Peter Henisch Mortimer & Miss Molly

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Inhaltsangabe zu „Mortimer & Miss Molly“ von Peter Henisch

Italien 1944: Kurz vor Kriegsende landet in San Vito in der Toskana ein amerikanischer Soldat mit seinem Fallschirm mitten in einem malerischen Renaissancegarten, ausgerechnet unter dem Fenster der englischen Gouvernante, die ihn vor den deutschen Besatzern versteckt. Das ist die Geschichte von Mortimer und Miss Molly, eine Liebesgeschichte. Jedenfalls der Anfang davon, wie sie knapp dreißig Jahre später ein alter Amerikaner erzählt, als er Julia und Marco kennenlernt, die es nach San Vito verschlagen hat. Am nächsten Morgen ist er verschwunden. Und so beginnt das junge Paar, die Geschichte der beiden für sich selbst fortzuspinnen. Ein Roman aus Österreich über die Magie des Erzählens.

Eine schöne Liebesgeschichte über zwei Paare, die viel zusammen erlebt haben.

— isybooks
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  • Ein wunderbares Buch über die Kraft der Liebe und die Magie des Erzählens

    Mortimer & Miss Molly
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    29. November 2013 um 12:07

      In seinem neuen Roman, einem Buch über die Kraft der Liebe und die Magie des Erzählens, beschreibt der österreichische Schriftsteller Peter Henisch zwei unterschiedliche und doch sich aufs Haar ähnelnde Liebesgeschichten. Er verknüpft sie geschickt miteinander und verfolgt sie über den Lauf der Zeiten.   Die erste Geschichte beginnt 1944 in einem  kleinen Städtchen namens San Vito in der Toskana. Noch haben die Deutschen das Land besetzt, doch die Alliierten kommen näher. Da fällt eines Tages ein amerikanischer Soldat vom Himmel. Bei einem Aufklärungsflug, wie er später immer wieder versichert, wird er von der deutschen Flak abgeschossen und rettet sich mit seinem Fallschirm. Er landet in einem malerischen Renaissancegarten, genau unter dem Fenster einer englischen Gouvernante, die ihn aufnimmt und versteckt. Miss Molly, so heißt die Frau Mitte vierzig, war schon als junge Frau nach San Vito gekommen und hatte die Kinder einer Adelsfamilie großgezogen.  Als die Kinder erwachsen waren, blieb sie und erhielt von der Familie Bianchi lebenslanges Wohnrecht.   Die zweite Geschichte beginnt etwa 1982, als ein junges Paar frisch verliebt in San Vito Station macht und sich in der Albergo Fantini einquartiert, die auch schon bessere Jahre gesehen hat. Marco ist Italiener, hat eine enge Beziehung zu seiner verwitweten Mutter, die will, dass er Arzt wird. Sein Studium hat er gerade abgeschlossen und wartet auf eine Stelle für die Facharztprüfung (er will sich auf Augenheilkunde spezialisieren), als er der aus der Wachau stammenden und vor ihren strengen Eltern nach Wien geflüchteten Julia begegnet, die in Italien einen Sprachkurs macht.   In dem alten Hotel in San Vito vergessen sie die Zeit und stürzen sich ineinander. Wunderbar poetisch beschreibt Peter Henisch diese ersten Wochen einer neuen Liebe, in denen noch nichts und niemand das junge  Paar beim Kennenlernen stört. Nach über einer Woche entdecken die beiden einen alten Mitbewohner, der sich ihnen als Mortimer vorstellt und bei einem Essen, die dem er die beiden einlädt, jene Geschichte zu erzählen beginnt, als er fast vierzig Jahre vorher vor Miss Mollys Fenster gelandet war.   Julia und Marco sind von dieser Geschichte begeistert. Insbesondere Marco, der gerne fotografiert und insgeheim gerne ein Filmemacher sein würde, wittert den Stoff für eine tolle Geschichte. Doch auch Julia sprüht vor Phantasie, spürt sie doch trotz des Zeitabstands so viele Ähnlichkeiten zu ihrer eigenen frischen Beziehung zu Marco.   Doch Mortimer vertröstet sie mit der Fortsetzung der Geschichte auf das nächste Treffen, das aber nie zustande kommt, weil er quasi über Nacht spurlos nach Amerika verschwindet.   Doch der Phantasie von Julia und Marco tut das keinen Abbruch. Zwar schreiben sie Mortimer einen Brief, nachdem sie von Signor Fantini dessen Adresse erbettelt haben, doch mit dem Weiterspinnen der Geschichten von Mortimer und Miss Molly im Jahr 1944 fahren sie fort, auch ohne eine Antwort bekommen zu haben   Irgendwann ist die schöne Zeit zu Ende, beide müssen wieder zurück in ihr jeweiliges Leben. Sie schreiben sich und telefonieren, doch solange sie voneinander getrennt sind, blühen die Missverständnisse. Nur wenn sie in San Vito sind – und dorthin kehren sie in den folgenden Jahren mehrmals wieder zurück – blüht ihre Liebe wie am ersten Tag und sie schreiben und filmen an ihrer Geschichte von Mortimer und Miss Molly weiter.   Schon an dieser Stelle des Romans beginnt der von dem Buch begeisterte Rezensent sich zu fragen, ob das alles gut ausgehen kann, und er findet sich im weiteren Verlauf des Buches sowohl bestätigt als auch von Peter Henisch sanft korrigiert.   Sein neuer Roman ist ein sehr gelungenes Buch über die Kraft der Liebe, darüber, wie Wesentliches bleibt und welcher Zauber und welche magische Kraft darin liegen, einfach eine Geschichte zu erzählen. Darin ist und bleibt Peter Henisch ein großer Meister.   Ich freue mich schon heute auf sein nächstes Buch.    

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