„Denn überall dort, wo die Überzeugung herrscht, zu wissen, was das Gute und was das Böse sei, trägt der Wille zum Guten immer schon den Keim des Bösen in sich.“
Mit diesen Worten schließt der Wiener Philosoph Peter Kampits eine lehrreiche, gut lesbare und immer spannend und zu eigenem Denken und Urteilen anregende philosophische Reise durch die Gedankenwelt von Gut und Böse ab.
Es sind fast 50 einzelne kurze Essays, die er da versammelt hat zu den unterschiedlichsten Fragen und Themen. Natürlich haben sie einen inneren Zusammenhang und sind aufeinander aufgebaut. Aber man kann sie ohne Ausnahme auch einzeln lesen, wenn einen ein Thema besonders interessiert, etwas die Figur der bösen Frau oder das Thema der Theodizee im Kapitel über Hiob.
Dieses gute philosophische Lesebuch hätte bislang mehr positive Aufmerksamkeit der Kritik, speziell in Deutschland verdient.

