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Rezension zu "Recuerdos - Vielleicht war es ein Tango" von Peter J. Hakenjos

Ein weiteres wundervolles Buch von Herrn Hakenjos
KristinSchoellkopfvor 3 Jahren

Ich habe Recuerdos von Herrn Peter J. Hakenjos, wie auch schon "Nur der Tod vergisst", persönlich zugeschickt bekommen und habe mich sehr auf das Lesen des Romans gefreut, da mir "Nur der Tod vergisst" überdurchschnittlich gut gefallen hat.

Das Cover des Romans passt perfekt zum Roman selbst.
Man kann ein Paar erkennen, welches vor einer in sonnenuntergangsrote Farbe getauchten Landschaft tanzt. Der Leser kann das Paar nicht genau sehen, da nur die Umrisse erkennbar sind.
Für mich persönlich strahlt das Cover das Gefühl von Urlaub aus. Wenn man ein solches Buch in den Händen hält, fühlt man sich, als sei man irgendwo an einem schönen Strand, tanzend und Cocktailschlürfend. Einfach herrlich!

Um ehrlich zu sein, mache ich das Folgende nicht häufig, aber bei "Recuerdos" bleibt mir nichts anderes übrig.
Alles, was ich über die Geschichte verraten möchte, steht im Klappentext (siehe oben). Baldur Gellert begibt sich auf die Suche nach dem Mädchen, das Tango tanzt und ahnt noch gar nicht, dass er in ein neues Leben hineinrutscht...
Mir hat die Handlung des Buches so toll gefallen und sie hat mich so überrascht, dass ich Euch allen den Spaß am Lesen des Buches nicht nehmen möchte. Lasst Euch von der Geschichte einfach in ihren Bann ziehen und Ihr werdet schnell erkennen, warum ich nicht zu viel verraten möchte. :-)

Die Hauptfigur des Buches heißt Baldur Gellert und der Leser lernt ihn nicht auf der ersten Seite kennen, sondern langsam und bedächtig. Ich finde das eine schöne Eigenschaft des Buches, da man nicht im ersten Kapitel sofort mit allen Charakterzügen bombardiert wird. Auch fand ich es sehr schön, wie schnell ich mich mit Baldur identifizieren und ihn lieben lernen konnte. Er lässt einfach sein Leben hinter sich und widmet sich ganz der Aufgabe, das geheimnisvolle Tango-Mädchen kennenzulernen. Damit tut er einerseits das, wovon so viele Menschen träumen, einfach das eigene Leben zurück zu lassen und sich in ein Abenteuer zu begeben. Andererseits, beweist er so auch seinen Löwenmut, was mich beeindruckt und dem Charakter noch näher gebracht hat.

Die Sprache im Buch ist, wie der Leser es aus Herrn Hakenjos´ Romanen gewöhnt ist, fließend und angenehm zu lesen. Durch die spanischen Gedichte, Textzeilen und Wörter wird das Gefühl des "im Urlaub seins" noch verstärkt und bringt den Roman dazu, den Leser zu bewegen und macht es ihm spielend einfach, sich in dem Roman zu verlieren. 
Gerade alle, die sich gern mit Spanisch beschäftigen oder auch gern in Länder, wie Chile (Rapa Nui ist die "Osterinsel" in Chile), Argentinien oder allgemein Südamerika, reisen, werden von diesem Buch begeistert sein. Denn wie schon im Klappentext beschrieben, ist das Buch eine Liebeserklärung an den Tango und an Rapa Nui.

Natürlich spielt, wie der Titel schon vermuten lässt, der Tango eine zentrale Rolle im Buch. So finde ich auch die Einleitung in das Geschehen durch den Tango "Volver", von welchem ich sogar das meiste verstanden habe ;-), einfach gelungen. Denn ich denke, ich werde nicht die Einzige bleiben, die den Tango in die Suchmaschine eintippt und daraufhin einen ganzen Nachmittag damit verbringt, Tangos anzuhören und vor sich hin zu träumen, weil es einfach so wahnsinnig toll klingt...
(hier ein Vorgeschmack von "Volver": https://www.youtube.com/watch?v=dQr_PKgvkHI)

Fazit:

"Recuerdos - Vielleicht war es ein Tango" ist ein außergewöhnliches Buch, das den Leser einerseits zum Denken anregt und andererseits an einen fremden Ort träumen lässt. 
Wer wäre nicht gern auf Rapa Nui und würde Tango tanzen? 


Mein großer Dank geht an Herrn Hakenjos, welcher mir nicht nur seine Bücher selbst zuschickt, sondern auch dabei hilft, mein Spanisch aufzufrischen und aus dessen Mails ich mich immer wieder aufs Neue freue :-)

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RoswithaCs avatar

Eigentlich bin ich kein Freund von Kurzgeschichten, es ist ewig her, dass ich das letzte Mal welche las. Ich finde, es gibt jenseits der bekannten Autorenriege so wenige, die nicht nur eine wirkliche oder vermeintliche Erzählbegabung haben, sondern sich die Mühe gemacht haben, das Schreiben von der Pike auf zu erlernen, die die Erzähltechniken beherrschen, die Schreiberfahrung gesammelt haben und es dazu noch verstehen, mit der Sprache zu spielen und durch eine geschickte Auswahl der Erzählsituation sowie Andeutungen und Methaphern auf vergleichweise wenigen Seiten eine "Story" zu entwickeln, die wirklich im Gedächtnis bleibt.

Erzählen im besten Sinn also. Seit heute gehört Peter Hakenjos für mich zu diesen wenigen, die es können.

Auf knapp 100 Seiten finden sich 25 Kurzgeschichten "für alle, die noch LPs der Stones und der Beatles im Schrank haben". Die Geschichten handeln von älteren und alten Menschen. Werden Senioren ansonsten sowohl in der Literatur als auch anderen Medien bevorzugt eindimensional als putzig, nervig oder "altersweise" dargestellt, so beschreibt Peter J. Hakenjos Alte, wie sie wirklich sind: Menschen mit Lebenserfahrung und Vergangenheit, mit Schwächen und Stärken. Menschen, die nicht als Oma und Opa geboren wurden und die Hirn und Verstand auch nicht mit dem Erhalt des ersten Rentenbescheids abgegeben haben.

So bleibt mir dieses Buch gleich zweifach positiv in Erinnerung und ist für mich ein echter Lesetipp - auch für diejenigen, die gar nicht mehr wissen, was eine LP ist.

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