Peter Millar Eiserne Mauer

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Inhaltsangabe zu „Eiserne Mauer“ von Peter Millar

Im Jahr 1989 ist England zweigeteilt: Auf der einen Seite steht ein sowjetischer Satellitenstaat, die andere Seite bildet einen Kontrast, eine kapitalistische Gesellschaft. Kurz vor der Parade zum Jahrestag der sozialistischen Staatsgründung findet man die Leiche eines Unbekannten, dem sämtliche Papiere entwendet wurden. Inspektor Harry Stark nimmt die Ermittlungen auf. Das Amt für Staatssicherheit ist auffallend stark an der Auflösung des Falls interessiert. Über einen Journalisten erfährt Stark schockierende Details zu der Identität der Leiche. Der Inspektor sieht sich vor eine Herausforderung gestellt, die nicht nur sein Leben, sondern womöglich das Leben der gesamten Gesellschaft grundlegend verändern könnte.

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  • Rezension zu "Eiserne Mauer" von Peter Millar

    Eiserne Mauer
    FabAusten

    FabAusten

    Eiserne Mauer 1945 Churchill befindet sich in einem Bunker unterhalb Londons. Oberhalb kämpft das letzte Aufgebot gegen einen übermächtigen Gegner, die Niederlage steht bevor. Eine Niederlage, die Europa eine neue politische Landkarte bescheren wird. 1989 Großbritannien ist ein geteiltes Land. Der Norden, der den USA politisch nahe steht, lebt nach demokratischen Grundsätzen und hat den kapitalistischen Lebensstil angenommen. Der Süden ist ein Satellitenstaat der kommunistischen Sowjetunion. An der Grenze erhebt sich eine Mauer, der „antikapitalistische Schutzwall“, und verhindert, dass die Bürger die „Englische Demokratische Republik“ verlassen. ... Die Republik wird in wenigen Tagen ihr 40jähriges Bestehen mit einer großen Parade begehen und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Obwohl im Kreml merklich ein laues Lüftchen der Veränderung weht, will das Staatsoberhaupt der DER Kontinuität demonstrieren. Da wird eines Morgens eine Leiche gefunden. Sie hängt für jeden sichtbar unter der Blackfriars Bridge. Harry Stark, seines Zeichens Detektiv Inspector von Scotland Yard, wird mit dem Fall betraut. Da er in der DER aufwuchs und sein Vater ebenfalls Polizist und vom seinem Staat überzeugt war, zweifelt auch er nicht am System. Der Tote der Blackfriars Bridge wird das jedoch grundlegend ändern. Harry gerät zwischen die Fronten des DoSS (Geheime Staatssicherheitsbehörde) und einer im Untergrund agierenden Widerstandsgruppe und in einen Zwiespalt über die Familiengeschichte und die Rolle seines Vaters. Aber nicht nur Harrys Überzeugungen und sein Leben stehen bei diesem Fall auf dem Spiel, sondern der Fortbestand der DER. … Fazit … Peter Millar hat mit Eiserne Mauer einen rasanten, raffinierten und dramatischen Politthriller geschaffen. Der Plot häutet sich wie eine Zwiebel, immer mehr Schichten werden zutage befördert. Es gibt unvorhersehbare Wendungen und es ist wirklich beachtenswert, mit wievielen der Leser überrascht wird. Manche Kapitel werden mit einem Cliffhanger abgeschlossen und man weiß nicht, was er zu bedeuten hat. … Die meiste Zeit verbringt der Leser mit Harry Stark, lernt seine Persönlichkeit und sein Leben kennen und erfährt seine Sicht der Dinge. Außerdem ist er ein widersprüchlicher Mensch und besitzt unterschiedliche Facetten. Somit bildet der Detektiv Inspektor den stärksten Charakter des Buches. Die übrigen Beteiligten werden dem Leser ebenfalls nahe gebracht, aber sie sind weniger durchschaubar, ihre jeweilige Innenwelt bleibt verschlossener und ihre Persönlichkeit erscheint dadurch „flacher“. Es ist aber für den Verlauf der Geschichte wichtig, dass der Leser nie weiß, wer vertrauenswürdig ist und wer nicht. Auch bleibt nicht der Wunsch offen, mehr über jemanden zu erfahren. … Die Sprache ist typisch für einen Thriller. Klare Sätze, prägnante Formulierungen. Schnell zu lesen gemäß der dynamischen Handlung. Keine sprachlichen Überraschungen. … Es gibt zwei subjektive Mankos. Einerseits hat Peter Millar die politische Situation der geteilten deutschen Staaten eins zu eins auf Großbritannien übertragen. Obwohl diese gut recherchiert und glaubwürdig für die Insel übersetzt worden ist, wirkt es mitunter, als hätte er es sich damit ein bisschen einfach gemacht. Wie eine Schablone nimmt er die Bestandteile der DDR und versetzt sie nach London. Er erfindet nichts Maßgebliches hinzu oder verschärft gewisse Aspekte. All das macht er wie gesagt gut und spannend, aber es wirkt etwas fantasielos. Andererseits läuft am Ende alles auf einen großen Showdown zu und der geschieht auch, aber der eigentliche Schluss wirkt, als wäre gar nichts gewesen und die Geschichte löse sich in Wohlgefallen auf. Schade, nur ein Vergleich mit der realen Geschichte lässt erahnen, wie es mit der DER weitergegangen sein könnte. … Ein empfehlenswerter Roman über einen alternativen Geschichtsverlauf. Wäre auch eine gute Vorlage für einen actionreichen Politthriller, vielleicht mit Daniel Craig als Harry Stark.

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  • Rezension zu "Eiserne Mauer" von Peter Millar

    Eiserne Mauer
    Jens65

    Jens65

    28. June 2008 um 21:35

    Zunächst ist man stutzig, wie platt der Autor die historischen Vorlagen aus den zweigeteilten Deutschland auf England überträgt. Doch ein wirklich mitreißender Plot samt überraschendem Ende tröstet darüber schnell hinweg. Im Fazit muss man dem Autor für eine gute Recherche der Geschichte des Kalten Kriegs und der mysteriösen Unterwelt der britischen Hauptstadt gratulieren.

  • Rezension zu "Eiserne Mauer" von Peter Millar

    Eiserne Mauer
    greteb

    greteb

    05. February 2008 um 11:18

    London als Berlin zu Zeiten des Kalten Krieges bzw. zu Wendezeiten. Statt Ost und West, gibt es Nord und Süd, wenn man London besser kennen würde, würde es vielleicht noch mehr " Spass" machen. Es ist einfach merkwürdig die Berlins Situation auf London. Es gibt eine Mord nur wer ist Schuld Doss(Stasi) oder wer?