Peter Henning Die Ängstlichen

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Inhaltsangabe zu „Die Ängstlichen“ von Peter Henning

"Ein Roman, den man mit angehaltenem Atem liest." Daniel Kehlmann Ein letztes Mal wollen die Jansens zusammen feiern, doch ihr Fest endet fatal. Hennings Chronik einer musterhaften Familie ist eine aberwitzige, rabenschwarze menschliche Komödie, ein Mosaik aus Hoffnung, Glück, kleinen und großen Schrecken - ein Buch des Lebens. "Der große realistische Roman dieser Jahre." Matthias Altenburg "Wie die Sensation allein durch das Vermögen der Sprache entsteht, das muss jeden Leser besonders freuen." Martin Walser "Was Jonathan Franzen konnte, kann Peter Henning auch." Elke Heidenreich Über Taunus und Rhön gehen sintflutartige Regenfälle nieder. Sie sind Vorboten eines Orkans, der die Familie Jansen mit aller Zerstörungskraft trifft: Weil Johanna Jansen, die 80-jährige Patriarchin, in ein Wohnstift ziehen will, möchte sie ihre Kinder noch einmal um sich versammeln. Doch der Lebensabend wird für sie zur Sonnenfinsternis: Plötzlich verschwindet ihr Lebensgefährte, und ihr ältester Sohn sieht sich von einer tödlichen Krankheit bedroht, während sein jüngerer Bruder aus der Psychiatrie flieht. Auch Johannas Tochter begibt sich auf eine Reise, die für sie und ihren untreuen Mann zur Tortur gerät, derweil ihr Enkel um die Liebe seines Lebens kämpft. Als die Jansens ein letztes Mal zusammenfinden, ziehen erneut dunkle Wolken auf. Es sind die Schatten des Kleinmuts und der Angst, der Geltungssucht und Lieblosigkeit - die Schatten einer deutschen Familie.

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  • Peter Henning: Die Ängstlichen

    Die Ängstlichen
    schweppisweppi

    schweppisweppi

    07. February 2016 um 12:39

    Der Roman ist sicherlich gut geschrieben, ich fand ihn spannend und interessant. Jetzt möchte ich nicht die anderen Rezensionen wiederholen und zum Schreibstil (Vergleich zu "Freiheit") etwas äußern, sondern, ohne etwas zu verraten, auf das Ende eingehen: Mich hat es überrascht, vor allem aber überhaupt nicht überzeugt. Das, was am Ende passiert, ist in den Personen nicht so angelegt und insofern inkohärent. Fazit. Für mich entwertet das Ende den Roman zu großen Teilen.

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  • Von menschlichen Makeln

    Die Ängstlichen
    Babscha

    Babscha

    10. October 2013 um 20:46

    Die Ängstlichen – das sind hier die Jansens aus dem Großraum Frankfurt. Vorneweg die Matriarchin Johanna, 78 und verwitwet, die derzeit noch wacker die Stellung hält im eigenen Vorstadthäuschen in Hanau, sich aber mit Umzugsplänen in einen Altenstift befasst. Dann ihre drei Kinder. Der Erstgeborene Helmut, abgehalfterter und desillusionierter Ex-Tennislehrer, nur noch fixiert auf Egopflege und Frauen. Und dessen Sohn Ben, freier Redakteur, Hypochonder und Lebenspessimist, der jeden Euro in seinen überquellenden Arzneimittelvorrat investiert. Die Tochter Ulrike, aufgeblasene Lebedame, intrigant und verlogen, die schon früh über die Heirat eines aufstrebenden Managers ihre soziale Stellung zementiert hat, jetzt aber, nach Strich und Faden von ihrem Mann betrogen, nur noch vom Leben enttäuscht Zuflucht sucht in materiellen Nichtigkeiten. Zuletzt der Sohn Konrad, sozusagen das schwarze Schaf, als Schizophrener weg geschlossen in Anstalten, aber immer auf dem Rücksprung ins normale Leben. All diese liebreizenden Figuren sind im Grunde schwach wie die Fähnchen im Winde und haben schreckliche Angst, jeder vor seinen ureigensten Dämonen und dem Leben im Allgemeinen. Und jeder (außer Konrad) versucht, diese mit Großspurigkeit, Alkohol und den diversesten (il)legalen Drogen und Arzneien zu überdecken. Hauptsache, der äußere Schein stimmt (noch). Das kann nicht gut gehen und tut es auch nicht. Wie sich die recht unerfreulichen Dinge in den Leben dieser Beteiligten dann so entwickeln, davon erzählt dieses Buch. Der Autor macht das im Ganzen sehr unterhaltsam und vor allem respektlos gegenüber so ziemlich jeder menschlichen Schwäche, immer schön mit dem Finger in der Wunde. Eine gelungene Persiflage auf die menschliche Unvollkommenheit und den ganzen Irrsinn im gesellschaftlichen Miteinander. Durchaus lesenswert.

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  • Frage zu "Freiheit" von Jonathan Franzen

    Freiheit
    Tom

    Tom

    Hallo, ist das neue Buch "Freiheit" von Jonathan Franzen eigentlich genau so gut wie sein letzter Roman "Die Korrekturen"? Ich habe mich schon durch ein paar Rezensionen zu dem Buch durchgeblättert, bin mir aber noch unschlüssig, ob ich mit dem Buch (ist ja schon umfangreich ;-) anfangen soll.

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  • Rezension zu "Die Ängstlichen" von Peter Henning

    Die Ängstlichen
    Lillief

    Lillief

    06. January 2011 um 11:58

    Mir ist nicht ganz klar, was der Autor und damit sagen will. Jeder kämpft mit seinen eigenen Problemen und Schwierigkeiten und manchmal ist das Timing schlecht. Aber wirklich neu ist die Erkenntnis nicht.
    Die Ängstlichen ist keine schöne Geschichte, aber doch irgendwie lesenswert. Man sollte an dunklen Herbsttagen oder in traurigen Momenten allerdings die Finger davon lassen.

  • Rezension zu "Die Ängstlichen" von Peter Henning

    Die Ängstlichen
    Daywalker

    Daywalker

    17. November 2009 um 16:21

    Inhalt: Es beginnt alles ganz harmlos. Nur der verheerende Sturm, welcher über Hanau hinwegfegt, kündet das Unheil bereits an. Die 78—jährige Patriarchin Johanna Jansen hat sich entschlossen in ein Wohnstift zu ziehen. Deshalb möchte sie ihre nahen und fernen Verwandten noch einmal um sich versammeln, um ihnen diesen Entscheid mitzuteilen. Dieses Unterfangen erweist sich jedoch als weit schwieriger, als gedacht, da die übrigen Familienmitglieder alle ihre ganz eigenen (mehr oder weniger grossen) Sorgen haben. Meine Meinung: Die Ängstlichen ist in meinen Augen ein sehr gelungener Familienroman, der mich vom Anfang bis zum bitteren Ende gefesselt hat. Tabulos, mit schwarzem Humor gespickt und auch einer gewissen Liebe zu seinen Figuren erzählt Peter Henning die Schicksale der einzelnen Mitglieder der Familie Jansen, die alle etwas gemeinsam haben. Sie haben Angst. So ist da beispielsweise Johannas ältester Sohn, der sich allem Anschein nach mit einer tödlichen Krankheit konfrontiert sieht, während ihr Enkel Ben um die Liebe seines Lebens bangen muss. Gleichzeitig flieht Helmuts jüngerer, schizophrener Bruder Konrad aus der Psychiatrie und seine Schwester ist soeben ihrem untreuen Ehemann auf die Schliche gekommen. Das Einzige was man Henning vorwerfen kann ist, dass er es bis zum Ende nicht schafft, einen richtigen Zusammenhang zwischen den einzelnen Familienangehörigen zu schaffen. Das ändert jedoch nichts an der spannenden Erzählweise und de einzigartigen Sprache, in die ich mich von der ersten Seite an verliebt habe. Das Buch ist wahrlich ein Spiegel unserer heutigen Gesellschaft. Wer nicht durchhält und Haltung bewahrt, geht unter. So ernüchternd diese Erkenntnis auch sein mag. Fazit: Wer in diesen kalten und dunklen Tagen lieber etwas herzerwärmendes liest, sollte mit der Lektüre von Die Ängstlichen besser bis zum nächsten Frühling warten. Denn besser geht es einem nach dem Lesen dieses Buches bestimmt nicht. Eher im Gegenteil. Auch wenn gewisse Passagen durchaus humorvoll geschrieben sind, so überwiegt am Ende doch fast immer die Tragik. Und das ist meiner Meinung nach auch gut so.

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