Peter Klusen Der lächerliche Ernst des Lebens

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Inhaltsangabe zu „Der lächerliche Ernst des Lebens“ von Peter Klusen

Richard Breitenbachers Geburt ist nur bedingt ein freudiges Ereignis, seine Zeugung auf der Parkbank im Volksgarten war ein Versehen. Es ist die Zeit des Umbruchs und des Aufbruchs. Die Kinderjahre der zweiten deutschen Republik sind auch Richards Kinderjahre. Das Geschehen ist angesiedelt in den Fünfzigerjahren, überwiegend in der Stadt Mönchengladbach. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Mietshaus mit fünf Mietparteien. Hier in der Enge der großelterlichen Wohnung und in der Weite eines verwilderten Gartens verbringt Richard sein Leben - während die Eltern arbeiten, sich bald auseinanderleben und neuen Tagträumen und Lebenslügen nachjagen. Das Mietshaus ist Dreh- und Angelpunkt eines vielschichtigen Geschehens. Der Autor beschreibt das psychosoziale Biotop dieses Hauses mit einem scharfen Blick für die Schwächen, aber auch die Stärken der Menschen, die hier leben und arbeiten, lieben und leiden. Er zeichnet ohne Schuldzuweisung augenzwinkernd und in kurzweiliger Prosa ein Panoptikum deutschen Nachkriegslebens, das angesiedelt ist zwischen Tragik und Komik. Das Leben pfeift dabei auf jeden Ernst, denn alles ist flüchtig: das Glück, das Leid, die Liebe, der Hass. Und nicht zuletzt das Leben selbst, dem niemand unschuldig entkommt.

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    Der lächerliche Ernst des Lebens
    juergen_schmidt

    juergen_schmidt

    26. March 2016 um 08:21

    "Der lächerliche Ernst des Lebens" ist ein origineller Titel. Ein Titel, der zurecht neugierig macht! Gut gewählt vom Viersener Peter Klusen.Es ist ein flott lesbares Buch über einen typischen Versager mit gewaltigen Plänen. Ein Träumer, der ein ganz Großer werden will. Ernst Breitenbacher hatte von allen im Buch Beteiligten die besten Voraussetzungen und endet verarmt, verkrüppelt, alkoholkrank, einsam und letztendlich im Knast. Eine tragische Figur. Man weiß nicht, ob man ihn bedauern soll, denn er wurde auch ordentlich ausgenutzt. Andererseits: wäre er vielleicht mehr auf die Bedürfnisse seiner Monika eingegangen, vielleicht wäre alles ganz anders verlaufen ... Vielleicht, das wissen wir nicht, denn diese Monika war noch unreifer als er.Alles in allem ein interessantes Buch aus der Zeit als es wieder aufwärts ging in Deutschland, in diesem Fall in Mönchengladbach. Bekannte Artikel und Ausdrücke tauchen auf: Seifenkiste, dicker Mercedes, 4711, Juno, sogar alte Millowitsch-Schlager. Manche Ausdrücke sind nicht so gut gewählt, weil aus heutiger Zeit: z.B. abgefackelt, aber das hat wenig Bedeutung auf die Qualität des Buches.

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