Peter Hellinger Feuergott

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 3 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 4 Rezensionen
(2)
(1)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Feuergott“ von Peter Hellinger

„Bakun!“ schrien die Menschen im Rhythmus der Trommel, „Bakun!“ schrie auch Thoralf, der inmitten des leuchtenden Dampfes stand und mit dem Zeremonienmesser die Luft zerteilte. Er glaubte eine Bewegung jenseits der Schwaden zu erkennen, eine große Gestalt, ganz in Silber. Schwankend stolperte das Wesen aus dem Dampf direkt auf ihn zu. Bakun, der Feuergott, war in die Welt zurückgekehrt. In seinen Kurzgeschichten erzählt der Autor von seltsamen Menschen wie dem Jungen, der keine Angst mehr hatte, Lotte und dem Mirabellenbaum, dem Mann, der im Spiegel verschwand oder dem Maler Gotthard Nerius, dessen Bilder an Realismus nicht zu überbieten waren. Von Vergnüglich bis Nachdenklich: Unterhaltung auf höchstem Niveau!

Stöbern in Romane

Das Haus ohne Männer

Eine charmante Geschichte, ein wunderbarer Schreibstil, dennoch hinterlässt es keinen bleibenden Eindruck!

sommerlese

Lola

Bin schon ein bisschen enttäuscht!

Fantasia08

In einem anderen Licht

Macht nachdenklich

brauneye29

Der Meisterkoch

Orientalisches Märchen über einen Geschmacksbeherrscher,der meinen aber nicht vollkommen getroffen hat.

hannelore259

Was man von hier aus sehen kann

Angenehme sehr poetische Lektüre, sehr empfehlenswert #Okapi #MarianaLeky

Katharina_boe

Der verbotene Liebesbrief

Sehr schönes Buch...

Lavazza

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Feuergott" von Peter Hellinger

    Feuergott

    halbbluthobbit

    28. January 2012 um 04:05

    Insgesamt 35 Kurzgeschichten sind in diesem kleinen Band zusammengefasst, deren Länge zwischen zwei und sechs Seiten angesiedelt ist. Davon sind 19 aus der Sicht eines Ich-Erzählers verfasst. Bei zehn Texten nicht klar ersichtlich, ob die Hauptfigur männlich oder weiblich ist. Im Gesamten allerdings sind nur sechs Geschichten eindeutig aus der Sicht von Frauen erzählt. Das mag der Tatsache geschuldet sein, dass ein Autor_innen häufig aus der geschlechtlichen Perspektive schreiben, die ihnen am nächsten liegt. Aufgefallen ist es mir dennoch. Die Genres sind breit gefächert: von Fantastischem, Zeitgenössischem über Anekdoten bis zu krimiähnlichen Szenarien ist alles mögliche dabei. Den teilweise recht abrupten Wechsel zwischen den Geschichten gleicht der, durch atmosphärische und prägnante Beschreibungen von Gefühlen und Situationen geprägt Stil von Peter Hellinger gut aus, sodass sich das Lesen recht flüssig gestaltet. Das hat sowohl Vor- als auch Nachteile: es bleibt mehr Platz im Rahmen der Geschichte, um etwas zu erzählen. Liest man jedoch mehrere Kapitel hintereinander weg, wird es etwas langweilig. Der hohe Wiederkennungswert von Hellingers Erzählweise wird so schnell zur Falle der Vorhersehbarkeit. Die Charaktere haben oft keine Gelegenheit, wirkliche Tiefe zu entwickeln, und konnten mich nicht immer einnehmen. Natürlich ist das nicht bei allen Geschichten gleichermaßen nötig; manche kommen ohne viele Worte besser aus, und lassen Lücken, die die eigene Fantasie hervorragend füllen kann. Trotzdem erwischte ich mich vor allem gegen Ende des Buches dabei, die Geschichten nur mehr zu überfliegen statt sie intensiv zu lesen. Insgesamt 35 Texte, denen man die Vielfalt des Inputs und die Kreativität des Autors anmerkt. Und genau das ist mein größter Kritikpunkt – ich hätte mir eine kleine Anzahl Geschichten gewünscht, denen etwas mehr Zeit gewidmet wurde. Viele von ihnen bieten noch unausgeschöpfte Möglichkeiten und können weitererzählt werden. Andere wiederum empfand ich als so schriftstellerisch unreif und holperig, dass sie den Gesamteindruck verschlechtern. Vielleicht hätte es dem Buch gut getan, die Geschichten thematisch zu bündeln und damit das Lesen nicht nur übersichtlicher, sondern auch stimmungsvoller zu machen. Das ist für mich ein Qualitätsmerkmal von Kurzgeschichtensammlungen – die Einzelgeschichten können für sich alleine stehen, und doch bleibt der Tenor des Gesamtwerkes dabei stimmig. „Feuergott“ und seine Kurzgeschichten lässt sich keinem Genre hundertprozentig zuordnen. Wer nicht gerne lange am Stück liest, nur quer in ein Buch reinblättern möchte, etwas zum Vorlesen für alle Altersstufen oder ein Geschenk fürs 12jährige Patenkind sucht, ist hiermit bestimmt gut bedient.

    Mehr
  • Rezension zu "Feuergott" von Peter Hellinger

    Feuergott

    Wir-Lesen

    23. January 2012 um 15:40

    Über den Autor: Peter R. Hellinger, geboren 1961, lebt und arbeitet als Schriftsteller und unabhängiger Verleger in Nürnberg. Nach der Ausbildung zum Planungstechniker war er in verschiedenen Planungsbüros zunächst im Krankenhausbau, dann im Industriebau sowie viele Jahre im Kraftwerksbau tätig. Er schreibt seit 2000 Lyrik, Kurzgeschichten und Erzählungen und hat verschiedene Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften. 2006 gründete er zusammen mit Autoren aus dem Raum Nürnberg die Autorengruppe die Schreiberlinge. 2008 hob er den Verlag art and words aus der Taufe. Im August veröffentlichte er den Lyrikband Wolfswege. Eigene Meinung: Peter Hellinger bietet mit seinen 36 Kurzgeschichten wahrlich Unterhaltung auf höchstem Niveau! Seine Geschichten sind spannend, mystisch, märchenhaft, gruselig, humorvoll, nachdenklich und traurig. Obwohl die Geschichten oft nur über 2 Seiten gehen, geben sie dem Leser einen Einblick in das Geschehen und lassen ihn mitunter auch etwas verstört zurück. Oft greift der Autor in seinen Geschichten menschliche Ängste, aktuelle Themen auf, in anderen Geschichten treffen Personen auf seltsame Wesen. Manche seiner Geschichten würde ich zu den phantastischen Geschichten zählen. Ich denke, dass jeder Leser die ein oder andere Lieblingsgeschichte in dieser außergewöhnlichen Kurzgeschichtensammlung finden wird.

    Mehr
  • Rezension zu "Feuergott" von Peter Hellinger

    Feuergott

    Johannisbeerchen

    15. January 2012 um 16:15

    Meinung: Es ist immer schwer de Inhalt bei Kurzgeschichtenbüchern selbst zu schreiben, deshalb muss euch die Kurzbeschreibung vom Verlag genügen. Es gestaltet sich auch schwierig die Geschichten einzeln zu bewerten, aber auch das Buch als Ganzes, besonders dann, wenn die Geschichten von verschiedenen Autoren sind. Zum Glück ist das hier nicht der Fall. Jede Geschichte ist von Peter Hellinger geschrieben und das macht er wirklich gut. Bis auf wenige Ausnahmen haben mir alle Geschichten gefallen. Je nachdem, welche Geschichte man liest ist diese anspruchsvoll, traurig, fröhlich, regt zum Nachdenken an und noch viel mehr. Insgesamt sind es 34 Kurzgeschichte, die oft nur wenige Seiten füllen. Wer gerne kapitelweise liest, ist demnach genau richtig und auch Ich, die eigentlich kein Fan von Kurzgeschichten ist, fand dieses Buch wirklich gut und abwechslungsreich. Das Cover passt zum Inhalt, etwas düster und wahnsinnig interessant. Fazit: Die Kurzgeschichten sind allesamt lesenswert und bieten eine großartige Vielfalt. Dafür gibt es 3,75 von 5 Punkten.

    Mehr
  • Rezension zu "Feuergott" von Peter Hellinger

    Feuergott

    melanie_reichert

    14. January 2012 um 11:41

    Inhalt laut Verlag: „Bakun!“ schrien die Menschen im Rhythmus der Trommel, „Bakun!“ schrie auch Thoralf, der inmitten des leuchtenden Dampfes stand und mit dem Zeremonienmesser die Luft zerteilte. Er glaubte eine Bewegung jenseits der Schwaden zu erkennen, eine große Gestalt, ganz in Silber. Schwankend stolperte das Wesen aus dem Dampf direkt auf ihn zu. Bakun, der Feuergott, war in die Welt zurückgekehrt. Meine Meinung: „Feuergott“ ist eine Sammlung von 34 Kurzgeschichten. Normalerweise bin ich kein Fan von Kurzgeschichten, weil ich mich immer schlecht in die Charaktere hineinversetzen kann. Kaum hat die Geschichte begonnen, ist sie auch schon wieder vorbei. Peter Hellinger konnte mich mit seinen Kurzgeschichten aber vollkommen überzeugen! Manche Kapitel sind lediglich 2 Seiten lang und trotzdem wird der Charakter vom ersten Satz an lebendig. Nachdem ich die Lektüre beendet habe, hatte ich das Gefühl eine kleine Familie kennengelernt zu haben. Jeder Charakter ist auf seine Weise einzigartig und der Autor hat ein unwahrscheinliches Talent diese mit Leben zu erfüllen. Meist sind die Geschichten phantastisch angehaucht. In jedem Fall wird der Leser aber immer mindestens eine Geschichte finden, die ihm gut gefällt, denn es ist für jeden Geschmack etwas dabei: Von traurig bis fröhlich, von lustig bis nachdenklich. Die Schauplätze sind dabei auch vielfältig. Von Deutschland bis hin zu erdachten Welten wird der Leser mit auf die Reise genommen. Die einzelnen Erzählungen wollen eine Aussage vermitteln. Ganz oft habe ich nach einem weiteren Kapitel inne gehalten und darüber nachgedacht. Meine persönliche Lieblingsgeschichte ist die „Betriebsanleitung“. Eigentlich witzig geschrieben wie ein Menschlein auf die Welt kommt und man ihn zu einem Erwachsenen zu erziehen hat. Legt man das Buch dann bei Seite und denkt einen kurzen Moment darüber nach, kommt die Message des Ganzen heraus: Wie sensibel unser Organismus funktioniert und wie nüchtern man unsere ganzen biologischen Vorgänge betrachten kann. Für mich sind diese Kurzgeschichten eine Empfehlung für jeden Deutschunterricht. Sie sind nicht nur unterhaltsam, sondern vermitteln auch auf nachdenkliche Weise eine Lehre. Und das auf höchstem Nieveau! Der Schreibstil ist manchmal locker und manchmal sehr poetisch. Gerade die Abwechslung hat mich persönlich überzeugt. Ich kann das Buch jedem ans Herz legen, der einen kurzen Ausflug in andere fremde Welten unternehmen möchte. Ich habe das Buch am Stück gelesen, würde meine Empfehlung aber dahingehend aussprechen jeden Tag eine Kurzgeschichte zu genießen. Bewertung: 5/5 Sterne!

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks