Peter Köhler Augen durch und zu

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Inhaltsangabe zu „Augen durch und zu“ von Peter Köhler

Die Sprache hat so ihre Tücken und jeder hat sich schon einmal im Wörtergestrüpp verlaufen. Peter Köhler hat im reichhaltigen Fundus der Sprachverwirrungen gestöbert und einen abwechslungsreichen, sehr unterhaltsamen und kuriosen Wort-Schatz zutage gefördert. Nach Stichworten von "Anfang" bis "Zukunft" geordnet präsentiert er witzige Verdrehungen, Versprecher, fantasievolle Übersetzungen und andere Ausrutscher, kurz: "Das Grüne vom Ei".

Ein mehr als kurzweiliges Sachbuch, das mich nicht überzeugen konnte und viele, bereits Bekannte Versprecher aufführt

— seschat

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  • Versprecher und andere Sprachunfälle - findest du alle Feller?

    Augen durch und zu

    Normal-ist-langweilig

    30. June 2015 um 18:41

    Aufmachung: Von außen sieht das Buch witzig aus – der Titel ist gut gewählt! Innen sind leider „nur“ Zitate, keine Bilder mehr, keine Auflockerungen, es ist grau in grau gehalten. Wenn man das Buch aufschlägt, wirkt es eher unansprechend! ******************************** Meine Meinung: Als Deutschlehrer finde ich solche Bücher immer besonders witzig und interessant. Ich liebe das Lesen von Versprechern, von Druckfehlern, von verdrehten Sprichwörtern, von misshandelten Fremdwörtern, … Wichtig ist mir aber auch immer, dass man solche „Fehler“ nicht als Dummheit oder Blödheit bei anderen Menschen ansieht! Ok, bei manchen Menschen sind solche Versprecher an der Tagesordnung, aber ansonsten muss man sagen, dass jedem von uns mal ein falsches Wort herausrutscht, man ein Fremdwort falsch benutzt oder der gesagte Satz überhaupt keinen Sinn ergibt! Auf genau das weist auch der Autor „Peter Köhler“ in seinem Nachwort hin und das macht ihn gleich sympathisch! Das Buch liest sich mit seinen 143 Seiten sehr schnell weg und ist sehr kurzweilig, da ja die Seiten auch nicht gefüllt sind. Es liest sich sehr gut und ist sehr häufig wirklich lustig. Natürlich sind auch Zitate dabei, die ich nicht witzig finde und es gibt auch welche, die ich ehrlicherweise gar nicht verstehe… Es handelt sich hier um ein passendes Buch für die heißen Tage – leichte und amüsante Kost zum Schmunzeln! *************************** Beispiele gefällig? “Das Altenheim Magdalenum hat aufgehört zu existieren. Alle Heimbewohner sind inzwischen umgelegt worden.” (S. 10) “Bei einem Vorstellungsgespräch musst du bleiben, wie du bist, verstehst du? Immer autistisch bleiben!” (S. 45) und noch eines zum Nachdenken… “Schon jetzt lebt jeder vierte Deutsche allein, in wenigen Jahren gilt das für jeden fünften, wenn die Entwicklung anhält.” (S. 141)

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  • Ein Sachbuch ohne Mehrwert

    Augen durch und zu

    seschat

    19. June 2015 um 09:20

    Der Publizist und Satiriker Peter Köhler hat mit "Augen durch und zu" ein kurzweiliges und leider wenig lehrreiches Sachbuch zum Thema Versprecher und Sprachunfälle innerhalb der deutschen Sprache geschrieben. Ich hatte mir im Vorhinein ein vergnügliches Buch im Stile von Bastian Sick oder Titus Arnu erhofft, was aber nicht eintraf. Im Gegenteil, der Autor listet in alphabetischer Reihenfolge wahllos witzige oder ihm humorvoll erscheinende Sentenzen aus den Medien auf (TV, Print etc.). Auf eine detallierte Fehleranalyse wird verzichtet. Einzig zur Benennung der zitierten Quelle lässt sich Köhler herab. Hier ein paar Beispiele für sog. Sprachunfälle: "Ausbilder sind nur für die Ausbildung ausgebildete Mitarbeiter, die vom Auszubildenden beauftragt sind, Auszubildende auszubilden." (Berufsausbildungsgesetz der Stadt Hamburg, S. 11) "Ich schmück mich nicht mit fremden Fehlern." (Karl Theodor zu Guttenberg, S. 39) "Anatidaephobie: Angst, von einer Ente beobachtet zu werden" (Roche Lexikon Medizin, S. 94) Alles in allem, geht es dem Verfasser wohl eher um leichte, minimalistische Unterhaltung im Stil eines schnöden Witzebuchs als um Lektüre mit Esprit und Mehrwert. Beim Lesen haben mich besonders die vielfachen Literaturzitate aus dem 18. Jahrhundert gestört, die einfach nicht mehr zeitgemäß sind und mich so gar nicht zum Lachen bringen konnten. Fazit Ein Buch mit verschenktem Potential. Schade. Nicht mal 7,90 € wert.

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