Peter Kimeswenger Wem die Glocke schlägt

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Inhaltsangabe zu „Wem die Glocke schlägt“ von Peter Kimeswenger

In einem aufgelassenen Weinkeller in der mittelalterlichen slowenischen Hafenstadt Piran wird ein Investmentbanker erhängt aufgefunden. Der österreichische Kriminalpolizist Karl Heber, der sich hier im Ruhestand den Traum von Haus und Boot erfüllt hat, macht sich auf Spurensuche. Mitunter raue See und raue Sitten bilden die Kulisse für dunkle Geschäfte, dubiose Machenschaften und verwobene Familienstrukturen. Heber kämpft gegen Bürokratie, Einfältigkeit und Zentralismus. Und er beweist: Ein Selbstmord muss kein solcher sein.

Ein sehr leiser Krimi mit viel Lokalkolorit. Die Spannung blieb meiner Meinung leider auf der Strecke.

— tinstamp
tinstamp

feine, kleine, ruhige kriminalistische erzählung mit tiefgang

— Buecherspiegel
Buecherspiegel

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  • Ein sehr ruhiger Krimi ohne jeglichen Spannunsgaufbau

    Wem die Glocke schlägt
    tinstamp

    tinstamp

    14. December 2014 um 12:42

    Der österreichische Autor und Journalist Peter Kimeswenger entführt den Leser in seine eigene Heimat: seine alte und seine neue. Klagenfurt in Österreich auf der einen Seite, Piran in Slowenien auf der anderen Seite. Und hier kam auch das "Zauberwort" ins Spiel, warum ich dieses Buch lesen wollte: Piran. Der letzte und westlichste Zipfel von Slowenien, dem einzigen Meerzugang mit den Nachbarstädten Koper und Izola, aber das glamouröste der drei Städtchen auf diesem Fleckchen Erde, hat auch mich begeistert. Hier sah ich das erste Mal das Meer! Ich war damals 14 Jahre alt und ich werde diesen Moment nie vergessen. Vor sieben Jahren war ich wieder dort - gemeinsam mit meiner Familie und einer lieben Freundin aus Slowenien. Piran fasziniert mich noch immer und so kann ich auch sehr gut verstehen, warum sich der Autor hier im Ruhestand niedergelassen hat. Auch im Krimi geht es um den Polizisten Karl Heber aus Klagenfurt, der sich seinen Traum erfüllt und sich ein Häuschen in Piran gekauft hat. Hier will er seinen letzten Lebensabschnitt verbringen. Doch auch in Rente verfolgt ihm Mord und Totschlag. In einem Weinkeller wird ein Investmentbanker erhängt aufgefunden. Auf dem Tisch vor ihm eine schwarze Kerze und eine Glocke, die leise läutet. Selbstmord heißt es. Doch kurz darauf erhält Heber einen Anruf von Antonella Lupini, einer Anwältin. Vor Jahren standen sich die Beiden bei einem Prozess gegenüber, doch nun bittet sie Karl um Hilfe. Der Tote aus dem Weinkeller ist ihr Zwillingsbruder Angelo und Antonella glaubt nicht an die Selbstmordtheorie. Helber verspricht ihr nachzuforschen und bald ist auch er sich sicher, dass es sich hier um keinen Selbstmord handelt. Die Krimihandlung im sehr dünnen Büchlein ist nicht wirklich der Hauptstrang bzw. kann man das Buch auch als "ruhigen Krimi" beschreiben. Mir kam oft vor, als ob die ausführlichen Beschreibungen, wie man sich auf einem Boot zu verhalten hat oder welche Vorzüge welche "Nussschale" hat, oft mehr hervorgehoben wurde. Auch die Besuche in Kaffeehäuser und Restaurants nahmen einiges an Seiten ein. Mir fing oft der Magen zu knurren an ;) Der Fall wurde irgendwie so nebenbei gelöst, wo ich zugeben muss, dass mich die raschen Schlussfolgerungen des Ex-Polizisten oft überrascht aufblicken ließen. Jede Spur, die er verfolgte, führte ihn ans Ziel...auch wenn es am Ende des Buches doch ein bisschen rasanter wurde...allerdings nur ein bisschen. Die Spannung habe ich hier etwas vermisst. Weniger Beschreibungen der Schifffahrt hätten mir besser gefallen, aber wahrscheinlich deshalb, weil ich damit auch nicht wirklich etwas anfangen kann. Positiv anmerken möchte ich die ausführliche Beschreibung der Eigenheiten der Menschen im Dreiländereck Italien-Slowenien-Österreich. Man spürt hier immer wieder durch, dass diese Gegend früher zu Österreich gehörte, jedoch durch die südliche Landschaft, dem Meer und die Verbundenheit der Menschen zu ihren Bräuchen und ihrer Sprachen geblieben ist...egal, ob in Italien oder Slowenien lebend. Die Eigenheiten jeder kleinen Region und der Sprache, die auch heute teilweise in Kärnten noch gesprochen wird, vermittelt im Buch eine Art kleine grenzübergreifende Völkerverständigung. Schreibstil: Den Schreibstil fand ich flüssig und gut zu lesen. Allerdings konnte ich mich nicht wirklich in die dargestellten Personen "hineinfühlen" und der Überhang an Beschreibungen über Fischfang und Boote im Allgemeinen fesselte mich nicht wirklich. Dafür konnte der Autor mit der bildhaften Erzählung der Landschaft und der Orte der Region punkten. Fazit: Ein sehr leiser Krimi mit viel Lokalkolorit. Die Spannung blieb meiner Meinung leider auf der Strecke. Die Charaktere waren teilweise blass, aber die Beschreibungen der Landschaft, der Bräuche und Eigenheiten der Menschen in diesem Dreiländereck ist gelungen.

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  • die lösung braucht zeit!

    Wem die Glocke schlägt
    Buecherspiegel

    Buecherspiegel

    08. November 2014 um 18:59

    Dass ein Krimi nicht immer bluttriefend, schnell, schussreich oder auch in einem unglaublich schnellen Tempo aufgeklärt sein muss, das beweist der eher einer Erzählung gleichendem Krimi von Peter Kimeswenger „Wem die Glocke schlägt“. Auch der Ort des „vielleicht Verbrechens, vielleicht doch Selbstmord“ ist für den deutschsprachigen Raum ungewöhnlich. Ein Weinkeller in Piran, einer kleinen Stadt am Meer in Slowenien, ein Kriminaler aus Österreich, der sich im Ruhestand wähnt, das sind nur einige der Faktoren die diesen Krimi beschreiben. In ruhigen Sätzen, kleinen Kapiteln erzählt der Autor vom ehemaligen Kriminalpolizist Karl Haber, genannt Carlos, wie er sich in seinem Ruhesitz einlebt, den Ort, seine Einwohner, Kneipen und Restaurants langsam kennenlernt. Den Jahreszeiten angepasst kauft er auf dem Markt ein und hat mitunter Gäste in seiner Casa Loca, die, leider, leider, auf Monate eher einer Baustelle gleicht. Da ist er froh, dass sein guter Freund Ivo ihn oftmals mit aufs Meer hinaus nimmt. Ach ja, ein Kriminalfall gibt es natürlich auch zu berichten. Ein Erhängter in einem Weinkeller, der erst dann vom Suizidalen zum vielleicht Mordopfer wird, als seine Zwillingsschwester beim nun Privatier anruft, um ihn dazu zu bewegen, doch bitte zu ermitteln. Sie glaubt nicht daran, dass ihr Bruder sich erhängt hat. Und nach langem zögern nimmt er an, macht sich vertraut mit dem Umfeld des Toten und hält auch Kontakt zu den hiesigen Behörden. So ist er denn notgedrungen auf Reisen, allerdings, da er nun kein Auto mehr vor Ort benötigt, eher mit dem Boot, mit dem Zug oder auch per Anhalter. Übrigens Boot: wir lernen durch den Autor sehr viel über das Meer an der slowenischen Küste, wie sich der Kriminalbeamte a. D.  sich den Traum vom eigenen Boot erfüllt, es mit Freunden aufbaut, und ganz nebenher, innerhalb eines ganzen Jahres, den Fall aufklärt. Wie gesagt, in langsamen Tempo, ohne viel Hetze. Und was das mit der Glocke zu tun hat, die im Titel erwähnt wird, tja da muss man schon selbst lesen. Fazit: es geht auch mal anders. Und das ist gut so. Weitere Hinweise auf www.styriabooks.at

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