Fräulein Smillas Gespür für Schnee

von Peter Hoeg 
3,8 Sterne bei636 Bewertungen
Fräulein Smillas Gespür für Schnee
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (426):
Julien_Applers avatar

Erst erscheint es einem wie ein Krimi, doch dann... Naja einfach mal selbst lesen.

Kritisch (75):
Schnicks avatar

Das meiner Meinung nach ziemlich bescheuerte Finale/Ende ruiniert den ganzen Roman. Schade.

Alle 636 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Fräulein Smillas Gespür für Schnee"

"Eine aberwitzige Verbindung von Thriller und hoher Literatur." (Der Spiegel)

Im Kopenhagener Hafenviertel stürzt ein Junge vom Dach eines Lagerhauses. Todesursache laut Polizeibericht: ein Unfall. Smilla Jaspersen, die im selben Haus wohnt wie der Junge, sieht das anders und stellt ihre eigenen Nachforschungen an.

Der internationale Erfolg dieses literarischen Thrillers hat neben der faszinierenden Geschichte vor allem mit seiner Heldin zu tun: der wunderbar ruppigen, unangepassten und zugleich zarten und verletzlichen Smilla.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499237010
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:528 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.10.2004
Das aktuelle Hörbuch ist am 23.09.2003 bei DHV - Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,8 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne204
  • 4 Sterne222
  • 3 Sterne135
  • 2 Sterne45
  • 1 Stern30
  • Sortieren:
    annepeis avatar
    annepeivor 10 Monaten
    "Mir geht es mit der Einsamkeit wie anderen mit dem Segen der Kirche. Sie ist für mich ein Gnadenlic

    "Mir geht es mit der Einsamkeit wie anderen mit dem Segen der Kirche. Sie ist für mich ein Gnadenlicht."


    In Kopenhagen stürzt ein Junge vom Dach. Der aus Grönland stammende Smilla kommen einige Dinge daran merkwürdig vor. Als sie auf ihre unerbittliche Art beginnt, Nachforschungen anzustellen, merkt sie, dass alles mit einer geheimen Expedition nach Grönland zusammenhängt.

    Dieses Buch lässt sich nicht lesen wie ein normaler Krimi oder Thriller. Es ist genauso sperrig wie die Protagonistin selbst. Sie bleibt bis zum Ende widersprüchlich, aber auch tiefgründig. Die Atmosphäre ist durchgängig bedrückend und gespannt und das nicht nur, weil alle Szenen in Kälte und Dunkelheit zu spielen scheinen. Man lernt aber auch viel über Grönland, seine Beziehung zu Dänemark und über Eis. Es ist eine unheimlich fesselnde Geschichte, die den Leser in ihren Bann zieht, wenn er sich darauf einlässt.



    Bewertung: 5/5

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    T
    tt8vor 2 Jahren
    Fräulein Smilla

    Bei diesem Buch fängt man wirklich an zu glauben, dass Inuit eine unendliche Anzahl an Wörtern für Schnee haben. Durch die Protagonistin Smilla erhält man Einblick in die Welt der Inuit, des Schnees und des Verhältnisses zwischen Dänen und Grönländern.
    Anfangs konnte ich der Geschichte nur schlecht folgen, da verschiedene Erzählstränge übereinander und durcheinander liefen. Smilla erzähl von dem Tod ihres Nachbarjungen, den sie sehr ins Herz geschlossen hat und reflektiert ihre eigene Kindheit in Grönland und das zerrüttete Verhältnis zu ihrem Vater.
    Die Ermittlung, die Smilla selber in die Hand nehmen muss, bringen immer neue rasantere Wendungen. Und immer wieder wird Smillas Liebe zum Schnee sichtbar und spürbar.
    Leider nimmt die Spannung am Ende des Buchs ab und das Ende kommt abrupt.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    franzzis avatar
    franzzivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Autor, der den Leser mitnimmt - und doch selbst denken lässt. Ein überraschendes Buch. Mitreißend, zum Mitdenken, Mitfühlen, Mitraten.
    Perer Høegs Gespür für die Welt

    «Es sind die Entscheidungen, die das Leben schwer machen. Wer gezwungen ist, immer vorwärts zu gehen, hat es einfach.»

    Es ist ein Glücksfall, dieses Buch, mit dem ich das Jahr begonnen habe. Es hat mich, die ich nie Klappentexte lese, überrascht - weil es so anders ist, als der Titel «Fräulein Smillas Gespür für Schnee» für mich suggeriert. Deshalb will ich nicht so viel erzählen über dieses im Wortsinne mitreißende Buch.

    Vielleicht so viel: Smilla, die Protagonistin, ist in Grönland geboren und ein bisschen aufgewachsen, bevor ihr Vater sie nach Dänemark, nach Kopenhagen holt. Sie fühlt sich beengt und strampelt sich immer wieder frei. Das erfährt der Leser von der Zeit vor der Handlung - und das erlebt er während der knapp 500 Seiten Handlung Anfang der 1990er unentwegt selbst.
    Smilla ist eine Mischung aus einer weiblichen und naturverbundenen James Bond und einer einsam vor sich hin kombinierenden Miss Marple. Sie durchschaut die Welt auf ihre Art - und kann die Fallstricke doch nicht umgehen. Eigentlich will sie einen mysteriösen Unfall in der Nachbarschaft aufklären, Peter Høeg schickt seine störrische Heldin dabei aber immer wieder in die innersten Windungen unseres Bewusstseins. Sie zerdenkt sich und die Welt, mal versteht sie was, mal bleibt sie blind - und natürlich wird sie das Rätsel des Unfalls lösen - aber wie sie das tut, das ist die Sensation.

    Denn dabei ist sie dann eben doch nicht James Bond, sondern eher bei Umberto Eco oder Cees Nooteboom entliehen, verschlungen denkend, messerscharf formulierend (ich habe seitenweise Zitate aus dem Buch notiert), selbst ein Rätsel und dabei Rätsel lösend. Høeg gelingt dabei die Kunst, einen spannenden Krimi geschaffen zu haben, aber dem Leser stets nur den kleinen Finger zu reichen. Er löst alle Fäden auf seine Art auf - aber das heißt nicht, dass er auf alles Antworten gibt. Er lässt dem Leser seine Weltsicht, seine Interpretation, sein Erzählen ist wie seine Protagonistin: spröde, unnahbar, faszinierend und überwältigend. Ein Zauberbuch.

    Kommentare: 2
    38
    Teilen
    sommerleses avatar
    sommerlesevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Literarischer Krimi mit Einblicken in das Leben der Inuit und den Besonderheiten des Polareises!
    Melancholisches Werk vor Eis und Schnee

    "*Peter Høegs*" Roman "*Fräulein Smillas Gespür für Schnee*" erschien 1994 im "*Rowohlt Verlag*".


    Im Kopenhagener Hafenviertel stürzt ein kleiner grönländischer Junge vom Dach eines Lagerhauses und stirbt. Die Polizei stellt es als Unfall dar, für Smilla Jaspersen, die grönländische Nachbarin Jesajas, steckt jedoch mehr dahinter. Für sie gibt es zu viele Fragen, die ungeklärt sind. Entschlossen forscht sie nach den Antworten und muss dafür sogar eine Reise in ihre alte Heimat antreten.



    Peter Høegs "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" ist ein melancholisches Werk. Es spiel inmitten von Winter, Eis und Schnee. Høeg erzählt in diesem Buch mit sehr philosophischer Sprache, die schön zu lesen ist, den Lesefluss allerdings etwas behindert. Man hat das Gefühl, dass er zwar wortgewaltig bleibt, aber doch abschweift, wenn er Rückblenden aus Smillas Leben einstreut. Der Roman erscheint melancholisch, eisig und detailliert genau und führt zu einem komplexen Werk, dem ich mich nicht entziehen konnte.  

    Die Exil-Grönländerin Fräulein Smilla Jaspersen erzählt in diesem Roman über ihre Erlebnisse um die Ermittlungen und den Tod ihres geliebten Freundes Jesaja. Ihre Nachforschungen bringen sie in ein immer dichter werdendes Dickicht aus Geheimnissen.
    Smilla ist eine unabhängige starke Frau, die ihrer Heimatwurzeln entrissen ist, an Einsamkeit leidet, einen hohen Gerechtigkeitssinn hat und trotz ihrer rauhen Schale einen weichen Kern besitzt. Mir erschien sie recht unnahbar und kühl, sie ist ein interessanter ungewöhnlicher Charakter.

    Ihre Erinnerungen führen durch das Buch und so bekommt der Leser einen wunderbaren Einblick in das Leben der Inuit. Man erfährt wie schlecht die Eingliederung der Grönländer in die dänische Gesellschaft funktioniert . Beeindruckend ist allerdings die genaue Beschreibung der faszinierenden Stimmung des Polareises, des einzigartigen Eismeeres und der Eis- und Schneeluft. Peter Høeg benutzt auch einige Worte aus der Inuit-Sprache, die diese eisige Atmosphäre noch authentisch unterstützen.

    Der Spannungsbogen zieht sich trotz der ausführlichen Rückblenden konsequent durch das Buch. Die eisige Stimmung und die trüben Nebel verstärkten den Eindruck einer düsteren Geschichte geschickt.
    Hier wird nicht an der Oberfläche gekratzt und lediglich ein Mord aufgeklärt, sondern hier wird gezeigt, wie schwierig Integration und selbstbestimmtes Leben ist.

    Ein wortgewaltiger Roman mit Krimihandlung, der Arktis-Fans begeistern wird. Besonders die Beschreibung von Eis und Schnee fasziniert!
     

    Kommentare: 1
    74
    Teilen
    Phlieges avatar
    Phliegevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Fängt toll an und verspricht mehr als ein normaler Krimi zu werden. Und driftet dann mit vielen Längen doch zu einem schnöden Krimi ab.
    Erst toll, dann ganz schön blöd.

    Jesaja ist tot. Nach dem er von einem Dach gestürzt ist, geht die Polizei von einem Unfall aus - Kinder spielen eben unvorsichtig.
    Smilla weiß aber nicht nur von Jesajas Höhenangst und dass er niemals freiwillig das Dach betreten hätte, sondern sieht auch an seinen Spuren, dass da etwas nicht stimmt. Aber als Grönländer ist Jesaja auch nur Bürger zweiter Klasse und der Fall wird fallen gelassen. Und dafür von Smilla aufgegriffen.

    Natürlich ist das ein Krimi. Der Plot ist auch einfach typisch - da gibt es eine Leiche, die Polizei will nicht ermitteln und dann haben wir noch einen Hauptcharakter mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, absoluter Zähigkeit und sehr starkem Gerechtigkeitsempfinden.
    Aber Høeg schafft es schon auf den ersten Seiten viel mehr als einfach nur einen Krimi daraus zu machen. Der Leser wird durch Smillas Erinnerungen geführt und bekommt hier ein Panorama über das Leben der Inuit, die schlechte Eingliederung der Grönländer in die dänische Gesellschaft und über Smillas Einsamkeit. Und dann beeindruckt Høeg als Literaturwissenschaftler noch mit seinem Wissen über Mathematik und Physik. Wer Fermats letzten Satz kennt und dann auch noch schreiben kann, schafft wie Høeg etwas Einzigartiges: Mathematik für Poeten und absolut verständlich in die Gedanken der Charaktere eingebettet. Der Mann ist einfach wirklich schlau und schreibt Sätze, die man dick und fett genau so unterschreiben möchte.

    Und deswegen ist die Enttäuschung so groß. Darüber das aus dem wirklich großartigen Roman ab der Hälfte doch nur noch ein schnöder Krimi wird. Und dann auch noch ein langatmiger. War es schon vorher manchmal schwer mit Smilla mitzuhalten, konnte ich hier nicht mehr verstehen, warum sie handelt, wie sie handelt. Ständig wird sie nur noch verprügelt, bis einem als Leser selbst alles weh tut.

    Und zur Belohnung gibt es dann auch noch ein total bescheuertes Ende. Nicht weil es offen ist. Ich mag offene Enden. Sondern weil man einfach keinen der Charaktere mehr versteht.
    Warum nur, Høeg?!

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    Kopf-Kinos avatar
    Kopf-Kinovor 4 Jahren
    Empfehlung samt Kritikpunkte

    Bevor ich meine Eindrücke, die ich von dieser Lektüre erhielt, niederschreibe und hoffentlich verständlich zu Worte bringen werde, möchte ich anmerken, dass ich dieses Buch nach dem Lesen der ersten halben Seite klanglos und unbeeindruckt in jeder x-beliebigen Buchhandlung an seinen Platz zurück-gestellt hätte. In meinem persönlichen „Schönste erste Sätze“-Büchlein wird es unerwähnt bleiben.

    Weshalb ich mich dennoch zu einer zweiten Chance durchrang? Nun, ich bekam „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ von einer Freundin samt wärmster Empfehlung geschenkt und da ich wusste, ich würde der Frage, ob bzw. wie es mir gefallen habe, nicht ausweichen können, las ich weiter. Und weiter und weiter.

    Anfänglich hatte ich meine Schwierigkeiten – das möchte ich nicht be- streiten. Die vollkommen aus dem Kontext gerissenen Rückblendungen, die aus Erinnerungsbruchstücken Smillas in Form von ihrer Kindheit, der Beziehung ihrer Eltern, der Geschichte Grönlands und dessen Konflikte mit Dänemark bestehen, verwirrten mich zunächst; war ich doch bis dato gewohnt, dass Blicke in die Vergangenheit meist einen Brückenschlag zum Präsens darstellten. Hier kamen sie überraschend, überrumpelten und rissen mich aus der bisherigen Handlung heraus. Ein gewisses Muster konnte ich nicht erkennen und so könnte ich beinahe dazu geneigt sein, von Willkür zu reden. An diesen Schreibstil gewöhnte ich mich jedoch rasch und wusste jene Textstellen bzw. Unterbrechungen mit der Zeit einzuordnen, um dem eigentlichen roten Faden folgen zu können, worüber ich mich im Nachhinein sehr freue – es wäre schade gewesen, wenn ich mich daran hätte hindern lassen, das Buch bis zum Ende zu lesen.

    Der Autor scheint eine brennende Liebe für Details zu haben – anders kann ich mir die beispielsweise akkurate Beschreibungen eines Schiffes nicht erklären. Hierbei wirkte das Buch beinahe überfrachtet, wenn man noch die naturwissenschaftliche Einschübe hinzuaddiert. Dennoch nahm mich das Buch gefangen und blieb meiner Meinung nach spannend.

    Smilla scheint die geborene Antiheldin zu sein, eine recht ungewöhnlich sarkastische und nicht sozialfähige Eigenbrötlerin, die in nur rar gesäten Momenten ihre abgrundtief melancholische Seite Preis gibt. Solch ein Charakter mag die Geister scheiden - all jene, die keine Sympathie zu Smilla aufbauen können, könnten ihre Handlungsweise eventuell nicht nachvollziehen. Konnte ich stellenweise auch nicht, was aber daran liegt, dass ich ein gänzlich anderes Naturell habe. Im Kontext Smillas Persönlichkeit fand ich sie jedoch schlüssig und konsequent. Smilla bleibt stets distanziert, wenn man von einigen humorvollen Anflügen absieht. Und selbst diese sind sarkastisch. Ja, ich habe das Fräulein dennoch ein wenig ins Herz geschlossen.

    Schade fand ich, dass die Person Ravn keine tragende Rolle spielte. Von ihm hätte ich gerne mehr gelesen.

    Nun mag sich der geneigte Leser fragen, weshalb – um Himmels Willen! - ich diesem Buch trotz diversen Kritikpunkten vier Sterne gebe? Bevor ich darauf eingehe, möchte ich kurz erwähnen, dass ich kein Freund von Lobhuldi-gungen bin (gut, außer vielleicht bei Kafka, aber das ist eine andere Geschichte...). Was nicht heißen soll, dass jedes Buch mit der Lupe (bzw. meiner Lupe) untersucht und schließlich zerrissen wird. Dann würde meine Freude am Lesen flöten und sich jemand anderen suchen gehen. Vielmehr denke ich, dass es nur fair ist, wenn ich von all jenen Schlaglöcher, die mir am Anfang zu schaffen machten, ehrlich aufzähle, um künftigen Lesern diese Lektüre guten Gewissens dennoch zu empfehle.

    Letztendlich konnte mich die literarische Qualität überzeugen, da die meisten Textstellen ganz nach meinem Geschmack waren. Ich muss gestehen, dass ich keine Krimileserin bin – außer Sherlock Holmes von Sir Arthur Doyle und Miss Marple von Agatha Christie lasse ich nichts aus diesem Genre in mein Bücherregal wandern. Diverse Chancen, die ich den zeitgenössischen Krimis schenkte, ließen mich unbefriedigt zurück und konnten mich nicht überzeugen. Dies lag meistens gar nicht an den Geschichten selbst, sondern an deren Sprache bzw. am Schreibstil der Autoren.

    Fräulein Smilla hat mir wieder etwas Mut zugesprochen, den heutigen Krimiautoren doch nochmals eine Chance zu geben. (Wer Empfehlungen hat, möge so nett sein und sie mir als Kommentar hinterlassen – danke.)

    Als kleine Leseprobe möchte ich neugierigen Buchwürmern noch eine Textpassage hinterlassen, damit die Entscheidung eventuell schneller gefällt werden, ob der Stil zusagt oder nicht:

    „[....]Es gibt Morgen, an denen man wie durch ein Schlammbad an die Oberfläche steigt. Die Füße fest in einen Sonnenschirmfuß zementiert. Wo man weiß, daß man im Laufe der Nacht seine Seele ausgehaucht hat. Und sich nur noch darüber freuen kann, daß man von selbst gestorben ist und sie die entseelten Organe nicht transplantieren können.

    So sind sechs von sieben Morgen.

    Heute ist der siebte Tag. Ich wache auf und bin kristallklar. Ich steige aus dem Bett, als hätte ich etwas, wofür sich das Aufstehen lohnt.[...]“


    Kommentare: 4
    26
    Teilen
    Martin-Martials avatar
    Martin-Martialvor 4 Jahren
    Schnee! Leider nicht mein Fall!

    An sich, eine ganz gute Geschichte, hat mich aber leider nicht mitgerissen. Die ganzen Anekdoten und Fakte über die Eskimos und über Grönland sind zwar interessant, aber das war's dann auch!

    Kommentare: 2
    1
    Teilen
    MrsFoxxs avatar
    MrsFoxxvor 5 Jahren
    Wortgewaltiger, eiskalter Krimi

    In Dänemark fällt ein kleiner grönländischer Junge von einem Dach. Smilla Jaspersen, ebenfalls Grönländerin, Nachbarin und Freundin des Jungen kann sich aufgrund seiner sehr ausgeprägten Höhenangst nicht vorstellen, dass Jesaja selbst das Dach erklommen hat. Als dann auch noch verräterische Spuren bei der Obduktion ans Licht kommen, beginnt Smilla nachzuforschen, denn für sie ist Jesajas Tod nun ganz klar Mord... 

    Peter Hoegs Fräulein Smilla Jaspersen erzählt in diesem Roman über ihre Erlebnisse um die Ermittlungen und den Tod ihres geliebten jungen Freundes Jesaja. Die Exil-Grönländerin stößt bei ihren Nachforschungen auf einen immer dichter werdenden Dschungel aus Verschleierungen und Geheimnissen. Der Autor schreibt seinen "eiskalten" Krimi wortgewaltig und komplex. Seine Hauptprotagonistin besticht mit einer Mischung aus den Wurzeln entrissenen, gescheiterten und liebesbedürftigen, und dennoch weitgehend unabhängigen Frau. Der Leser merkt im Laufe der Geschichte, dass unter Smillas harter Schale ein weicher Kern sitzt. 
    Die Spannung zieht sich in einem konsequenten Bogen durch das gesamte Buch. Doch einige unvorhergesehene Zeitsprünge in der Geschichte ließen bei mir den Lesefluss etwas stocken. 
    Das Ende fand ich nicht zufriedenstellend, doch das muss jeder für sich selbst entscheiden. 

    Ich habe vor bestimmt 10 Jahren den Film zu diesem Buch gesehen, und bin froh, nun das Buch gelesen zu haben. Denn wie so oft, reicht der Film nicht an das Buch heran, besonders bei so detaillierten und komplexen Geschichten wie dieser. 

    Fazit: Ein spannender Krimi, der für Skandinavien- und Arktis-Fans wie mich ein wahres Muss ist. Die wenigen Schwächen werden durch den wortgewaltigen und detaillierten Stil des Autors fast vergessen.

    Kommentieren0
    14
    Teilen
    -Anett-s avatar
    -Anett-vor 5 Jahren
    Enttäuschend

     Ich wollte dieses Buch schon lange lesen, nachdem ich vor Jahren den Film dazu gesehen habe, der mir sofort gefallen hat.
    Nun hatte es sich angeboten und ich habe mich sehr auf das Buch gefreut.

    In Dänemark fällt ein kleiner Junge vom Dach. Die Ermittler gehen von einem Unfall aus, aber Smilla, die mit dem Jungen befreundet war, glaubt von Anfang an nicht an einen Unfall!
    Und sie beginnt zu ermitteln, in ihrer eigenen etwas ruppigen Art und Weise. Dabei kommt sie auf Spuren, die schon viele Jahre zurück liegen.

    Ich muss sagen, die Geschichte an sich ist klasse und sie gefällt mir noch heute - man kann regelrecht das Eis und den Schnee selbst beim lesen spüren.
    Aber: das ganze Buch ist doch recht verworren geschrieben,  da werden immer wieder Erlebnisse aus Smillas Kindheit aufgegriffen aus Zusammenhängen, die ich teilweise nicht nachvoll ziehen kann. 
    Seiten lang wird über Sachen erzählt und manches mal über Mathematik philosopiert, was meiner Meinung kaum zur Geschichte gehört und irgendwie so auch das ganze Buch total langatmig macht.
    Smilla spricht immer noch "Der Mechaniker" - auch nachdem die beiden eine Beziehung miteinander haben, so kleine Sachen finde ich einfach nur schlecht, und machte mir Smilla immer etwas unglaubwürdiger und unsympatischer.

     Von mir aus hätte das Buch 200 Seiten weniger haben können und wäre immer noch spannend gewesen. Diese Längen, die das Buch hatte, haben es mir wirklich schwer gemacht, das Buch zu mögen.






    Sehr verworren geschriebenes Buch und voller Nebensächlichkeiten - ich empfehle auf jeden Fall den Film zu sehen, ansonsten steht man ganz daneben ( ich zumindest). Manchmal kam ich mir wie ein dummer Leser vor, da mit Fachbegriffen nur so um sich geschmissen wurde - das nervt wirklich!

    Auf den letzten Seiten wird es endlich besser - aber auch zum Schluss bleiben noch einige Fragen offen - oder habe ich es nur nicht verstanden???

    Für mich bekommt das Buch nur 2 Bücher, und das auch nur, weil die Geschichte an sich gut ist!

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    Anushkas avatar
    Anushkavor 5 Jahren
    Ein sehr langweiliges Buch

    Ich frage mich, wie dieses Buch zum Bestseller werden konnte.  Es ist langatmig mit einer wenig überzeugenden Geschichte. Ein Stern ist meiner Meinung nach schon zu viel.

    Kommentieren0
    3
    Teilen

    Ähnliche Bücher für noch mehr Lesestunden

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    L
    Hallo, ich habe gerade Fräulein Smillas Gespür für Schnee zu Ende gelesen, könnt ihr mir noch weitere Bücher über Grönland empfehlen?
    Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Unser Tipp: "Rasmussens letzte Reise" von Carsten Jensen. Wunderbar!
    Zum Thema

    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    Irgendwann will man nur noch Smillas Stimme hören, sie könnte sprechen, wovon sie wollte.

    Mit dem Dänen Peter Høeg hat Europa einen neuen bedeutenden Schriftsteller.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks