Peter Hereld , Egbert Brandt Tatort Hildesheim

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Inhaltsangabe zu „Tatort Hildesheim“ von Peter Hereld

Die Kriminalität war bei den Menschen schon immer zwiespältig. Auf der einen Seite war der Ekel und das Grauen des Unfassbaren, die dunkle Seite des Menschseins. Auf der anderen Seite jedoch die Faszination und die Neugier um die Geschichte einer kriminellen Tat.

Einer der berühmtesten Massenmörder kam aus Niedersachsen und hieß Friedrich „Fritz“ Haarmann. Ein Lied, das über seine Taten geschrieben wurde, ging um die ganze Welt. Selbst die Kinder auf der Straße sangen: „Warte, warte nur ein Weilchen….“.

Über eine ähnlich grausame aber verzweifelte Tat rankt sich die Legende über die „Mordmühle“ zwischen Hildesheim und Bad Salzdetfurth. Damals war die Mordmühle noch eine wirkliche Mühle.

Eines Tages ging der Müller mit seiner Familie und all seinen Leuten zur heiligen Christnacht. Nur die Magd blieb allein zu Haus und kochte Warmbier am Herd, als sie plötzlich ein Flüstern und Graspeln an den Wänden hörte.
Neun Räuber waren es. Sie wussten, dass der Müller mehrere tausend Taler im Haus hatte und die Magd alleine war. Nun wollten sie durch das Wellenloch in die Mühle kriechen, um das Geld zu stehlen. Die Magd jedoch war sehr beherzt und schlug dem ersten Räuber, der durch das Loch kroch, den Kopf mit einer schweren scharfen Barte ab und zog den Rumpf gleich hinterher.
Der nächste Räuber fragte ob alles in Ordnung sei. Die Magd, ihre Stimme verstellend, antwortete anstelle des Geköpften mit ja. Somit nahm das Geschehen seinen Lauf, die Magd erledigte alle neun Räuber der Reihe nach.
Angesichts des von ihr angerichteten Blutbades bekam die Magd solch große Angst, dass sie Hals über Kopf aus der Mühle stürzte und in Richtung Kirche lief. Auf dem halben Wege dorthin kamen ihr die Herrschaften schon entgegen. Völlig erschöpft brach die Magd ohnmächtig an einem Busch zusammen.
Die erschrockenen Müllersleute hoben das ohnmächtige Mädchen auf und trugen es ins Haus zurück. Dort sah man nun mit Staunen und Grauen, was das beherzte Mädchen angerichtet hatte. Der Müller schickte sogleich nach dem Doktor, der die Magd wieder ins Leben brachte. Zum Dank ließen die Müllersleute sie ihr Lebtag keine Not leiden.

Seit dieser Mordnacht hieß die Mühle „Mordmühle“ und wurde später zu einer Gaststätte umgebaut. Heute liegt ein großer Findling an der Stelle, wo die Magd zusammenbrach. Er trägt den Namen „Störtebusch“ (Stürzebusch).

Die Hildesheimlichen Autoren wünschen Ihnen eine schaurig-schöne Lesezeit mit den Kneipenkrimis aus Hildesheim.

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