Peter Henisch Mortimer & Miss Molly

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Inhaltsangabe zu „Mortimer & Miss Molly“ von Peter Henisch

Italien 1944: Kurz vor Kriegsende landet in San Vito in der Toskana ein amerikanischer Soldat mit seinem Fallschirm mitten in einem malerischen Renaissancegarten, ausgerechnet unter dem Fenster der englischen Gouvernante, die ihn vor den deutschen Besatzern versteckt. Das ist die Geschichte von Mortimer und Miss Molly, eine Liebesgeschichte. Jedenfalls der Anfang davon, wie sie knapp dreißig Jahre später ein alter Amerikaner erzählt, als er Julia und Marco kennenlernt, die es nach San Vito verschlagen hat. Am nächsten Morgen ist er verschwunden. Und so beginnt das junge Paar, die Geschichte der beiden für sich selbst fortzuspinnen. Ein Roman aus Österreich über die Magie des Erzählens.

Stimmungsvolle Geschichte mit interessanten Charakteren, weckt Urlaubserinnerungen

— Karin_Kehrer

Eine schöne Liebesgeschichte über zwei Paare, die viel zusammen erlebt haben.

— isybooks

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  • Eine unmögliche Liebe

    Mortimer & Miss Molly

    Karin_Kehrer

    18. December 2017 um 18:57

    Toskana, 1944: In dem kleinen Ort San Vito landet ein amerikanischer Fallschirmspringer in einem Garten, unter dem Fenster einer englischen Gouvernante. Sie versteckt ihn vor den deutschen Besatzern.Etwa dreißig Jahre später begeben sich Marco und Julia auf die Spuren des merkwürdigen Paares, als ihnen die Geschichte von einem alten Amerikaner erzählt wird. Doch am nächsten Morgen ist der Mann namens Mortimer verschwunden und lässt die beiden mit der Frage zurück, wie die Geschichte weitergegangen sein könnte. Der Wiener Autor Peter Henisch erzählt in diesem Roman zwei Liebesgeschichten: die Begegnung zwischen Mortimer und Miss Molly – fiktiv oder doch Wahrheit? und die Beziehung zwischen Marco und Julia, die vorerst eine Sommerliebe bleibt – mit all den Schwierigkeiten, die so etwas mit sich bringt: Alltag, der entfremdet, Eifersucht auf mögliche andere Partner, die Frage, ob eine solche Liebe nur zu einer gewissen Zeit gelebt werden kann.Gleichzeitig wird man in die Toskana entführt – die wunderschöne Landschaft, die intensiven Farben und Gerüche, die Menschen – all das entsteht sehr ausdrucksvoll und bildhaft – Kopfkino pur!Auf das langsame Tempo und die eigenwillige Erzählweise muss man sich einlassen. Es ist fast, als säße man im Schatten von Olivenbäumen mit einer Tasse Espresso und ließe sich die Geschichte erzählen. Der Autor versteht sehr geschickt, die Eigenwilligkeit der Charaktere auszuleuchten und mit Eventualitäten zu spielen. Hat sich die Begegnung zwischen Mortimer und Miss Molly tatsächlich so zugetragen oder ist alles doch nur der Fantasie des jungen Paares entsprungen? Der letzte, tatsächliche Beweis bleibt aus, aber das ist gar nicht so wesentlich. Am Ende der Geschichte darf man ruhig glauben, dass sich alles so zugetragen hat.Fazit: Einfühlsame, sinnliche Geschichte mit viel Flair und Ambiente!

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  • Ein wunderbares Buch über die Kraft der Liebe und die Magie des Erzählens

    Mortimer & Miss Molly

    WinfriedStanzick

    29. November 2013 um 12:07

      In seinem neuen Roman, einem Buch über die Kraft der Liebe und die Magie des Erzählens, beschreibt der österreichische Schriftsteller Peter Henisch zwei unterschiedliche und doch sich aufs Haar ähnelnde Liebesgeschichten. Er verknüpft sie geschickt miteinander und verfolgt sie über den Lauf der Zeiten.   Die erste Geschichte beginnt 1944 in einem  kleinen Städtchen namens San Vito in der Toskana. Noch haben die Deutschen das Land besetzt, doch die Alliierten kommen näher. Da fällt eines Tages ein amerikanischer Soldat vom Himmel. Bei einem Aufklärungsflug, wie er später immer wieder versichert, wird er von der deutschen Flak abgeschossen und rettet sich mit seinem Fallschirm. Er landet in einem malerischen Renaissancegarten, genau unter dem Fenster einer englischen Gouvernante, die ihn aufnimmt und versteckt. Miss Molly, so heißt die Frau Mitte vierzig, war schon als junge Frau nach San Vito gekommen und hatte die Kinder einer Adelsfamilie großgezogen.  Als die Kinder erwachsen waren, blieb sie und erhielt von der Familie Bianchi lebenslanges Wohnrecht.   Die zweite Geschichte beginnt etwa 1982, als ein junges Paar frisch verliebt in San Vito Station macht und sich in der Albergo Fantini einquartiert, die auch schon bessere Jahre gesehen hat. Marco ist Italiener, hat eine enge Beziehung zu seiner verwitweten Mutter, die will, dass er Arzt wird. Sein Studium hat er gerade abgeschlossen und wartet auf eine Stelle für die Facharztprüfung (er will sich auf Augenheilkunde spezialisieren), als er der aus der Wachau stammenden und vor ihren strengen Eltern nach Wien geflüchteten Julia begegnet, die in Italien einen Sprachkurs macht.   In dem alten Hotel in San Vito vergessen sie die Zeit und stürzen sich ineinander. Wunderbar poetisch beschreibt Peter Henisch diese ersten Wochen einer neuen Liebe, in denen noch nichts und niemand das junge  Paar beim Kennenlernen stört. Nach über einer Woche entdecken die beiden einen alten Mitbewohner, der sich ihnen als Mortimer vorstellt und bei einem Essen, die dem er die beiden einlädt, jene Geschichte zu erzählen beginnt, als er fast vierzig Jahre vorher vor Miss Mollys Fenster gelandet war.   Julia und Marco sind von dieser Geschichte begeistert. Insbesondere Marco, der gerne fotografiert und insgeheim gerne ein Filmemacher sein würde, wittert den Stoff für eine tolle Geschichte. Doch auch Julia sprüht vor Phantasie, spürt sie doch trotz des Zeitabstands so viele Ähnlichkeiten zu ihrer eigenen frischen Beziehung zu Marco.   Doch Mortimer vertröstet sie mit der Fortsetzung der Geschichte auf das nächste Treffen, das aber nie zustande kommt, weil er quasi über Nacht spurlos nach Amerika verschwindet.   Doch der Phantasie von Julia und Marco tut das keinen Abbruch. Zwar schreiben sie Mortimer einen Brief, nachdem sie von Signor Fantini dessen Adresse erbettelt haben, doch mit dem Weiterspinnen der Geschichten von Mortimer und Miss Molly im Jahr 1944 fahren sie fort, auch ohne eine Antwort bekommen zu haben   Irgendwann ist die schöne Zeit zu Ende, beide müssen wieder zurück in ihr jeweiliges Leben. Sie schreiben sich und telefonieren, doch solange sie voneinander getrennt sind, blühen die Missverständnisse. Nur wenn sie in San Vito sind – und dorthin kehren sie in den folgenden Jahren mehrmals wieder zurück – blüht ihre Liebe wie am ersten Tag und sie schreiben und filmen an ihrer Geschichte von Mortimer und Miss Molly weiter.   Schon an dieser Stelle des Romans beginnt der von dem Buch begeisterte Rezensent sich zu fragen, ob das alles gut ausgehen kann, und er findet sich im weiteren Verlauf des Buches sowohl bestätigt als auch von Peter Henisch sanft korrigiert.   Sein neuer Roman ist ein sehr gelungenes Buch über die Kraft der Liebe, darüber, wie Wesentliches bleibt und welcher Zauber und welche magische Kraft darin liegen, einfach eine Geschichte zu erzählen. Darin ist und bleibt Peter Henisch ein großer Meister.   Ich freue mich schon heute auf sein nächstes Buch.    

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