. Es wurde erkannt, dass das Reich nicht mehr nur von einer Zentrale regiert werden konnte, sondern zumindest auf zwei Kaiser verteilt werden musste. Der eigentliche Niedergang begann mit den Hunnen. Nicht aber durch Attila, sondern bereits früher. Denn die Wanderung der Hunnen löste wiederum eine Ausweichbewegung germanischer Stämme nach Westen und damit an die Grenzen des römischen Reichs aus. Und damit begann eine Art tödliche Spirale für das römische Reich. Als das oströmische Reich 376 die ersten gotischen Stämme über die Donau freiwillig oder gezwungenermaßen, gelang es den Römer nicht diese zu integrieren. Vielmehr setzte sich erstmals eine Art Fremdkörper im Reich fest. Versuche diesen auf militärischem Wege zu beseitigen scheiterten entweder aus Unfähigkeit oder mangels militärischer Stärke. Nachdem die Hunnen in die pannonische Tiefebene weiterzogen, führte dies wiederum zu weiteren Wanderung von germanischen Stämmen über die Donau und den Rhein. Damit gingen dem Weströmischen Staat nicht nur Gebiete verloren, sondern auch Steuergelder. Mit zurückgehenden Steuergeldern konnte jedoch wiederum nicht das Militär ausreichend finanziert werden. Damit konnten die Germanenstämme nicht wieder zurückgedrängt werden. Vielmehr gelang es den Vandalen sogar die reichste römische Provinz in Nordafrika zu erobern. Eine Rückeroberung mit Hilfe Ostroms scheiterte, da dafür Truppen von den Grenzen abgezogen werden mussten und dies wiederum die Hunnen für Einfälle nutzten. Am Schluss fasst der Autor nochmals logisch die Gründe zusammen. Das Weströmische Reich ist auch an seiner eigenen Politik und vielleicht auch an seinem Reichtum untergegangen. Denn erst die aggressive Außenpolitik Roms führte zu einem Zusammenschluss der versplitterten germanischen Stämme seit der Zeit von Arminius zu größeren Verbänden in der Zeit der Völkerwanderung. Außerdem zeigt der Autor, was eigentlich durch den Untergang des römischen Reichs wirklich verloren ging. Dies war von Provinz zu Provinz verschieden. Während der Niedergang an der Peripherie relativ schnell von statten ging, war dies in Gallien und Hispanien eher ein fließender Übergang, da die germanischen Könige die römischen Verwaltungsbeamten und auch die Grundbesitzer für die Verwaltung der eroberten Gebiete benötigten. Was jedoch nach und nach immer mehr unterging, war die römische Bildung, die nunmehr nur noch durch die Klöster wahrgenommen wurde. Auf jeden Fall hörte die Antike nicht sofort mit dem letzten römischen Kaiser auf zu existieren und es begann nicht gleich das „finstere“ Mittelalter. Vielmehr war es ein fließender Übergang. Vielleicht war es gar kein Übergang. Denn haben sich die deutschen Kaiser nicht als Nachfolger der römischen Kaiser gesehen?

    Mehr