Peter Nowotny Grünten-Mord

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Inhaltsangabe zu „Grünten-Mord“ von Peter Nowotny

Ein unbekannter Toter wird in Martinszell am Ufer der Iller gefunden. Erschossen. Der Fundort ist jedoch nicht der Tatort. Alles weist auf einen Mord auf dem Grünten, dem Wächter des Allgäus, hin. Ein neuer Fall für den Kemptener Hauptkommissar Paul Wanner. Der Mittvierziger, Vater von zwei Kindern und passionierter Bergsteiger, folgt dem Ruf des Berges und macht sich zusammen mit seinem Team an den Aufstieg. Welches Geheimnis birgt der Grünten?

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  • Rezension zu "Grünten-Mord" von Peter Nowotny

    Grünten-Mord

    horrorbiene

    10. September 2012 um 17:18

    Grünten-Mord ist der erste Fall des Allgäuer Kommissars Wanner. Peter Nowotny hat neben seiner Allgäu-Krimi-Reihe jede Menge Wander- und Bergtourenführer und Landschaftsbände über das Allgäu veröffentlicht und kennt sich in diesem Landstrich sehr gut aus. Dies und dass er selbst sehr gern wandert und Bergtouren durchführt, merkt man diesem Buch an. Unter anderem an den sehr ausführlichen Landschafts-, Weg- und Ortsbeschreibungen und an seinem Kommissar, der ebenso gern wandert wie der Autor und auch ähnlich außergewöhnliche Berge bereits bestiegen hat. Mir persönlich hat dies sehr gut gefallen und wenn ich ehrlich bin, habe ich auch genau so etwas gesucht, schließlich ist genau dieses Gebiet in dem die Krimis von Nowotny spielen, mein favorisiertes Urlaubsziel um eben zu wandern. Die Abschnitte sind so detailliert beschrieben, dass man gut die Orte in einer Karte wiederfinden kann. Leider kam der Krimi nur etwas spät in Schwung. Dies hat meiner Erkenntnis nach zwei Gründe. Erstens ist zu Beginn der Focus zu sehr auf die Beschreibungen gelegt. Zweitens ist der Erzählstil etwas gewöhnungsbedürfigt. So sprang die Zeit, in der die einzelnen Abschnitte erzählt wurden wirr hin und her. Durch diese Rückblenden hat der Leser mehr über die Hintergünde der Tat erfahren und sie so nachträglich miterlebt. Dies ist zwar eigentlich gut gedacht, doch so war die Lösung des Falles dem Leser schon klar. Durch durch die Zeitsprünge war das Lesen mitunter etwas bizarr, erlebte man Szenen aus der Sicht eines Mannes, von dem der Leser ganz offensichtlich schon wusste, dass er tot war. Das ist im Grunde eigentlich auch nicht schlimm. Ungeschickt ist nur, dass die Zeiten dem Leser nicht kenntlich gemacht wurden, indem man einfach die Datumsangabe in eine Überschrift über dem Kapitel setzt oder dergleichen. Die Handlung war so nicht linear und demnach war ihr schwer zu folgen. Des Weiteren wurden manche Nebenhandlungen aufgeführt, manche stark zusammengefasst. Dies schmälert das Lesevergüngen etwas, obwohl mir der Fall an sich sehr gut gefallen hat, denn es gab immer wieder Kleinigkeiten, die auch für den Leser unbekannt waren. Nichtsdestotrotz – oder vielleicht gerade wegen der vielen bekannten Details aus den Rückblenden – legt das Buch gegen Ende ordentlich an Spannung zu, so dass ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte. Auch ist mir Kommissar Wanner sehr sympathisch, zwar hat er wie so viele andere Krimi-Ermittler auch die obligatorischen Probleme mit dem anderen Geschlecht, doch statt ungebändigtem Alkoholkonsum genehmigt sich Wanner lieber einen Apfel aus der Schublade, um den Griebsch zum Leidwesen seiner Reinigungskraft im Papiereimer zu entsorgen. Sportlich ist er wie bereits geschrieben auch – er verliert sich gern in die Aufnahmen von Gipfeln, die er selbst bereits bestiegen hat. Fazit: Grünten-Mord kommt recht schleppend in Fahrt und der Lesefluss leidet etwas unter der eigensinnigen Erzählweise, doch hat das Buch erst einmal Fahrt aufgenommen, möchte man schnellstmöglich wissen, wie es ausgeht. Zwar kann das Buch im humoristischen Bereich den Kluftinger-Romanen von Volker Klüpfel und Michael Kobr nicht mithalten, doch dafür bekommt man hier noch mehr Allgäu, ohne viel Dialekt lesen zu müssen. Doch vor allem hat mir gefallen, dass die Krimi-Reihe wirklich dort spielt, wo ich am liebsten Urlaub mache. Ich bin schon gespannt, ob in einem Nachfolgeband auch mal eine Strecke abgewandert wird, die ich auch schon mal gegangen bin.

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  • Rezension zu "Grünten-Mord" von Peter Nowotny

    Grünten-Mord

    simonfun

    18. July 2011 um 20:56

    "Thriller" ist hier maßlos übertrieben. Es ist ein netter, vorhersehbarer und durchschnittlicher Krimi. Die Protagonisten sind gut dargestellt, der Held eine Memme, die am "Doppelt-Erzähl-Syndrom" leidet und die Umgebungsbeschreibungen sind für Nicht-Allgäuer fast ein Alptraum. Dennoch hat diese Geschichte einen gewissen Charme, der zum Weiterlesen festhält. Für ein Erstlingswerk nicht verkehrt, aber der Autor sollte bei seinen Leisten bleiben. Dennoch drei Sterne, weil ich selbst ein drittel Allgäuer bin und bestimmte Passagen gut nachvollziehen konnte. Wie auch immer - für Nicht-Allgäuer nur bedingt lesenswert!

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  • Rezension zu "Grünten-Mord" von Peter Nowotny

    Grünten-Mord

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. July 2011 um 16:20

    Paul Wanner hat zwei Probleme am Hals: Das eine ist ein Toter, dessen Identitiät zunächst unbekannt ist. Unangenehm zwar, aber das gehört zum Job. Das andere ist Lisa, seine Frau, die Probleme mit seinen unvorhersehbaren Arbeitszeiten hat und offen sagt, was Sache ist: Die beiden leben irgendwie aneinander vorbei. Während Lisa für einige Tage nach Augsburg verschwindet, versucht Wanner, das Problem mit dem unbekannten Toten zu lösen. Kaum ist das geschafft, taucht die nächste namenlose Leiche auf. Beide waren am Grünten und offensichtlich waren beide in die Drogenverteilung im Allgäu verwickelt. Wanner und sein Team müssen viel bergsteigen, um am Grünten HInweise für ihre Recherchen zu suchen. Auf diesen Ruf der Berge muss man als Leser nicht unbedingt hören. Von den 366 Seiten waren eine ganze Menge zuviel, weil der Erzählstil sehr lose ist und viel Unnötiges auftaucht - manchmal sind es Sätze oder Halbsätze, manchmal längere Brocken. Ein Beispiel: Wanner wird urplötzlich von einem alten Freund angerufen, von dem er ewig nichts gehört hat und von dem auch über den Rest des Buchs nicht mehr die Rede sein wird. Der Handlung hilft dieser Freund überhaupt nicht und zudem präsentiert sich auf Seite 229 ein Suppenrezept mit sämtlichen Mengenangaben für 4 Personen. Fünf Seiten, die ohne Mangelerscheinungen in vier Zeilen gepasst hätten. Was mir ebenfalls negativ auffiel, war die Art, wie Nowotny besserwisserisch Geschehnisse schön regelmäßig vorankündigt. Das ging schon in Kapitel 3 los: "Willi Rind begann zu glauben, dass ihm noch allerhand bevorstehen würde, und er sollte sich nicht irren." Genau das hoffte ich zu diesem Zeitpunkt ja und deshalb fing ich das Buch an! "Es war Ende September, und keiner von ihnen ahnte, dass der große Paukenschlag unmittelbar bevorstand." (Klar, zu diesem Zeitpunkt fehlt noch eine Leiche) "Wanner konnte nicht ahnen, dass dieser erst die Spitze eines Eisberges war, der ihnen noch viele Rätsel aufgeben würde." (Dafür ist ein Krimi da, denke ich.) Schön sind auch diese Zitate: "Später sollte sie sich an diese Szene erinnern. Dann würde sie sich Vorwürfe machen, dass sie nicht mehr darüber nachgedacht hatte." und auch "Zu diesem Zeitpunkt wusste er ... noch nicht, ... dass er Rostock nie wiedersehen würde." Ein dem Krimi eigene Spannung und Unvorhersehbarkeit künstlich zu puschen, oder wie im letzten Fall anzukündigen, wer bald tot sein wird, fand ich reichlich überflüssig. Einige unplausible Dinge gab es für mich, darunter die Idee, dass ein waschechter Allgäuer sich lieber Bergsohlen auf für's Bergsteigen ungeeignete Halbschuhe aufziehen lässt, statt sich vernünftige Trekking-Schuhe zu kaufen. Auf die Idee kämen wir nicht einmal hier im leicht hügeligen Eck. Irgendwann überschneiden sich zwei Teilhandlungen, die aktuelle mit Wanner mit derjenigen, die zur ersten Leiche führt und rückblickend schildert, was in der Dealerszene abgelaufen ist. Wenn man es rechtzeitig schnallt, bekommt man die Geschichte komplett mit. Allerdings gerät die Erzählung mit zunehmendem Aufklärungsstand etwas oberlehrerhaft, was bei mir ebenfalls zur Zwei-Sterne-Wertung führte. Wer einen Allgäu-Krimi sucht, sollte nicht mit Wanners Team am Grünten suchen; wer auf den Grünten steigen will, sollte es ohne Wanner in Echtzeit tun.

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