Peter M. Hetzel

 3.2 Sterne bei 29 Bewertungen
Autor von Ernten und Sterben, Schweinerei und weiteren Büchern.
Peter M. Hetzel

Lebenslauf von Peter M. Hetzel

Peter M. Hetzel liebt Kleinstädte, deshalb wurde er anno 1960 in Meisenheim am Glan geboren. Hätte er studiert, wäre er wahrscheinlich Deutsch- und Geschichtslehrer geworden. Aber aus dem bibliophilen Jüngling wurde nach einer Ausbildung zum Verlagsbuchhändler ein begeisterter Lektor, der im Rowohlt Taschenbuchverlag wie am Fließband Krimis redigierte. Im November 1987 saß er in dieser Funktion zum ersten Mal auf der Couch des Sat.1 Frühstücksfernsehens und wurde so lange eingeladen, bis er sich entschloss, seinen alten Job aufzugeben und Journalist zu werden.

Alle Bücher von Peter M. Hetzel

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Ernten und Sterben

Ernten und Sterben

 (24)
Erschienen am 16.04.2013
Schweinerei

Schweinerei

 (1)
Erschienen am 24.10.2014
Attacke! Keiner besiegt uns!

Attacke! Keiner besiegt uns!

 (1)
Erschienen am 01.10.2007
Eiskalte Gefahr

Eiskalte Gefahr

 (0)
Erschienen am 03.03.2009
Hart auf hart

Hart auf hart

 (0)
Erschienen am 01.10.2007
Der Kampf ums Eis

Der Kampf ums Eis

 (0)
Erschienen am 26.11.2009
In der Schneehölle

In der Schneehölle

 (0)
Erschienen am 01.10.2007
Heiße Jagd

Heiße Jagd

 (0)
Erschienen am 14.03.2008

Neue Rezensionen zu Peter M. Hetzel

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pelznases avatar

Rezension zu "Ernten und Sterben" von Peter M. Hetzel

Mein erster Landkrimi hat richtig viel Spass gemacht!
pelznasevor 5 Jahren

Bei solch einem schönen und witzige Cover kann ich einfach nicht widerstehen, und wieso nicht mal ein Landkrimi? Allerdings kam ich bereits auf der ersten Seite ein wenig in's Trudeln. Albertine, Hubertus und Clementine, die drei musste ich erstmal auf die Reihe kriegen. Wer sind sie und wie stehen sie zueinander? Ich kann nicht gut damit, wenn mir Charaktere einfach so vorgesetzt werden und ich sofort in einem Dialog drin bin, der kaum Auskünfte über die Personen gibt.
Es dauerte aber nicht lange, dann hatte ich raus, in welcher Beziehung die drei zueinander stehen. So richtig kennengelernt habe ich sie als sie im Gemüsebeet die ersten Leichen finden. In solch einer extremen Situation, die die drei mit bemerkenswerter Coolness meistern, wird natürlich der Charakter einer Person besonders deutlich. Ich mochte die leicht eingebildete Albertine mit ihrem oft bösen Sinn für Humor genauso gerne wie die resolute Köchin Clementine und den kauzigen Nachbarn Hubertus. Eine illustre Truppe, die viel Spass versprach.
Es ist dann auch der Spass, der bei diesem Landkrimi im Vordergrund steht. Natürlich, es sind Morde geschehen. Das sorgt für Unruhe in dem kleinen Dorf, und bald schon sind auch andere Bewohner betroffen. Das ruft die Polizei auf den Plan, die sich allerdings nicht gerade mit Ruhm bekleckert, sodass Albertine, Hubertus, Clementine und der Dorf-Paparazzi Egon-Erwin es selbst in die Hand nehmen, den Mörder zu fassen. Das klingt so zwar richtig krimimäßig, aber die Ernsthaftigkeit normaler Krimis darf man trotzdem nicht erwarten. Das sei nochmal erwähnt, obwohl ich finde, dass man das dem Cover sofort ansieht.
Der ernsthafte Krimi wird durch mehrere Faktoren spaßig sabotiert. Da wären zunächst die durchweg schrägen und kauzigen Charaktere, über die ich wirklich häufig lachen musste. Sie sind aber nicht nur witzig, sondern lassen auch durchblicken, welch ein Filz in dem Dorf herrscht. Das kann ich mir in solch einem Kaff gut vorstellen.
Gelacht habe ich auch über Clementines, Albertines, Hubertus' und Egon-Erwins Ermittlungsarbeit. Die drei sind nun mal keine Detektive, geschweige denn bei der Polizei. Entsprechend chaotisch verlaufen oft ihre Nachforschungen, bei denen sie obendrein noch der Polizei in's Gehege kommen. Die widerum ist ebenfalls so eine eigene Sache für sich. Engagiert ist anders, im beruflichen Sinne zumindest. Dagegen sind die Ermittler sehr engagiert darin, einander das Leben schwer zu machen.
Man merkt es sicher schon, in "Ernten und sterben" ist nichts und niemand so, wie man es aus Krimis sonst kennt. In vielerlei Hinsicht wird überspitzt und der Blick auf das Leben und die Menschen in dem Dorf ist oft ganz schön bissig. Glücklicherweise ohne dabei irgendwie albern oder platt zu wirken. So macht es Spass zu verfolgen, wie die Mörderjagd sich entwickelt.
Auf die Gefahr hin zu spoilern muss ich aber sagen, dass ich mir die Auflösung anders gewünscht hätte. Ich mag es einfach lieber, wenn ich beim Lesen knobeln kann, wer der Täter ist und wieso er mordet. Entsprechend aufmerksam hatte ich gelesen, nur um am Schluss festzustellen, dass es keiner der Dorfbewohner ist, die man bisher kennengelernt hat. Umsonst geknobelt...

Ich fand das Buch so lustig, dass ich es an zwei Abenden ausgelesen hatte. Es liest sich einfach viel leichter, wenn man dabei lachen oder zumindest grinsen kann. Da die Kapitel recht lang sind, kommt man mit jedem Kapitel ein gutes Stück im Buch und der Geschichte voran. Zahlreiche amüsante Dialoge lockern zusätzlich auf.

Das Cover hat mir sofort gefallen. Ich finde einfach dieses Radieschen total witzig. Vor allem ist es schön doppeldeutig, eben weil Tote sich ja im sprichwörtlichen Sinne die Radieschen von unten anschauen. Andererseits ist es halt ein Gemüse, das gerne in Gärten angepflanzt wird. Nicht nur auf dem Land. Gegrinst habe ich auch über die Deckelinnenseiten mit dem wunderschön hässlichen Tapetenmuster. Ja, hier wird manches Klischee über das Leben auf dem Land ordentlich breitgetreten.

Fazit: Ich werde sicher noch weitere Landkrimis lesen. Mir hat "Ernten und sterben" riesig viel Spass gemacht mit den kauzig-schrägen Charakteren, der turbulenten "Ermittlungsarbeit" und dem Einblick in's Dorfleben. Und auch wenn es kein ernsthafter Krimi ist, habe ich doch gespannt verfolgt, wie Albertine, Clementine, Hubertus und Egon-Erwin dem Täter auf die Spur kommen.

Kommentare: 1
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vielleser18s avatar

Rezension zu "Ernten und Sterben" von Peter M. Hetzel

Persiflage, Slapstick, Monthy Phyton
vielleser18vor 5 Jahren

Die adelige Landärztin Albertine und ihr Online-Händler-Nachbar Hubertus finden in ihren Gärten eines Morgens jeweils eine kopflose Leiche. Doch da die Polizei nur herumstochert und ihren Ermittler in Kur schickt, nehmen die beiden nebst der Haushälterin Clementine die Sache selbst in die Hand. Dazu gesellt sich noch der rasende Kleinstadtreporter Egorn-Erwin. Das Quartett nimmt die 900-Seelen-Kleinstadt-Welt unter die Lupe, denn einese ist anscheinend klar: der Mörder, der weiter mordet, kommt aus diesem Örtchen.

Wer meint, hier einen reinen Landkrimi zu lesen, der wird wohl enttäuscht werden. Der Autor, Peter M. Hetzel, will eher die Lachmuskeln reizen, das Buch ist voller satirische Beschreibungen, Persiflagen auf Polizei und Obrigkeit, unter dem Strich eine Parodie eines typischen Landkrimis schreiben.
Dabei steht die Realität bei dem Krimi im Hintergrund, die Protagonisten im Vordergrund.

Bei all den ironischischen Verweisen, die der Autor auch auf lebende Personen der Öffentlichkeit abgibt, der ziemlich übertriebenen Karikatur der Polizei kam bei mir anfangs der Lesespaß nicht richtig auf. Erst im Mittelteil überzeugte mich die Geschichte, um dann beim Show-down wieder zu schwächeln. Positiv hervorheben muss ich die kulinarischen Einschübe und vor allem auch die Gestaltung des Covers.

Abschließend: wer Slapstick, Persiflage und Monty Phyton liebt, der ist hier sicher richtig aufgehoben - wer einen Landkrimi hinter den Buchdeckeln vermutet, der ist hier hinterher sicher enttäuscht.

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Gurkes avatar

Rezension zu "Ernten und Sterben" von Peter M. Hetzel

Kopflos verliert man am schnellsten sein Gesicht (Hermann Lahm)
Gurkevor 5 Jahren

Kopflos verliert man am schnellsten sein Gesicht (Hermann Lahm)

..und auch sein Leben, denn dieses tragische Los ereilte zwei noch unbekannte Männer in den Gemüsebeeten der Nachbarn Albertine von Krokow und dem Online-Buchhändler Hubertus, die eben ohne Kopf den Weg ins Jenseits antreten müssen. Dank ihres adligen Blutes weiß die rüstige Frau aber gekonnt die Contenance zu wahren und gerät aufgrund des blutigen Anblicks nicht aus der Fassung – auch nicht, als sie von der Staatsgewalt sowie den Dorfbewohner als potentielle Mörderin beschuldigt wird. Sie beginnt, mit ihren Freunden in alle Richtungen zu ermitteln; schließlich ist in einem 900 Seelen Dorf jeder verdächtig, doch ob es so klug ist, sich selbst als Lockvogel für den „dangerous man“ zu opfern, weiß man im Zweifel immer erst hinterher.

Angelockt von dem urigen Subgenre des Landkrimis war ich ganz gespannt auf Peter Hetzels Debüt als Krimiautor, der sich in der Vergangenheit als Literaturkritiker schon einen Namen gemacht hat. Allerdings hat sich dann schnell herausgestellt, dass meine Vorstellung von einem Landkrimi etwas von der Umsetzung durch den Autor abweicht und somit nicht ganz meinen Geschmack treffen konnte.
Das Dorf Klein-Büchsen mit seinen Bewohner ist nämlich ziemlich abgedreht, was sich auch sehr auf die Ermittlungsarbeit auswirkt, die eher in den Bereich von totaler Unprofessionalität fällt, sodass ein richtiger Spannungsbogen wie bei einem klassischen Krimi nicht aufkommen kann – was vom Autor aber so gewollt ist (was ich leider erst während der Lektüre erfahren habe).

Das Buch ist für meinen Geschmack leider zu überladen mit skurrilen Charakteren, von denen mir nur Hubertus und Clementine sympathisch wurden und gespickt mit allerlei Wortwitz aus allen erdenklich Sparten, zu denen ich nicht immer einen Zugang finden konnte, weil ich evenutell zu jung bin?

An einigen Stellen blitzten aber auch Landkrimi typische Elemente auf, wie ein beruhigendes Gespräch während der Gartenarbeit in den Gemüsebeeten oder die legendäre Kuh-Olympiade, welche gerne noch über mehrere Etappen im Mittelpunkt hätte stehen dürfen und den Charme von echter Landidylle und Nachbarschaftsharmonie aufleben ließ. Auch die kulinarische Ausflüge haben mir Spaß gemacht und zum Beispiel großen Appetit auf Hubsis Schmorgurkenpfanne gemacht – doch leider sind sie eher Nebenerscheinungen und werden vom Chaos der Komik überrollt.

Humor ist wie immer Geschmackssache und Peter Hetzel ein sympathischer Autor, der aber beim nächsten Teil die „Kirche im Dorf“ lassen und keine hochnäsigen Großstadtcharaktere auf friedliche Bauern loslassen sollte, denn weniger ist zwischen Radieschen und Möhren manchmal mehr.

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Gespräche aus der Community

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PMHetzels avatar
Nach jahrzehntelanger Erfahrung im Buchgeschäft und meiner Tätigkeit als Literaturkritiker für das Sat1-Frühstücksfernsehen bin ich nun auch unter die Autoren gegangen und möchte euch meinen Kriminalroman "Ernten und sterben" aus dem emons Verlag vorstellen.
Nachdem mir der Fragefreitag hier schon sehr viel Spaß gemacht hat, möchte ich euch nun zu einer Leserunde einladen - der Verlag vergibt 15 Leseexemplare und wer mag - das Buch gibt es natürlich auch in jeder gut sortieren Buchhandlung zu kaufen, dann kann man selbstverständlich ebenfalls teilnehmen!

Aber worum geht es überhaupt im Buch?
Wer Radieschen und Möhren von unten sieht, ist zweifellos mausetot. Das muss sich Landärztin Albertine von Krokow nicht erklären lassen. Warum aber mussten die beiden Männer ihr Leben ausgerechnet in den sorgsam gepflegten Gemüsebeeten aushauchen? Während die Polizei im Dunkeln tappt, gelangen Albertine und ihr Nachbar Hubertus zu der Überzeugung, dass Öko-Aktivisten hinter den Taten stecken. Doch als zwei weitere Tote gefunden werden, muss Albertine erkennen, dass sie auf einer tödlich falschen Fährte sind ...

Ihr könnt auch gern mal in die Leseprobe reinlesen!

Und wer bin ich eigentlich?
Peter M. Hetzel liebt Kleinstädte, deshalb wurde er anno 1960 in Meisenheim am Glan geboren. Hätte er studiert, wäre er wahrscheinlich Deutsch- und Geschichtslehrer geworden. Aber aus dem bibliophilen Jüngling wurde nach einer Ausbildung zum Verlagsbuchhändler ein begeisterter Lektor, der im Rowohlt Taschenbuchverlag wie am Fließband Krimis redigierte. Im November 1987 saß er in dieser Funktion zum ersten Mal auf der Couch des Sat.1 Frühstücksfernsehens und wurde so lange eingeladen, bis er sich entschloss, seinen alten Job aufzugeben und Journalist zu werden

Nun freue ich mich hier bis zum 05. August auf eure Bewerbungen als Teilnehmer und bin gespannt, warum und weshalb und wieso eigentlich ihr gerne meinen Krimi mit mir gemeinsam lesen und rezensieren wollt!
Zur Leserunde
DieBuchkolumnistins avatar
Peter M. Hetzel wird den meisten Lesern schon als Literaturkritiker des SAT1-Frühstücksfernsehens ein Begriff sein - seine kurzen und leidenschaftlichen Besprechungen lohnen das zeitige Aufstehen! Wir freuen uns sehr, dass er am heutigen Freitag Zeit gefunden hat, um Eure Fragen zu seinem ersten eigenen Roman - einem Krimi - zu beantworten! "Ernten und Sterben" - soeben bei emons: erschienen!

Über den Autor:
Peter M. Hetzel wurde 1960 in Meisenheim am Glan geboren. Hätte er studiert, wäre er wahrscheinlich Deutsch- und Geschichtslehrer geworden. Aber aus dem bibliophilen Jüngling wurde nach einer Ausbildung zum Verlagsbuchhändler ein begeisterter Lektor, der im Rowohlt Taschenbuchverlag wie am Fließband Krimis redigierte. Im November 1987 saß er in dieser Funktion zum ersten Mal auf der Couch des Sat.1 Frühstücksfernsehens und wurde so lange eingeladen, bis er sich entschloss, seinen alten Job aufzugeben und Journalist zu werde - und Autor!

Über das Buch:
Wer Radieschen und Möhren von unten sieht, ist zweifellos mausetot. Das muss sich Landärztin Albertine von Krokow nicht erklären lassen. Warum aber mussten die beiden Männer ihr Leben ausgerechnet in den sorgsam gepflegten Gemüsebeeten aushauchen? Während die Polizei im Dunkeln tappt, gelangen Albertine und ihr Nachbar Hubertus zu der Überzeugung, dass Öko-Aktivisten hinter den Taten stecken. Doch als zwei weitere Tote gefunden werden, muss Albertine erkennen, dass sie auf einer tödlich falschen Fährte sind ...

Fünf Exemplare von "Ernten und Sterben" aus dem emons: Verlag verlosen wir unter allen Neugierigen, die Peter mit ihren Fragen löchern! Viel Spaß bei der heutigen Aktion! 

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micluvsdss avatar
Letzter Beitrag von  micluvsdsvor 6 Jahren
Mein Buch ist auch angekommen! Vielen Dank!
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