Peter Henisch Schwarzer Peter

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Inhaltsangabe zu „Schwarzer Peter“ von Peter Henisch

Ein umfangreicher Roman vom Etwas-Anders-Sein Peter ist nicht ganz schwarz – aber schwarz genug. Jedenfalls zu schwarz für die Verhältnisse, in die er 1946 als Sohn einer Wiener Schaffnerin und eines US-Soldaten hineingeboren wird. Später verlässt er Wien und landet in einer Pianobar in New Orleans. Am Klavier erzählt er sein Leben. Wien und New Orleans, schwarz und weiß, Heiterkeit und Verzweiflung sind Kontrapunkte einer Geschichte, die man, wie manche Melodien, nicht mehr vergisst.

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-nicole-

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  • Rezension zu "Schwarzer Peter" von Peter Henisch

    Schwarzer Peter

    sneijder

    23. November 2007 um 11:14

    Nachdem mir eine Freundin von diesem Buch erzählt hat und ich mich dann vorab mit positivem Eindruck über den Autor informiert habe, habe ich mich entschieden es zu lesen. Dieses Buch ist eines der besten, der bisher von mir gelesenen Bücher. Nicht nur weil es in meiner näheren Umgebung (Wien bzw. New Orleans) spielt und ich dadurch einen besseren Bezug habe, sondern auch, weil die Art wie die Geschichte des jungen Peter und wie dieser im Laufer der Zeit aufwächst sehr eindrucksvoll und schön ist. Außerdem gefällt mir die Tatsache, dass ein schwarzer Junge in Österreich, genauer Wien, geboren ist und eigentlich nicht wirklich viel Bezug zu „seiner Herkunft“ hat. Es ist oft sehr schön und lustig zu lesen, wenn ein Schwarzer sich eigentlich nur durch sein Äußeres, seine Hautfarbe, von den anderen Wienern unterscheidet, da er den selben Dialekt redet und im Herzen auch ein „echter Wiener“ ist. Allerdings ist aber auch traurig zu sehen wie damals, im Jahr 1946, ein schwarzer Bub schon in der Schule, zweifelsohne wegen seiner Hautfarbe, gehänselt wurde. Dabei gefällt mir die Genauigkeit, mit welcher die Schauplätze in der Jugend Peters umschrieben werden, sehr gut. Man kann sich teilweise richtig in seine Situation versetzten und mit ihm fühlen. So zum Beispiel in einem der letzten Kapitel schreibt der Autor über seine Festnahme als er von New Orleans nach langer Zeit in seine Heimat zurückkommt, nach Wien. Hier bekommt man sehr gut einen Eindruck davon, in welcher Situation er sich befunden hat, auch wie er dann ins Gefängnis kam, da er sich nicht ausweisen konnte. Sehr gut gefallen mir außerdem die Erzählungen über seinen Jugendfeind und –freund, den er später wieder durch die Anonymen Alkoholiker kennenlernt. Dabei schildert er sehr gut, wie sich Menschen verändern können. Die Sprache des Buches ist nicht allzu schwierig zu lesen, wobei jedoch in so manchen Passagen sehr viele Fremdwörter vorkommen. Diese machen das Lesen nicht unbedingt leichter, obwohl sie vielleicht für den etwas beleseneren Typen wohl kein Problem darstellen. Sprachlich finde ich die langen Sätze nicht wirklich notwendig, da diese schon sehr viele Satzzeichen enthalten, was nicht gerade zur Verständlichkeit beiträgt. Teilweise kommen in dem Buch aber auch Sätze vor, die etwas „abgehackt“ sind, so hören sie „plötzlich“ mit einem Punkt auf und Hängen eigentlich noch mit dem darauffolgenden Satz zusammen. Hier hätte ich persönlich oft eher Beistriche eingesetzt.

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