Peter Heather Invasion der Barbaren

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Inhaltsangabe zu „Invasion der Barbaren“ von Peter Heather

Um Christi Geburt war Europa zweigeteilt in den hochentwickelten Süden der Mittelmeerkulturen und den unentwickelten Norden germanischund slawisch sprechender Stammeskulturen. Diese kannten weder die Schrift noch den steinernen Siedlungsbau, ein stehendes Heer oder die Geldwirtschaft, geschweige denn Städte mit Feuerwehr und Müllabfuhr. Wie konnte der »Ansturm der Barbaren« dem römischen Imperium den Todesstoß versetzen? Peter Heather stellt diese alte Frage im Licht der Erkenntnisse zur Ethnogenese und der modernen Migrationsforschung neu.
Vom Hunnensturm bis zu den Wikingern untersucht er die Dynamik der europäischen Wanderungsbewegungen. Die sozialen und wirtschaftlichen Wechselwirkungen zwischen beiden Kulturräumen veränderten diese von Grund auf und ließen sie langfristig zu einer neuen kulturellen Einheit werden: dem Europa, das wir in weiterentwickelter Form noch heute kennen.

Zitat aus dem "Literary Review": "Most immediately impressive is Heather's command of detail." Besser kann man es nicht ausdrücken.

— RalphHauptmann

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  • 16 Jahre, die sich gelohnt haben

    Invasion der Barbaren

    RalphHauptmann

    16. May 2015 um 20:01

    Ich muss an dieser Stelle beichten: ich rezensiere hier nicht die deutsche Fassung, sondern das englische Original. Ja, die mehr als 650 Seiten (im Paperback) flößen einen gewissen Respekt ein, doch wer sich seelisch-moralisch auf eine trockene Geschichtsabhandlung eingestellt hat, der wird positiv überrascht. Gerade die Leichtigkeit, mit der der Autor die Geschehnisse, die Europa letztendlich geprägt haben, im wahrsten Sinne des Wortes "erzählt", lassen den Leser komplett in diese Zeit eintauchen. Um es einmal in ein anderes Medium zu übersetzen: Ich habe beim Lesen dieses Buches vor meinem inneren Auge ein Drehbuch gesehen, eine lebendige Darstellung im Stil der BBC-Dokumentationen, die auch dem Laien den Einstieg in die Materie erlaubt - ein großes Manko vieler historischer Sachbücher. Eher unterschwellig nimmt man Heathers unglaubliches Faktenwissen wahr, es bleibt unaufdringlich, verständlich für den Laien und immer noch wissenschaftlich genug für den Historiker. Sicher kann man darüber streiten, ob man wirklich ein Glossar von fast 50 Seiten braucht, aber das ist ja genau die Wahl, die der Autor dem Leser lässt: Wie tief will er eintauchen? Fußnoten zerreißen den Erzählfluss, ebenso das "Einbauen" in den Text, was neben der Überfrachtung an Informationen auch meist in stilistischen Katastrophen resultiert. Der Kartenteil und die Illustrationen im Bildteil runden den guten Eindruck ab. Ein Must-Read für jeden, der sich für europäische Geschichte interessiert.

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  • Rezension zu "Invasion der Barbaren" von Peter Heather

    Invasion der Barbaren

    Sokrates

    Ein riesiges Opus, dass man erstmal gelesen haben muss. Peter Heather fasst als ausgewiesener Fachmann der Zeit der Völkerwanderung (richtiger als Ethnogenese bezeichnet) die Epoche spannend, fachlich fundiert und sprachlich gelungen zusammen. Das Buch fasst so - auch ausführlich besprochen - den aktuellen Forschungsstand zusammen. -- Leider jedoch für den studentischen Geldbeutel überhaupt nicht erschwinglich und deshalb nur etwas zum Ausleihen.

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  • Rezension zu "Invasion der Barbaren" von Peter Heather

    Invasion der Barbaren

    michael_lehmann-pape

    30. May 2011 um 16:42

    Neuordnung der europäischen Welt im ersten Jahrtausend 16 Jahre lang hat Peter Heather an diesem Werk geschrieben, wie er im Vorwort als erstes erwähnt und dies liegt mit Sicherheit auch daran, dass das Thema dieses Arbeitsbuches zeitlich und räumlich eine hohe Breite aufweist. Um nichts weniger als die Entwicklung Europas im ersten Jahrtausend nach Christus geht es mitsamt der, für damalige Verhältnisse, Welt verändernden Ereignisse. Eine Fülle von detaillierten Informationen aus allen Richtungen Europas (und auf allen Ebenen) legt Heather auf den gut 550 Textseiten des Buches vor. Dies nicht in epischer Breite beschrieben (wie auch bei einem solch umfassenden Thema), durchaus aber mit jeweils notweniger Tiefe vorliegend. Zudem, und das rechtfertigt eine besondere Erwähnung im Blick auf ein Fachbuch, schreibt Heather im Stil flüssig, mit (für historische Sachbücher eher ungewohntem, aber leicht verständlichem) modernem Sprachgebrauch und immer wieder geschichtlich auflockernd, so dass die Erarbeitung der Inhalte keine Sonderanstrengungen erfordert. Grob in zwei Teile lässt sich das erste Jahrtausend nach Christi unterteilen und ebenso grob kann man diese Zweiteilung im Buch thematisch wiederfinden. Unter dem ständigen Augenmerk auf die Migration ganzer Volksstämme in Europa in andere Landschaften und Lebensumstände hinein findet sich zunächst der jahrhunderte andauernde Niedergang des römischen Imperiums bis zu dessen Auflösung. Im Buch sind dies gut die ersten 300 Seiten. Auf denen Heather sauber herausarbeitet, dass es, nicht nur, aber im Wesentlichen auch, die Bedrängung durch die diversen „Barbarenstämme“ waren (diese lagen allerdings ebenfalls untereinander jeweils in Konflikten und verfolgten nicht als primäre Ziel die Absicht der Zerschlagung des römischen Imperiums, auch wenn die Volkswanderungen der ersten Jahrhunderte einen gewichtigen Teil zur Auflösung der alten Ordnung beitrugen). 476 war das Ende des weströmischen Reiches durch Absetzung des Kaisers Romulus Augustus besiegelt, eine Neuordnung Europas im Westen und in den slawischen Ländern nahm nun zunehmend Formen an. Getrau des grundsätzlichen Objektes seiner Untersuchungen, den Ursachen und den Auswirkungen der diversen Migrationsbewegungen, vollzieht Heather nicht im einzelnen die Ursachen des Untergangs Rom nach, sondern legt sein Augenmerk allezeit auf die verschiedenen Volksgruppen und ihre konkrete Geschichte. Untereinander und auf sich gestellt. Reichsgründungen, Konflikte, Kriege, Abwehr der Hunnen, Aufstieg und Niedergang ganzer Volksgemeinschaften inklusive der gegenseitigen Beeinflussung auch auf sozialer und kultureller Ebene. Barbaren, Slawen, Wikinger finden ihren Würdigung im Buch ebenso, wie die erste so zu nennende „europäische Union“ am Ende der betrachteten Zeit. In den letzten beiden Jahrhunderten des 1. Jahrtausends nach Christus entfaltete sich (in kulturell durchaus großer Ähnlichkeit) ein Europa, wie es bis in die Moderne noch, was die Volksgruppen angeht, Bestand hat . Wie diese neuen Staatsgebilde entstanden waren und was sie auszeichnete, die Betrachtung dieses Prozesses auf dem Hintergrund des Einflusses der Migration, schließt das Buch inhaltlich ab. Ein ausführlicher Kartenteil und ein umfassendes Literaturverzeichnis runden das Arbeitsbuch sodann formal in bester Weise ab. Durch die Jahrzehnte und Jahrhunderte hindurch, von den „Römern“ über die „Barbaren“ hin zu den „Slawen und Skandinaviern“ zeichnet Heather fundiert die wechselvolle Geschichte des 1. Jahrtausends in Europa nach und legt allzeit den Kern seiner Betrachtungen vor. Inwieweit, aufgrund welcher Entwicklungen und mit welchen konkreten Folgen Bewegungen ausgeprägter Migrationen die Neuordnung eines ganzen Kontinents entscheidend mit beeinflusst, unter Umständen gar verursacht, haben. Ein interessantes und gründlich erarbeitetes Buch, in dem die Dynamik der europäischen „Völkerwanderungen“ hervorragend eingefangen wird. Ein Buch, das nicht nur für Historiker von Interesse ist, sondern aufgrund des verständlichen und gut lesbaren Sprachstils auch dem interessierten Laien ein Gewinn sein wird. Durchaus mit Impulsen für allzeitige (und damit auch gegenwärtige) Migrationsdebatten, zu denen Heather selbst des Öfteren Verbindungen zu ziehen weiß).

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