Peter Mayle Der Coup von Marseille

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Inhaltsangabe zu „Der Coup von Marseille“ von Peter Mayle

Spannung und mediterrane Lebenslust pur – der neue Bestseller von Peter Mayle Sam Levitt, ein Schlitzohr mit ausgeprägten Hang zum leichten Leben hart an der Grenze der Legalität, möchte nur noch sein wiedergefundenes Liebesglück mit der umwerfend attraktiven Elena genießen. Da erhält er von einem alten Bekannten, dem Großunternehmer Reboul, einen heiklen Auftrag: Er soll in Marseille für ein Bauprojekt werben, das die Fischerbucht östlich vom alten Hafen aufwertet. Reboul selbst will im Hintergrund bleiben. Voller Elan nimmt Sam seine Arbeit in Marseille auf, merkt jedoch schon bald merkt, dass jede Bouillabaisse hier seine letzte sein könnte: Geschäftsmänner aus London, und schlimmer noch - jedenfalls für die Menschen in Marseille - aus Paris wollen ebenfalls den lukrativen Bauauftrag an Land ziehen und schrecken vor Gewalt nicht zurück.

Die Beschreibung der Stadt mit ihren Restaurants, dem Essen und Trinken macht die Handlung nebensächlich. Nett für Frankreich-Liebhaber.

— renie
renie

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    Der Coup von Marseille
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    28. October 2013 um 13:53

      Da wundert sich Sam Levitt zunächst nicht schlecht.   Entspannt und voll erotischem Knistern genießt er die Tage mit seiner Elena („Hast Du was unter dem Kleid drunter?“ Einen Tropfen Parfüm“), da wird er um ein Gespräch gebeten. Just von jenem Reboul, dem er doch jüngst eine Sammlung bester Weine wieder „abgenommen“ hat, die dieser sich auf nicht ganz legalem Wege einverleibt hatte.   Doch nachtragend scheint Reboul nicht zu sein. Im Gegenteil, mit Respekt begegnet er Levitt und sieht in diesem die beste Hilfe für eines seiner neuen Projekte. Die Erschließung von Immobilien in Marseille. Bei denen Reboul unter seinem eigenen Namen nicht auftreten kann. Alte, persönliche Feindschaften zur oberen Verwaltung der Stadt würden sein Angebot von vorneherein aussichtslos gestalten.   Der elegante Unternehmer und die abenteuerlustige Elena benötigen nicht allzu lange, um Sam mit ins Boot zu holen und so macht er sich unter einer Tarngeschichte auf nach Marseille, um die Verhandlungen für Reboult zu führen.   Doch natürlich hat  nicht nur Reboult Interesse an der Entwicklung des neuen Wohnbereiches in der brodelnden Mittelmeermetropole. Auch zwei andere Interessengruppen sind bereit, alles für den Zuschlag ins Feld zu führen. Und unter „alles“ sind da nicht nur höfliche und legale Mittel zu verstehen.   So wird Sam Levitt feststellen, dass Gefahren auf ihn zukommen, wird er für seine Elena harte Bandagen anlegen müssen und sich in einem Spiel von Intrige und Bedrohung wiederfinden, das seine ganzen Fähigkeiten benötigen wird.   Bis aber die Spannungskurve langsam und stetig zum Ende des Buches hin ansteigt, findet sich der Leser erst einmal in der Welt der „Schönen und Reichen“, des eleganten Lebens und der kulturellen Feinheiten wieder. Vor allem in der Hinsicht, dass Mayle bildkräftig und ausführlich von gutem Essen, eleganten Restaurants, der „Qual der Tapas -Wahl“, perfekt sitzender Kleidung, eleganter Erscheinung und jeder Menge Kultur zu erzählen weiß.   In schwelgerischen Bildern vermag er dabei genauso, die luxuriöse Innenausstattung eines Privatjets ebenso treffend vor die Augen des Leser zu führen, wie elegante Anzüge, perfekt sitzende Manschetten, Einstecktücher, den Geschmack erlesener Weine oder die kulturelle Geschichte von Landstrichen und Gebäuden. Und immer wieder dringt seine Lust und seine Bewunderung des französischen Lebensstils (bei denen, die sich das so wie im Buch beschrieben leisten können) stark durch.   „Sam, allmählich verwandelst du dich in einen Baedeker auf zwei Beinen“. Man spürt den leichten Anflug von Gereiztheit bei Elena, den der Leser in solchen Augenblicken gut verstehen kann.   Späterhin aber nimmt der Roman durchaus Fahrt auf, erzeugt Spannung und ein elegantes Intrigenspiel, das durchaus zu unterhalten versteht und mit mancher Gefahr verbunden sein wird. In einer traumhaften Kulisse, was Stadt, Land und Leute angeht.

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