Peter Hellinger

 4.4 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Feuergott, Haus der 13 Mörder und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Peter Hellinger

Peter HellingerFeuergott
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Feuergott
Feuergott
 (4)
Erschienen am 20.11.2011
Peter HellingerHaus der 13 Mörder
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Haus der 13 Mörder
Haus der 13 Mörder
 (1)
Erschienen am 12.02.2014
Peter HellingerDer heilige Heinzi
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Der heilige Heinzi
Der heilige Heinzi
 (0)
Erschienen am 01.05.2018
Peter HellingerWolfstage
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Wolfstage
Wolfstage
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Erschienen am 07.08.2011

Neue Rezensionen zu Peter Hellinger

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aly53s avatar

Rezension zu "Haus der 13 Mörder" von Peter Hellinger

Nichts ist wie es scheint
aly53vor 4 Jahren

Inhalt:
  Siegfried Krötz, Hausmeister in einem Hochhaus am Nürnberger Wöhrdersee, scheint ein ausgesprochenes Ekelpaket zu sein, mit schief sitzendem Toupet, Blaumann und immer einem blöden Spruch auf den Lippen. Er kann Menschen offensichtlich nicht leiden und Hausbewohner schon gleich gar nicht. Nicht einmal vor der alleinerziehenden Mutter mit ihren drei Jungs macht er halt. Das Lehrerehepaar hat es ihm besonders angetan und der italienische Clown Andrea wird von Krötz ob seines weiblichen Vornamens aufgezogen. Wenn er es wenigstens bei Verbalattacken belassen würde! Nein, weit gefehlt: Mal setzt er den Fahrstuhl außer Betrieb und dreht auch gerne mal die Treppenhausbeleuchtung ab. Ein äußerst unangenehmer Zeitgenosse, gegen den jeder der 13 Hausbewohner Mordgelüste hegt. Eines Tages liegt Krötz tatsächlich tot in seinem Werkzeugkeller. Eigentlich ein klarer Fall von Lynchjustiz doch nichts ist so wie es scheint, im Haus der 13 Mörder ...

Aufbau und Handlung:
Wir bekommen geschildert, warum jeder der Hausbewohner einen Hass auf Krötz entwickelt.
Und es wird dabei so authentisch und realitätsnah beschrieben, dass wir direkt mittendrin im Buch sind.
Dieses Buch erinnert ein bisschen an die ursprünglichen Krimis.
Es macht uns klar, daß sowas jeden von uns treffen kann.
Und einem Krötz kann jeder von uns begegnen.
Aber was anfangs relativ klar geschildert wird, lässt in uns die Frage aufkommen.
Ist es wirklich so einfach?
Aber das Leben lehrt uns, nichts ist einfach.
So auch in diesem Krimi.
Der Schreibstil ist flüssig geschrieben, man fliegt förmlich durch die Seiten.
Die Kapitel sind kurz, was das ganze noch reibungsloser gestaltet.
Interessant ist, daß verschiedene Autoren die Personen verkörpert haben.
Hätte ich es nicht gewusst, mir wäre es nicht aufgefallen.
Da alles nahtlos ineinander übergeht und perfekt harmoniert.

Meine Meinung:
Mit seinen 164 Seiten ist dieses Buch ein eher kurzweiliges Vergnügen.
Aber das sich mit jeder Zeile lohnt.
Ein durchaus faszinierendes Bucvh, daß mich gefesselt hat und von dem Ende war ich auch etwas überrascht. Das hatte ich so nicht vermutet.
Aber bei 13 Personen ist es auch verdammt schwer eine Vermutung anzustellen.
Das war meine erste Anthologie und ich bin wahrlich begeistert, wie perfekt die Autoren miteinander harmonieren.
Ein absolutes Lesevergnügen, daß sich keiner entgehen lassen sollte.

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halbbluthobbits avatar

Rezension zu "Feuergott" von Peter Hellinger

Rezension zu "Feuergott" von Peter Hellinger
halbbluthobbitvor 7 Jahren

Insgesamt 35 Kurzgeschichten sind in diesem kleinen Band zusammengefasst, deren Länge zwischen zwei und sechs Seiten angesiedelt ist. Davon sind 19 aus der Sicht eines Ich-Erzählers verfasst. Bei zehn Texten nicht klar ersichtlich, ob die Hauptfigur männlich oder weiblich ist. Im Gesamten allerdings sind nur sechs Geschichten eindeutig aus der Sicht von Frauen erzählt. Das mag der Tatsache geschuldet sein, dass ein Autor_innen häufig aus der geschlechtlichen Perspektive schreiben, die ihnen am nächsten liegt. Aufgefallen ist es mir dennoch.

Die Genres sind breit gefächert: von Fantastischem, Zeitgenössischem über Anekdoten bis zu krimiähnlichen Szenarien ist alles mögliche dabei. Den teilweise recht abrupten Wechsel zwischen den Geschichten gleicht der, durch atmosphärische und prägnante Beschreibungen von Gefühlen und Situationen geprägt Stil von Peter Hellinger gut aus, sodass sich das Lesen recht flüssig gestaltet.

Das hat sowohl Vor- als auch Nachteile: es bleibt mehr Platz im Rahmen der Geschichte, um etwas zu erzählen. Liest man jedoch mehrere Kapitel hintereinander weg, wird es etwas langweilig. Der hohe Wiederkennungswert von Hellingers Erzählweise wird so schnell zur Falle der Vorhersehbarkeit. Die Charaktere haben oft keine Gelegenheit, wirkliche Tiefe zu entwickeln, und konnten mich nicht immer einnehmen. Natürlich ist das nicht bei allen Geschichten gleichermaßen nötig; manche kommen ohne viele Worte besser aus, und lassen Lücken, die die eigene Fantasie hervorragend füllen kann. Trotzdem erwischte ich mich vor allem gegen Ende des Buches dabei, die Geschichten nur mehr zu überfliegen statt sie intensiv zu lesen.

Insgesamt 35 Texte, denen man die Vielfalt des Inputs und die Kreativität des Autors anmerkt. Und genau das ist mein größter Kritikpunkt – ich hätte mir eine kleine Anzahl Geschichten gewünscht, denen etwas mehr Zeit gewidmet wurde. Viele von ihnen bieten noch unausgeschöpfte Möglichkeiten und können weitererzählt werden. Andere wiederum empfand ich als so schriftstellerisch unreif und holperig, dass sie den Gesamteindruck verschlechtern. Vielleicht hätte es dem Buch gut getan, die Geschichten thematisch zu bündeln und damit das Lesen nicht nur übersichtlicher, sondern auch stimmungsvoller zu machen. Das ist für mich ein Qualitätsmerkmal von Kurzgeschichtensammlungen – die Einzelgeschichten können für sich alleine stehen, und doch bleibt der Tenor des Gesamtwerkes dabei stimmig.

„Feuergott“ und seine Kurzgeschichten lässt sich keinem Genre hundertprozentig zuordnen. Wer nicht gerne lange am Stück liest, nur quer in ein Buch reinblättern möchte, etwas zum Vorlesen für alle Altersstufen oder ein Geschenk fürs 12jährige Patenkind sucht, ist hiermit bestimmt gut bedient.

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Wir-Lesens avatar

Rezension zu "Feuergott" von Peter Hellinger

Rezension zu "Feuergott" von Peter Hellinger
Wir-Lesenvor 7 Jahren

Über den Autor:

Peter R. Hellinger, geboren 1961, lebt und arbeitet als Schriftsteller und unabhängiger Verleger in Nürnberg. Nach der Ausbildung zum Planungstechniker war er in verschiedenen Planungsbüros zunächst im Krankenhausbau, dann im Industriebau sowie viele Jahre im Kraftwerksbau tätig. Er schreibt seit 2000 Lyrik, Kurzgeschichten und Erzählungen und hat verschiedene Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften. 2006 gründete er zusammen mit Autoren aus dem Raum Nürnberg die Autorengruppe die Schreiberlinge. 2008 hob er den Verlag art and words aus der Taufe. Im August veröffentlichte er den Lyrikband Wolfswege.

Eigene Meinung:

Peter Hellinger bietet mit seinen 36 Kurzgeschichten wahrlich Unterhaltung auf höchstem Niveau! Seine Geschichten sind spannend, mystisch, märchenhaft, gruselig, humorvoll, nachdenklich und traurig.

Obwohl die Geschichten oft nur über 2 Seiten gehen, geben sie dem Leser einen Einblick in das Geschehen und lassen ihn mitunter auch etwas verstört zurück. Oft greift der Autor in seinen Geschichten menschliche Ängste, aktuelle Themen auf, in anderen Geschichten treffen Personen auf seltsame Wesen. Manche seiner Geschichten würde ich zu den phantastischen Geschichten zählen.

Ich denke, dass jeder Leser die ein oder andere Lieblingsgeschichte in dieser außergewöhnlichen Kurzgeschichtensammlung finden wird.

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Gespräche aus der Community

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Ladypetras avatar

Dieses Buch, an dem ich mitarbeiten durfte, ist nominiert für den Deutschen Phantastikpreis 2013 und heißt: "Wenn das die Grimms wüssten!"

 

Unter diesem Link erfährt man alles über die online-Abstimmung. Jeder kann abstimmen.  Nur eine Mailadresse ist erforderlich - kein Einloggen!

http://dontapir.de/dpp/

 

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