Peter Pitsch Ehe ich's vergesse

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Inhaltsangabe zu „Ehe ich's vergesse“ von Peter Pitsch

Ehe der Wirt des Theatercafés naht mit einem Espresso Macchiato und lächelnd meine Gedankenfolge bricht, erreicht mich die Erinnerung an dich,nicht weil der Schmerz des Verlustes noch einmal das Gemüt durchmisst,die eigene Verletzbarkeit freilegt, auch nicht, weil nach deinem Fortgang Jahre absurderweise vergangen sind, die Erlebnisse sich aneinanderreihten,ähnlich den Kleiderfetzen im Wunderbaumduft eines Secondhandshops. Vielmehr ist es die nüchterne Vergegenwärtigung, die mich jählings bei den Haarwurzeln packt und ein Anflug von Erschrockenheit, in Anbetracht meines maßlosen Vergessens.

Pitsch hat es geschafft, mich völlig aus dem tristen Alltag zu reißen und in seine Welt der Lyrik zu entführen.

— BualAutor
BualAutor

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    Ehe ich's vergesse
    BualAutor

    BualAutor

    17. June 2017 um 21:21

    Pitschs Lyrik ist tiefgründig und faszinierend. Jeden Tag frühmorgens, noch bevor mein harter Arbeitstag begann, habe ich eines seiner Gedichte aus dem Band „Ehe ich’s vergesse“ gelesen. Pitsch hat es geschafft, mich völlig aus dem tristen Alltag zu reißen und in seine Welt der Lyrik zu entführen. Entgegen des fortwährenden und sich beschleunigenden Trends in meinen Leben, wurden wenige Minuten plötzlich zu Stunden. Obwohl sich Pitschs Welt oftmals viel trister und schmerzlicher als meine Realität darstellt, half sie mir, Dinge aus meinem Leben aus einem völlig anderen Blickwinkel zu betrachten und meinen Alltag für mich neu bewerten zu können. Ich glaube, nicht nur all seine Botschaften, die er zu vermitteln versucht, verstanden zu haben, vielmehr wurden diese Botschaften auf eine schier seltsame Art und Weise zu den meinigen. Dabei entstand eine zwiespältige Situation. Während ich einerseits hoffte, der Situation baldmöglichst entfliehen zu können, verstärkte sich der Wunsch, viel mehr von diesen Botschaften in mich aufzusaugen und nicht so schnell in meinen Alltag zurückkehren zu müssen. Über die sprachliche Qualität vermag ich nicht viel zu sagen, da ich noch vom alten Schlag bin und moderne Lyrik mir bislang fremd war – aber das war mir in jenem Augenblick des Hochgenusses auch völlig egal. Jedes Mal wenn die Gegenwart sich aufdrängte und ich realisierte, dass ich los muss, dass die Arbeit rief, verblieb ein Stück Trauer, Freude und Melancholie. Und ja, ich habe inzwischen einen Liebling aus dieser Sammlung, der sich in mein Gehirn gebrannt hat und den ich vermutlich nie wieder vergessen werde. Natürlich kann ich meinen Liebling hier nicht verraten. Denn Gedichte sind individuell. Jedes einzelne davon. Sie haben ein Eigenleben. Und nicht jedes davon passt auch zu jedermann.

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