Peter Müller Der Machtkampf

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Inhaltsangabe zu „Der Machtkampf“ von Peter Müller

Intrigen, Selbstzweifel und Größenwahn – der Machtkampf hinter den Kulissen der CSU Die CSU steht vor einem entscheidenden Einschnitt: Parteichef Horst Seehofer hat angekündigt, spätestens im Jahr 2018 abzutreten. Doch nun hadert der alte König mit seinem Entschluss. Aus seinem Bemühen um einen Abschied in Würde ist ein Machtkampf um die Zukunft der CSU geworden. Seehofer und seine möglichen Nachfolger Markus Söder und Ilse Aigner liefern sich ein zähes Ringen, dabei geht es auch um die Stellung der Christsozialen in Berlin und um die Frage, welche Partei die CSU künftig sein will. Gleichzeitig verdüstern sich die Erfolgsaussichten für die Bundes- und Landtagswahlen 2017, denn mit der AfD tritt ein Herausforderer an, der der CSU gefährlich werden könnte. SPIEGEL-Korrespondent Peter Müller erzählt in seinem Buch packende Geschichten über eine Partei, mit der der Rest der Republik zunehmend fremdelt. Vor allem in der Flüchtlingskrise liebäugeln die Christsozialen offen mit dem rechten Rand. Ausgerechnet der Chef der Schwesterpartei entwickelt sich so zum größten Widersacher von Kanzlerin Angela Merkel.

Tiefere Einblicke in die Machtstrukturen der CSU, oder wie mit den Wählern gespielt wird ... und den Gegenspielern in der eigenen Partei

— Buecherspiegel
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    Der Machtkampf
    Buecherspiegel

    Buecherspiegel

    24. March 2017 um 16:56

    Der Machtkampf – Seehofer und die Zukunft der CSU Der Journalist Peter Müller begleitet die Partei CSU nicht nur in Bayern sondern auch in Berlin seit Jahren, auch auf Auslandsreisen. Dadurch hat er einen tiefen Einblick in die Machtkämpfe, Ränkespiele, marketingoptimierte Reden, Sitzungen und Wahlkampfstrategien. Rückblicke an die Anfänge der CSU mit dem sogenannten Übervater Strauss gehören hier selbstverständlich dazu. Nach Themen sortiert schaut Müller immer wieder zu bestimmten Zeitpunkten zurück, lässt Seehofer, Stoiber, Beckstein, Aigner, Söder und viele andere Parteigrößen zu Wort kommen beziehungsweise beschreibt deren Verhalten, Äußerungen und Strategien. Neben Seehofer zu bestehen in einer Partei, dessen Wichtigkeit auf Bundesebene immer nur nach dem höchstmöglichen Wahlergebnis, nämlich der absoluten Mehrheit, abhängt, das ist alles, was zu zählen scheint. Dabei hat jedes Mitglied seine eigene Strategie. Der Autor sieht in den Machtkämpfen zwischen Söder und Seehofer nicht nur den Generationenwechsel sondern auch die Verluste oder auch das Fehlen anderer guter möglicher Parteiführer. Die ewigen punktgenau gesetzten Querelen zwischen Merkel und Seehofer, die einzig dazu dienen, der CSU Wählerstimmen zu retten, zieht sich durch das gesamte Werk von Müller. Die Hardliner der Wähler zu bedienen, die Stammtischparteigänger mit einfachen logischen Sätzen zur Wahlurne zu bewegen, das klingt so einfach, aber ist es das auch? Bleibt das tatsächlich so? Einfach tief rechts, gerade noch so vor den noch rechter ausgelegten Parteien zu agieren? Glaubt das denn noch jemand in der jungen Generation, die sich ihr Wissen aus dem Netz holt und nicht in den für Wahlkämpfe nach Festen stehen gebliebenen Bierzelten? Dass sich da etwas ändern muss, hat auch schon die CSU bemerkt, nachdem ihnen andere Parteien vorgemacht haben, wie das geht. Nicht umsonst waren, wie Müller beschreibt, die für die Wahlkampfstrategien vorgesehenen Parteimitglieder in Amerika und haben sich bei Demokraten wie Republikanern genau angesehen, wie das funktioniert. Und dass ein hauptsächlich auf Twitter-Nachrichten versessener Mensch sehr wohl Präsident eines der mächtigsten Länder der Welt werden kann.Dass man aber nicht ohne die CDU seine Machtansprüche in Deutschland durchsetzen kann, wurmt den Ministerpräsidenten. Ohne entsprechendes Personal allerdings auch nicht. Schnell wird man da vom starken Koalitionspartner bei wichtigen Posten ausgebootet. Wie wichtig das bei europäischen und auch weltpolitischen Themen ist, lässt sich bei der gesamten letzten Wahlperiode verfolgen. Müller zeigt genau auf, wo Seehofer mit seiner Partei so gut wie kein Mitspracherecht hat. Auf internationalem Boden sieht sein Personal so schnell kein Land in Sicht, weder bei der Eurorettung, außer natürlich wahlkampfmäßges Gepolter aus Bayern, noch bei Kriegen und Krisen. Gerade nach zu Guttenberg war die Tür ziemlich zu. Da waren selbst die Reise nach Moskau während der Flüchtlingskrise und die Einladung von Viktor Orbán grenzwertig zu sehen. Müller vermutet, dass es nun, kurz vor der nächsten Bundestagswahl, die bis zur Drucklegung des Buches immer noch von einer weiteren Kanzlerkandidatur von Frau Merkel ausgegangen ist (was auch weiterhin bestand hat), keine größere Attacke von Seiten Seehofers mehr kommen wird. Schließlich will man wieder mitregieren.Teilweise wirkt es Gebetsmühlenartig, wenn Müller immer wieder auf die selben Situationen oder Begebenheiten zurückkommt, zwar jedes Mal auf einen anderen Punkt zu sprechen kommt, aber man hofft, irgendwann ist es doch gut. Trotzdem sind die Machtspielereien zwischen den Parteimitgliedern interessant beschrieben, vor allem für die Wähler, wie er oder sie gesehen wird. Ob auch das zur Entscheidungsfindung beiträgt, wo sie als nächstes ihr Kreuzchen malen werden? Am besten hat mir noch die Meinung eines CSU-Bundestagsabgeordneten zum Thema Landesgruppenausflüge gefallen, die ja schließlich von den bayerischen Steuerzahlern bezahlt werden: es wären ja keine Lustreisen, das würde man daran erkennen, dass seine Frau jedes Mal dabei wäre. Ein Name wurde nicht genannt, aber dennoch: Lust verspürt man(n) also keine mehr, wenn die eigene Frau (auf eigene Rechnung natürlich) mitfährt. Irgendwie traurig.

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