Peter O'Donnell

 4,2 Sterne bei 33 Bewertungen

Lebenslauf

Peter O'Donnell (1920 - 2010) erhielt sein erstes Honorar für eine Erzählung bereits im Alter von sechzehn Jahren, noch vor seinem Schulabschluss. 1938 ging er zur britischen Armee und diente dort bis zum Ende des 2. Weltkriegs. Danach schrieb und arbeitete er für viele Medien, aber im Format des Zeitungsstrips brachte O'Donnell seine Talente am besten zur Geltung. Er verfasste Garth von 1953 bis 1966 und Romeo Brown von 1956 bis 1962. Mit der Agentin Modesty Blaise, die 1963 zum ersten Mal erschien, gelang ihm ein großer internationaler Erfolg. Die Comicstrips wurden in sehr vielen Zeitungen in mehr als 40 Ländern abgedruckt und zusätzlich veröffentlichte er 13 Romane und Kurzgeschichten mit seiner Heldin. Es wurden auch zwei Filme und ein Pilotfilm für eine Fernsehserie produziert. Bis 2001 schrieb Peter O'Donnell von seinem Haus in Brighton aus weiter an den Abenteuern von Modesty Blaise.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Modesty Blaise: Die kompletten Comicstrips / Band 8 1971 - 1972 (ISBN: 9783946842828)

Modesty Blaise: Die kompletten Comicstrips / Band 8 1971 - 1972

Neu erschienen am 17.02.2026 als Gebundenes Buch bei Bocola Verlag.
Cover des Buches Modesty Blaise: Die kompletten Comicstrips / Band 7 1970 - 1971 (ISBN: 9783946842811)

Modesty Blaise: Die kompletten Comicstrips / Band 7 1970 - 1971

Neu erschienen am 17.02.2026 als Gebundenes Buch bei Bocola Verlag.

Alle Bücher von Peter O'Donnell

Neue Rezensionen zu Peter O'Donnell

Modesty Blaise und Willie Garvin in ihren ersten Einsätzen gegen das Böse

Sir Gerald Tarrant, ein hochrangiger Beamter des britischen Geheimdienstes, wird mit seinem Mitarbeiter Fraser im Penthouse der vermögenden Modesty Blaise mit einer außergewöhnlichen Bitte vorstellig: Wenn er einen Beweis in seiner Akte über sie, der ihre britische Staatsbürgerschaft beenden würde, vernichtete... würde sie ihm beim Vorgehen gegen eine kriminelle Organisation namens "La Machine" unterstützen? Modesty - von einem einsamen verwahrlosten Mädchen zur Anführerin einer mächtigen kriminellen Organisation geworden und am Höhepunkt ihrer Macht aus der Verbrecherwelt ausgestiegen - langweilt sich in ihrem Leben als wohlhabende alleinstehende Frau und dieses Angebot verspricht den sehr vermissten Nervenkitzel. Sie kontaktiert ihren engsten Vertrauten und besten Freund Willie Garvin, der wie sie die Verbrecherwelt verließ und nun ein Pub namens "The Treadmill" auf dem Lande führt. Gemeinsam entwickeln sie einen Plan, um die Aufmerksamkeit von "La Machine" zu erregen, die Auftragsmorde durchführt...

Der zweite Einsatz konfrontiert Modesty mit ihrer Vergangenheit... Sie und Willie sollen einen ungarischen Wissenschafter, der übergelaufen war und nun wegen seiner festgehaltenen kleinen Tochter in seine Heimat zurück will, aus den Fängen kommunistischer Agenten befreien. Ein dramatischer Einsatz, bei welchem Modesty ihren Mitkämpfer Garvin von ihrer Entscheidung im Umgang mit dem Wissenschafter nichts wissen lassen will...

"Das Gabriel-Verfahren" berichtet vom ersten Auftauchen des kriminellen Master-Minds Gabriel, dem Modesty Blaise und Willie Garvin noch mehrmals begegnen werden und dem es Dank seines Genies immer wieder gelingt, ihnen zu entwischen. 

Peter O'Donnell (1920 - 2010) war ein britischer Armeeangehöriger und begann bereits mit 16 Jahren zu schreiben. 1962 bekam er von Beaverbrook Newspapers den Auftrag, einen neuen Strip zu kreieren. O'Donnell nahm die soziale Revolution Anfang der 60er Jahre in seine Entwürfe auf und entschied, dass sein neuer Charakter eine starke Frau sein sollte. Eine vielschichtige Persönlichkeit, eine unabhängige, selbstbewusste Frau mit modischem Chic und Karatetritt. Vorbild war ein verwahrlostes Kind, dem er in einem Flüchtlingslager des Zweiten Weltkriegs begegnet war. In Teamarbeit mit dem Zeichner Jim Holdaway erschuf er Modesty Blaise, die am 13. Mai 1963 im "The Evening Standard" erstmals der Leserschaft präsentiert wurde.

Der Autor beweist großes Können, denn einerseits gilt es, täglich in nur drei zur Verfügungs stehenden Bildern Spannung aufzubauen und die Leserschaft interessiert zu halten und andererseits eine Geschichte zu erzählen, die stimmig und spannend ist. Jim Holdaway, der den jungen Michael Caine als Vorbild für die Figur des Willie Garvin nahm, schafft durch sein Können und der Handhabung von Licht und Schatten, den Perspektivwechseln sowie den Tiefen der dargestellten Gesichter und seiner Linienführung zusätzliche Atmosphäre und Begeisterung.

Der Bocola-Verlag liefert mit diesem ersten Band auf 144 Seiten eine exquisite Präsentation der ersten drei Abenteuer wie auch der "Wie alles begann"-Geschichte, welche erst 1966 geschrieben und illustriert wurde und den neu hinzu gekommenen Zeitungen und Magazinen, die die aktuellen Strips veröffentlichen wollten, als Einstieg diente. Das verwendete Papier des Bocola-Verlags ist ein wenig dicker und ähnelt der Farbe dem des Zeitungspapiers. Unter Verwendung der am besten erhaltenen Originalstrips liefert der Verlag hier ein Musterbeispiel dafür ab, wie man eine Kultfigur vergangener Tage der heutigen Leserschaft anbietet: Die Geschichten sind von einem interessanten Vorwort, hilfreichen kurzen Einführungen umrahmt und in einem perfekten Format in hochwertiger Ausführung serviert! Eine uneingeschränkte Leseempfehlung für die Interessierten an Comicstrips, Agenten und Spionen und der flippigen 60er-Jahre!

Modesty Blaise gegen die Puppenspieler des Teufels

Während einer Dinnerfahrt auf der Seine erzählt René Vaubois, Leiter des französischen Geheimdienstes "Deuxième Bureau", seiner Freundin Modesty Blaise von vermehrten Todesdrohungen an hochrangige und sehr reiche Menschen weltweit. Zahlen diese Menschen das Schutzgeld nicht, sterben sie in relativ kurzer Zeit nach Ablauf des Ultimatums... der überwiegende Teil an natürlichen Toden. Er verschweigt ihr aber, dass er selbst eine solche Drohung erhalten hat.

Willie Garvin, Modesty's bester Freund und rechte Hand, weilt ebenfalls in Paris und trifft dort in ihrer Wohnung auf einen Liebhaber von ihr: den Parapsychologen Stephen Collier. Gemeinsam warten sie an der Anlegestelle des Dinnerbootes und können nur knapp verhindern, dass René Vaubois Opfer eines Sprengstoffanschlags wird.

Erzürnt darüber und weiteren Informationen nach seitens des Leiters des britischen Geheimdienstes, Sir Gerald Tarrant, beschließen Modesty und Willie, diese Gruppe von Erpressern und Mördern dingfest zu machen. Sie bieten sich als wohlhabende Ziele an und werden tatsächlich bald von einer Gruppe rund um einen jungen Mann mit göttlichem Körper, dunklem Haar und einem gestörten Geist namens Luzifer, der über extrasensorische Wahrnehmung verfügt, kontaktiert. Doch Luzifers paranormale Fähigkeiten scheinen im Schwinden begriffen, denn die Fehlerquote der vorhergesagten Todestage (in die auch der von René Vaubois fällt) der Erpressungsopfer steigt und ruft den Auftragskiller der Gruppe auf den Plan: Jack Wish bringt jene Opfer um, deren natürlichen Tod Luzifer falsch "gesehen" hatte. Um Luzifer's Gabe wieder zu stärken braucht der manipulierende Arzt Dr. Bowker die Hilfe einer wahren Koryphäe auf diesem Gebiet... so wird Stephen Collier nach Sylt eingeladen und erschwert dadurch Modesty's und Willie's Operation.

Es beginnt ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel, bei welchem Modesty nach ihrer Festnahme versucht, Luzifer aus seinem Wahn zu lösen und ihn gegen die Köpfe der Erpressergruppe, eines in die Jahre gekommenen arbeitslosen Puppenspielerpärchens names Seff und Regina, aufzubringen. Willie hat alle Hände voll zu tun, Modesty und Stephen zu befreien...

Der dritte Roman von Peter O'Donnell mit seinem für Comic-Strips erfundenen weiblichen Pendant zu James Bond erschien 1967 und bietet von Beginn an eine straffe und spannende Geschichte über eine Gaunergruppe, die einen geistig gestörten jungen Mann mit der Gabe der Vorsehung für ihre verbrecherischen Ziele mißbraucht. O'Donnell führt bei diesem kurzweiligen und mit einem furiosen Finale versehenen Roman nicht nur das damals sehr beliebte Thema der Parapsychologie ein, sondern auch Stephen Collier, der von einem Liebhaber Modesty's zu einem guten Freund und gelegentlichen Mitstreiter in künftigen Abenteuern wird. Ein lesenswertes Abenteuer aus den swinging Sixties... charmant, schräg, originell.

Cover des Buches Modesty Blaise - Die Goldfalle (ISBN: 9783293203495)
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Rezension zu "Modesty Blaise - Die Goldfalle" von Peter O'Donnell

Graf Zahl
Rezension zu "Modesty Blaise" von Peter O'Donnell

Bevor ich auf das Buch eingehe, möchte ich ein paar Zeilen über Modety-Blaise-Historie schreiben. Modesty Blaise war ursprünglich eine vonj Peter O'Donnell erdachte Comic-Figur. Der erste Comic mit ihr erschien 1963 im „Evening Standard“ und bis zum Jahr 2001 gab es jeden Tag einen neuen Strip. 1965 wagte sich Joseph Losey dann an eine Verfilmung des Themas. Den ersten Drehbuchentwurf schrieb PeterO'Donnell. Der fertige Film hatte mit diesem ersten Entwurf wohl nicht mehr viel zu tun und floppte auch. Als Folge dieser Verfilmung und des ersten Drehbuchentwurfs entstand der erste Modesty-Blaise-Roman von Peter O'Donnell. Es folgten 10 weitere Romane und zwei Story-Sammlungen, die, bis auf die letzte Sammlung „Cobra Trap“, auch alle auf Deutsch erschienen sind. Wer sich näher mit Modesty Blaise beschäftigen will, dem sei die Website www.sayyide.de ans Herz gelegt. Da werden sämtlich Comics, Romane und Verfilmungen aufgeführt.
„Modesty Blaise – Die Goldfalle“ ist der fünfte Roman mit Modesty, der ehemaligen Chefin einer Verbrecherorganisation. Seit ihrem Rückzug ins Privatleben passieren ihr aber immer noch die wildesten Abenteuer. Zu erwähnen ist auch, dass sie nicht nur reich und klug ist, sondern auch noch überaus attraktiv. An ihrer Seite ist immer noch ihre rechte Hand aus Verbrecherzeiten Willie Garvin. Der Roman erschien im Original 1971. Die deutsche Erstveröffentlichung war 1973 bei Zsolnay.Gelesen habe ich die überarbeitete Neuübersetzung von 2005, erschienen beim Unionsverlag in der von Thomas Wörtche herausgegebenen Reihe UT metro.
Ein sowjetischer KGB-Mitarbeiter findet auf einem Sattelitenaufklärungsfoto eine Goldader und flieht aus der UdSSR. Er wendet sich aber, im Westen angekommen, an die falschen Helfer( nämlich einen Mann namens Brunel) und landet gefoltert und halbtot in einem afrikanischen Missionarshospital, wo er schließlich stirbt. Nun landet dort zufällig auch zwei Wochen später Modesty Blaise mit einer Flugzeugpanne. Sie assistiert dem dort arbeitenden Arzt Gilles Pennyfeather. Als nun die Schergen Brunels den Versuch starten in Erfahrung zu bringen, ob und was für Informationen Dr. Pennyfeather vom sterbenden Russen erhalten hat, ist Modesty Blaise mittendrin in der Geschichte. Sie schlägt die Schergen zwar in die Flucht, trifft aber in London auf Brunel, der versucht ihren Freund und zeitweisen Auftraggeber Sir Gerald Tarrant zu erpressen. Nun hat sie einen doppelten Grund sich mit Brunel richtig anzulegen. Der Kampf kann beginnen...
Abgerndet wird diese Ausgabe noch von einem Nachwort des Autors Michael Kleeberg („Karlmann“, Das amerikanische Hospital“) und einer Kurzbiographie Peter O'Donnells
Das ganze ist ein recht amüsanter Action-Krimi mit einer sympathischen Heldin und einem ihr zu Seite stehenden genauso sympathischen Sidekick (Willie Garvin), richtig fiesen Schurken und auch sonst allerlei interessanter Nebenfiguren. Das ganze ist heute noch politisch unkorrekter als es vor 40 Jahren wahrscheinlich schon war. Ein, zwei kleine Hänger sind in der Geschichte zwar drin( darum nur 4 Sterne), die den Spaß, den ich beim Lesen hatte, aber nur geringfügig geschadet haben. Ich hab auf jeden Fall Bock gekriegt, noch mehr Modesty-Blaise-Romane zu lesen und mir vielleicht auch mal einen der Comics zu Gemüte zu führen.
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Peter O'Donnell wurde am 11. April 1920 in Lewisham (Vereinigtes Königreich) geboren.

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