Peter Pitsch

 5 Sterne bei 24 Bewertungen
Autor von W.E.L.T, Gertrude und Wilmar auf großer Fahrt und weiteren Büchern.
Peter Pitsch

Lebenslauf von Peter Pitsch

Peter Pitsch, 1963 in Herford geboren, lebte unter anderen in Berlin, Amsterdam, Rom, Kopenhagen und Nykøbing. Bereits als Jugendlicher verfasste er Gedichte und Kurzgeschichten. Während eines langjährigen Italien-Aufenthalts sammelte er Erfahrungen als Filmschauspieler. Heute lebt er in Skandinavien und widmet sich dem literarischen Schreiben. Anfang der Neunziger veröffentlichte er sein erstes Buch, diverse Publikationen folgten. Darüber hinaus fanden seine Rezensionen, Gedichte und Prosatexte Aufnahme in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien. 2008 gelang ihm der künstlerische Durchbruch mit der Satire „Das Kuckucksei-Syndrom“. Seither erschienen der zeitgenössische Lyrikband „Übelungen“, der autobiografische Roman „Ins Ungewisse“ sowie der Thriller „W-E-L-T“. Mit dem Bildband „Sixtysix - Digital Art“ legt er 2011 eine neue Variante seines künstlerischen Schaffens vor. Die Herausgabe eines Gedichtbandes unter dem Titel „Anwesenheit“ befindet sich in Planung. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Autors.

Alle Bücher von Peter Pitsch

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Buchformat:
W.E.L.T

W.E.L.T

 (4)
Erschienen am 01.03.2012
Gertrude und Wilmar auf großer Fahrt

Gertrude und Wilmar auf großer Fahrt

 (2)
Erschienen am 01.01.2016
Wicked Tale

Wicked Tale

 (2)
Erschienen am 18.02.2014
Endlos endlich

Endlos endlich

 (2)
Erschienen am 30.09.2013
Kuckucksei-Syndrom

Kuckucksei-Syndrom

 (2)
Erschienen am 01.03.2012
Übelungen

Übelungen

 (2)
Erschienen am 29.04.2009
Ins Ungewisse Sein

Ins Ungewisse Sein

 (1)
Erschienen am 01.03.2012
Ehe ich's vergesse

Ehe ich's vergesse

 (1)
Erschienen am 23.10.2016

Interview mit Peter Pitsch

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Anfang 1980 (noch keine 18 Jahre alt) schrieb ich mein erstes Gedicht. Dreizehn Jahr später sammelte ich einige meiner frühen Gedichte, wandte mich erfolglos an diverse Verlage und bezahlte schließlich selbst für die Drucklegung.

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Kafka, T. C. Boyle, Christopher Moore, Helmut Krausser, Carsten Jensen, Ib Michael, Lorenz Filius, Jack Kerouac, Herman Melville, Hermann Hesse, Rainald Goetz, Sara Stridsberg, Alex Garland, Stanislav Lem, etc., etc.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Über das Internet. Anfragen, individuelle Wünsche aller Art werden von mir gern beantwortet.

Wann und was liest Du selbst?

Hin und wieder ein paar Buchseiten - zumeist morgens am Frühstückstisch und abends im Bett: Romane und (zwischendurch) Reiseberichte oder Lyrik.

Neue Rezensionen zu Peter Pitsch

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Rezension zu "Wicked Tale" von Peter Pitsch

Ein außergewöhnlicher Gedichtband, der es in sich hat!
Michaela-Weissvor 6 Monaten

Dies ist mein drittes Buch vom Autor und wieder wurde ich überrascht von der Genialität seiner Texte.

 

Ich möchte noch dazu sagen, dass es sich hierbei um die englische Version von den "Übelungen" handelt, also wer sich das gleiche Werk lieber auf deutsch zu Gemüte führen möchte, der sei an dieser Stelle ganz freundlich darauf verwiesen. Ich selbst habe es mir in der englischen Fassung geholt, da mir das Cover hier extrem gut gefällt und ich ein englisches Werk als Herausforderung sehe. Plus, mir war beim Kauf gar nicht bewusst, dass die "Übelungen" das deutsche Gegenstück dazu ist.

 

Es ist gleichzeitig das erste Mal, dass ich mich an einen Gedichtband heranwage, normalerweise lese ich sonst immer nur Romane. Aber selbst das ungewohnte Gebiet der Gedichte konnte mich überzeugen, denn genauso wie in seinen Erzählungen, legt der Autor sehr viel Sinn und Ausdruck in seine Gedichte. Gerade die Schärfe und Aussagekraft der einzelnen Gedichte hat mir sehr gut gefallen. Vor meinen Augen sind zu allen Zeilen Bilder entstanden, genau das, was man sich von einem Buch wünscht.

 

Den Schreibstil fand ich auch in diesem Buch wieder ausgezeichnet und anspruchsvoll. Die Texte sind zum wieder und wieder lesen und nachdenken, anstatt bloß leicht verdauliche Kost. Die Situationen, welche die Texte aufzeigen, sind nichts für zart besaitete Leute, ehe für diejenigen, die die harten Seiten der Realität erkennen wollen und vertragen können.

 

Ich hätte eigentlich gern ein Lieblingsgedicht gewählt, dass ich dann zitiert hätte, die Auswahl ist mir jedoch zu schwer gefallen, denn die Gedichte haben ganz unterschiedliche Aspekte und es gibt viele, die da zu meinen Lieblingen zählen.

 

Aber da ich es nicht lassen kann, nicht wenigstens ein kleines Zitat zu bringen, habe ich mal eines ausgewählt:

 

phones at mouths that have betrayed everything,

dumb mannequins placed behind glass,

red traffic light is bleeding on the panes,

no green of hope before I black out.

 

Auch zu erwähnen ist, dass sich in dem Buch viele vom Autor gezeichneten Bilder in schwarz weiß wiederfinden, er ist nämlich gleichzeitig Künstler. Die Bilder passen hervorragend zu den Gedichten und verstärken ihre Wirkung noch mehr. Ich habe mich schon gefragt, ob die Gedichte eigentlich aus den Bildern entstanden sind, oder die Bilder aus den Gedichten entstanden, oder ob sogar beides unabhängig voneinander entstanden ist. Auch spezielle Formatierungen und Feinschliffe kann man im Buch finden, was ich erfrischend und wirklich passend fand. Insgesamt wurde sich einfach viel Mühe mit der Gestaltung und der Atmosphäre des Buches gegeben, es ist für mich schon ein kleines Meisterwerk der Kreativität.

 

Und eins noch kann ich mir nicht verkneifen:

 

In the bathroom hangs a mirror

with a broken face, unknown,

light penetrates trough the blinds,

and divides the world into slices,

as tens of thousands times I'm

getting ready for another day

 

Ich freue mich bereits auf weitere Werke des Autors!

Eines kann ich verraten, Nachschub ist schon bestellt! :)

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Rezension zu "W.E.L.T" von Peter Pitsch

So viele Welten. So viele Wahrheiten.
Michaela-Weissvor 7 Monaten

Wow, das Buch hat mich wirklich überrascht.
"Hinabtaumelnd in die verborgendsten Niederungen seiner selbst."

Ohne Bewusstsein erwacht ein Mann in Kopenhagen und sucht sich seinen Weg durch die dröhnende Stadt und durch sein verlorenes Gedächtnis. Auch ein Privatdetektiv sowie der Zusammenschluss von Ärzten spielen hierbei eine tragende Rolle. Die Ereignisse verweben sich immer mehr zu einer bizarren Reise (und Wahrheit).

Die Fronten sind hier sehr krass und extrem geschildert, was aber vom Autor bewusst so gewählt scheint, um die volle Härte darzustellen, aber auch gleichermaßen zu überspitzen und zu provozieren, eine gewisse Ironie einzubringen, die einen noch genauer hinschauen lässt. Vor allem am Ende des Buches wird deutlich, wie bewusst und intelligent all das aufgezogen wurde.

"Sollte die Realität uns einholen, wird diese Geschichte bald ein extremes Ende finden"
 Nur wer aufmerksam bei der Sache ist, kann hier richtig nachvollziehen, wie Welten und Wahrheiten und Realitäten ineinander überschweifen, auch ich bin noch ziemlich überrascht und konfus. Dazu kann ich nur sagen: Fantastisch! Ich finde es wunderbar, wenn Geschichten einen derart überraschen können und etwas Neues, Fremdartiges aufzeigen. Meinen Respekt hierfür, dabei war ich mir gegen Mitte des Buches recht sicher gewesen, ein Gefühl dafür zu haben, wo diese Geschichte mich hinführen wird. Aber - Peter Pitsch zeigt mehr Welten, mehr Realitäten, mehr Wahrheiten, als wir auf Anhieb zu finden glauben.

"Die Welt, die Illusion von einer Welt war wieder vorhanden, sie umgab ihn als komplexer, lückenloser Ereignishorizont, sie bettete ihn ein mit ihrem Wirken und ständigem Wandel, verwob sein Leben in einen mannigfaltigen Lauf der Ereignisse."

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Rezension zu "Endlos endlich" von Peter Pitsch

endlos ehrlich.
Michaela-Weissvor 8 Monaten

Dies ist das erste Buch, das ich von Peter Pitsch gelesen habe. Um ehrlich zu sein war ich mir auch nicht so recht sicher, was mich wohl erwarten würde. Jedoch fand ich die Leseprobe bereits spannend und wollte mehr erfahren.

Es ist eine interessante Mischung aus Erzählung, Gedanken und Erlebnissen des Autors, insgesamt ein kritisches Werk an unsere Gesellschaft, an die Normen und den Alltag. Die Schilderungen habe ich für mich als essenziell und ehrlich aufgenommen.

 

Obwohl das Buch kritisch, ein Protest ist, von Missständen unserer Normalität berichtet, hat es beim Lesen doch eher in mir ein verstanden-sein, eine innere Ruhe ausgelöst. Ich empfand es so, als hätte mir jemand auf die Schulter geklopft und zu verstehen gegeben, dass der alltägliche Wahn nicht mal halb so wichtig, halb so groß, halb so erdrückend ist, wie man glaubt. Und es tut gut, zu lesen, dass man nicht allein mit den Gedanken ist, dass solche Konstrukte im Grunde giftig sind.

 

"Die Normalität liefert eine tröstliche Vorhersehbarkeit, und trotzdem sind mir die dunklen und originellen Verrücktheiten jenseits der Inszenierung bei weitem kostbarer als die beleuchteten Artefakte eines Massenwahns"

- Einer meiner Lieblingszitate, die ich mir aus dem Buch notiert habe :)

 

Ich dachte mir beim Lesen immer wieder, dass man hiernach einmal mit neuem Blick sein Leben betrachten sollte. Und dabei einiges entdecken kann, was uns Tag für Tag umgibt, an Gedanken, Mustern und Normen, die eigentlich nebensächlich, unnötig, wenn nicht sogar schädlich sind. Das man diese Dinge getrost stärker beiseiteschieben kann, um sich viel eher auf die wichtigen, auf die echten Dinge zu konzentrieren, die einem im Leben Freude bereiten und Frieden geben.

 

"Du lehnst dich an dein Leben, wirfst einen Schatten, bemühst dich, im Bestehen zu bestehen. Und baumelst früher oder später an einem endlos langem Seil über der Erde"

 

Die Sprache des Autors empfand ich als anspruchsvoll, gehaltvoll und angenehm. Das Buch umfasst ca. 100 Seiten, dafür liest man diese umso sorgfältiger. Qualität geht hier eindeutig vor Quantität. Man muss schon Zeit und Ruhe finden, um in das Gedankenmeer einzutauchen, seine eigenen Gedanken damit zu verbinden. Auch ich als noch jüngerer Leser habe mich gut in die Gedankenwelt des Autors einfinden können.

 

Damit sage ich Danke für die ehrlichen Worte, die mich irgendwie beruhigt und gleichzeitig den Blick geschärft haben.

Gerne mehr davon, ich bin auf die weiteren Werke gespannt.

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Zusätzliche Informationen

Peter Pitsch wurde am 11. August 1963 in Herford (Deutschland) geboren.

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