Peter Jinks Über roten Dächern

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Inhaltsangabe zu „Über roten Dächern“ von Peter Jinks

Hallam Foe beobachtet seine Umgebung am liebsten von seinem Baumhaus aus: Die zweifelhaften Verführungskünste der Dorfjugend, seine Eltern, Fremde. Als er entdeckt wird, zieht er weg, in die Altstadt von Edinburgh deren Dächer noch aufregendere Ausblicke bieten. Zum Beispiel auf Kate. Hallam ist clever und hoffnungslos romantisch. Aber die Liebe fällt nicht vom Himmel, sie geht durch Türen.

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  • Über rote Dächer - Hallam Foe

    Über roten Dächern
    bauerhepeter

    bauerhepeter

    14. January 2016 um 18:23

    Hollywood putzt sich für die Oscarverleihung heraus und wir anlässlich unsere LBfilmgruppe " WIR LIEBEN FILMZITATE ! WIR SIND FILMFREAKS ,die gerne etwas aktualisiert und mit einem Oscartippspiel http://www.lovelybooks.de/gruppe/165694653/wir_lieben_filmzitate___wir_sind_filmfreaks__/themen/?threadid=1217176470&threadtitle=Unser+Oscartippspiel auf neue Besucher und Mitglieder wartet. Denn auch dieses Jahr sind wieder mit " Carol " von Patricia Highsmith, " Der Marsianer oder " Der Rückkehrer " verfilmt mit Leonardo di Caprio jene bemerkenswerte Stoffe dabei aus denen überdurchschnittliches Filmisches geschaffen werden kann.Aber auch in früheren Jahren gab es wie unten erkennend lohnenswerte Romanvorlagen HALLAM FOE Warum liebe ich so diese schönen kleinen Außenseiterfilme basiernd auf oft schon gelungene Romanvorlagen wie in diesem Falle " Über roten Dächern " von Peter Jinks ? Vorhersehbarkeit ist wie so oft im Leben auch hier das Gift vieler Filmproduktionen.Sie zerstört Spannungsbögen und läßt Überraschungsmomente schnell absterben.Langeweile und Eintönigkeit breitet sich aus im Kinosaal,die dann nur noch durch seichte Schenkelklopfergags,Tränenbäder und überzogene Gewaltszennen krampfhaft kompensiert werden können.Außenseiter haben ihre unvorhersehbaren Macken Kanten und Widerhaken Außenseiterfilme folgen den Wegen dieser oft etwas skurillen,aber doch liebenswerten Protagonisten,die sich deswegen öfters etwas neben den üblichen eingetretenen Pfaden im Leben treibenlassen.Zärtlich umstreifen wir diese kleinen stillen Helden ohne ihnen böse zu werden,wenn mal bei ihnen wieder etwas nicht so glatt verläuft. Hallam Foe- Aus dem Leben eines Außenseiters ist eine solche tragische nicht vorhersehbare kriminalistisch angehauchte , Liebesgeschichte ohne Taschentuchhappyend, Billy Elliot ist wieder da. Nur noch schwer wiedererkennbar als gereifter junger Mann nimmt Jamie Bell sich wieder erfolgreich einer schwierigen Außenseiterrolle an.Was haben wir damals mitgefiebert in " Billy Elliot I will dance " bis er seinen Traum vom erfolgreichen Ballettänzer trotz widrigen Umfeld und festgefahrenen Rollenerwartungen in dieser entbehrlichen Thatcherära verwirklicht hatte. Über den Dächern von Nizza war in den 50er des letzten Jahrhunderts ein Film von Alfred Hitchok,dessen Hauptdarsteller Gary Crant vorwiegend in höheren Gefilden aktiv war.Hallam ist zwar nicht " die Katze " doch ebenso sicher in schwindelnden Höhen diesmal vorwiegend über den Dächern Edinburghs,wo der größte Teil dieser schottischen Indieperle spielt.Diese Tatsache schenkt uns seltene und sehenswerte Panoramen aus dem Blickwinkel eines Spanners,der aus dem schottischen Bergdörfchen dorthin flüchtete, Hallam wird durch den unerwartwn Freitod seiner überaus geliebten Mutter zum voyeuristischen Außenseiter,der in seinem Baumhaus zurückgezogen das Leben anderer,besonders das seiner gehaßten Stiefmutter aufmerksam beobachtet,denn er glaubt nicht an den Selbstmord seiner Mutter.Für ihn ist seine jetzige Stiefmutter einer der Hauptverdächtigen eines möglichen Mordfalls,was ihn aber nicht abhält mit ihr zu schlafen.So bleibt nur die überstürzte Flucht nach Edinburg.Empfangen von typisch düsteren Inselwetter,Polizisten auf Streife und Freiern auf der Suche nach Strichern erkennt er am Bahnhof in der lebenslustigen Personalchefin eines Hotels ein Ebenbild seiner verstorbenen Mutter.Er heftet sich sofot an ihre Fersen und dringt auf amüsante Weise immer weiter in ihr Leben ein,wird ihr Angestellter,Beschützer und Liebhaber bis in die Vergangenheit wieder einholt. Rundherum eine stimmige Sache,auch wenn Hallam Foe trotz schauspielerischer Prachtleistung von Jamie Bell nicht an der Spitze ähnlicher Außenseitertragikkomödien wie besagtes " Billy Ellit I will dance", " Igby " oder gar " Harold und Maude "heranreicht.Dazu fehlt es doch noch an Dichte, Tiefe und sozialem Bezug. Ein cleverer Deal zwischen dem Regissuer und einer britischem Indieplattenfirma sorgt für die passende musikalische Untermalung.Domino Records aus London liefert unzählige Nachwuchskünstler ,die nach dem auch hier bekannten Headliner Franz Ferdinand vornehmlich aus der zweiten Reihe stammen und unverbraucht kraftvoll musizieren.Sie begleiten Hallom passend durch seine abwechslungsreiche ödipale Außenseiterodysee und wären auch ohne Filmhintergrund einen Kauf wert.Dies fand auch die Jury der Berliner Filmfestspiele und zeichnete deshalb den Filmsoundtrack für die gelungene Zusammenstellung aus. Endlich mal wieder eine Tragikkomödie, wo man den Eindruck erhält,hier wurde nicht mit dem Blick auf Altersbegrenzungen, und Kassenerfolgskonventionen nachträglich noch vieles Kreatives rausgeschnitten .Was Hallam durch den Blick der Fenster sieht,sieht auch der Zuschauer,nie skandalös gehypt dargestellt,aber auch nie mit dem entscheidenden Wegschwenken der Kamera.Wie Hallam und besonders seine angebetete Kat unverblümt reden so,spricht vielleicht danach auch der Betrachter,so charmant sind auch verbale Ausflüge unter die Gürtellinie dargestellt.Das danach bei einem vielleicht das Reportoire für Genitaliensynonyme erheblich erweitert ist,nimmt hier keiner einem übel.Wie so oft im Leben kommt es auf die liebevolle und passende Verpackung an.Und die liefert Regisseur David MacKenzie ebenso gekonnt und leichtfüßig wie auch die handgezeichnete Einleitung und den Abspann gerne mit und sorgt wieder einmal dafür dass Roman und Verfilmung auf gleicher Augenhöhe sein können.Viel Spaß dabei.

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  • Rezension zu "Über roten Dächern" von Peter Jinks

    Über roten Dächern
    emeraldeye

    emeraldeye

    04. April 2011 um 10:30

    Der Verlag: Sein Name ist Hallam. Hallam Foe. Und er hat ein ungewöhnliches Hobby. Von seinem Baumhaus aus beobachtet er das vermeintlich normale Leben seiner Umgebung : Die Verführungskünste seines Freundes Carl, seinen ausgesprochen gutmütigen Vater und seine in gleichem Maße unentspannte Stiefmutter. Bis seine Leidenschaft entdeckt wird und es Riesenärger gibt. Hallam zieht nach Edinburgh in die Altstadt, deren Dächer noch aufregendere Ausblicke bieten. Zum Beispiel auf Kate, die Frau, in die er sich unsterblich verliebt. Hallam ist einfallsreich und hoffnungslos romantisch. Aber nur wer sich auf die Niederungen des Lebens einlässt, kann irgendwann mit der Traumfrau abheben. Nach dem Selbstmord seiner Mutter hat sich der inzwischen 17jährige Hallam Foe in sich selbst und von der Erde zurückgezogen. Schon lange hat er das riesige Grundstück seines Vaters, eines bekannten Architekten, nicht mehr verlassen. Stattdessen hangelt er sich von Baumhaus zu Baumhaus und von Hausdach zu Hausdach und beobachtet und belauscht die Menschen um sich herum. Er führt Logbücher, in denen er alle seine Beobachtungen einträgt. Für ihn könnte sein Leben immer so weiter gehen. Doch eines Tages sind diese Bücher verschwunden und Hallam weiß, dass seine Stiefmutter Verity, der er die Schuld am Tod seiner Mutter gibt, sie genommen hat. Schon lange versucht sie, ihn und seine ältere Schwester Lucy zu vertreiben, um ihren Vater Julius ganz für sich allein haben zu können. Lucy wird nach Südafrika verbannt und auch Hallam muß, nachdem sein Vater von seiner Obsession erfahren hat, nach Edinburgh ziehen. 5 Jahre später hat er sich eine Wohnung in der Altstadt, natürlich direkt unter dem Dach, gekauft und frönt seiner Leidenschaft noch immer. Doch dann lernt er Kate kennen und zum ersten Mal seit langer Zeit hat er den Wunsch, einem anderen Menschen nahe zu sein. Für sie will er auf die Erde zurückkommen. Eine ungewöhnliche Coming-of-age-Story mit einem schrulligen, unbeholfenen, aber liebenswürdigen Helden, der auf seine ganz eigene Art versucht, mit den Brüchen in seinem Leben fertig zu werden.

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