Peter Lancester Dämonentränen

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Inhaltsangabe zu „Dämonentränen“ von Peter Lancester

Stöbern in Fantasy

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eigentlich solche 'Autorin' sei nur lächerliche Ziege

marie-marien

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Binchen80

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Kaetzin

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  • Spannender Genremix aus Fantasy, Horror und Thriller

    Dämonentränen

    renie

    11. April 2016 um 11:10

    Worum es geht:Kurz und knapp geht es um die Lebens- und Leidensgeschichte der Psychiatriepatientin Mona, die ein grauenvolles Geheimnis in ihrem Körper verwahrt. (Quelle: Eldur-Verlag) "Es war solch eine Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet sie, ein Kind der Nacht, das helles Licht scheute und vor dem sich besser jedes Lebewesen fürchten sollte, Angst vor der Dunkelheit hatte. Nicht vor der Dunkelheit ans sich, sondern davor, was sich in ihr verbergen konnte. Das Gesichtslose, Gestaltlose, Ungreifbare." (S. 43) Erzählt wird diese Geschichte in mehreren Handlungssträngen und Zeitebenen. Sie beginnt irgendwann in der Vergangenheit, in einer Zeit, in der die Menschen noch mit Schwertern statt mit Handys unterwegs waren. Ein Mann und eine Frau auf der Flucht. Sie ist die Tochter eines wohlhabenden und angesehenen Bürgers einer Stadt namens Unterhessen. Er ist der nicht standesgemäße Mann, den sie liebt und mit dem sie durchgebrannt ist. Ihre Flucht nimmt ein jähes Ende als die beiden von Flugteufeln überfallen werden. Im Verlauf der Geschichte zeichnet sich ab, welche Fähigkeiten Flugteufel besitzen: sie können fliegen, ernähren sich von Blut und Fleisch und sie können eine menschliche Gestalt annehmen. Auch, wenn der Leser ahnt, wie die Sache für die beiden ausgeht, bleibt das Schicksal der beiden zunächst ungewiss.Denn mit dem nächsten Kapitel gibt es einen Wechsel in die Gegenwart. Hier treffen wir auf Frank und Mona. Die beiden leben zusammen in Hamburg. Mona ist irgendwie merkwürdig, insbesondere ihre Essensgelüste sind sehr befremdlich. Außerdem scheint sie geistig zurückgeblieben. Was ist los mit ihr? Spätestens als sie entführt wird, fragt man sich, welches Geheimnis Mona hütet. Der Autor Peter Lancester bringt Licht ins Dunkle, indem er einen Wechsel zwischen den einzelnen Handlungssträngen stattfinden lässt. Durch Rückblicke auf die Jahre vor der Entführung, erfährt der Leser nach und nach, welches Geheimnis Mona tatsächlich verbirgt und warum sie der "Mensch" ist, der sie ist. "Sie sah nicht nur aus wie ein Mensch und lebte wie ein Mensch, sie dachte auch immer mehr wie ein Mensch. Sie empfand das Monster in sich mehr und mehr wie eine andere Person, mit der sie diesen Körper zu teilen gezwungen war, und das manchmal erwachte, um klarzustellen, wem dieser Körper in Wirklichkeit gehörte. Wenn das Monster fressen wollte, dann musste Mona fressen; wenn es töten wollte, musste Mona töten. Und da es nicht sterben wollte, blieb Mona am Leben." (S. 249) Man lernt mit der Zeit, dass Mona eine blutrünstige Kreatur in Menschengestalt ist, die jedoch durch ihr Leben bei den Menschen gezwungen ist, sich anzupassen. Interessanterweise schafft es Peter Lancester, dass man als Leser vergisst, dass Mona ein Monster ist. Sie ist eine wunderschöne Frau, hochsensibel, gutgläubig, naiv und leidet in ihrer Haut. Wenn dann auch noch ihre Naivität von bösen Buben ausgenutzt wird, leidet man mit ihr. Ja, auch Monster haben eine Seele! Wenn da nur nicht ihre merkwürdigen Essgewohnheiten wären ;-)Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Mona erzählt, wodurch man einen intensiven Einblick in ihre verletzliche Seele erhält. Durch den Wechsel auf die Erzählperspektiven anderer Charaktere in diesem Buch, schafft es der Autor jedoch, dem Leser immer wieder in Erinnerung zur rufen, was für ein Wesen Mona tatsächlich ist. Peter Lancester hat dabei einen sehr präzisen Sprachstil, er schweift nicht ab, konzentriert sich auf das Wesentliche. Dabei formuliert er seine Sätze punktgenau, wobei sein Sprachstil dadurch keineswegs nüchtern wirkt. Denn er schafft es immer wieder humoristische Komponenten einfließen zu lassen. Der Spannungsaufbau ist hervorragend. Einmal angefangen, legt man dieses Buch nicht so schnell aus der Hand. In diesem Buch trifft man fast ausschließlich auf fragwürdige, merkwürdige und kriminelle Charaktere, angefangen bei skrupellosen Forschern, südländischen Brutalos bis hin zu Typen aus dem Rotlichtmilieu. Die einzigen Normalos scheinen Mona und Frank zu sein. Frank ist sehr religiös und versucht dementsprechend sein Leben zu gestalten. Er ist in dieser Geschichte der Gutmensch, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Mona zu beschützen. Wie erfolgreich er dabei ist, stellt sich erst zum Ende heraus. "In diesem Augenblick meldete sich wieder der Hunger mit einem unüberhörbaren Magenknurren. Sie sah zu der Frau hinüber. Schönes, weißes Fleisch; warmes, rotes Blut - und außer ihnen beiden war niemand hier ..." (S.123) Man kann dieses Buch ohne Kenntnisse der vorherigen Bände aus den Chroniken der Anderwelten lesen. Es gibt meines Erachtens eine Verbindung, indem gerade in dem Handlungsstrang, der zu Beginn der Geschichte einsetzt (der mit den Schwertern und Flugteufeln) kurz von einem Portal in eine andere Welt berichtet wird bzw. von einer sogenannten "Verlorenen Stadt". Dies sind Fantasyelemente, die auf weitere Geheimnisse hindeuten, die sich hinter dieser Geschichte über Mona verbergen. Kommen wir zu den Horrorelementen in diesem Buch. Man trifft auf Szenen, die ziemlich ekelig sind. Peter Lancester hat der dunklen Seite seiner Fantasie freien Lauf gelassen. Manche Szenen waren für mich grenzwertig. Nun muss ich dazusagen, dass bei den Büchern, die ich sonst lese, das Blut nur gelegentlich tröpfelt. In Dämonentränen floss es zwischenzeitlich in wahren Sturzbächen, was nicht so meins ist. Aber ich bin hier sicherlich kein Maßstab. Ein echter Horrorfan ist hier selbstverständlich anderes gewohnt. Fazit:Dieses Buch ist ein megaspannender Genremix aus Fantasy, Horror und Thriller. Wer, wie ich, eher harmlos liest und doch zwischendurch den Nervenkitzel sucht, ist bei diesem Buch gut aufgehoben. Ich könnte mir vorstellen, irgendwann auch die anderen Teile der "Chroniken der Anderwelten" zu lesen. Schließlich möchte ich doch wissen, was es mit der "Verlorenen Stadt" auf sich hat ;-)  © Renie

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