Peter Prange Der letzte Harem

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Inhaltsangabe zu „Der letzte Harem“ von Peter Prange

Zwei Frauen zwischen Orient und Okzident

Konstantinopel 1909: In der verborgenen Welt des Harems träumen die Freundinnen Fatima und Eliza von ihrer Zukunft. Während die eine alles daransetzt, zur Favoritin des Sultans aufzusteigen, sehnt sich die andere nach der Welt jenseits der Palastmauern, nach Liebe und Freiheit. Dann aber zerfällt das Osmanische Reich, der Harem wird aufgelöst, und die beiden jungen Frauen geraten in eine Welt, in der ihre Träume zu Alpträumen werden und sogar der letzte Halt zu zerbrechen droht, der ihnen noch
geblieben ist: ihre Freundschaft …

Eindrucksvolle Geschichtsstunde über den Zerfall des Osmanischen Reiches. Die Freundschaft zweier Frauen wird auf eine harte Probe gestellt.

— Lies-inger

Leseempfehlung erster Güte!

— detlef_knut

Spannende historische Geschichte aus einer fremdem Welt

— sommerlese

Die Geschichte und die Idee dahinter hat mir gefallen. Leider aber fehlte mir von Anfang an die Spannung...

— minaaf

Ein wirklich bezauberndes Buch :)

— tiggger

Ein überaus lesenswertes Buch, das Einblick in eine uns fremde Kultur gibt und hilft, diese zu verstehen. Ich bin begeistert!

— gst

Unglaublich spannend war begeistert !

— AylinsBuchstunde

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  • Der letzte Harem

    Der letzte Harem

    winter-chill

    22. June 2016 um 12:21

    Der 27. April 1909 markiert in der Geschichte der Türkei einen großen Wendepunkt: An diesem Tag wird Abdülhamid II., der letzte autokratische Sultan des Osmanischen Reichs, abgesetzt und ins Exil verbannt. Seine Entmachtung markiert den Zusammenbruch des Osmanischen Reichs und zugleich die Geburtsstunde der modernen Türkei. Die Folgejahre sind geprägt von politischen Auseinandersetzungen, Machtkämpfen und vom Konflikt zwischen Tradition und Moderne, orientalischer und europäischer Kultur. Mitten hinein in diese Konflikte werden völlig unvorbereitet und unverhofft ein paar hundert Frauen gestoßen: denn mit der Absetzung Abdülhamdis II. wird auch sein Harem aufgelöst – einer der letzten großen im Osmanischen Reich. Dieser historischen Epoche widmet sich Peter Prange in seinem Roman „Der letzte Harem“ – und schildert am Beispiel zweier Freundinnen, wie es den ehemaligen Harems-Frauen nach den politischen Umwälzungen erging: Elisa und Fatima sind gerade mal neun Jahre alt, als sie von einem Sklavenhändler aus ihrem Heimatdorf verschleppt werden – in den Harem des Sultans. Dort werden sie auf ein Ziel vorbereitet: Dem Sultan zu dienen. Während Fatima sich in ihr Schicksal fügt und alles daransetzt, zur Favoritin des Sultans aufzusteigen, träumt Elisa von einem Leben außerhalb der Palastmauern. Als das Osmanische Reich zerfällt, werden die beiden Frauen in eine Welt geworfen, die sie nicht kennen und in der ihnen keiner hilft.Von Peter Prange habe ich schon mehrere Romane gelesen und er ist eigentlich ein Garant für gut recherchierte, spannende und gut erzählte historische Romane. So auch hier: Ich war von der ersten Seite an in der Geschichte drin und hab mit Spannung das Leben der beiden Freundinnen Elisa und Fatima verfolgt. Geschickt bindet Prange historische Daten und Fakten in die Geschichte ein, aber ohne den Leser zu erschlagen. Prange erzählt die Geschichte bis 1923 und lässt somit nicht nur die Absetzung Abdülhamdis II. und den Umsturz der Jungtürken in seinen Roman einfließen, sondern auch sie Situation der Armenier während es 1. Weltkriegs, die Besetzung Konstantinopels durch die Siegermächte nach dem Krieg sowie schließlich die Proklamation der türkischen Republik. Genauso bildhaft und intensiv wie Prange das Leben im Harem beschreibt, schildert er auch die Vernichtung armenischer Volksgruppen. Und auch über das Schicksal von Eunuchen erfährt man etwas.Zwei kleine Schwachstellen: Die Charaktere sind zwar gut ausgearbeitet, waren mir stellenweise aber etwas zu holzschnittartig. Und bei den Sexszenen hätte Prange ab und an auch ein bisschen zurückfahren können. In der Summe ist „Der letzte Harem“ aber ein spannend erzählter, gut recherchierter historischer Roman, der einen sehr interessanten Aspekt beleuchtet.

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  • Leseempfehlung erster Güte!

    Der letzte Harem

    detlef_knut

    15. June 2016 um 08:39

    Die Idee zu diesem Roman hatte der Schriftsteller während einer Reise nach Istanbul. Oberflächlich erlebt der Leser eine Geschichte wie ein Märchen aus 1001er Nacht. Es ist orientalisch, es ist exotisch. Die Farben, die Gerüche, die Klänge, das bunte Leben im damaligen Konstantinopel entstehen vor dem inneren Auge beim Lesen. Auf einer nächsten Ebene geht es in diesem Roman um die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Türkei, die damals ein Verbündeter Deutschland war. Doch schnell spürt der Leser die Brisanz für das Hier und Jetzt. Lebten damals Christen, Moslems und Juden nebeneinander genauso wie Europäer, Syrer, Armenier und Kurden. So lassen uns die Nachrichten in den Medien glauben machen, dass ein solches Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen in der heutigen Zeit sehr schwierig ist. So stellt der Roman die Frage, warum das multikulturelle Zusammenleben in Deutschland immer noch als Gefahr denn als gesellschaftliche Bereicherung gesehen wird. Jedoch sollte dieses Thema den Leser nicht davon abhalten, die abenteuerliche Geschichte von den beiden Freundinnen Elisa und Fatma zu lesen. Denn wie bei Peter Prange üblich, wird alles in eine spannende und unterhaltende Geschichte eingepackt. Als die beiden Mädchen zehn Jahre alt sind, werden die Christin Elisa und die Muslima Fatma nach der Zerstörung ihres Dorfes entführt. Sie kommen in den Palast des herrschenden Sultans. Elisa wird als Sklavin für die niederen Arbeiten im Harem eingeteilt. Nicht nur, weil sie Christin ist, sondern auch ihre weniger eleganten Gesichtszüge sind Ursache dafür. Ganz anders hingegen ihre Freundin Fatma, die nun nach mehreren Jahren im Harem Fatima genannt wird. Sie ist eine Schönheit, auch wenn nicht jeder dieses ebenmäßige Gesicht voller Anmut aufgrund des Schleiers zu sehen bekommt. Fatima schafft es, zu den Favoritinnen des Sultans aufzusteigen. Beinahe wird sie sogar eine Ehefrau des Herrschers. Wenn da nicht die Unruhen im Lande wären, und eine Widersacherin, die dem Sultan bereits einen Thronfolger geboren hat. Gerade als Fatima ihm einen zweiten Sohn schenkt und ihre Widersacherin scharfe Geschütze auffährt, wird der Sultan entmachtet und in die Verbannung geschickt. Nun wird es gefährlich für Fatima, ihren Sohn Merut und der Freundin Elisa. Neben der Spannung in der Geschichte schafft es der Autor mit bildreicher Sprache (den Märchen aus 1001er Nacht entsprechend) das bunte Leben des Orients nachzuzeichnen. Intrigen, Verrat und Gemetzel lassen den Leser mit den Protagonisten mitfiebern, Sympathien und Antipathien für die Figuren stellen sich schnell ein. Gut und Böse lassen sich trotzdem nicht so schnell auseinander halten. Ganz nebenbei erfährt der Leser auf diese Weise um die politischen Zustände in der Türkei kurz vor dem ersten Weltkrieg. Für so manchen Leser mag sich ein "Aha" einstellen. Das ist sehr gut vermitteltes Allgemeinwissen ohne einen weithin sichtbar erhobenen Zeigefinger. Leseempfehlung erster Güte!   © Detlef Knut, Düsseldorf 2016

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  • Leserunde zu "Ich, Maximilian, Kaiser der Welt" von Peter Prange

    Ich, Maximilian, Kaiser der Welt

    DieSchwarzeKathatze

    Der Roman eines dramatischen Lebens: Maximilian I. von Habsburg – der letzte Ritter des Abendlands, der erste Kaiser der Neuzeit. Unübertroffen mitreißend und lebendig schreibt Bestsellerautor Peter Prange in seinem neuen Roman "Ich, Maximilian, Kaiser der Welt" über das Schicksal des Maximilian I. von Habsburg und dessen Zwiespalt zwischen Macht und der Liebe zu zwei ganz unterschiedlichen Frauen. Mehr zum Buch: Er wird einmal über halb Europa herrschen – doch als er seiner Lebensliebe Rosina von Krain begegnet, ist er noch ein "Bettelprinz", der sich am verarmten Wiener Kaiserhof nach Ruhm und Ehre sehnt. Angetrieben von seiner Idee, das alte römisch-deutsche Kaiserreich wiederaufzurichten, wirbt er um Maria, die Erbin von Burgund. Fortan wird er ein Zerrissener sein in der Liebe zu zwei ganz unterschiedlichen Frauen und im Zwiespalt zwischen Kalkül und Gefühl. Als Herrscher stößt er in seinem Reich das Tor zur Neuzeit auf – aber um welchen Preis? Die dramatische Lebensgeschichte des Tat- und Prachtmenschen, des Liebhabers und Kunstfreundes Maximilian erzählt Erfolgsautor Peter Prange ebenso sachkundig wie mitreißend. Hier geht's zur Leseprobe! Und hier gibt's als Einstimmung den Buchtrailer: Mehr zum Autor: Keiner schreibt so spannend und eindrucksvoll über die Vergangenheit wie Bestsellerautor Peter Prange – das zeigt auch sein internationaler Erfolg. Er studierte Romanistik, Germanistik und Philosophie in Göttingen, Perugia und Paris. Nach der Promotion gewann er besonders mit seinen historischen Romanen eine große Leserschaft. Seine Werke haben eine internationale Gesamtauflage von über zweieinhalb Millionen verkaufter Exemplare erreicht und wurden in 24 Sprachen übersetzt. Mehrere Bücher wurden verfilmt bzw. werden zur Verfilmung vorbereitet. Vom Bettelprinz bis zum Kaiser – Maximilian I. wird zur wichtigsten Figur seiner Zeit. Doch der Weg dorthin fordert einen hohen Preis: die Entscheidung zwischen Ruhm und Liebe. Was haltet ihr von einer Heirat aus Verantwortung? Bewerbt euch mit der Antwort auf diese Frage für die Leserunde* zu "Ich, Maximilian, Kaiser der Welt"! Zusammen mit dem FISCHER Scherz Verlag verlosen wir 25 Leseexemplare des neuen Romans von Peter Prange! *Bitte beachtet, dass ihr euch im Gewinnfall zur aktiven Teilnahme an der Diskussion in allen Leseabschnitten und zum Verfassen einer abschließenden Rezension verpflichtet.

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    • 597
  • Eine andere Welt!

    Der letzte Harem

    tiggger

    Ein wirklich tolles Buch. :-) Zwei Freundinnen aus verfeindeten Familien, die zusammenhalten und doch grundverschieden sind. Eine gemeinsame Zeit im Harem, eine getrennte Zeit danach. Man kann bei diesen beiden Schicksalen richtig mitfühlen. Man lernt den farbenfrohen Harem von zwei Seiten kennen. Es gibt Frauen, die wollen gar nichts anderes und andere wiederum wollen aus dieser Gefangenschaft hinter die Mauer ins freie Leben ausreißen. Auch lernt man viel über diese Kultur, die doch so anders zu der unsrigen ist. Durch die Beschreibungen Peter Pranges habe ich ein farbiges, duftendes, leidenschaftliches, aber auch ängstliches und unterdrückendes Buch im Gedächtnis, das einfach hervorragend erzählt ist! Ich kann es nur empfehlen.

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    • 3
  • Zwischen Orient und Okzident

    Der letzte Harem

    gst

    Elisa und Fatima sind erst neun Jahre alt, als ihr Heimatdorf dem Erdboden gleich gemacht wird. Sie hatten sich verabredet, an einem entlegenen Ort zusammen für den Frieden zu beten (obwohl Fatima Muslimin und Elisa Christin ist) und sind so dem Massaker entkommen. Ein Menschenhändler findet die Mädchen und bringt sie in den Harem des Sultan Abdülhamid. Dort träumt die schöne Fatima davon, zu einer Favoritin des Sultans zu werden. Die Armenierin Elisa dagegen entspricht nicht dem gängigen Schönheitsideal und wird von der Haremsmutter hinter einem Vorhang versteckt, wenn sie ihre wohlklingende Stimme zum Besten geben soll. Obwohl sie trotzdem das Wohlwollen des Sultans gewinnt, sehnt sie sich nach Freiheit außerhalb des Serails. Was diese Freiheit für Einschränkungen mit sich bringt, erleben beide nach der Entmachtung des Sultans. Außerhalb des Harems wird die Freundschaft der beiden Frauen auf eine harte Proben gestellt und alles kehrt sich ins Gegenteil … Dieses Buch steckt voller Emotionen und entführt in eine fremde Welt. Anfangs stehen die Schönheit und der Glanz im Yildiz-Palast im Mittelpunkt, doch nach der Entmachtung des Sultans nehmen Grausamkeiten überhand. Zum Glück gibt die Liebe den Protagonisten noch Halt … Eine Zeittafel am Ende des Buches gibt einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Türkei zwischen 1876 und 1923. Peter Prange ist es geglückt, um diese Daten eine durchaus lesenswerte Geschichte zu drapieren. Natürlich ist ein Romanautor kein Historiker und ein historischer Roman kein Geschichtsbuch. Das Interesse liegt eher auf der „sinnbildhaften Bedeutung, die er in einer bestimmten historischen Situation zu erkennen glaubt“ - gesteht der Autor in seinem Nachwort. Mich hat das Buch fasziniert. Ich fand auf den 560 Seiten keine Längen - ganz im Gegenteil, an manchen Stellen baute sich eine fast unerträgliche Spannung auf. Hier geht um viel mehr als das Leben im Harem, das mich schon lange interessiert hat und mich zu diesem Buch greifen ließ. Es geht um einen multikulturellen Staat und um einen gravierenden Umbruch im Land der vielen Nationalitäten vor dem ersten Weltkrieg. Das Buch ließ mich hinter Kulissen schauen und erweckte die unterschiedlichsten Gefühle. Ich kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

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    • 2
  • 1001 Nacht im Harem

    Der letzte Harem

    sommerlese

    20. January 2014 um 22:55

    *Der letzte Harem* spielt in der Zeit von circa 1890 - 1923, als dramatische politische Umbrüche in der Türkei stattfanden und das Osmanische Reich beendeten. Zwei Mädchen, Elisa, eine armenische Christin, und Fatima, eine muslimische Kurdin, überleben ein Massaker in ihrem Heimatdorf. Sie werden an den Harem des Sultans verkauft. Fatima entwickelt sich zur Favoritin des Sultans und Elisa wird Vorleserin wie einst Scheherazade. Nach dem Sturz des Sultans, wird der Harem aufgelöst und die Freundinnen gehen getrennte Wege. Fatima lebt im Wohlstand, während Elisa teilweise um ihr Leben kämpfen muss. Mit bildhafter Sprache vermag der Autor, das Innere und Unbekannte des Harems und die Hierarchien und Intrigen der darin lebenden Frauen und Eunuchen untereinander fesselnd zu beschreiben. Der Leser wird entführt in eine fremde Welt voller Glanz und Sonderbarkeiten im Palast. Der Schreibstil wird mit der Entmachtung des Sultans direkter und auch düsterer. Die Freiheit der Frauen hat auch ihre Schattenseiten und sie sind jetzt für sich selbst verantwortlich. Diese erzählstarke Geschichte hat mich mitgerissen in einen Strudel von Liebe, Leid, Machtkämpfen, Verbrechen und verschiedenen Schicksalen, die ich begeistert verfolgt habe. Auch die Einarbeitung des historischen Hintergrundes fand ich unterhaltsam gemacht und für diesen Roman ausreichend herausgearbeitet. Aus diesem Buch nehme ich folgende Aussage mit: Die Freundschaft der beiden Frauen hat trotz unterschiedlicher Glaubensrichtungen am Ende alle Widrigkeiten überstanden.

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  • Rezension zu "Der letzte Harem" von Peter Prange

    Der letzte Harem

    Karigan

    15. November 2010 um 19:09

    Dies war mein erstes Buch von Peter Prange und wird sicher nicht mein letztes bleiben. Mich hat die Thematik Harem und der Schauplatz Konstantinopel vom ersten Moment an gepackt. Die lebenslange Freundschaft zwischen der Armenierin Elisa und der Tscherkessin Fatima bildet den Rahmen der Handlung. Dazwischen taucht man ab in die Türkei zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis hin zum 1. Weltkrieg. Die geschichtlichen Hintergründe haben mich sehr interessiert und ich kann gut damit leben, daß dies ein historischer Roman und nicht in erster Linie ein Liebesroman ist. Nur das erste Drittel spielt im "letzten Harem", der größere Teil des Buches befaßt sich mit der Zeit nach der Auflösung dieses Harems und Abdankung des letzten osmanischen Sultans.

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  • Rezension zu "Der letzte Harem" von Peter Prange

    Der letzte Harem

    lenchen_196

    18. October 2010 um 15:26

    Türkisches Kismet heißt Schicksal Ich habe das Buch im Rahmen des trnd-Projekts erhalten und gelesen. Das Buch liest sich einfach und schnell, obwohl es ziemlich geschichtslastig ist. Andererseits sind alleine diese vielen historischen Details interessant. Das Ende des Osmanischen Reichs und die Schicksale einzelner Menschen, die letzten Tage des Sultans Abdülhamid des II. und seines Harems, neue Zeiten und neue Helden, die Nationaltragödie der Armenier - all das ist vom Autor detailliert beschrieben. Die Erwähnung der wahren historischen Begebenheiten macht den Roman keinesfalls trocken oder weniger attraktiv zum Lesen. Die Geschichte der Hauptcharaktere ist sehr spannend wiedergegeben, an manchen Stellen fast ins Unglaubwürdige. Ab und zu lassen die unglaublichen Zufälle und Kreuzungen der Handlungsstränge einen reinen "Frauenroman" vermuten. Trotzdem scheint mir die Entwicklung des Plots im Großen und Ganzen gut durchdacht zu sein, die historischen Hintergründe gut recherchiert und zutreffend. Die größte Aufmerksamkeit hat der Autor der Ausarbeitung des Charakters Elisa gewidmet. Im ersten teil des Buches beschreibt er sehr detailliert ihre Gedanken, Träume und Sorgen, ihr Verhalten ist dem Leser verständlich und fast voraussehbar. Zum Schluss aber scheint mir die Figur Elisas weniger durchdacht, manche ihrer Handlungen unverständlich, vor allem wenn man bedenkt, dass das Buch vom - nicht gerade einfachen - Prozess der Selbstbehauptung der Frauen in der Türkei der damaligen Zeit handelt. Nicht ganz so gut ausgearbeitet finde ich die Figuren von Taifun und Fatima. Das Ende des Romans enttäuscht. Ein seltsamer Zeitsprung, die Veränderungen in den Schicksalen der Hauptfiguren in den letzten fünf Jahren werden vom Autor nicht erläutert. Kein Happy-End. Ob die Liebe von Elisa und Felix eine Zukunft hat, muss der Leser so selber fertig denken. Auf jeden Fall eine spannende Geschichte, die Lektüre ist eine leichte und schnelle "Kost", den Roman kann man jedem empfehlen, der sich für die Geschichte, insbesondere die historischen Ereignisse im Orient, interessiert. Aber so manche Lücken in der Ausarbeitung der Charaktere, ein "rohes" Ende, einige Fehler in der Darstellung der Fakten wirken sich in meinen Augen negativ auf das Gesamtbild aus.

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  • Rezension zu "Der letzte Harem" von Peter Prange

    Der letzte Harem

    Bianca1979

    09. March 2010 um 18:06

    In der Geschichte handelt es sich um 2 Freundinnen, Elisa und Fatima die vom Glauben her grundverschieden sind! Die eine ist Armenierin die andere Muslime doch beibe glauben sie an einen Gott! In der Kadir-Nacht verändert sich das ganze Leben der beiden Mädchen! Sie schwören sich ewige Freundschaft und wünschen sich das in dieser Nacht der ständige Krieg in ihrem Dorf aufhören soll! Doch es geschieht etwas viel schlimmeres! Das Dorf wird Opfer eines Anschlages und wird komplett getötet! Die Mädchen geraten an einen Sklavenhändler, der sie nach Konstantinopel bringt! Etwas später werden sie an den Harem von Abdülhamid II verkauft! Während Elisa nur eine Sklaven ist und wissen möchte wie das Leben ausserhalb der Haremsmauern ist, strebt Fatima danach eine Favoritin des Sultans zu werden! Nach einem Attentat auf den Sultan wird Elisa jedoch zur persönlichen Vorleserin des Sultans und Fatima schafft es wirklich eine Favoritin zu werden! Fatima erwartet dann sogar ein Kind von Abdülhamid! Doch das alles währt nicht lange den der Sturz des Sultans steht bevor und es nimmt alles seinen Lauf! Für Fatima beginnt ein Leben in Reichtum während Elisa sich durchs Leben kämpfen muss! Es wird sehr viel über die Geschichte von Konstantinopel bzw. dem Krieg erzählt, was ich doch sehr intressant fand! Das Buch ist meines Erachtens gut und flüssig geschrieben! Es ist spannend und hat mich dazu hingerissen es innerhalb von 2 Tagen zu lesen! Was ich allerdings bemängeln muss sind die Sexakte! Zum Teil ist es wirklich eklig von den Vergewaltigungen und so zu lesen, aber ich denke das es zur Geschichte einfach dazugehört! Außerdem fand ich das Ende etwas naja zu offen! Was passiert denn nun mit Elisa und Felix? Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen!

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  • Rezension zu "Der letzte Harem" von Peter Prange

    Der letzte Harem

    Frau Margritli

    28. February 2010 um 11:57

    Auf der Homepage des Autors steht über das Buch, es sei “ein vielseitiger und vielschichtiger Roman: historisches Gesellschaftsdrama, Tausend-und-eine-Nacht-Märchen, Liebesgeschichte und Polit-Thriller in einem. Freundschaft, Liebe und Erotik, Krieg, Frieden und Verrat.” Also ein Buch, das alle Interessen abdeckt und für jeden etwas bietet. Und damit auch ein Buch, das jedem gefällt? Ich bin dann wohl nicht jeder, denn ich fand es nicht so toll. Es lässt sich leicht lesen und erzählt flüssig zwanzig Jahre aus dem Leben von Fatima und Elisa. Für meinen Geschmack ließ es sich fast schon ein bisschen zu leicht lesen: es reichte teilweise, die Abschnitte zu überfliegen, um den Inhalt zu erfassen. Der historische Hintergrund ist zweifellos spannend! Dass der letzte Harem erst 1909 aufgelöst wurde, finde ich spannend, ebenso wie das Schicksal der Frauen, die nicht zu ihren Familien zurückkehren konnten. Aber darauf beschränkt sich der Roman eben nicht! Politische Intrigen am Hof des Sultans und in der neuen Regierung sowie die Behandlung der Armenier während des Ersten Weltkriegs werden ebenfalls ausführlich thematisiert. Das alles ist zwar nicht uninteressant, aber es bietet im Grunde Stoff für mehrere Romane. Mir persönlich wäre es lieber gewesen, Peter Prange hätte sich mehr auf einen Aspekt konzentriert.

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  • Rezension zu "Der letzte Harem" von Peter Prange

    Der letzte Harem

    Bibipiano

    06. December 2009 um 14:46

    Ein wuderbares Buch! Aber: Die Hintergrundgeschichte ist am Ende besser als der erzählte Werdegang der zunehmend langweiligen Protagonisten. Trotzdem lesenswert, alleine deshalb weil man große Wissenslücken das Osmanische Reich betreffend schließen kann.

  • Rezension zu "Der letzte Harem" von Peter Prange

    Der letzte Harem

    Mandylein

    28. October 2009 um 15:43

    Gestern habe ich das Buch Der letzte Harem von Peter Prange ausgelesen und möchte daher nun meine Eindrücke dazu hier niederschreiben. Das Buch war vor einiger Zeit im ersten Buchprojekt bei TRND zum testlesen zu haben. Damals war ich leider nicht dabei, bekam aber später doch ein Buch in die Hand. Natürlich konnte ich nun nicht mehr ohne Buch wohin gehen. Immer wollte ich lesen. Es war schon echt mühsam teilweise, da ich als Autofahrer ja beim fahren selbst nicht lesen kann. Und so oft unterwegs mit Wartezeit war ich leider nicht, so dass ich eigentlich überall immer wieder weiterlas, wenn es ging (z.b. beim Brunchen, beim Abholen meines Mannes, abends vorm Einschlafen, nachmittags bei Langeweile daheim... ;) ). Hier nun meine Eindrücke zum Buch: Das Buch klingt vom ersten hineinschnuppern her wie ein Historyroman. Sowas schreckt viele schon etwas ab. Ich muss aber sagen, bei diesem Buch ist die History nicht Fordergrundthema, daher lässt es sich richtig leicht und flüssig lesen. Die Geschichte handelt von 2 kleinen Mädchen, deren Dorf überfallen wird und fast alle Bewohner getötet werden. Die zwei Mächen landen daraufhin im Harem des Sultans, die eine wird Favoriten des Sultans, die andere wegen ihrer armenischen Abstammung Putzmädchen und Vorleserin. So wachsen sie auf und werden erwachsen. Während Fatima als Frau im Harem alle Vorzüge genießt, muss Elisa die harten Umstände als Putzmächen hinnehmen. Als der Sultan dann gestürzt wird, der Harem aufgelöst wird, ist es die Chance der Mächen aus dem Harem zu flüchten. Dabei trennen sich die Wege der beiden. Fatima lebt fortan das tollte Leben einer wohlhabenden Frau, Elisa dagegen am Rande des Verhungerns, kämpft oftmals um ihr Leben. Sie verlieren sich aus den Augen. Jahre später kreuzen sich die Wege der beiden Frauen wieder... Natürlich  gibt es auch Männer in ihrem Leben. Während Fatima mit ihrem Liebsten zusammenlebt, muss Elisa ihren Liebsten ziehen lassen, da er mit einer anderen verlobt, später verheiratet ist. Doch auch hier gibt es große Wandlungen im Verlauf des Buches. Nicht immer ist das Glück oder Pech ewigdauernd. Im Verlaufe des Buches werden immer wieder Stücke der Geschichte der Türkei aufgezeigt. Sei es die Stürzung des Sultans, die neuen Beziehungen des Landes mit Deutschland oder Russland, die armenische Frage. Manchmal fühlte ich fast Teile der deutschen Geschichte aufleben, da diese ähnlich waren. Man bekommt so nebenbei ganz einfach ein wenig der Geschichte der Türkei mit ohne das man selber großartig Geschichtsbücher wälzen muss. Die Verknüpfung der historischen Daten und der erfundenen Geschichte ist fliessend übergehend. Mein Fazit: Das Buch ist für jeden geeignet, der Liebesgeschichten mag, egal ob sie in der heutigen Zeit oder vor fast hundert Jahren spielten. Auch wer Romane über fremde Länder und Kulturen mag, liegt mit diesem Buch  genau richtig. Diese Rezension ist auch auf meinem Blog zu finden: http://www.mandythoss.de/blog/?p=548

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  • Rezension zu "Der letzte Harem" von Peter Prange

    Der letzte Harem

    bouquineur

    07. September 2009 um 21:43

    In der geheimnisvollen Welt eines Harems streben zwei Mädchen nach unterschiedlichen Zielen. Die eine möchte ihr Leben innerhalb des Harems verbringen, die andere sehnt sich nach der Welt hinter den Mauern. Als das Osmanische Reich zerfällt, müssen die Freundinnen plötzlich mit dem Leben außerhalb zurecht kommen. Außer einander scheinen sie nichts mehr zu haben. Das Buch ist eine Mischung aus Historischem Roman und Liebesgeschichte. Am Anfang um einiges fesselnder als gegen Ende - da fand ich es eher schleppend zu lesen. Der Schreibstil von Peter Prange gefällt mir trotzdem sehr gut. Ich werde sicher noch mehr von ihm lesen. Geschmackssache.

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  • Rezension zu "Der letzte Harem" von Peter Prange

    Der letzte Harem

    RudeLady

    27. August 2009 um 01:16

    Ein sehr gutes Buch. Es ist nicht nur sehr spannend und packend geschrieben, man lernt zusätzlich noch einiges über den Untergang des osmanischen Reiches und natürlich über die Abläufe und das Leben im Harem. Das Buch ist sehr gut recherchiert und schon alleine deswegen sehr lesenswert! Vor allem für diejenigen, die von einem Buch mehr erwarten als nur eine spannende Geschichte.

  • Rezension zu "Der letzte Harem" von Peter Prange

    Der letzte Harem

    Adnava

    02. August 2009 um 15:51

    In “Der letzte Harem” geht es um zwei Freundinnen, die zusammen in den Harem des letzten Sultans geführt wurden. Sie sind unzertrennlich, obwohl sie verschiedener nicht sein könnten: Fat(i)ma ist Muslima, wünscht sich nichts sehnlicher, als zur Favoritin des Sultans aufzusteigen und dafür tut sie alles, Elisa ist Armenierin (also Christin) und sie möchte einfach nur aus dem Harem entfliehen, um endlich zu wissen, was hinter den Haremsmauern sich verbirgt. Doch wie es eben so ist, spielt das Schicksal ihnen ein Schnippchen: Der Harem wird aufgelöst und dadurch gerät ihre Freundschaft mächtig ins Wanken. Das Buch hat mir ausserordentlich gut gefallen. Peter Prange gelingt es mit seiner Sprache einen Film vor den Augen des Lesers zu starten. Man wird regelrecht in das Konstantinopel, den Harem, den Sultanspalast hineingezogen, es wird alles so plastisch beschrieben, dass man es schon fast riecht und spührt. Die eigentliche Geschichte ist im Allgemeinen sehr spannend, manchmal jedoch etwas voraussehbar und teilweise etwas schleppend. Jedoch ist sie genauso verzaubernd, wie die Atmosphäre, in der die Protagonisten leben. Ein rundum gelungenes Buch also und wirklich empfehlenswert.

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