Peter Märkert Jeder Einzelne

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Inhaltsangabe zu „Jeder Einzelne“ von Peter Märkert

„Nichts geschieht ohne Grund“, sagt Lucas in der Untersuchungshaft. „Es ist immer nur ein Kreis, der sich schließt.“ Wer trägt die Verantwortung an Christinas Tod? Wer hat ihr die K.-o.-Tropfen gegeben? Sie nackt in die Ruhr geworfen? Die Justiz verdächtigt ihren Freund Marco Kröner. Er brachte Christina in der fraglichen Zeit von Köln nach Bochum. Bei ihm wurde das Fläschchen mit Liquid Ecstasy gefunden, das ihren Tod verursachte. Der Richter verhängt Untersuchungshaft, der Pflichtverteidiger verspricht eine milde Strafe, wenn Marco gesteht. Nur seine Schwester und Lena glauben an seine Unschuld, verdächtigen Rainer Dahlke, der sich in der Nacht mit Christina treffen wollte, und Olaf Klein, Marcos seltsamen Nachbarn. Lena erhofft sich Hinweise von Alessa Hauser, der besten Freundin der Toten. Besucht sie in einer Drogenklinik und spürt, dass Alessa mehr weiß, als sie sagt. Bei einem späteren Anruf in der Klinik erfährt sie, dass Alessa nach dem Besuch aus der Klinik entwich. Um den Mörder zu treffen?...

Genauso lesenswert, spannend und berührend wie "Lauter"

— VIGLi
VIGLi

Fazit: Ein gelungener, spannender und authentisch umgesetzter Krimi, der einiges an Lokalkolorit vorzuweisen hat und durch seine komplexe, realistische Story überzeugen kann.

— Bellexr
Bellexr

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  • Rezension zu "Jeder Einzelne" von Peter Märkert

    Jeder Einzelne
    Claudias-Buecherregal

    Claudias-Buecherregal

    14. November 2011 um 14:09

    Marcos Freundin Christina wird tot in einem Fluss aufgefunden. Er selbst ist schnell der Hauptverdächtige, denn am Abend vor ihrem Tod hatten sich die beiden vor etlichen Zeugen ziemlich stark gestritten. Außerdem wurde bei der Autopsie festgestellt, dass Christina an einer Überdosis an K.O. Tropfen gestorben ist und ein Fläschchen mit genau diesem Inhalt konnte die Kripo bei Marco finden. Auch wenn er die Tat abstreitet, sprechen die Indizien gegen ihn. Doch ist er wirklich der Täter? Der deutsche Krimi bietet mit Marco einen sympathischen Protagonisten, da man relativ schnell von seiner Unschuld überzeugt ist. Man fühlt mit Marco, der bisher schon einige Schicksalsschläge erleben musste und nun durch unglückliche Umstände in diese missliche Lage geraten ist. Obwohl für den Leser ziemlich schnell klar ist, dass Marco eindeutig nicht der Täter ist, ist die Kripo von seiner Schuld überzeugt - ein eindeutiger Justizirrtum. Seine Verzweiflung wird durchgehend glaubhaft geschildert, denn er scheint die Ermittler einfach nicht von seiner Unschuld überzeugen zu können, da ihn sehr viele Indizien belasten. >>"Sie haben mich nicht verstanden", sagte ich leise. "Ich habe Christina nicht umgebracht." "Es gibt keinen Zweifel!", schimpft er und zieht sich zurück. "Begreifen Sie doch! Wenn Sie bei Ihrer Haltung bleiben, werden Sie nie nächsten fünfzehn Jahre hinter Gittern verbringen" Wie kann man nur so stur sein? Aber was rede ich? Es ist Ihr Leben, das Sie zerstören."<< (Seite 78 f.) Oft wird der Roman aus Marcos Sicht geschildert, doch manchmal wechselt die Perspektive auch und besonders interessant fand ich die Schilderung aus der Sicht des Täters, wie er seine Tat sich selbst gegenüber rechtfertigt. Wer tatsächlich der Mörder ist, bleibt lange im Unklaren, da der Autor dafür sorgt, dass man beim Lesen etliche Charaktere verdächtigt. Die Handlungen sind stets nachvollziehbar und logisch aufgebaut, die Story ist sehr interessant und fesselnd und die Auflösung am Ende war gut durchdacht und überraschend. Der Schreibstil von Peter Märkert war für mich zunächst gewöhnungsbedürftig. Er benutzt sehr, sehr viele Kurzsätze, was am Anfang dazu geführt hat, dass ich etwas holprig gelesen habe und das ich schon fast Herzrasen davon bekam. Irgendwann habe ich mich dann allerdings dran gewöhnt und gegen Ende des Buches sind diese Kurzsätze auch nicht mehr so stark vertreten, wie am Anfang. Fazit: Ein spannender Roman mit einer interessanten Handlung. Lohnt sich auf jeden Fall. Broschiert: 224 Seiten Verlag: Brockmeyer; Auflage: 1 (17. Mai 2010) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3819607528 ISBN-13: 978-3819607523

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  • Rezension zu "Jeder Einzelne" von Peter Märkert

    Jeder Einzelne
    mamenu

    mamenu

    21. September 2011 um 12:04

    Zum Buch Am frühen Sonntagmorgen treibt Christina Wieden leblos am Ufer der Ruhr. Todesursache:Eine Überdosis K.o-Tropfen.Die Kripo ermittelt,dass Christina am Tag zuvor mit ihrem Freund Marco eine Feier in Köln besuchte,die sie nach einem Eifersuchtsdrama um Mitternacht gemeinsam verließen. Bei der Durchsuchung von Marcos Wohnung wird das Fläschchen mit K.o-Tropfen gefunden.Der Fall scheint klar. Der Richter verhängt Untersuchungshaft.Der Pflichtverteidiger verspricht eine milde Strafe,wenn Marco gesteht. Doch ist er wirklich der Täter....? Meine Meinung Meine Bewerbung bei Blog dein Buch hat mir dieses Buch als Lese-Exemplar ins Haus gebracht.Bereits die kurze Beschreibung von Blog dein Buch hat meine Neugier geweckt.Auch das abgebildete Cover hat mich Neugierig auf mehr gemacht. Als mir dieses Buch zugesandt wurde,habe ich eine hohe Erwartung in dieses Buch gesetzt. Ich bin nicht enttäuscht worden. Schon von Anfang an wurde dieses Buch meinen Vorstellungen gerecht.Es begann mit einem Mord an einer Frau namens Christina. Der Anfänglich ungewohnte Schreibstiel in kurzer Satzform stellte sich im nachhinein als guter Lesestiel dar. Diese schreibweise passte sich perfekt in das gesamte Buch ein. Nachdem ich mich ein wenig eingelesen hatte, flogen mir die Seiten nur so dahin.Da man immer wieder in eine neue Situation landete, wollte die Spannung garnicht aufhören. Man kommt schnell drauf, das die verdächtige Person nur als Ablenkung wirkt, jedoch nicht der Täter ist.,Ich habe sehr lange gebraucht, um den waren Täter auszumachen, was mir beim lesen sehr viel Spass gemacht hat. So konnte ich immer wieder Miträtseln,was sehr aufregend für mich war,wer es wohl am ende wirklich ist. In diesem Buch wird nicht groß mit Nebensächlichkeiten vom Thema abgelenkt, sondern kurz und knackig geschrieben. Der Autor geht sehr präzise auf den Fall ein,was ich sehr gut und fesselnd fand. Die Einblicke in den Gerichtsvorgängen der Justiz sowie der Anklage fand ich sehr interessant,wobei mir der Verdächtige schon echt manchmal Leid tat.Ich kann nur sagen, ich bin froh, das ich dieses Buch lesen durfte. Es war Faszinierendes Erlebnis, diesen Krimi zu verschlingen.Ich kann diesen Krimi nur Empfehlen zu lesen.

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  • Rezension zu "Jeder Einzelne" von Peter Märkert

    Jeder Einzelne
    bicyclist

    bicyclist

    23. July 2011 um 13:39

    Ein Ruhrgebietskrimi, Aus einem mir unbekanntenVerlag und von einem mir unbekannten Autor. Quasi in gewissem Sinne ein doppeltes Wagnis, da ich für gewöhnlich kein typischer Krimileser bin und auch mit Büchern nichts anfangen kann, die zu sehr dem Lokalkolorit verhaftet sind. Insofern las ich die ersten Seiten von “Jeder Einzelne” mit einer recht kritischen Grundhaltung. Auch der Stil war für mich am Anfang ungewohnt. Der Erzähler nutzt die Gegenwartsform, berichtet jeweils aus der Sicht des handelnden Hauptprotagonisten der Szene. Doch nach einigen Seiten fällt dies nicht mehr auf, fügt sich sogar recht gut in die gesamte Erzählung. Man bekommt den Eindruck, Auszüge aus den Tagebüchern der Beteiligten zu lesen. Quasi wirklich live beim Geschehen dabei zu sein. Die zu Grunde liegende Geschichte ist wohl am besten mit dem beschreibenden Text des Verlages abgedeckt: Zitat: “Nichts geschieht ohne Grund, sagt Lucas in der Untersuchungshaft. Es ist immer nur ein Kreis, der sich schließt. Wer trägt die Verantwortung an Christinas Tod? Wer hat ihr die K.-o.-Tropfen gegeben? Sie nackt in die Ruhr geworfen? Die Justiz verdächtigt ihren Freund Marco Kröner. Er brachte Christina in der fraglichen Zeit von Köln nach Bochum. Bei ihm wurde das Fläschchen mit Liquid Ecstasy gefunden, das ihren Tod verursachte. Der Richter verhängt Untersuchungshaft, der Pflichtverteidiger verspricht eine milde Strafe, wenn Marco gesteht. Nur seine Schwester und Lena glauben an seine Unschuld, verdächtigen Rainer Dahlke, der sich in der Nacht mit Christina treffen wollte, und Olaf Klein, Marcos seltsamen Nachbarn. Lena erhofft sich Hinweise von Alessa Hauser, der besten Freundin der Toten. Besucht sie in einer Drogenklinik und spürt, dass Alessa mehr weiß, als sie sagt. Bei einem späteren Anruf in der Klinik erfährt sie, dass Alessa nach dem Besuch aus der Klinik entwich. Um den Mörder zu treffen?…” Interessant ist nicht nur die Erzählform. In einer Melange aus Ermittlungen des Freundeskreises von Marco und dem Blick Marcos auf die Geschehnisse selbst, deckt sich im ersten Teil des Buches, den ich grob über das erste Drittel verorten würde langsam das wahre Geschehen auf. Dann werden verschiedene potentielle Täter eingeführt und zum Schluss, abgedeckt vor allem durch die Gerichtsszene der wahre Mörder vorgeführt. Hier greife ich sicher nicht vor, wenn ich sage, das Marco nicht der Täter ist. Aber wer nun wirklich zur Rechenschaft gezogen wird, erfährt der wache Leser bereits nach knapp zwei Dritteln des Buches. Sehr gut gelungen aber, wie dann die Spannung bis fast zur letzten Seite aufrecht erhalten wird und man dennoch mit dem Hauptprotagonisten mitfiebert. Stilistisch ist das Buch wie bereits erwähnt in der Gegenwartsform geschrieben: “……”So plötzlich” Kramer lacht auf. Schulz mischt sich ein, sagt langsam und betont…” Diese Erzählform ist sonst nicht ganz so mein Geschmack, lässt sich aber hier mit der Dynamik und der Authentizität der Story recht gut rechtfertigen. Kurze Sätze, teilweise bewußt gewählte Wiederholungen des Satzbaus um Geschwindigkeit, ja Hast zu vermitteln, geben der Geschichte eine Geschwindigkeit, die einen spätestens nach Eintritt des Anwalts Dr. Baum in die Erzählung und erste Spuren bei den Ermittlungen durch Lena in das Geschehen zieht. Der 220 Seiten starke Roman ist ein handwerklich sehr gut gemachter, dynamischer Krimi, der zwar aus der Region kommt aber sich nicht im reinen Zelebrieren des regionalen gefällt. Im Zentrum steht das klassische Who done it eines Krimis, gepaart mit den zum Teil sehr besonderen Lebensgeschichten der Beteiligten. Für mich ein sehr empfehlenswerter Krimi, wenn ich auch da ich mich nicht ganz mit der Gegenwartsform als Erzählmittel anfreunden konnte nur 4 von 5 Sternen bekommt. Dies aber auch aus meinem persönlichen Geschmack heraus. Also: Rating: für “Jeder Einzelne” von Peter Märkert. Erschienen ist “Jeder Einzelne” von Peter Märkert im Brockmeyer Verlag. Das Taschenbuch kostet 12,90€. ISBN 978-3-8196-0752-3. Mein Dank gilt auch diesmal www.bloggdeinbuch.de für die Plattform und die Auswahl des Verlags und dem Brockmeyer Verlag für das Vertrauen in m

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  • Rezension zu "Jeder Einzelne" von Peter Märkert

    Jeder Einzelne
    Bellexr

    Bellexr

    21. July 2011 um 20:12

    In den Mühlen der Justiz . Christine, die Freundin von Marco wird tot am Ufer der Ruhr gefunden, gestorben durch eine Überdosis K.o.-Tropfen. Schnell hat die Polizei einen Tatverdächtigen, nämlich Marco. Er war in der Todesnacht mit Christina zusammen, kann sich nur bruchstückhaft an diese Nacht erinnern und sie hatten Streit. Bei der anschließenden Haussuchung finden die Beamten das fragliche Fläschen K.o.-Tropfen und somit ist für Polizei und Staatsanwaltschaft der Schuldige gefunden. Doch Marco beharrt auf seine Unschuld. Aus der Untersuchungshaft heraus versucht er mit Hilfe von Lena und seiner Schwester den Mörder zu überführen, da die Polizei durch seine Verhaftung die Ermittlungen abgeschlossen hat. Schnell sind einige Verdächtige gefunden, doch wer von ihnen hätte einen Grund, Christina zu töten? . Bereits im Prolog offenbart einem der Autor, dass Marco nicht der Schuldige sein kann, sondern dass hier ein ziemlich abgebrühter, kaltschnäuziger Mann das Leben von Christina auf dem Gewissen hat. Als Täter kommen im Verlauf des Krimis einige Mitwirkende in Frage, sodass die Spannung hierdurch schon einmal auf einem ziemlich hohen Niveau ist. Aber dies allein macht die Spannung nicht aus. Hinzu kommt die überaus realistische Umsetzung, die wie aus dem Leben gegriffen wirkt. Hier ist nichts geschönt, überzeichnet oder gekünstelt und die Story entwickelt sich bis zum Schluss gut durchdacht, komplex und überrascht durch unvorhersehbare Wendungen. . Peter Märkert wechselt ständig die Perspektiven und lässt zum Ende hin auch den Täter mehrmals zu Wort kommen. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch bei Marco selbst. Während alle anderen Handlungsstränge in der Erzählform geschrieben sind, erzählt Marco seinen Part selbst. Gerade dieser Handlungsstrang geht einem doch oft schon sehr nahe, weil man deutlich die Verzweiflung, die stellenweise Hoffnungslosigkeit und diese Ohnmacht gegenüber der Justizgewalt bei Marco spürt. Zusätzlich ist man bei der Suche von Lena nach Beweisen für Marcos Unschuld dabei. Hierbei stößt sie zwar schnell auf einige Widersprüche, nur beweisen kann sie es nicht. . Der Sprachstil des Autors ist oft kurz und prägnant, was jedoch eine große Intensität hat und sehr fesselnd und überzeugend wirkt und absolut zur Story passt. Die Themen des Krimis sind sexueller Missbrauch, Drogensucht und Justizirrturm und man merkt, dass Peter Märkert diese Themen gut recherchiert hat. . Und auch seine Charaktere beschreibt der Autor authentisch und in ihren Handlungen nachvollziehbar, vom Mörder natürlich jetzt einmal abgesehen. Sehr ausführlich geht der Autor auf seinen Protagonisten Marco ein. Dieser ist ein junger Informatik-Student, der seine Eltern an seinem 18. Geburtstat durch einen Autounfall verloren hat. Dieser Unfall bereitet dem sensiblen, harmoniebedürftigen jungen Mann auch nach 4 Jahren noch Schuldgefühle. Zu seiner Schwester Katrin hat er eine sehr herzliche Beziehung, während die Beziehung zwischen ihm und Christina am abkühlen war und er sich eigentlich von ihr trennen wollte. Zumal er sich gerade in die junge Kinderkrankenschwester Lena verliebt hat, die seine Gefühle erwidert. . Fazit: Ein gelungener, spannender und authentisch umgesetzter Krimi, der einiges an Lokalkolorit vorzuweisen hat und durch seine komplexe, realistische Story überzeugen kann.

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  • Rezension zu "Jeder Einzelne" von Peter Märkert

    Jeder Einzelne
    barioni

    barioni

    08. May 2011 um 21:41

    Dies ist nicht nur ein spannender Krimi, sondern auch ein realistischer Roman der Gegenwart mit aktuellen Themen. Die Figuren sind so klar beschrieben, dass ich das Gefühl hatte sie zu kennen. Habe das Buch hintereinander lesen müssen, es hatte mich gepackt ;)

  • Rezension zu "Jeder Einzelne" von Peter Märkert

    Jeder Einzelne
    VIGLi

    VIGLi

    10. February 2011 um 11:50

    Eine Leiche im Fluss, offensichtlich ein Mordfall, deswegen ist Peter Märkerts Roman ein Krimi. Überhaupt gibt es einige Tote, aber die Geschichte bietet viel mehr als Tod und Verbrechen: Liebe, Schuld, erwachsen werden - das Soziogramm von ein paar Familien. Frei erfunden sei alles, betont der Autor, aber die psychologischen Mechanismen, die er beschreibt sind so allgegenwärtig, dass sein Buch trotzdem verstörend glaubwürdig ist. Gekonnt macht Peter Märkert den Leser bis an die Schmerzgrenze zum Voyeur grausamer Situationen, wickelt den Betrachter in die Hilflosigkeit seiner Akteure. Schnörkellos erzählt er, fügt verschiedene Perspektiven zusammen. Am Schluss ist der Mörder gefunden, aber weil Märkerts Roman Grundfragen des Menschseins berührt, wünscht man sich eine Fortsetzung. Es ist ein Genuss, dem leisen, lebensnahen Erzählen des Autors zu folgen und zuletzt bleibt man mit dem überraschend friedlichen Gefühl zurück, dass alles Leiden seinen Sinn hat.

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  • Rezension zu "Jeder Einzelne" von Peter Märkert

    Jeder Einzelne
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. July 2010 um 17:01

    Meine Meinung: "Jeder einzelne" könnte es gewesen sein, wie dieser Kriminalroman beweist. Christina Wieden wird nach einer Party tot aufgefunden, sie starb an einer Überdosis Ko-Tropfen. Alles spricht gegen Ihren Freund Marco, doch der beteuert unentwegt seine Unschuld. Was ist wirklich in der Nacht passiert? Hat Marco sie getötet? Verschiedene Handlungen lösen eine allgemeine Reaktion aus. Dieser Krimi spielt im Ruhrgebiet, überwiegend in Bochum und ist in der Gegenwartsform, einmal aus Marcos Sicht dann aus der allgemeinen Sicht beschrieben. Der Leser kann gleich zu Beginn den Tathergang verfolgen. Sehr detailliert sind hier einzelne Schicksale miteinander verbunden die dann ein Gesamtbild ergeben. Man kann sich als Leser schnell in die Charakteren hinein versetzen. Ängste und andere Gefühle, vor allem Schuldgefühle, begleiten den Protagonisten und seine Freunde . Präzise wird hier die Vorgehensweise der Ermittlungen beschrieben, auch Einblicke in das Leben in der Untersuchungshaft werden dem Leser gewährt. Man rätselt von vorne bis hinten ob Marco unschuldig ist und wer denn nun der Täter sein könnte und warum. Im letzten Teil des Buches bekommt der Leser dann Aufschluss über dem Täter. Dies nimmt dem Buch aber nicht die Spannung, im Gegenteil, denn nun gilt es ihn auch zu verurteilen. Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten dadurch lässt sich das Buch sehr flüssig lesen. Über die Handlung selber vermag ich hier nicht näher einzugehen, da ich der Meinung bin der Leser sollte selbst herausfinden was in jeder Nacht geschah. Alles andere würde doch ein weiteres lesen unnötig machen und das wäre äußerst schade bei diesem qualitativen Krimi. Ich finde man merkt deutlich den Beruf des Autoren und finde das lässt den Kriminalroman noch authentischer wirken. Der Spannungsbogen ist anfangs sehr hoch, pegelt sich dann im Laufe des Romans ein um am Ende dann noch einmal richtig hoch zu gehen. Selten das ich zum Schluss derart aufatme. Fazit: Ein relativ unblutiger aber sehr guter Kriminalroman, mit einer meiner Meinung nach, anspruchsvollen Handlung. Ich hoffe wir werden noch mehr von Peter Märkert lesen können.

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  • Rezension zu "Jeder Einzelne" von Peter Märkert

    Jeder Einzelne
    rallus

    rallus

    05. July 2010 um 09:44

    Das Buch beginnt rasant und fängt an Dich in Deinen Bann zu schlagen, jedes Kapitel ist in der Ich-Form geschrieben. Der Autor schreibt in kurzen Aktivsätzen, am Anfang passiert schon der Mord, aus Sicht des Opfers erlebt man die letzten Minuten. Christina Wieden wird Opfer einer Mischung aus K.O. Tropfen und Alkohol, die Sicht des Mörders wird geschildert er entledigt sich der Leiche. Durch die kurzen schonungslosen Sätze, die nie bewerten, nur beschreiben, entsteht eine Spannung, die durch das ganze Buch anhält. Marco wird in U-Haft eingesperrt, er der Freund von Christina soll der Mörder sein. Es wird viel aus seiner Sicht geschildert, die Verzweiflung und das Ausgeliefertsein des Menschen in der Justizanstalt und die Abhängigkeit von den Menschen dort. Mir schien, daß manche Stellen des Buches stark autobiographische Züge wiedergaben, auch der Auto arbeitete in einer Justizvollzugsanstalt, ist vielleicht der nette Herr Müller ein Altar ego? Schon bald weiß man wer der Mörder ist, doch bleibt das Buch spannend, auch weil man sich nie 100% sicher ist, das nicht doch noch eine Überraschung um die Ecke kommt und der so offensichtliche Mörder nicht doch.... Der Schluss, finde ich, ist etwas überhastet, persönlich hätte ich mir noch einen Haken mehr gewünscht. Der Krimi spielt in Bochum/Herne, doch auch hier bleibt der Lokalkolorit etwas zurück und ist sehr sparsam eingesetzt. Man kann sich aber sehr gut in die einzelnen Personen hineinversetzen und durch die Ich-Sicht ist man auch emotional bei den Charakteren. Das Buch hatte ich an einem Sonntag durchgelesen, und würde ca 3,7 Sterne bekommen, hier auf 4 sterne aufgerundet. Ein spannender, fiebernder Krimi, mit aktuellem Thema.

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  • Rezension zu "Jeder Einzelne" von Peter Märkert

    Jeder Einzelne
    schlumeline

    schlumeline

    02. July 2010 um 20:32

    Mit „Jeder Einzelne“ präsentiert uns der Autor Peter Märkert einen Ruhrgebietskrimi, der in Bochum spielt. Die eigentliche Handlung des Romans kann sich so oder so ähnlich aber auch in jeder anderen Stadt zugetragen haben. Marco und Christina sind seit einiger Zeit ein Paar. Derzeit jedoch befinden sie sich in einer Beziehungskrise, die vor allem auf der grundlosen Eifersucht von Christina basiert. Auf der Party von Marcos Schwester Katrin in Köln, kommt es zu einer großen Szene, als Marco in Blickkontakt mit einer Freundin seiner Schwester steht. Auf Christinas Drängen hin brechen Marco und Christina überhastet gemeinsam in Richtung Heimat auf, obwohl Marco getrunken hat. Christina schläft unterwegs ein und Marco lässt sie vor seiner Haustüre in seinem Auto zurück. Als er erwacht ist sein Golf leer, von Christina fehlt jede Spur. Zu diesem Zeitpunkt weiß der Leser bereits was geschehen ist, denn der Prolog des Buches schildert diesen Sachverhalt ganz klar und schonungslos. Christina hat eine Wohnung betreten. Ein einzelner Mann, den sie wohl kennt, hat ihr geöffnet, ihr K.-o.-Tropfen in einen Cocktail gemixt und sie missbraucht. Christina ist an einer Überdosis der Tropfen gestorben und der Täter hat ihren Leichnam in der Ruhr entsorgt und die Besitztümer der Toten in Müllbeutel verpackt und an mehreren Orten verteilt. Es ist klar, dass er auch Christinas Freund Marco kannte. Das Fläschchen mit den K.-o.-Tropfen will er ihm zustecken. So kommt es, wie es kommen muss: Kurze Zeit später wird Marco, wegen des Verdachtes seine Freundin getötet zu haben, verhaftet. Alle Indizien sprechen gegen ihn. Er hatte Streit mit Christina, wollte die Beziehung beenden. Zwischenzeitlich hat er sich bereits einmal mit Lena, der Freundin seiner Schwester, getroffen und wohl den ersten Schritt auf dem Weg in eine neue Beziehung gemacht. Zu allem Überfluss findet man bei Marco die K.-o.-Tropfen. In Untersuchungshaft ist Marco den vorliegenden Beweisen gegenüber völlig machtlos. Nur er und der Leser wissen wirklich, dass er unschuldig ist. Aber wie soll Marco das beweisen? Nur durch Unterstützung von ihm nahe stehenden Personen kann Marco hier Hilfe erwarten. Die Polizei, Anwälte und Richter haben in Marco den Schuldigen bereits gefunden. Mit kurzen prägnanten Sätzen und Schilderungen aus unterschiedlicher Personensicht lässt der Autor hier die Handlung voranschreiten. Die Geschichte lebt vor allem von den Emotionen der Charaktere und ihren geschilderten Schicksalen. Die Todesursache K.-o.-Tropfen ist aktuell und der damit einhergehende Missbrauch leider auch. Wie schnell jemand durch eine Verkettung ganz normaler Umstände in eine Situation gerät, die sein ganzes Leben verändert, sieht man am Beispiel Marco sehr deutlich. Die Ermittler und die Justiz sind eben nicht unfehlbar und wenn andere Anhaltspunkte fehlen, führt der Weg schnell in eine falsche Richtung. Da kann der Leser nur hoffen, dass ein solcher Fall im wirklichen Leben die Ausnahme bleibt, aber sicher sein kann man sich dabei wohl nicht. Peter Märkerts eigene Erfahrungen sind in diesen Krimi eingeflossen. Als Sozialarbeiter im Justizvollzug und Bewährungshelfer dürften ihm Marcos Gefühle nicht neu erscheinen und das kommt auch deutlich zum Ausdruck. Hier gibt es Spannung ohne viele Hilfsmittel, einfach und dennoch wirkungsvoll. Eine Auflösung, die jeder erwartet, die aber nie sicher erscheint. Ein Buch, das man nicht aus der Hand legen will, bis auch das letzte Detail geklärt ist. Und nun beginnt das Warten auf ein neues Buch des Autors. Weiter so, Herr Märkert.

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