Peter May Beim Leben deines Bruders

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Inhaltsangabe zu „Beim Leben deines Bruders“ von Peter May

Der Sturm peitscht unerbittlich über die wilden, sumpfigen Torfwiesen, als im Hochmoor von Lewis, einer der größten Hebrideninseln vor Schottland, eine jahrzehntealte Leiche gefunden wird. Fin Macleod ist gerade auf seine Heimatinsel zurückgekehrt: Nach dem Unfalltod seines Sohnes und dem Scheitern seiner Ehe hatte er seinen Job als Polizist in Edinburgh eigentlich aufgegeben. Doch der einzige Hinweis im Fall der unbekannten Moorleiche ist eine DNA-Spur. Schnell fällt der Verdacht auf Tormod Macdonald, den an Demenz erkrankten Vater von Fins Jugendliebe. Und so nimmt Fin Macleod die Ermittlungen in diesem mysteriösen Mordfall auf, der ihn tief in die emotionalen Abgründe seiner Heimat führen wird …

Eine intensive Familiengeschichte vor außergewöhnlicher Kulisse der Äußeren Hebriden.

— Gulan
Gulan

Ein überzeugender Krimi mit viel Atmosphäre! Hat mir besser gefallen als der erste Teil.

— MissRichardParker
MissRichardParker

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  • Atmosphärischer Inselkrimi

    Beim Leben deines Bruders
    sapperlot

    sapperlot

    20. April 2017 um 06:28

    Bei einem tadellosen Krimi dürfen Rezensenten ihr Meinung auch mal kurz und bündig verfassen. Ein atmosphärischer Inselkrimi dessen Handlung auf den sturmgepeitschten Hebriden-Inseln vor der Nordwestküste Schottlands spielt. Meist karg, mal torfig mal steinhart sind die Böden und ebenso urwüchsig sind seine Bewohner die dem rauen Klima seit Jahrhunderten trotzen. Die Menschen sind Traditions- und Geschichtsbewusst und mit einem starken Familiensinn ausgestattet und dennoch bergen die Inseln Geheimnisse die seit Jahrzehnten unter der stacheligen Heide verborgen liegen und von den wenigen Menschen, die sie kennen, werden sie gut gehütet. Als eines der Geheimnisse ans Tageslicht tritt, versucht der aus dem Polizeidienst ausgeschiedene und nach langen Jahren in der Grossstadt lebende und in seine Heimat zurückgekehrte Fin Macloud das alte Rätsel zu lösen. Was für ein Unglück oder Verbrechen hat sich vor fast sechzig Jahren ereignet? Die Aufklärung ist ein unerbittlicher Wettlauf gegen die Zeit, das Schweigen und das Vergessen.Ein rundum gelungener Kriminal- und Lebensroman der in zwei unterschiedlichen Zeitebenen spielt und bei dem von der Atmosphäre samt Spannungsbogen über die Personengestaltung bis hin zum Erzählstil alles stimmt und für den ich gerne 5 Sterne vergebe. Tipp: Bevor dieses zweite Buch der Lewis-Trilogie gelesen wird empfehle ich zum besseren Verständnis vorab den ersten Band "Blackhouse" zu lesen.

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  • Atmosphärisch, spannend und berührend...

    Beim Leben deines Bruders
    MissRichardParker

    MissRichardParker

    03. January 2017 um 13:07

    Im Hochmoor von Lewis wird eine jahrzehntealte Leiche gefunden. Fin, der gerade wieder auf seine Heimatinsel zurück gezogen ist, hat seinen Job bei der Polizei eigentlich aufgegeben. Doch so einfach kann er diesen Fall nich an sich vorbei lassen. Denn der Verdächtige ist Tormod Macdonald, der Vater seiner grossen Jugendliebe...Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen. Besonders gut fand ich die beiden Perspektiven. Einmal die Sicht von Fin und einmal von Tormod. Besonders Tormods Beschreibungen fand ich berührend. Seine Erzählungen machen diesen Krimi meiner Ansicht nach aus.Neben dem flüssigen Schreibstil hat der Autor auch eine super Atmosphäre geschaffen. Sehr lesenswert!

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  • Ein gewaltiges und liebevoll sinnlich gezeichnetes Porträt einer rauen Inselwelt

    Beim Leben deines Bruders
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    12. April 2014 um 14:03

      Mit seiner Serie um den Polizisten Fin Macleod aus Edinburgh hat der 1951 in Glasgow geborene schottische Schriftsteller und Drehbuchautor Peter May in seiner Heimat großen Erfolg gehabt und wurde mehrfach ausgezeichnet.   Nun in seinem neuen Buch hat Fin Macleod aus persönlichen Gründen seinen Polizistenberuf aufgegeben und fährt zurück in seine Heimat, nach Lewis, die größten der äußeren Hebrideninseln vor Schottland.   Kurz nach seiner Ankunft wird beim Torfstechen eine zunächst als archäologischer Fund angesehene Leiche ausgegraben. Doch als der bald hinzugezogene Gerichtsmediziner am Arm der Leiche ein Tattoo von Elvis Presley entdeckt mit der Inschrift „Heartbreak Hotel“ ist klar, dass der Tote spätestens 1956 auf unnatürliche Weise um sein Leben kam.   Fin Macleod, der eigentlich in Ruhe sein Leben wieder auf die Reihe bringen wollte, sieht sich sehr schnell involviert in die Sache. Denn der an schwerer Demenz erkrankte Vater von Fins großer Jugendliebe Mona gerät durch eine DNA - Spur in den Verdacht, damals der Täter gewesen zu sein. Fin hatte als junger Mann die Liebe Monas fahrlässig missachtet, und er sucht vorsichtig nach möglichen neuen Anknüpfungspunkten, zumal sein eigener Sohn, den er mit Mona gezeugt hatte, gerade selbst Vater geworden ist. Auch deshalb fängt er schnell an zu ermitteln, erfährt von einem lokalen Polizisten viel Unterstützung und Hilfe. Sie wollen den Fall selbst lösen, bevor ein offizieller Ermittler vom Festland beauftragt wird.   Da Monas Vater Tormod sich an nichts erinnert, weil seine Demenz schon weit fortgeschritten ist, greift Peter May zu einem Kunstgriff. Parallel zu den Ermittlungen und Nachforschungen von Fin lässt er Tormod, der ursprünglich ganz anders hieß, wie sich herausstellen wird, seine Geschichte erzählen, die in einem katholischen Waisenhaus auf dem Festland beginnt. Zusammen mit anderen Kindern und seinem Bruder wird er eines Tages auf die Hebriden gebracht, wo er bei einer Familie fast wie ein Sklave gehalten wird.   Immer mehr wird durch die wechselnden Perspektiven die Geschichte klarer und der Leser wird einer Lösung nähergebracht. Und die Frage wird immer drängender: hat der alte Mann damals seinen Bruder umgebracht?  Denn als solcher ist der Tote bald identifiziert.   „Beim Leben deines Bruders“ ist nicht nur ein spannend erzählter Kriminalroman mit einer sich über Jahrzehnte hinziehenden Vorgeschichte, sondern auch ein gewaltiges und liebevoll sinnlich gezeichnetes Porträt einer rauen Inselwelt und ihrer historischen Abgründe.   Atemberaubend schöne Naturbeschreibungen erzählen von einer Landschaft, in der das Meer, das Klima und die Armut die Menschen schon immer in ihrer dramatischen Gefangenschaft gehalten haben.        

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  • Niemand ist eine Insel

    Beim Leben deines Bruders
    Havers

    Havers

    09. April 2014 um 20:11

       „Beim Leben deines Bruders“ ist nach „Blackhouse“ der zweite Band der Lewis-Trilogie des schottischen Autors Peter May. Lewis und Harris gehört zu den Äußeren Hebriden, den Inseln im  Nordwesten Schottlands, wobei Lewis der nördliche, eher flache Teil ist. Dorthin kehrt Fin Macleod, ehemaliger Polizist des Lothian & Borders CID in Edinburgh, zurück, um nach dem Tod seines Sohnes Robbie und seiner Scheidung zurück wieder zur Ruhe zu kommen. Er möchte wieder Ordnung in sein Leben bringen, die Bruchstücke seiner persönlichen Katastrophen beseitigen und gleichzeitig den heruntergekommen Bauernhof seiner renovieren. Aber die Heimkehr wird überschattet von einem Leichenfund im Hochmoor, denn das Ergebnis der DNA-Analyse weist Ähnlichkeiten mit Tormod Macdonald nach, Vater von Marsaili, Fins erster Liebe. Deshalb mischt sich Fin in die Ermittlungen ein, kennt er ihn doch noch von früher und erinnert sich, dass er nie irgendwelche Familienangehörigen erwähnt hat. Aber mittlerweile ist Tormod alt, gebrechlich und leidet an Demenz, er versteht nicht, was um ihn herum passiert. Damit die Ermittlungen zu einem Ergebnis führen ist es aber unabdingbar notwendig, dass er sich an Vergangenes erinnert – auch dann, wenn es für ihn selbst und die Menschen in seiner nächsten Umgebung sehr schmerzhaft ist. Der Autor nutzt dazu zwei unterschiedliche Perspektiven, zum einen nehmen wir an den Ermittlungen in der Gegenwart teil, die aus der Sicht von Fin Macleod geschildert werden, zum  anderen teilen wir die Erinnerungen von Tormod Macdonald, der erschütternde Details aus seiner Kindheit beschreibt. Intensiviert werden diese Beschreibungen immer wieder durch reflektierende Passagen, die einerseits zwar das Tempo drosseln, andererseits aber auch dafür sorgen, dass der Leser sehr intensiv an diesem Schicksal teilnimmt. Peter May ist mit seinem neuesten Werk ein beeindruckender Kriminalroman gelungen, bei dem die Aufklärung des Todesfalls beziehungsweise die Entlarvung des Täters völlig in den Hintergrund tritt. Wesentlich interessanter sind die Begleitumstände und die biografischen Rückblenden, die uns in die Nachkriegszeit und die Kindheit von Tormod Macdonald zurückversetzen. Abgerundet wird dieser Krimi durch stimmungsvolle Landschaftsbeschreibungen, die die besondere Atmosphäre dieser rauen schottischen Inselgruppe treffend wiedergibt.  

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