Peter Henisch

 4 Sterne bei 74 Bewertungen
Autor von Eine sehr kleine Frau, Der verirrte Messias und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Peter Henisch

Peter Henisch ist ein österreichischer Schriftsteller, Musiker und Journalist. Er wurde am 27. August 1943 in Wien geboren und lebt seit 1971 als freier Schriftsteller dort. Er absolvierte ein Volontariat bei der Wiener Arbeiter-Zeitung und studierte daraufhin Germanistik, Philosophie, Geschichte und Psychologie und machte bereits vor dem Studium erste Anfänge im Schreiben. Sein Debut "Hamlet bleibt" erschien 1971, am bekanntesten ist er aber durch seinen Roman "Die kleine Figur meines Vaters". Seine Werke wurden bereits mehrfach ausgezeichnet, unter Anderem mit dem Preis der Stadt Wien für Literatur. Musikalisch ist er ebenfalls noch aktiv und arbeitet mit Woody Schabata und Hans Zinkl zusammen.

Alle Bücher von Peter Henisch

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Eine sehr kleine Frau

Eine sehr kleine Frau

 (15)
Erschienen am 01.04.2010
Der verirrte Messias

Der verirrte Messias

 (11)
Erschienen am 01.06.2012
Die schwangere Madonna

Die schwangere Madonna

 (11)
Erschienen am 01.09.2007
Die kleine Figur meines Vaters

Die kleine Figur meines Vaters

 (8)
Erschienen am 01.07.2008
Mortimer & Miss Molly

Mortimer & Miss Molly

 (6)
Erschienen am 26.08.2013
Morrisons Versteck

Morrisons Versteck

 (6)
Erschienen am 09.06.2011
Suchbild mit Katze

Suchbild mit Katze

 (3)
Erschienen am 26.09.2016
Pepi Prohaska Prophet

Pepi Prohaska Prophet

 (4)
Erschienen am 10.08.2006

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Neue Rezensionen zu Peter Henisch

Neu
Karin_Kehrers avatar

Rezension zu "Mortimer & Miss Molly" von Peter Henisch

Eine unmögliche Liebe
Karin_Kehrervor einem Jahr

Toskana, 1944: In dem kleinen Ort San Vito landet ein amerikanischer Fallschirmspringer in einem Garten, unter dem Fenster einer englischen Gouvernante. Sie versteckt ihn vor den deutschen Besatzern.Etwa dreißig Jahre später begeben sich Marco und Julia auf die Spuren des merkwürdigen Paares, als ihnen die Geschichte von einem alten Amerikaner erzählt wird. Doch am nächsten Morgen ist der Mann namens Mortimer verschwunden und lässt die beiden mit der Frage zurück, wie die Geschichte weitergegangen sein könnte. 
Der Wiener Autor Peter Henisch erzählt in diesem Roman zwei Liebesgeschichten: die Begegnung zwischen Mortimer und Miss Molly – fiktiv oder doch Wahrheit? und die Beziehung zwischen Marco und Julia, die vorerst eine Sommerliebe bleibt – mit all den Schwierigkeiten, die so etwas mit sich bringt: Alltag, der entfremdet, Eifersucht auf mögliche andere Partner, die Frage, ob eine solche Liebe nur zu einer gewissen Zeit gelebt werden kann.Gleichzeitig wird man in die Toskana entführt – die wunderschöne Landschaft, die intensiven Farben und Gerüche, die Menschen – all das entsteht sehr ausdrucksvoll und bildhaft – Kopfkino pur!Auf das langsame Tempo und die eigenwillige Erzählweise muss man sich einlassen. Es ist fast, als säße man im Schatten von Olivenbäumen mit einer Tasse Espresso und ließe sich die Geschichte erzählen. Der Autor versteht sehr geschickt, die Eigenwilligkeit der Charaktere auszuleuchten und mit Eventualitäten zu spielen. Hat sich die Begegnung zwischen Mortimer und Miss Molly tatsächlich so zugetragen oder ist alles doch nur der Fantasie des jungen Paares entsprungen? Der letzte, tatsächliche Beweis bleibt aus, aber das ist gar nicht so wesentlich. Am Ende der Geschichte darf man ruhig glauben, dass sich alles so zugetragen hat.Fazit: Einfühlsame, sinnliche Geschichte mit viel Flair und Ambiente!

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WildRoses avatar

Rezension zu "Eine sehr kleine Frau" von Peter Henisch

Eigentlich sehr gut...
WildRosevor einem Jahr

Es fällt mir sehr schwer, Peter Henisch's Roman "Eine sehr kleine Frau" zu rezensieren. Zum einen liegt dies daran, dass das Buch natürlich im Grunde mehr autobiographisch ist als Roman; und wie soll man schon die Erlebnisse und Empfindungen eines realen Menschen bewerten? Doch dieses Problem hat man natürlich mit jedem Erfahrungsbericht oder stark autobiographisch geprägtem Roman.
Zum anderen ist das Buch im Grunde genommen wirklich, wirklich gut. Ich kann jeden Rezensenten, der ihm 5 Sterne gibt, gut verstehen. Es ist ein sprachlich sehr schönes, gewissermaßen melodiöses Buch, ja man kann den Schreibstil durchaus als kunstvoll bezeichnen. Zudem lässt sich "Eine sehr kleine Frau" flüssig lesen, ohne leichte Wegleselektüre zu sein.
Als Wienerin gefiel es mir, endlich einmal ein Buch zu lesen, das in Wien spielt und in dem Wien eine so zentrale Rolle spielt. Eigentlich hätte es mir diese Tatsache leicht machen müssen, in das Buch hineinzufinden, doch leider gelang mir gerade das aus irgendeinem Grund nicht wirklich. Nicht so, dass ich behaupten könne, das Buch habe mich zutiefst berührt oder nachhaltig beeindruckt. Ich habe es gerne gelesen, ja. Die Großmutter des Autors dürfte eine wahrlich bemerkenswerte Frau gewesen sein. Man spürt, wie viel sie ihm stets bedeutete. Und doch konnte mich "Eine sehr kleine Frau" nicht so bewegen, wie ich mir das zu Beginn des Buches noch vorgestellt hatte. Ich finde dafür keine Begründung; es ist einfach so.
Darum vergebe ich 3,5 Sterne.

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W

Rezension zu "Suchbild mit Katze" von Peter Henisch

Ein wunderbares literarisches Kleinod
WinfriedStanzickvor 2 Jahren



Der neue sehr stark autobiographisch geprägte Roman  von Peter Henisch knüpft wie ein weiterer Teil einer mehrbändigen Familiengeschichte an an seine beiden Romane „Die kleine Figur meines Vaters“ (1975) und „Eine sehr kleine Frau“ (2007).

Er gibt seinen Erinnerungen an seine Kindheit einen Rahmen, der ihn immer wieder in seinen unterschiedlichen Wohnungen, in denen er als Kind lebte und die er später mit seinen Partnerinnen teilte, an einem Fenster sitzend, neben sich seine jeweilige Katze, träumend hinaus in die Welt schauen lässt.

Er erinnert sich an seine Familie, nimmt in etlichen (fiktiven?) Gesprächen mit einer Journalistin immer wieder Bezug auf schon in anderen Büchern Beschriebenes aus seinem Leben.

Das, was ihn eigentlich sein ganzes Leben beschäftigte, das, was er in zahllosen Büchern, die alle einen mehr oder weniger autobiographischen Bezug haben, beschrieben hat, dem er sich in immer wiederkehrenden Erinnerungsschleifen und Selbstreflexionen zu nähern suchte, sind Fragen:
„Woher kommen wir, wohin gehen wir, was wird aus uns werden? Wer sind wir, wer waren wir, wer werden wir sein?“

Sich erinnernd, versichert er sich, dass er lebt. Sich träumend seiner Vergangenheit annähernd, verleiht er seiner Gegenwart Sinn. Er tut das mit einer vordergründig leichten Sprache, die aber, lässt man sie auf sich wirken, eine große menschliche Tiefe offenbart. Da schaut einer heiter und melancholisch zugleich auf sein Leben zurück, dessen einziger und größter Wunsch es immer war, zu schreiben und so zur Welt zu kommen.

Ein wunderbares literarisches Kleinod.

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