Peter Hoeg Fräulein Smillas Gespür für Schnee

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Inhaltsangabe zu „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ von Peter Hoeg

"Eine aberwitzige Verbindung von Thriller und hoher Literatur." (Der Spiegel) Im Kopenhagener Hafenviertel stürzt ein Junge vom Dach eines Lagerhauses. Todesursache laut Polizeibericht: ein Unfall. Smilla Jaspersen, die im selben Haus wohnt wie der Junge, sieht das anders und stellt ihre eigenen Nachforschungen an. Der internationale Erfolg dieses literarischen Thrillers hat neben der faszinierenden Geschichte vor allem mit seiner Heldin zu tun: der wunderbar ruppigen, unangepassten und zugleich zarten und verletzlichen Smilla.

Grandios! Die unangepasste Persönlichkeit von Smilla eingebettet in eine spannende Handlung mit realistischem Hintergrund!

— Anouk_Kaan

Nicht ganz mein Fall, dieses Buch... Ich fand die Zusammenhänge nur mäßig schlüssig, aber die Protagonistin war außergewöhnlich!

— Marjuvin

Nicht ganz mein Fall, dieses Buch... Die Schlüsse und Zusammenhänge waren für mich nur mäßig schlüssig und stringent.

— Marjuvin

Und wenn man das Buch beendet hat, dann möchte man es wieder und wieder lesen ...

— LottiLiest

Mein Einstieg in skandinavische Thriller. Klassiker, spannend, hart, kalt. Exzellent.

— juergenalbers

Ein Autor, der den Leser mitnimmt - und doch selbst denken lässt. Ein überraschendes Buch. Mitreißend, zum Mitdenken, Mitfühlen, Mitraten.

— franzzi

Sehr spannend. Echt lesenswert!

— Jellybaby

Das interessanteste Buch was ich seit langem gelesen habe!! Smilla ist eine Wahnsinns Protagonistin! Sehr gelungen :))

— Alina97

Ich fand dieses Buch einfach furchtbar. Viel zu langatmig und die ständigen Rückblenden tragen zur Verwirrung bei.

— paschsolo

Das einzige Buch, welches ich nie zu Ende gelesen habe, sehr sehr langatmig, der Film ist tausendmal besser

— Acima

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  • Fräulein Smilla

    Fräulein Smillas Gespür für Schnee

    tt8

    26. November 2016 um 22:41

    Bei diesem Buch fängt man wirklich an zu glauben, dass Inuit eine unendliche Anzahl an Wörtern für Schnee haben. Durch die Protagonistin Smilla erhält man Einblick in die Welt der Inuit, des Schnees und des Verhältnisses zwischen Dänen und Grönländern. Anfangs konnte ich der Geschichte nur schlecht folgen, da verschiedene Erzählstränge übereinander und durcheinander liefen. Smilla erzähl von dem Tod ihres Nachbarjungen, den sie sehr ins Herz geschlossen hat und reflektiert ihre eigene Kindheit in Grönland und das zerrüttete Verhältnis zu ihrem Vater. Die Ermittlung, die Smilla selber in die Hand nehmen muss, bringen immer neue rasantere Wendungen. Und immer wieder wird Smillas Liebe zum Schnee sichtbar und spürbar. Leider nimmt die Spannung am Ende des Buchs ab und das Ende kommt abrupt.

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  • Perer Høegs Gespür für die Welt

    Fräulein Smillas Gespür für Schnee

    franzzi

    «Es sind die Entscheidungen, die das Leben schwer machen. Wer gezwungen ist, immer vorwärts zu gehen, hat es einfach.» Es ist ein Glücksfall, dieses Buch, mit dem ich das Jahr begonnen habe. Es hat mich, die ich nie Klappentexte lese, überrascht - weil es so anders ist, als der Titel «Fräulein Smillas Gespür für Schnee» für mich suggeriert. Deshalb will ich nicht so viel erzählen über dieses im Wortsinne mitreißende Buch. Vielleicht so viel: Smilla, die Protagonistin, ist in Grönland geboren und ein bisschen aufgewachsen, bevor ihr Vater sie nach Dänemark, nach Kopenhagen holt. Sie fühlt sich beengt und strampelt sich immer wieder frei. Das erfährt der Leser von der Zeit vor der Handlung - und das erlebt er während der knapp 500 Seiten Handlung Anfang der 1990er unentwegt selbst. Smilla ist eine Mischung aus einer weiblichen und naturverbundenen James Bond und einer einsam vor sich hin kombinierenden Miss Marple. Sie durchschaut die Welt auf ihre Art - und kann die Fallstricke doch nicht umgehen. Eigentlich will sie einen mysteriösen Unfall in der Nachbarschaft aufklären, Peter Høeg schickt seine störrische Heldin dabei aber immer wieder in die innersten Windungen unseres Bewusstseins. Sie zerdenkt sich und die Welt, mal versteht sie was, mal bleibt sie blind - und natürlich wird sie das Rätsel des Unfalls lösen - aber wie sie das tut, das ist die Sensation. Denn dabei ist sie dann eben doch nicht James Bond, sondern eher bei Umberto Eco oder Cees Nooteboom entliehen, verschlungen denkend, messerscharf formulierend (ich habe seitenweise Zitate aus dem Buch notiert), selbst ein Rätsel und dabei Rätsel lösend. Høeg gelingt dabei die Kunst, einen spannenden Krimi geschaffen zu haben, aber dem Leser stets nur den kleinen Finger zu reichen. Er löst alle Fäden auf seine Art auf - aber das heißt nicht, dass er auf alles Antworten gibt. Er lässt dem Leser seine Weltsicht, seine Interpretation, sein Erzählen ist wie seine Protagonistin: spröde, unnahbar, faszinierend und überwältigend. Ein Zauberbuch.

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    • 3
  • Melancholisches Werk vor Eis und Schnee

    Fräulein Smillas Gespür für Schnee

    sommerlese

    "*Peter Høegs*" Roman "*Fräulein Smillas Gespür für Schnee*" erschien 1994 im "*Rowohlt Verlag*". Im Kopenhagener Hafenviertel stürzt ein kleiner grönländischer Junge vom Dach eines Lagerhauses und stirbt. Die Polizei stellt es als Unfall dar, für Smilla Jaspersen, die grönländische Nachbarin Jesajas, steckt jedoch mehr dahinter. Für sie gibt es zu viele Fragen, die ungeklärt sind. Entschlossen forscht sie nach den Antworten und muss dafür sogar eine Reise in ihre alte Heimat antreten. Peter Høegs "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" ist ein melancholisches Werk. Es spiel inmitten von Winter, Eis und Schnee. Høeg erzählt in diesem Buch mit sehr philosophischer Sprache, die schön zu lesen ist, den Lesefluss allerdings etwas behindert. Man hat das Gefühl, dass er zwar wortgewaltig bleibt, aber doch abschweift, wenn er Rückblenden aus Smillas Leben einstreut. Der Roman erscheint melancholisch, eisig und detailliert genau und führt zu einem komplexen Werk, dem ich mich nicht entziehen konnte. Die Exil-Grönländerin Fräulein Smilla Jaspersen erzählt in diesem Roman über ihre Erlebnisse um die Ermittlungen und den Tod ihres geliebten Freundes Jesaja. Ihre Nachforschungen bringen sie in ein immer dichter werdendes Dickicht aus Geheimnissen. Smilla ist eine unabhängige starke Frau, die ihrer Heimatwurzeln entrissen ist, an Einsamkeit leidet, einen hohen Gerechtigkeitssinn hat und trotz ihrer rauhen Schale einen weichen Kern besitzt. Mir erschien sie recht unnahbar und kühl, sie ist ein interessanter ungewöhnlicher Charakter. Ihre Erinnerungen führen durch das Buch und so bekommt der Leser einen wunderbaren Einblick in das Leben der Inuit. Man erfährt wie schlecht die Eingliederung der Grönländer in die dänische Gesellschaft funktioniert . Beeindruckend ist allerdings die genaue Beschreibung der faszinierenden Stimmung des Polareises, des einzigartigen Eismeeres und der Eis- und Schneeluft. Peter Høeg benutzt auch einige Worte aus der Inuit-Sprache, die diese eisige Atmosphäre noch authentisch unterstützen. Der Spannungsbogen zieht sich trotz der ausführlichen Rückblenden konsequent durch das Buch. Die eisige Stimmung und die trüben Nebel verstärkten den Eindruck einer düsteren Geschichte geschickt. Hier wird nicht an der Oberfläche gekratzt und lediglich ein Mord aufgeklärt, sondern hier wird gezeigt, wie schwierig Integration und selbstbestimmtes Leben ist. Ein wortgewaltiger Roman mit Krimihandlung, der Arktis-Fans begeistern wird. Besonders die Beschreibung von Eis und Schnee fasziniert!

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    • 2
  • Empfehlung samt Kritikpunkte

    Fräulein Smillas Gespür für Schnee

    Kopf-Kino

    Bevor ich meine Eindrücke, die ich von dieser Lektüre erhielt, niederschreibe und hoffentlich verständlich zu Worte bringen werde, möchte ich anmerken, dass ich dieses Buch nach dem Lesen der ersten halben Seite klanglos und unbeeindruckt in jeder x-beliebigen Buchhandlung an seinen Platz zurück-gestellt hätte. In meinem persönlichen „Schönste erste Sätze“-Büchlein wird es unerwähnt bleiben. Weshalb ich mich dennoch zu einer zweiten Chance durchrang? Nun, ich bekam „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ von einer Freundin samt wärmster Empfehlung geschenkt und da ich wusste, ich würde der Frage, ob bzw. wie es mir gefallen habe, nicht ausweichen können, las ich weiter. Und weiter und weiter. Anfänglich hatte ich meine Schwierigkeiten – das möchte ich nicht be- streiten. Die vollkommen aus dem Kontext gerissenen Rückblendungen, die aus Erinnerungsbruchstücken Smillas in Form von ihrer Kindheit, der Beziehung ihrer Eltern, der Geschichte Grönlands und dessen Konflikte mit Dänemark bestehen, verwirrten mich zunächst; war ich doch bis dato gewohnt, dass Blicke in die Vergangenheit meist einen Brückenschlag zum Präsens darstellten. Hier kamen sie überraschend, überrumpelten und rissen mich aus der bisherigen Handlung heraus. Ein gewisses Muster konnte ich nicht erkennen und so könnte ich beinahe dazu geneigt sein, von Willkür zu reden. An diesen Schreibstil gewöhnte ich mich jedoch rasch und wusste jene Textstellen bzw. Unterbrechungen mit der Zeit einzuordnen, um dem eigentlichen roten Faden folgen zu können, worüber ich mich im Nachhinein sehr freue – es wäre schade gewesen, wenn ich mich daran hätte hindern lassen, das Buch bis zum Ende zu lesen. Der Autor scheint eine brennende Liebe für Details zu haben – anders kann ich mir die beispielsweise akkurate Beschreibungen eines Schiffes nicht erklären. Hierbei wirkte das Buch beinahe überfrachtet, wenn man noch die naturwissenschaftliche Einschübe hinzuaddiert. Dennoch nahm mich das Buch gefangen und blieb meiner Meinung nach spannend. Smilla scheint die geborene Antiheldin zu sein, eine recht ungewöhnlich sarkastische und nicht sozialfähige Eigenbrötlerin, die in nur rar gesäten Momenten ihre abgrundtief melancholische Seite Preis gibt. Solch ein Charakter mag die Geister scheiden - all jene, die keine Sympathie zu Smilla aufbauen können, könnten ihre Handlungsweise eventuell nicht nachvollziehen. Konnte ich stellenweise auch nicht, was aber daran liegt, dass ich ein gänzlich anderes Naturell habe. Im Kontext Smillas Persönlichkeit fand ich sie jedoch schlüssig und konsequent. Smilla bleibt stets distanziert, wenn man von einigen humorvollen Anflügen absieht. Und selbst diese sind sarkastisch. Ja, ich habe das Fräulein dennoch ein wenig ins Herz geschlossen. Schade fand ich, dass die Person Ravn keine tragende Rolle spielte. Von ihm hätte ich gerne mehr gelesen. Nun mag sich der geneigte Leser fragen, weshalb – um Himmels Willen! - ich diesem Buch trotz diversen Kritikpunkten vier Sterne gebe? Bevor ich darauf eingehe, möchte ich kurz erwähnen, dass ich kein Freund von Lobhuldi-gungen bin (gut, außer vielleicht bei Kafka, aber das ist eine andere Geschichte...). Was nicht heißen soll, dass jedes Buch mit der Lupe (bzw. meiner Lupe) untersucht und schließlich zerrissen wird. Dann würde meine Freude am Lesen flöten und sich jemand anderen suchen gehen. Vielmehr denke ich, dass es nur fair ist, wenn ich von all jenen Schlaglöcher, die mir am Anfang zu schaffen machten, ehrlich aufzähle, um künftigen Lesern diese Lektüre guten Gewissens dennoch zu empfehle. Letztendlich konnte mich die literarische Qualität überzeugen, da die meisten Textstellen ganz nach meinem Geschmack waren. Ich muss gestehen, dass ich keine Krimileserin bin – außer Sherlock Holmes von Sir Arthur Doyle und Miss Marple von Agatha Christie lasse ich nichts aus diesem Genre in mein Bücherregal wandern. Diverse Chancen, die ich den zeitgenössischen Krimis schenkte, ließen mich unbefriedigt zurück und konnten mich nicht überzeugen. Dies lag meistens gar nicht an den Geschichten selbst, sondern an deren Sprache bzw. am Schreibstil der Autoren. Fräulein Smilla hat mir wieder etwas Mut zugesprochen, den heutigen Krimiautoren doch nochmals eine Chance zu geben. (Wer Empfehlungen hat, möge so nett sein und sie mir als Kommentar hinterlassen – danke.) Als kleine Leseprobe möchte ich neugierigen Buchwürmern noch eine Textpassage hinterlassen, damit die Entscheidung eventuell schneller gefällt werden, ob der Stil zusagt oder nicht: „[....]Es gibt Morgen, an denen man wie durch ein Schlammbad an die Oberfläche steigt. Die Füße fest in einen Sonnenschirmfuß zementiert. Wo man weiß, daß man im Laufe der Nacht seine Seele ausgehaucht hat. Und sich nur noch darüber freuen kann, daß man von selbst gestorben ist und sie die entseelten Organe nicht transplantieren können. So sind sechs von sieben Morgen. Heute ist der siebte Tag. Ich wache auf und bin kristallklar. Ich steige aus dem Bett, als hätte ich etwas, wofür sich das Aufstehen lohnt.[...]“

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    • 5

    Rheinzwitter

    15. October 2015 um 17:39
    Kopf-Kino schreibt Fräulein Smilla hat mir wieder etwas Mut zugesprochen, den heutigen Krimiautoren doch nochmals eine Chance zu geben. (Wer Empfehlungen hat, möge so nett sein und sie mir als Kommentar ...

    An Krimis, die als literarisch gelten, fallen mir spontan ein: Jan Costin Wagner - Eismond (1. Teil einer Reihe) John Connolly - Das schwarze Herz (dito) Caleb Carr - Die Einkreisung, Engel der ...

  • Erst toll, dann ganz schön blöd.

    Fräulein Smillas Gespür für Schnee

    Phliege

    28. September 2015 um 12:37

    Jesaja ist tot. Nach dem er von einem Dach gestürzt ist, geht die Polizei von einem Unfall aus - Kinder spielen eben unvorsichtig. Smilla weiß aber nicht nur von Jesajas Höhenangst und dass er niemals freiwillig das Dach betreten hätte, sondern sieht auch an seinen Spuren, dass da etwas nicht stimmt. Aber als Grönländer ist Jesaja auch nur Bürger zweiter Klasse und der Fall wird fallen gelassen. Und dafür von Smilla aufgegriffen. Natürlich ist das ein Krimi. Der Plot ist auch einfach typisch - da gibt es eine Leiche, die Polizei will nicht ermitteln und dann haben wir noch einen Hauptcharakter mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, absoluter Zähigkeit und sehr starkem Gerechtigkeitsempfinden. Aber Høeg schafft es schon auf den ersten Seiten viel mehr als einfach nur einen Krimi daraus zu machen. Der Leser wird durch Smillas Erinnerungen geführt und bekommt hier ein Panorama über das Leben der Inuit, die schlechte Eingliederung der Grönländer in die dänische Gesellschaft und über Smillas Einsamkeit. Und dann beeindruckt Høeg als Literaturwissenschaftler noch mit seinem Wissen über Mathematik und Physik. Wer Fermats letzten Satz kennt und dann auch noch schreiben kann, schafft wie Høeg etwas Einzigartiges: Mathematik für Poeten und absolut verständlich in die Gedanken der Charaktere eingebettet. Der Mann ist einfach wirklich schlau und schreibt Sätze, die man dick und fett genau so unterschreiben möchte. Und deswegen ist die Enttäuschung so groß. Darüber das aus dem wirklich großartigen Roman ab der Hälfte doch nur noch ein schnöder Krimi wird. Und dann auch noch ein langatmiger. War es schon vorher manchmal schwer mit Smilla mitzuhalten, konnte ich hier nicht mehr verstehen, warum sie handelt, wie sie handelt. Ständig wird sie nur noch verprügelt, bis einem als Leser selbst alles weh tut. Und zur Belohnung gibt es dann auch noch ein total bescheuertes Ende. Nicht weil es offen ist. Ich mag offene Enden. Sondern weil man einfach keinen der Charaktere mehr versteht. Warum nur, Høeg?!

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  • Schnee! Leider nicht mein Fall!

    Fräulein Smillas Gespür für Schnee

    Martin-Martial

    An sich, eine ganz gute Geschichte, hat mich aber leider nicht mitgerissen. Die ganzen Anekdoten und Fakte über die Eskimos und über Grönland sind zwar interessant, aber das war's dann auch!

    • 3
  • Wortgewaltiger, eiskalter Krimi

    Fräulein Smillas Gespür für Schnee

    MrsFoxx

    07. March 2014 um 14:51

    In Dänemark fällt ein kleiner grönländischer Junge von einem Dach. Smilla Jaspersen, ebenfalls Grönländerin, Nachbarin und Freundin des Jungen kann sich aufgrund seiner sehr ausgeprägten Höhenangst nicht vorstellen, dass Jesaja selbst das Dach erklommen hat. Als dann auch noch verräterische Spuren bei der Obduktion ans Licht kommen, beginnt Smilla nachzuforschen, denn für sie ist Jesajas Tod nun ganz klar Mord...  Peter Hoegs Fräulein Smilla Jaspersen erzählt in diesem Roman über ihre Erlebnisse um die Ermittlungen und den Tod ihres geliebten jungen Freundes Jesaja. Die Exil-Grönländerin stößt bei ihren Nachforschungen auf einen immer dichter werdenden Dschungel aus Verschleierungen und Geheimnissen. Der Autor schreibt seinen "eiskalten" Krimi wortgewaltig und komplex. Seine Hauptprotagonistin besticht mit einer Mischung aus den Wurzeln entrissenen, gescheiterten und liebesbedürftigen, und dennoch weitgehend unabhängigen Frau. Der Leser merkt im Laufe der Geschichte, dass unter Smillas harter Schale ein weicher Kern sitzt.  Die Spannung zieht sich in einem konsequenten Bogen durch das gesamte Buch. Doch einige unvorhergesehene Zeitsprünge in der Geschichte ließen bei mir den Lesefluss etwas stocken.  Das Ende fand ich nicht zufriedenstellend, doch das muss jeder für sich selbst entscheiden.  Ich habe vor bestimmt 10 Jahren den Film zu diesem Buch gesehen, und bin froh, nun das Buch gelesen zu haben. Denn wie so oft, reicht der Film nicht an das Buch heran, besonders bei so detaillierten und komplexen Geschichten wie dieser.  Fazit: Ein spannender Krimi, der für Skandinavien- und Arktis-Fans wie mich ein wahres Muss ist. Die wenigen Schwächen werden durch den wortgewaltigen und detaillierten Stil des Autors fast vergessen.

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  • Enttäuschend

    Fräulein Smillas Gespür für Schnee

    -Anett-

    18. November 2013 um 09:36

     Ich wollte dieses Buch schon lange lesen, nachdem ich vor Jahren den Film dazu gesehen habe, der mir sofort gefallen hat. Nun hatte es sich angeboten und ich habe mich sehr auf das Buch gefreut. In Dänemark fällt ein kleiner Junge vom Dach. Die Ermittler gehen von einem Unfall aus, aber Smilla, die mit dem Jungen befreundet war, glaubt von Anfang an nicht an einen Unfall! Und sie beginnt zu ermitteln, in ihrer eigenen etwas ruppigen Art und Weise. Dabei kommt sie auf Spuren, die schon viele Jahre zurück liegen. Ich muss sagen, die Geschichte an sich ist klasse und sie gefällt mir noch heute - man kann regelrecht das Eis und den Schnee selbst beim lesen spüren. Aber: das ganze Buch ist doch recht verworren geschrieben,  da werden immer wieder Erlebnisse aus Smillas Kindheit aufgegriffen aus Zusammenhängen, die ich teilweise nicht nachvoll ziehen kann.  Seiten lang wird über Sachen erzählt und manches mal über Mathematik philosopiert, was meiner Meinung kaum zur Geschichte gehört und irgendwie so auch das ganze Buch total langatmig macht. Smilla spricht immer noch "Der Mechaniker" - auch nachdem die beiden eine Beziehung miteinander haben, so kleine Sachen finde ich einfach nur schlecht, und machte mir Smilla immer etwas unglaubwürdiger und unsympatischer.  Von mir aus hätte das Buch 200 Seiten weniger haben können und wäre immer noch spannend gewesen. Diese Längen, die das Buch hatte, haben es mir wirklich schwer gemacht, das Buch zu mögen. Sehr verworren geschriebenes Buch und voller Nebensächlichkeiten - ich empfehle auf jeden Fall den Film zu sehen, ansonsten steht man ganz daneben ( ich zumindest). Manchmal kam ich mir wie ein dummer Leser vor, da mit Fachbegriffen nur so um sich geschmissen wurde - das nervt wirklich! Auf den letzten Seiten wird es endlich besser - aber auch zum Schluss bleiben noch einige Fragen offen - oder habe ich es nur nicht verstanden??? Für mich bekommt das Buch nur 2 Bücher, und das auch nur, weil die Geschichte an sich gut ist!

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  • Ein sehr langweiliges Buch

    Fräulein Smillas Gespür für Schnee

    Anushka

    09. November 2013 um 12:22

    Ich frage mich, wie dieses Buch zum Bestseller werden konnte.  Es ist langatmig mit einer wenig überzeugenden Geschichte. Ein Stern ist meiner Meinung nach schon zu viel.

  • Nicht leicht zu lesen...

    Fräulein Smillas Gespür für Schnee

    isag

    21. March 2013 um 21:49

    ...aber die Handlung mich dann doch mehr und mehr gefesselt. Vom Schreibstil her habe ich mir ziemlich schwergetan, vor allem an den immer wieder eingestreuten grönländischen Wörter bin ich hängengeblieben. Nichtsdestotrotz fand ich Smilla von Anfang an authentisch beschrieben, und auch wenn sie etwas unnahbar wirkt, ist sie mir trotzdem sympathisch. Mit jeder gefährlichen Situation und jedem neuen Rätsel oder auch mal Puzzleteil ergeben sich neue Aspekte für die Handlung und es dauert wirklich lange, bis man überhaupt eine Idee bekommt, was hinter dem Unfall alles stecken könnte. Dabei überraschen immer wieder Wendungen und so manche Theorie musste ich unterwegs wieder ändern oder ganz verwerfen. Allzu viele Theorien hatte ich zugegebenermaßen bei dieser anfangs recht undurchsichtigen Handlung nicht ;) Teilweise fand ich das Buch etwas zu brutal und Smilla kann manchmal etwas unrealistisch viel einstecken, aber ansonsten finde ich eigentlich alles stimmig. Insgesamt hat mir das Buch trotz der Schwierigkeiten aus sprachlicher Sicht aber sehr gut gefallen, vor allem auch weil die Handlung nicht vorhersehbar war.

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  • Rezension zu "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" von Peter Hoeg

    Fräulein Smillas Gespür für Schnee

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. December 2012 um 18:35

    Ein Junge stürzt im Kopenhagener Hafenviertel vom Dach eines Lagerhauses und stirbt dabei. Für die Polizei ist es ein Unfall gewesen, für Smilla Jaspersen, die grönländische Nachbarin des gestürzten Jungen, steckt dort jedoch mehr dahinter. Für sie gibt es zu viele Fragen, die ungeklärt sind. Entschlossen macht sie sich auf die Suche nach den Antworten und muss dafür sogar eine Reise in ihre alte Heimat antreten. Vor etlichen Jahren habe ich den Film zu diesem Buch gesehen und beschlossen, dass ich irgendwann das Buch lesen müsste. Jetzt war es soweit und ich begleitete die eigenwillige, teilweise sehr ruppige Smilla auf ihrer Suche nach Antworten auf die Fragen zum Tod des Nachbarsjungen. Ich erkannte die Frau aus dem Film wieder, was mir sehr gut gefiel, denn ich mag es besonders gerne, wenn Buch und Film sehr eng beieinander liegen. So dauerte es nicht lange und die Handlung nahm mich mit, losgelöst von den Bildern aus dem Fernsehen. Was mich jedoch störte, waren immer wieder die zeitlichen Sprünge, d.h. die Stellen, an denen der Autor plötzlich z.B. vier Tage weiter war und dann die vergangene Zeit in einer Art Rückblick darstellte, um dann zum eigentlichen Zeitfluss zurück zu kommen. Das verwirrte mich und brachte meinen Lesefluss immer wieder ins Stocken. Zudem fingen später die Rückblicke in Smillas Leben, die anfangs sehr interessant waren, immer mehr an zu nerven, denn ich erkannte kaum einen Zusammenhang zwischen ihnen und der Ursache für den Tod des Nachbarsjungen – vielleicht blieb mir dieser Sachverhalt auch einfach nur verschlossen. Abgesehen von diesen kleinen Schwachstellen hat mir das Buch mit der sonderbaren Smilla sehr gut gefallen!

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  • Rezension zu "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" von Peter Hoeg

    Fräulein Smillas Gespür für Schnee

    melli.die.zahnfee

    24. June 2012 um 11:27

    Smilla, eine Grönländerin, glaubt nicht, daß der Sturz des Jungen Jesaja vom Dach eines Lagerhauses ein Unglück war. Mit einem eisernen Willen ausgestattet, sucht Smilla auf eigene Faust nach dem oder denen, die Interesse daran gehabt haben könnten, den Jungen zu beseitigen. Und das Eis, auf dem sie sich dabei bewegt, wird immer dünner .. Sicherlich ein ungewöhnlicher Stil, der zeitweise sehr verwirrend ist, Protagonisten tauchen auf und verschwinden wieder, und die Gegend in der der Roman spielt ist eh ein wenig befremdlich. Dieses Buch würde ich als " literarischen Krimi" bezeichnen. Das Buch ist nicht sehr spannend, die " Dramatik" sofern vorhanden ergibt sich aus Gefühlen, Ahnungen und Problemen, wobei mir die Protagonistin Smilla ein wenig unsympathich war.

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  • Rezension zu "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" von Peter Hoeg

    Fräulein Smillas Gespür für Schnee

    Piasenase

    06. February 2012 um 13:10

    Irgendwie lesenswert!
    Die Charaktere und Protagonisten super, die Geschichte etwas wirr und aberwitzig...

  • Rezension zu "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" von Peter Hoeg

    Fräulein Smillas Gespür für Schnee

    Puzzeline

    18. July 2011 um 11:16

    Rezension: Der kleine Jesaja stürzt vom Dach und ist sofort tot. Doch die Naturwissenschaftlerin Smilla Jaspersen glaubt vom ersten Moment an nicht an einen Unfall. Sie macht sich entschlossen auf die Suche nach der Ursache des Verbrechens. Ich sage am besten schon zu Beginn dieses Rezension: Ich habe dieses Buch nicht verstanden. Dafür gibt es mehrere Gründe. Høeg hat einen sehr ausufernden Erzählstil. Er beschreibt zu viele Dinge, die nicht das Geringste mit dem eigentlichen Plot zu tun haben. Außerdem lässt der Autor Personen in die Szenerie treten, die entweder mehrere 100 Seiten wieder auftauchen oder nur eine Randfigur sind und bei denen es bei einem Auftritt bleibt. Im ersten Fall war es für mich unmöglich, mich wieder an den Auftritt des Charakters vor mehreren Seiten zu erinnern. Im zweiten Fall war es für mich unmöglich, die Randfiguren von den Hauptcharakteren zu unterscheiden. Høeg macht es dem Leser unmöglich, zwischen wichtig und unwichtig zu unterscheiden. Den ersten Teil dieses Buches habe ich auch nur deswegen verstanden, weil ich mich einfach am Klappentext entlang gehangelt habe. Ohne diese Hilfe hätte ich nicht einmal gewusst, was überhaupt die Ursache für die Detektivarbeit Smillas ist. Der Verlag nennt dieses Buch einen Thriller. Warum er diese Bezeichnung wählte, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft. Normalerweise bin ich sehr empfindlich, was Spannung angeht. Ich verkrieche mich selbst bei den Drei - ??? unter der Decke. Aber bei diesem Buch habe ich nicht den Hauch einer Spannung wahrgenommen. Für mich war es wirklich eine einzige Qual, dieses Buch bis zum Ende zu lesen. Auch die Hauptperson, Smilla, war mir vollkommen unsympathisch. Sie jammert in jedem freien Augenblick über ihre Zeit in Dänemark. In Grönland würden ja sowieso die besseren Menschen wohnen. Selbst, als sich eine Liebesgeschichte entwickelt, wirkt sie völlig unbeteiligt an ihrem eigenen Leben. Vielleicht will der Autor sie als besonders starke Frau darstellen. Auf mich machte Smilla aber leider einen unglaubwürdigen Eindruck. Peter Høeg könnte sicher schreiben. Er müsste sich nur auf das Wesentliche beschränken. Zwischendurch, leider nur sehr rar gesät, hat der Autor die Umgebung und die winterliche Landschaft wunderschön beschrieben. Dies kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ich während des Lesens zum Verständnis immer mal wieder ins Internet gehen musste. Fazit: „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ ist mir verschlossen geblieben: Zu viel Naturwissenschaft, zu viel Reden um den heißen Brei. Warum dieses Buch sooft hoch gelobt wird, kann ich mir einfach nicht erklären.

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  • Rezension zu "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" von Peter Hoeg

    Fräulein Smillas Gespür für Schnee

    Klusi

    17. May 2011 um 23:14

    Die 37-jährige Smilla Jasperson ist die Tochter einer Grönländerin und eines dänischen Arztes. Sie liebt nichts mehr als ihre Freiheit und Unabhängigkeit. Die Mutter, eine Robbenjägerin, ist gestorben, zum Vater ist das Verhältnis eher gespannt. Als ein kleiner Nachbarsjunge vom Dach stürzt, glaubt Smilla nicht an einen tödlichen Unfall. Sie kennt sich aus mit Schnee und Eis und liest aus den Spuren, dass Jesaja verfolgt worden ist. Ihre Nachforschungen bringen Smilla bald in Schwierigkeiten und sogar in Lebensgefahr. Selten habe ich ein Buch gelesen, das die Leserschaft derart spaltet. Inzwischen habe ich den Eindruck gewonnen, entweder man liebt es oder man hasst es. War mir am Anfang die Ich-Erzählerin Smilla noch einigermaßen sympathisch, so wurde ihr Verhalten für mich immer unverständlicher. Ich konnte weder ihre Gedankengänge noch ihre Handlungen nachvollziehen. Manches erschien mir auch schlichtweg unglaubwürdig. Bei den ersten Kapiteln schwankte ich stetig zwischen Faszination und gähnender Langeweile, wobei mit fortschreitender Handlung immer mehr das zweite Gefühl überhand nahm. Vieles, wie beispielsweise die Einrichtung eines Raumes, wird bis ins klitzekleinste Detail beschrieben, wobei mir letztendlich egal ist, ob sich in einer Kiste nun zwei oder auch drei Paar Gummihandschuhe befinden. Dafür blieben die Charaktere blass und fremd. Selbst zu Smilla, der Hauptperson, konnte ich keine rechte Verbindung aufbauen. Auch die manchmal wirren Gedankensprünge und Rückblicke in ihre Kindheit haben mir Smilla nicht näher gebracht. Ich hatte schon Probleme, das Buch einzuordnen. Als Thriller betrachtet war mir die Handlung zu langatmig, verworren und zu wenig spannend. Vom literarischen Aspekt hat der Roman sogar einiges zu bieten, was beispielsweise Smillas fast poetische Betrachtungen zu Schnee und Eis betrifft. Ab und zu kommt auch der trockene, teilweise sarkastische Humor der Protagonistin zu Tage, leider viel zu selten. Wenig anfangen konnte ich mit ihren „philosophischen“ Lebensweisheiten, die mir eher fadenscheinig vorkamen. Auch der Schluss war für mich sehr enttäuschend. Zwar klären sich zuletzt die Todesumstände von Jesaja, aber es bleiben so viele Zweifel offen, so viele Fragen ungeklärt. Man könnte es mit einem selbst gestrickten Pullover vergleichen, bei dem kein einziger der vielen losen Fäden vernäht wurde. Das Ergebnis wirkt ausgefranst und unfertig.

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