Peter Hoeg Die Kinder der Elefantenhüter

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Inhaltsangabe zu „Die Kinder der Elefantenhüter“ von Peter Hoeg

Temporeich und spannend erzählt der 14-jährige Peter die abenteuerliche Geschichte seiner Familie: Sein Vater ist Pastor und kocht in der Freizeit Schweinsfußsülze, seine Mutter spielt Orgel und bastelt zu Hause mit dem Lötkolben, und für Geld vollbringen beide auch mal Wundertaten - allerdings höchst zweifelhafte! Peters großer Bruder studiert Astronomie, und dann ist da noch seine Schwester Tilte, 16, "eine Art Halbgöttin". An einem Karfreitag sind die Eltern plötzlich verschwunden, und eine großangelegte Suchaktion beginnt. Peter und Tilte ahnen, dass das Verschwinden der Eltern mit dem bevorstehenden Kongress der Weltreligionen in Kopenhagen in Zusammenhang steht. Und sie wollen alles tun, um Vater und Mutter vor weiteren Torheiten zu bewahren. (6 CDs, Laufzeit: 7h 16)

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  • Rezension zu "Die Kinder der Elefantenhüter" von Peter Høeg

    Die Kinder der Elefantenhüter
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    02. June 2012 um 12:58

    Es gibt Bücher, an die erinnert man sich so genau, als hätte man sie gestern gelesen. Peter Hoegs Weltbestseller "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" war 1994 für mich so ein Buch. Eine Freundin empfahl es mir, kurz nachdem es erschienen war, und ich konnte ein ganzes Wochenende nicht ruhen, bis ich dieses außergewöhnliche Buch ausgelesen hatte. Ein Buch war das mit neuen Tönen, neuen Farben, neuen Gerüchen, wie ich so vorher noch nie eines gelesen hatte. Ich weiß, dass es vielen anderen Lesern auch so ging. "Fräulein Smilla" war zu Recht ein Bestseller. Mit den in den drei darauf folgenden Jahren jeweils im 12-Monats-Rhythmus erschienen Nachfolgern versuchte ich mich zu befassen, aber keines dieser Bücher Hoegs kam auch nur annähernd an den großen Erfolg heran und ich legte sie jeweils schnell wieder zur Seite. Dann hörte man von Peter Hoeg nichts mehr. Dafür widmete er sich zunächst über Jahre dem, was man gemeinhin die "spirituelle Suche" nennt. Fündig wurde er dabei bei Jes Bertelsen, der sich in den siebziger Jahren in Dänemark einen Namen als New-Age-Guru gemacht hat und nun auf Jütland ein esoterisches Fortbildungszentrum betreibt. Dort behandelt er seine Klienten, darunter auch Hoeg, mit einer undogmatischen Mischung aus der Lehre C.G.Jungs, der Philosophie Kierkegaards und diversen anderen religiösen Praktiken. In seinem letzten Buch „Das stille Mädchen“ schienen diese Lehrer und Lehren an zahllosen Stellen durch. Peter Hoeg versuchte mit "Das stille Mädchen" den geistigen Ertrag seines jahrelangen Rückzugs in eine Mischung aus Thriller und Traktat zu gießen mit vielen zweifelhaften Anlehnungen an Patrick Süßkinds „Das Parfüm“. In einer Rezension dieses Buches, das mich damals überhaupt nicht überzeugte schrieb ich: „Peter Hoeg mag in den Jahren seines spirituellen Rückzugs als Mensch gereift sein, als Schriftsteller ist er jedenfalls nicht weitergekommen. Dieses Buch wird nicht in Erinnerung bleiben, es wird verblassen, und selbst nachdenkenswerte Einsichten und Gedanken, die er durchaus formuliert, werden erstickt durch eine atemlose und planlose Handlung.“ Umso gespannter war ich natürlich nun auf sein neues Buch. Und ich wurde nicht enttäuscht. In „Die Kinder der Elefantenhüter“ geht es auch viel um Religionen, um Spiritualität und Esoterik, aber Hoeg gelingt es dieses Mal aus einem Abstand zu schreiben, ja, an manchen Stellen hatte ich den Eindruck, er kommentiert bestimmte Auswüchse religiöser Phänomene sehr kritisch. Erzählt wird die Geschichte von Peter. Seine Schwester Tilte und er, später dann auch der ältere Bruder Hannes kommen ihren beiden Eltern, einem Pastorenehepaar auf der kleinen Insel Fino in Dänemark auf die Spur. Mit billigen Tricks und genialen Erfindungen heucheln die beiden ihrer Gemeinde vor, sie seien besonders erleuchtet und versuchen diese ihnen zuwachsende Macht sofort zu Geld zu machen. Die Kinder, insbesondere die an Smilla erinnernde Tilte blicken sehr schnell durch, doch weil sie ihre Eltern auch lieben, machen sie sich auf die Verfolgung. Denn ihre Eltern sind auf dem Weg zu einem großen Weltkongress der Religionen, bei dem auch der Dalai Lama und hunderte andere mehr oder weniger wichtige spirituelle Menschen auftreten sollen. Dort wollen sie sich wieder bereichern. Die Kinder suchen das zu verhindern, müssen mit einer Menge skurriler Menschen sich herumschlagen, bevor sie ihrem Ziel immer näher kommen … Ein wunderbarer Schelmenroman, mit dem Peter Hoeg zu seiner literarischen Kunst von „Fräulein Smilla“ zurückgefunden hat. Ein reifes Werk. Die vorliegenden Hörfassung aus dem Hörverlag, eingelesen von Matthias Koeberlin, einem erfahrenen Hörbuchsprecher, wird dem Buch in voller Weise gerecht. Er lässt das Buch schon jetzt zu dem werden, was es vielleicht irgendwann im Kino sein wird: ein spannender und dramatischer Film, mit vielen slapstickhaften Szenen und absolut verrückten Einfällen.

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