Peter Lovesey By Peter Lovesey - The Vault (Peter Diamond Mystery)

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Inhaltsangabe zu „By Peter Lovesey - The Vault (Peter Diamond Mystery)“ von Peter Lovesey

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    By Peter Lovesey - The Vault (Peter Diamond Mystery)
    TheRavenking

    TheRavenking

    18. November 2015 um 22:25

    Als eine abgetrennte menschliche Hand bei Superintendent Peter Diamond von der Polizei Bath auf dem Schreibtisch landet scheint es sich um eine lästige Routineangelegenheit zu handeln, schließlich wurden die Knochen in einer alten Gruft unter einer Abtei gefunden. Aber wie sagt Murphys Gesetz so schön: Was einfach scheint, ist knifflig. Was knifflig scheint ist schwierig, fast unmöglich. Die Hand stammt nicht aus dem Mittelalter wie zunächst angenommen wurde, sondern aus den 1980-er Jahren, als es auf dem Gelände zu Bauarbeiten kam. Es ist also davon auszugehen, dass dort jemand auf unnatürliche Weise den Tod gefunden hat. Nur wer und wie? Und nicht zuletzt warum? Die Gruft ist Teil eines alten Hauses in dem Mary Shelley ihren Roman Frankenstein verfasste. Der US-Professor Joe Dougan, ein großer Shelley-Fan, der gerade in Bath zu Besuch ist, ist gleich von der Geschichte fasziniert und stellt eigene Nachforschungen an. Dougan meint in einem Antiquariat ein Schreibpult gefunden zu haben, das womöglich Mary Shelley gehört haben könnte, noch dazu finden sich in dem Möbelstück Dokumente, die von unschätzbarem Wert sein könnten. Doch bevor Dougan den Kauf abschließen könnte verschwindet seine Frau und er selbst gerät unter Verdacht. Geschichte, Literatur, Archäologie, Polizeiarbeit – das sind die Zutaten aus denen Peter Lovesey seinen sechsten Peter-Diamond-Krimi zusammensetzt. Dabei kommt keineswegs ein frankensteinsches Monster zustande, sondern eine durchaus ansehnliche Kreatur, auch wenn das Buch nicht ganz so aufregend ist wie seine Vorgänger. Wem gehören die menschlichen Überreste aus der Gruft und wie kam die Person zu Tode? Und ist der amerikanische Professor vielleicht ein Betrüger oder sogar Mörder, der seine eigene Ehefrau auf dem Gewissen hat? Loveseys Serienheld, der jähzornige Polizeidetektiv Diamond kann sich erneut mit großem Eifer seinem Beruf und Hobby dem Aufklären komplizierter Verbrechen widmen. Seinem Namen wird Diamond dabei erst am Ende gerecht, dann glänzt er mit der richtigen Auflösung, ist doch der Weg bis dahin mit einigen unzutreffenden Theorien und Ermittlungsfehlern gepflastert. The Vault hat das Pech nach zwei wirklich hervorragenden Peter-Diamond-Romanen, Bloodhounds und Upon A Dark Night erschienen zu sein, und mit diesen kann sich das Buch nicht messen. Es ist nicht so, dass das Werk keinen Spaß machen würde, aber es scheint sich doch ein wenig Routine in die Reihe eingeschlichen zu haben. Lovesey hält die einzelnen Fäden diesmal nicht ganz so kontrolliert in der Hand wie noch in den Vorgängern. The Vault mag nur Diamond-Durchschnitt sein, keine 12 Karat, ein guter aber kein herausragender Roman, aber ein schwächerer Lovesey ist immer noch besser als 99% von dem was andere Krimiautoren zustande bringen. Die Mischung aus klassischem Rätselkrimi und modernem Polizeiroman unterhält auch diesmal und macht vor allem Lust auf mehr. Kaum einer beherrscht die Disziplin des modernen Krimirätsels besser als Peter Lovesey. Wer faire Rätselkrimis liebt, bei denen die Möglichkeit des Mitratens gegeben ist, der kommt an diesem Autor kaum vorbei. Peter Lovesey wurde 1936 in Middlesex, England geboren. Schon sehr früh legte er die Weichen für seinen späteren Werdegang. Weil er beim Schulsport ein hoffnungsloser Fall war, beschloss Lovesey sich wenigstens theoretisches Sportwissen anzueignen, um so bei seinen Kameraden punkten zu können. Wie er mal in einem Interview erzählte, fiel es ihm schwer Bälle zu fangen, deshalb suchte er sich eine verhältnismäßig unkomplizierte Sportart aus: Die Leichtathletik. Er begann zu laufen, wie er allerdings zugibt, mit eher bescheidenem Erfolg. Dafür zahlten sich aber gleich seine ersten literarischen Versuche aus. Sein erstes Buch The Kings Of Distance handelte von berühmten Weitstreckenläufern und gewann 1968 den Titel Welt-Sportbuch des Jahres. (Später verfasste Lovesey auch eine Geschichte des britischen Leichtathletikverbandes.) So kam ihm auch die Idee zu seinem ersten Roman Wobble To Death (Der Tod hat lange Beine), den er für einen Krimiwettbewerb schrieb. Lovesey gewann prompt den ersten Preis. Das Buch, welches von einem Mord bei einem viktorianischen Laufwettbewerb handelt wurde sogar von John Dickson Carr rezensiert, der sehr positive Dinge darüber zu sagen hatte. Lovesey beschloss weitere Titel mit dem Ermittlerduo Sergeant Cribb und Constable Thackeray folgen zu lassen. 1975 gab er seinen Job als Anglistikdozent auf und widmete sich von da an ganz der Schriftstellerei. In den 1990-er Jahren wandte sich Lovesey modernen Kriminalromanen zu und erschuf den Serienermittler Peter Diamond, eine Reihe, dies es bisher auf 15 Titel geschafft hat. Bis heute hat Peter Lovesey 36 Romane und zahlreiche Kurzgeschichten verfasst.

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