Denkt man an Raumschiffe und deren Verfilmungen, fallen schnell die Namen Star Trek und Star Wars. Erst nach weiterer Überlegung kommen einem auch die Battlestar Galactica oder die Kult-Fernsehserie Raumpatrouille Orion in den Sinn. Völlig zu unrecht, wie mir scheint.
Wie viele Adaptionsmöglichkeiten gerade Raumpatrouille Orion bietet, zeigt die Anthologie "Sternenlicht", in welcher zwölf Autoren und Autorinnen ihre Version vorstellen.
Während das Sternenlicht-Universum und die Ränge auf den Schiffen vorgegeben sind, haben die Schreibenden ansonsten alle Möglichkeiten ihre Ideen in diese Welt bringen.
Nicht nur, dass jeder sein eigenes Schiff und seine eigene Besatzung kreiert, auch die Themenwahl ist sehr breit aufgestellt. Denn mitnichten, fliegt das Schiff durch den Raum und sucht nur nach einem Planeten oder ist in Kampfeshandlungen verstrickt.
Jede Geschichte ist individuell und keine Blaupause einer anderen und jede hat ihren eigenen Ton.
Viele Probleme, die Menschen gerade in Bezug auf Ethik haben, sind auch in der Zukunft noch nicht gelöst und so spielen einige Kurzgeschichten genau mit diesem Element.
Doch auch die Frage, was macht es mit einer Person, wenn man im Weltraum lebt und keine Bewegungsfreiheit im klassischen Sinne hat, wird erörtert.
Alle Texten sind ernsterer Natur und eine Satire sucht man in diesem Sammelband vergebens.
Aber sie sprühen vor Abenteuerlust oder die Spannung kommt nicht zu kurz.
Kein Text fällt durch eine schlechte Handlung auf, aber durch den eigenen Geschmack heben sich einzelne Geschichten besonders hervor.
Eine Anthologie, die man nicht im Überlichtflug meistert, sondern für die man sich bewusst Zeit nimmt, um das Sternenlicht-Universum kennenzulernen und die Geschichten und ihre Inhalte zu verinnerlichen.
4 von 5 Universen
Peter Krüger
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Peter Krüger
Der Tod wartet auf Rialta VI
Kollisionskurs
Geschichten von Übermorgen
Nachrichten von Übermorgen
Neue Rezensionen zu Peter Krüger
Klappentext / Inhalt:
Man schreibt das Jahr 3169 in der Sternenlicht Vereinigung. Seit den verhängnisvollen Kriegen gegen die Frogs sind mehr als einhundert Jahre vergangen. Das ehemalige Staatengebilde der Menschheit zerfiel in ein Vielzahl von Reichen, Vereinigungen und Neo-Aristokratischen Gesellschaften. Nach einer lange anhaltenden Wirtschaftlichen und politischen Erholung entschloss sich die Sternenlicht Vereinigung Forschungsschiffe zu entsenden, um die Milchstraße neu zu erkunden.
Die Besatzung der JAGELLOVSK befindet sich auf SIGMA-3, nachdem sie von ihrer abenteuerlichen Reise in der Zeit zurückgekehrt ist. Das Schiff wurde zerstört, zwei Besatzungsmitglieder gelten als vermisst. Walt Kargon muss nun Rede und Antwort stehen, was seinerzeit passierte, als sein Schiff losgeschickt wurde, um GJ 3021 b abzufangen, einen Asteroiden, der sich auf Kollisionskurs zum Planeten Tyros befunden hatte. Kargon wird aufgefordert zu offenbaren, wie seine erste Mission ablief, bevor die SSD-Offiziere eine Entscheidung über die Zukunft der verbliebenen Besatzung treffen.
Cover:
Das Cover ist spannend umgesetzt und optisch passt es auch sehr gut zu den anderen Covern der Reihe. Ein Wiedererkennungseffekt ist hier auf jeden Fall vorhanden.
Meinung:
Band 21 der Sternenlicht Reihe und durch seine Rückblenden und Schilderungen der Ereignisse findet man sich gut und schnell in alles hinein und zurecht. Bei solchen Reihen sind Vorkenntnisse natürlich immer von Vorteil, aber auch ohne ist dies durchaus machbar.
Eine Reihe, die SciFi Fans begeistert und schnell an Spannung und Action Aufbau und dadurch den Leser mitnimmt. Die Charaktere überzeugen durch Facettenreichtum und Vielschichtigkeit und auch ein gewisser Humor kommt nicht zu kurz.
Vom inhaltlichen möchte ich hier gar nicht ins Detail gehen, da ich nichts vorweg nehmen möchte, halte ich mich damit zurück.
Der Schreibstil ist bildlich und gut verständlich. Die Umgebung und Hintergründe werden gut erfasst und beschrieben. In Charaktere und Situationen findet man sich gut hinein und auch Spannung wird schnell aufgebaut. Die kleinen Rückblenden machen das Ganze interessant und wendungsreich.
Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gute und angenehme Länge und bringen zusätzliches Tempo hinein. Die Anfänge sind gut erkennbar und die Überschriften passend gewählt, auch die Angaben dazu sind hilfreich. Gliederung und Gestaltung hat mir gut gefallen.
Die Geschichte ist klasse umgesetzt und zugleich ereignisreich, aber auch humorvoll umgesetzt und sorgt so für kurzweiligen und spannenden Lesegenuss.
Fazit:
Die Geschichte ist klasse umgesetzt und zugleich ereignisreich, aber auch humorvoll umgesetzt
Klappentext / Inhalt:
Zielgruppenbeschreibung:
Die Reihe Sternenlicht ist für SF-Fans ab dem Alter von 10 Jahren und für alle Fans von Weltraumabenteuern.
Die Zielgruppe dieser Hommage an Raumpatrouille Orion sind Leser ab dem 12 Lebensjahr. Für Freund der Science Fiction Abenteuer die ähnlich sind wie die Raumschiff Enterprise Romane und abenteuerlich wie Raumpatrouille Orion.
3170: Während die Jagellowsk II ihren Jungfernflug absolviert, wird Leutnant Gella Hailey auf eine geheime Mission auf den Planeten Rialta VI entsandt. Dort soll die Probe vom Asteroiden GJ 3021 b verschiedenen Tests unterzogen werden, um neue Erkenntnisse für die Raumfahrt zu gewinnen. Doch ein Alarm im Laborkomplex sorgt dafür, dass der scheinbar ruhige Aufenthalt auf dem Planeten zu einer Gefahr wird. Die SSD-Agentin folgt einer deutlichen Spur von Gewalt. Schon bald findet sie heraus, dass hinter all den Schwierigkeiten ein unberechenbarer Mann steckt., der nicht umsonst "Crazy Ivan" genannt wird.
Cover:
Das Cover ist interessant und abenteuerlich aufgemacht. Es wirkt etwas provokant durch die Gegenüberstellung. Optisch und auch farblich ist es passend umgesetzt.
Meinung:
Ich kannte weder die Reihe, noch die Crew bisher und wurde so schnell ins Geschehen geworfen. Aber auch ohne Vorkenntnisse fand ich mich schnell in diese SciFi Reihe und auch ins Geschehen und de Charaktere hinein. Es geht gleich kämpferisch und spannend los und man wird so schnell ans Geschehen gefesselt. Gella muss einiges einstecken und auch die Missionen sind alles andere als einfach. Schnell wird Spannung und Unterhaltung erzeugt.
Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich leicht und locker lesen. Die Beschreibungen sind bildlich und so das Ganze gut vorstellbar. Die Situationen sind nachvollziehbar und interessant umgesetzt. Durch die recht kurzen Kapitel wird das Tempo hochgehalten und zusätzliche Spannung erzeugt. In die Charaktere und Crew findet man sich schnell hinein und forscht und ermittelt mit diesen mit.
Die Kapitelanfänge sind gut ersichtlich und auch die Überschriften passend gewählt, ohne dabei zu viel zu verraten.
Die Geschichte ist spannend und abenteuerlich umgesetzt und ein kurzweiliges und zugleich unterhaltsames Lesevergnügen. Ich bin neugierig was bisher geschah und was noch passiert.
Auch ohne Vorkenntnisse kann man gut in die Reihe einsteigen und die Bände auch unabhängig lesen. Dies ist der 24 Band der Sternenlicht Reihe, wobei wechselnde Autoren immer mal wieder vereinzelt einen Band übernehmen. Manche Autoren tauchen dabei häufiger auf und andere eher selten.
Peter R. Krüger macht seine Sache hierbei gut, er nimmt den Leser mit und bringt die Erlebnisse vorstellbar und greifbar herüber. Auch in die Gedanken und Emotionen der Charaktere findet man sich gut hinein. Und auch wenn das Buch recht überschaubar von der Seitenzahl ist, so ist die Geschichte gut durchdacht und überlegt.
Fazit:
Die Geschichte ist spannend und abenteuerlich umgesetzt und ein kurzweiliges und zugleich unterhaltsames Lesevergnügen.
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