Peter Mennigen , Ingo Römling Malcolm Max

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Inhaltsangabe zu „Malcolm Max“ von Peter Mennigen

Unter Nicht-Comiclesern besitzt 'Malcolm Max' schon jetzt eine große Fangemeinde – denn der charismatische Dämonenjäger erblickte bereits 2008 in der gleichnamigen Hörspielserie das Licht der Welt. Nach drei Episoden (zunächst als Beilage der 'Gespenster-Geschichten', dann als Teil der Hörspielreihe 'Geister-Schocker') folgt nun der intermediale Flirt mit dem Comic: Angesiedelt im viktorianischen England an der Schwelle zum 20. Jahrhundert präsentiert das Künstlergespann Ingo Römling und Peter Mennigen den Auftakt der Steampunk-Mystery-Serie als symbiotischen Entwurf, der mindestens zwei Genretraditionen vereint: die Selbstironie der 'Buffy'-Erzählungen und den Manierismus der Schauerromane des 19. Jahrhunderts.

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  • Viktorianisches Zeitalter, Vampire, Geister, Vodoo und ein hinreißendes Detektivpaar!

    Malcolm Max
    Sirene

    Sirene

    24. June 2016 um 23:09

    Einmal der Klappentext: Malcolm Max und seine wagemutige Begleiterin Charisma kommen anno Domini 1889 in London eigenartigen Ereignissen auf die Spur, die sich negativ auf ihre Lebensspannen auszuwirken drohen. Im Flackerlicht der Gaslaternen nimmt eine Serie grausamer Frauenmorde, die mit der Hinrichtung des Mörders "Der Poet" eigentlich ein Ende gefunden haben sollte, ihre Fortsetzung. Dieses Bluttaten stehen möglicherweise im Zusammenhang mit den Leichendiebstählen, die Malcolm Max im Auftrag der Geheimloge "Custodes Lucis" untersucht. Schon bald erfahren der Vampirjäger und die Halbvampirin am eigenen Leib, wie schnell aus Jägern Gejagte werden können.Auf dem Cover sehen wir einmal Malcolm Max hinter einem Grabstein knien mit einer Laterne in der Hand und hinter ihm in schwarzer Montur steht aufrecht Charisma Myskina. Der Zeichenstil auf dem Cover hat mich gleich angesprochen und die "Verzierungen" um das Bild herum gibt dem Band einen Touch von alt und abgegriffen. Wir befinden uns im viktorianischen Zeitalter, in einem verregneten, düsteren London. Die Industrie und ihre Erfindungen werden immer außergewöhnlicher und es kommt ein leichter Steampunk Flair rüber. Malcolm Max ist ein charmanter Gentleman, der sehr beliebt ist bei den Damen und arbeitet als Vampirjäger/Detektiv für eine Geheimloge "Custodes Lucis" zusammen mit Charisma Myskina.Obwohl er Vampire eigentlich jagt ist seine Partnerin Charisma eine Halbvampirin, die nicht viel von menschlichen Interaktionen versteht und so kommt es schon mal vor, dass Malcolm ihr den Genuss des Küssens erklären muss. Am Ende ist sie aber nicht schlauer geworden.Die Handlung fängt damit an, dass wir unsere beiden Helden auf dem Friedhof treffen, wo sie auf der Spur einiger Body Snatchers sind. Hier handelt es sich um einen Berufsstand, indem es darum geht Leichen für medizinische Zwecke zu finden, wie Obduktionen. Damals galt es eher als ein Kavaliersdelikt Leichen aus ihren Gräbern zu holen, wobei auch einige Vertreter des Berufsstands es sich leichter machten und Leute von der Straße wegschleppten.Die Partner haben gerade ein Paar entdeckt, dass sich an einem Grab zu schaffen macht, als eine pfiffige Reporterin auftaucht und dazwischen greift. Sie ist ein Charakter, der einer wahren Person entspricht, zu der es im Zusatzmaterial einen Bericht gibt. Für mich mal etwas Neues und ziemlich interessant.Von einem Moment zum anderem befinden sich Malcolm und Charisma in einer Serie von blutigen Frauenmorden wieder. Für ihn ist die Handschrift des Mörders ganz klar, es ist "Der Poet", aber dem wurde vor einem Jahr der Kopf abgetrennt. Wie kann das sein?Auf ihrer Verfolgungsjagd treffen wir noch weitere interessante Charaktere, Zwei, die ich sehr ins Herz geschlossen habe sind die Schwestern Emmeline und Miranda, die bei dem Fall etwas mithelfen. Zwei sehr kluge Mädchen, die vorhaben ihren Gönner Malcolm zu heiraten, wenn sie mal so alt sind.Der Autor entführt einen mit Leichtigkeit in das viktorianische Zeitalter. Der Stil der Sprache passt einfach und auch wenn man hier viel Text und Dialoge findet auf kleinen Raum (damit meine ich. dass die Bilder nicht sehr groß sind), macht es nichts aus, denn alles ist angehaucht von Witz und Ironie.Passend dazu die Zeichnungen in Sepiatönen, die es mir sehr angetan haben.Ich würde den Zeichenstil mit den Worten aussagekräftig, Auge fürs Detail und ansehnlich beschreiben. Von Stereotypen, wie den Inspektor bis zu der Mambo Priesterin haben mir seine Zeichnungen Freude bereitet und sie sind passend zu dem Text, so dass das ganze Werk schön abgerundet ist.Zum Schluss würde ich es jedem Fan von klassischen Mystery, Sherlock Holmes und einer Spur Fantasy ans Herz legen. Hier erwartet einen eine spannende Detektivgeschichte mit Vampiren, Vodoo-Zauber, Geister und merkwürdigen Robotern und einfach hinreißenden Charakteren, die einen nicht enttäuschen!Außerdem besitzt der Band noch interessantes Zusatzmaterial über Autor, Zeichner, die Entstehung des Comics und mehr.

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  • Spannung aus deutschen Landen

    Malcolm Max
    Mueli77

    Mueli77

    04. June 2013 um 21:00

    London, im ausklingenden 19. Jahrhundert. Mysteriöse Morde erschüttern die Stadt. Morde die so grausam, wie auch rätselhaft sind. Immer wieder werden junge Frauen mit 13 Messerstichen übel zugerichtet, und danach medienwirksam präsentiert. Doch diese Morde rufen nicht nur die Polzei auf den Plan, sondern auch eine geheime Organisation namens „Custodes Lucis“, der auch der Agent des übernatürlichen Malcolm Max angehört. Zusammen mit seiner reizenden Begleiterin Charisma Myskina macht er sich auf, die Morde aufzuklären. Doch im Verlaufe dessen stellt sich heraus, das der mutmaßliche Täter nicht nur bereits ermittelt und gefasst, sondern bereits hingerichtet und begraben wurde. Hat sich hier ein Nachahmer eingefunden, oder ist der Mörder aus dem Reich der Toten zurückgekehrt …? Malcom Max könnte die Neuheit des Jahres werden, wenn da nicht bereits die vorangegangenen Hörspiele wären. Denn wenn man genau nachprüft, dann kann der mysteriöse Agent bereits eine beachtliche Anzahl an Abenteuern vorweisen. Und diese stammen ebenfalls aus dem Kopf des geistigen Vaters Peter Mennigen. Dieser hat aber nicht nur Erfahrungen mit Malcom Max, sondern auch mit Comics im Allgemeinen. Immerhin hat er bereits Abenteuer für die Bastei-Serien „Gespenster Geschichten“, „Bessy“, „Silberpfeil“, „Lasso“, „Conny“ und „Phantom“ verfasst. Außerdem durfte er auch mit Maroto an „Manos“, mit Morris an „Lucky Luke“ und mit Jean Tabari an „Isnogud“ zusammenarbeiten. Was das Erzählen von Geschichten der unterschiedlichsten Helden betrifft, ist Mennigen also ein wahres Chamäleon. Dies zeigen auch seine Erfahrungen als Hörspielautor für Egmont, den WDR, RTL, den WWF und den Kindersender Nickelodeon. Für Malcolm Max: Body Snatchers hat sich Mennigen das viktorianische London im späten 19. Jahrhundert ausgesucht. Eine Zeit der Veränderung, des Umbruchs und des technischen Fortschritts. Und dennoch auch eine Zeit der Mysterien, skrupellosen Gewalt und krassen Gegensätze. Eine Stadt, die einerseits für Glamour und Reichtum steht und andererseits gnadenlose und verkommene Armut in den Slums im East End beherbergt. Mittendrin platziert Mennigen einen Mörder, der Jack The Ripper in nichts nachsteht. Ebenso mysteriös und genauso gewalttätig. Doch Malcolm und Charisma, die auch noch eine Halbvampirin ist, sind nicht auf den Kopf gefallen. Beide Figuren sind interessant und facettenreich charakterisiert. Während Malcolm ein Edelmann der alten Schule und dennoch ein Playboy sondergleichen ist, ist Charisma eine wunderschöne Dame, die aber wiederum ihr Mundwerk und auch ihre Fäuste gekonnt einzusetzen weiß. Für die grafische Umsetzung hat man sich mit Ingo Römling einen ebenfalls bekannten Namen in der deutschen Comicbranche geangelt. Und dennoch stellt Malcolm Max, sein erstes eigenes Comicalbum dar. Denn neben Plattencovern vor L'Ame Imortelle, sowie andere Gothic und Metalbands hat er vorrangig als Designer für Kunden wie EMI, die Deutsche Bank und Ubisoft gearbeitet. Dennoch ist er comictechnisch nicht unbedarft. Er zeichnete bereits einige Cover und Abenteuer zu Zwerchfells Top-Zombie-Serie „Die Toten“. Und auch hier sehen Römlings Tote einfach nur grauenhaft eklig aus. Und das ist nicht auf seinen Zeichenstil gemünzt, sondern seine wirklich fantastische Darstellung des „Nichtlebens“. Dem gegenüber stehen wunderschöne Damen wie Charisma Myskina, Fiona Pankhurst und die Opfer des Mörders, bevor dieser zuschlägt. Am faszinierendsten ist aber für mich, die Vielzahl der Gesichter, die Römling auf das Papier zaubert. Keine der Damen gleicht einer anderen. Auch die Landschaften, wie der Londoner Friedhof, ein düsteres und monumentales Fabrikgebäude und die Innenstadt von London, weiß Römling mit viel Liebe und einer unvergleichlichen Detailfülle zum Leben zu erwecken. Das hier dennoch die Farben Rot und Braun dominieren und dadurch wirken, wie als wenn Mann alte Fotos mit ihrem Sepiafarbton betrachtet, vermittelt ein mitreißendes Feeling. FAZIT: Der vollständige erste Band setzt nicht nur die Spannung des Gratis Comic Tag-Heftes fort, sondern legt noch eine Schippe oben drauf. Es ist faszinierend zu beobachten, wie Malcolm mit Charisma durch die Straßen, dunklen Gassen, auf Friedhöfen und sogar verlassenen Fabrikgeländen auf Ermittlungstour geht. Ebenfalls sehr positiv, im Vergleich zur Gratis-Ausgabe, fällt das Format dieses Bandes auf. Dadurch, dass dieser fast doppelt so groß ist, wirken die Zeichnungen um einiges fantastischer, als in der „geschrumpften“ Version. Noch mehr Details kommen zum Tragen und jedes Panel lädt zum neuen Entdecken ein. Die einzige große Enttäuschung dieses wunderschön aufgemachten Hardcovers mit dem tollen Bonusmaterial, wie Biografien, Entstehungsgeschichte, Skizzen und Artworks, ist der massive Cliffhanger. Wie lange muss man jetzt warten, bis man erfährt, wie es mit Malcom Max und Charisma Myskina weitergeht, nachdem sie am Ende so dramatische Entwicklungen durchmachen müssen.

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