Peter Lovesey Bloodhounds (Peter Diamond Mystery Book 4)

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Inhaltsangabe zu „Bloodhounds (Peter Diamond Mystery Book 4)“ von Peter Lovesey

The Bloodhounds of Bath is a society that meets in a crypt to discuss crime novels. To their latest recruit they are simply a gaggle of dotty misfits, until one of them reveals that he is in possession of one of the world's most valuable stamps, recently stolen from the Postal Museum. Then theft is overtaken by murder when the corpse of one of the Bloodhounds is found in a locked houseboat, with the only key in the possession of a man with a perfect alibi. Burly detective Peter Diamond, head of the murder squad in Bath, finds himself embroiled in a mystery that in more than one sense evokes the classic crime puzzles of John Dickson Carr.
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    Bloodhounds (Peter Diamond Mystery Book 4)

    TheRavenking

    10. October 2014 um 19:06

    Es ist immer wunderbar einen neuen Lieblingsautor zu entdecken. Noch schöner ist es, wenn man gleich dazu eine neue Lieblingsserie findet. So geschehen bei mir im Falle von Peter Lovesey und seiner Peter Diamond Romane. Lovesey hat sich ursprünglich mit historischen Krimis einen Namen gemacht, die im viktorianischen England spielen. Anfang der Neunziger begann er dann seine Reihe um Superintendent Peter Diamond vom CID Bath. Diamond, der seinen Job am Ende des ersten Bandes The Last Detective, hinschmiss, um erst im dritten Teil Diamond Solitaire, wieder in die Reihen der Polizei aufgenommen zu werden, ist nun Chef der Mordkomission. Und obwohl alles gut sein könnte, langweilt sich Diamond doch mittlerweile unsäglich, denn in der schönen Stadt Bath geschieht aus kriminalistischer Sicht kaum etwas Interessantes. Doch das ändert sich schlagartig, als unbekannte Kriminelle damit drohen ein Gemälde von William Turner von einer Ausstellung zu stehlen. Die Polizei rückt mit einem Großaufgebot an, doch dann entpuppt sich die Drohung als bloßes Ablenkungsmanöver, als stattdessen aus einer anderen Sammlung eine wertvolle Briefmarke entwendet wird. In Bloodhounds geht es aber in erster Linie um die titelgebenden Bluthunde, die sich einmal die Woche in der Krypta einer Kirche treffen, um über Kriminalromane zu diskutieren. Es ist eine kleine Gruppe, mit den Jahren auf wenige Mitglieder geschmolzen, die aber immer noch fähig sind, sich hitzige Auseinandersetzungen zu liefern. Anhänger der modernen Hardboiled-Fraktion diskutieren mit den Fans des traditionellen Rätselkrimis. Es findet sich dort die etwas ältere Dame, die sich in ständigen Lobpreisungen über Umberto Ecos Der Name der Rose ergeht, der (vermutlich homosexuelle) distinguierte Herr, ein großer Fan von John Dickson Carr, der etwas jüngere Draufgänger, ein Anhänger James Ellroys und der härteren, realistischen Schule. Eine Versammlung seltsamer Käuze und weltfremder Büchernerds. Besessen von der Theorie des Verbrechens, doch ansonsten harmlos, könnte man meinen. Bis das Unglaubliche geschieht: Eines der Mitglieder wird ermordet, und Superintendent Peter Diamond sieht sich mit einem Mord im geschlossenen Raum konfrontiert. Tatort ist ein Hausboot, Wohnstätte eines Bloodhounds und Ort eines Verbrechens, dessen Motiv zunächst ebenso rätselhaft scheint, wie die Art der Durchführung. Lovesey, ein Bewunderer Carrs hat eine Hommage an den großen alten Meister des Rätselkrimis verfasst, aber er versteht sich auch hervorragend darauf realistische und gleichzeitig interessante Figuren zu erschaffen. Die Stadt Bath, äußerst beliebt bei Touristen wegen ihrer Architektur spielt in diesen Büchern eine wichtige Rolle. Lovesey nutzt sein großes historisches Wissen, um die jahrhundertealte Geschichte der Stadt und das Leben vieler ihrer berühmten Bewohner in die Krimihandlung zu integrieren. Dies wirkt jedoch niemals bemüht oder didaktisch. Neben den interessanten Diskussionen um die Geschichte des Kriminalromans sind es die überraschenden Wendungen und der feine britische Humor die Bloodhounds zu einem hervorragenden Vertreter seiner Gattung machen. Wie so viele andere lesenswerte Autoren, hat auch Peter Lovesey in Deutschland keinen leichten Stand. Während seine historische Serie um Sergeant Cribb nur antiquarisch erhältlich ist, haben seine neueren Bücher leider nie den Weg zu uns gefunden. Bei der Peter-Diamond-Reihe war gleich nach drei Romanen Schluss. An der Qualität kann es nicht gelegen haben. Zumal diese Werke mit zum Besten gehören was die zeitgenössische Kriminalliteratur zu bieten hat. Lovesey schafft es als einer der wenigen, die Elemente des klassischen Kriminalromans mit denen des modernen Polizeithrillers zu verbinden, und dabei die Stärken beider Gattungen zu bewahren. Dass einer der größten britischen Kriminalautoren bei uns so stiefmütterlich behandelt wird, ist wirklich eine Schande. Wer allerdings des Englischen einigermaßen mächtig ist, und nach einem würdigen Nachfolger der klassischen Krimiautoren, wie Agatha Christie, sucht, ist bei Peter Lovesey bestens aufgehoben. Möge der Mann mindestens 120 Jahre alt werden und noch viele solcher wunderbaren Bücher schreiben!

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