Der letzte Harem

von Peter Prange 
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Der letzte Harem
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Peter Prange hat es geschafft mich, mit seinen "malerischen" Worten, in das osmanische Reich zu versetzen. Sehr zu empfehlen!

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Eindrucksvolle Geschichtsstunde über den Zerfall des Osmanischen Reiches. Die Freundschaft zweier Frauen wird auf eine harte Probe gestellt.

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Inhaltsangabe zu "Der letzte Harem"

Zwei Frauen zwischen Orient und Okzident

Konstantinopel 1909: In der verborgenen Welt des Harems träumen die Freundinnen Fatima und Eliza von ihrer Zukunft. Während die eine alles daransetzt, zur Favoritin des Sultans aufzusteigen, sehnt sich die andere nach der Welt jenseits der Palastmauern, nach Liebe und Freiheit. Dann aber zerfällt das Osmanische Reich, der Harem wird aufgelöst, und die beiden jungen Frauen geraten in eine Welt, in der ihre Träume zu Alpträumen werden und sogar der letzte Halt zu zerbrechen droht, der ihnen noch
geblieben ist: ihre Freundschaft …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426509630
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:574 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:12.09.2011
Das aktuelle Hörbuch ist am 12.02.2008 bei Lübbe erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    winter-chills avatar
    winter-chillvor 2 Jahren
    Der letzte Harem

    Der 27. April 1909 markiert in der Geschichte der Türkei einen großen Wendepunkt: An diesem Tag wird Abdülhamid II., der letzte autokratische Sultan des Osmanischen Reichs, abgesetzt und ins Exil verbannt. Seine Entmachtung markiert den Zusammenbruch des Osmanischen Reichs und zugleich die Geburtsstunde der modernen Türkei. Die Folgejahre sind geprägt von politischen Auseinandersetzungen, Machtkämpfen und vom Konflikt zwischen Tradition und Moderne, orientalischer und europäischer Kultur. Mitten hinein in diese Konflikte werden völlig unvorbereitet und unverhofft ein paar hundert Frauen gestoßen: denn mit der Absetzung Abdülhamdis II. wird auch sein Harem aufgelöst – einer der letzten großen im Osmanischen Reich.

    Dieser historischen Epoche widmet sich Peter Prange in seinem Roman „Der letzte Harem“ – und schildert am Beispiel zweier Freundinnen, wie es den ehemaligen Harems-Frauen nach den politischen Umwälzungen erging: Elisa und Fatima sind gerade mal neun Jahre alt, als sie von einem Sklavenhändler aus ihrem Heimatdorf verschleppt werden – in den Harem des Sultans. Dort werden sie auf ein Ziel vorbereitet: Dem Sultan zu dienen. Während Fatima sich in ihr Schicksal fügt und alles daransetzt, zur Favoritin des Sultans aufzusteigen, träumt Elisa von einem Leben außerhalb der Palastmauern. Als das Osmanische Reich zerfällt, werden die beiden Frauen in eine Welt geworfen, die sie nicht kennen und in der ihnen keiner hilft.

    Von Peter Prange habe ich schon mehrere Romane gelesen und er ist eigentlich ein Garant für gut recherchierte, spannende und gut erzählte historische Romane. So auch hier: Ich war von der ersten Seite an in der Geschichte drin und hab mit Spannung das Leben der beiden Freundinnen Elisa und Fatima verfolgt. Geschickt bindet Prange historische Daten und Fakten in die Geschichte ein, aber ohne den Leser zu erschlagen. Prange erzählt die Geschichte bis 1923 und lässt somit nicht nur die Absetzung Abdülhamdis II. und den Umsturz der Jungtürken in seinen Roman einfließen, sondern auch sie Situation der Armenier während es 1. Weltkriegs, die Besetzung Konstantinopels durch die Siegermächte nach dem Krieg sowie schließlich die Proklamation der türkischen Republik. Genauso bildhaft und intensiv wie Prange das Leben im Harem beschreibt, schildert er auch die Vernichtung armenischer Volksgruppen. Und auch über das Schicksal von Eunuchen erfährt man etwas.

    Zwei kleine Schwachstellen: Die Charaktere sind zwar gut ausgearbeitet, waren mir stellenweise aber etwas zu holzschnittartig. Und bei den Sexszenen hätte Prange ab und an auch ein bisschen zurückfahren können. In der Summe ist „Der letzte Harem“ aber ein spannend erzählter, gut recherchierter historischer Roman, der einen sehr interessanten Aspekt beleuchtet.

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    detlef_knuts avatar
    detlef_knutvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Leseempfehlung erster Güte!
    Leseempfehlung erster Güte!

    Die Idee zu diesem Roman hatte der Schriftsteller während einer Reise nach Istanbul. Oberflächlich erlebt der Leser eine Geschichte wie ein Märchen aus 1001er Nacht. Es ist orientalisch, es ist exotisch. Die Farben, die Gerüche, die Klänge, das bunte Leben im damaligen Konstantinopel entstehen vor dem inneren Auge beim Lesen. Auf einer nächsten Ebene geht es in diesem Roman um die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Türkei, die damals ein Verbündeter Deutschland war. Doch schnell spürt der Leser die Brisanz für das Hier und Jetzt. Lebten damals Christen, Moslems und Juden nebeneinander genauso wie Europäer, Syrer, Armenier und Kurden. So lassen uns die Nachrichten in den Medien glauben machen, dass ein solches Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen in der heutigen Zeit sehr schwierig ist. So stellt der Roman die Frage, warum das multikulturelle Zusammenleben in Deutschland immer noch als Gefahr denn als gesellschaftliche Bereicherung gesehen wird.

    Jedoch sollte dieses Thema den Leser nicht davon abhalten, die abenteuerliche Geschichte von den beiden Freundinnen Elisa und Fatma zu lesen. Denn wie bei Peter Prange üblich, wird alles in eine spannende und unterhaltende Geschichte eingepackt.

    Als die beiden Mädchen zehn Jahre alt sind, werden die Christin Elisa und die Muslima Fatma nach der Zerstörung ihres Dorfes entführt. Sie kommen in den Palast des herrschenden Sultans. Elisa wird als Sklavin für die niederen Arbeiten im Harem eingeteilt. Nicht nur, weil sie Christin ist, sondern auch ihre weniger eleganten Gesichtszüge sind Ursache dafür. Ganz anders hingegen ihre Freundin Fatma, die nun nach mehreren Jahren im Harem Fatima genannt wird. Sie ist eine Schönheit, auch wenn nicht jeder dieses ebenmäßige Gesicht voller Anmut aufgrund des Schleiers zu sehen bekommt. Fatima schafft es, zu den Favoritinnen des Sultans aufzusteigen. Beinahe wird sie sogar eine Ehefrau des Herrschers. Wenn da nicht die Unruhen im Lande wären, und eine Widersacherin, die dem Sultan bereits einen Thronfolger geboren hat. Gerade als Fatima ihm einen zweiten Sohn schenkt und ihre Widersacherin scharfe Geschütze auffährt, wird der Sultan entmachtet und in die Verbannung geschickt. Nun wird es gefährlich für Fatima, ihren Sohn Merut und der Freundin Elisa.

    Neben der Spannung in der Geschichte schafft es der Autor mit bildreicher Sprache (den Märchen aus 1001er Nacht entsprechend) das bunte Leben des Orients nachzuzeichnen. Intrigen, Verrat und Gemetzel lassen den Leser mit den Protagonisten mitfiebern, Sympathien und Antipathien für die Figuren stellen sich schnell ein. Gut und Böse lassen sich trotzdem nicht so schnell auseinander halten. Ganz nebenbei erfährt der Leser auf diese Weise um die politischen Zustände in der Türkei kurz vor dem ersten Weltkrieg. Für so manchen Leser mag sich ein "Aha" einstellen. Das ist sehr gut vermitteltes Allgemeinwissen ohne einen weithin sichtbar erhobenen Zeigefinger. Leseempfehlung erster Güte!
     

    © Detlef Knut, Düsseldorf 2016

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    tigggers avatar
    tigggervor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wirklich bezauberndes Buch :)
    Eine andere Welt!

    Ein wirklich tolles Buch. :-)

    Zwei Freundinnen aus verfeindeten Familien, die zusammenhalten und doch grundverschieden sind. Eine gemeinsame Zeit im Harem, eine getrennte Zeit danach. Man kann bei diesen beiden Schicksalen richtig mitfühlen.

    Man lernt den farbenfrohen Harem von zwei Seiten kennen. Es gibt Frauen, die wollen gar nichts anderes und andere wiederum wollen aus dieser Gefangenschaft hinter die Mauer ins freie Leben ausreißen.

    Auch lernt man viel über diese Kultur, die doch so anders zu der unsrigen ist.

    Durch die Beschreibungen Peter Pranges habe ich ein farbiges, duftendes, leidenschaftliches, aber auch ängstliches und unterdrückendes Buch im Gedächtnis, das einfach hervorragend erzählt ist!

    Ich kann es nur empfehlen.

    Kommentare: 2
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    sommerleses avatar
    sommerlesevor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Spannende historische Geschichte aus einer fremdem Welt
    1001 Nacht im Harem


    *Der letzte Harem* spielt in der Zeit von circa 1890 - 1923, als dramatische politische Umbrüche in der Türkei
    stattfanden und das Osmanische Reich beendeten.
    Zwei Mädchen, Elisa,
    eine armenische Christin, und Fatima, eine muslimische Kurdin, überleben
    ein Massaker in ihrem Heimatdorf. Sie werden an den Harem des Sultans
    verkauft. Fatima entwickelt sich zur Favoritin des Sultans und Elisa
    wird Vorleserin wie einst Scheherazade.
    Nach dem Sturz des Sultans,
    wird der Harem aufgelöst und die Freundinnen gehen getrennte Wege.
    Fatima lebt im Wohlstand, während Elisa teilweise um ihr Leben kämpfen
    muss.

     
    Mit bildhafter Sprache vermag der Autor, das
    Innere und Unbekannte des Harems und die Hierarchien und Intrigen der
    darin lebenden Frauen und Eunuchen untereinander fesselnd zu
    beschreiben.
    Der Leser wird entführt in eine fremde Welt voller Glanz und Sonderbarkeiten im Palast.
    Der
    Schreibstil wird mit der Entmachtung des Sultans direkter und auch
    düsterer. Die Freiheit der Frauen hat auch ihre Schattenseiten und sie
    sind jetzt für sich selbst verantwortlich.

     
    Diese erzählstarke Geschichte hat mich mitgerissen in einen Strudel von Liebe,
    Leid, Machtkämpfen, Verbrechen und verschiedenen Schicksalen, die ich
    begeistert verfolgt habe. Auch die Einarbeitung des historischen
    Hintergrundes fand ich unterhaltsam gemacht und für diesen Roman
    ausreichend herausgearbeitet.

    Aus diesem Buch nehme ich folgende Aussage mit:
    Die Freundschaft der beiden Frauen hat trotz unterschiedlicher Glaubensrichtungen am Ende alle Widrigkeiten überstanden.


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    gsts avatar
    gstvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Ein überaus lesenswertes Buch, das Einblick in eine uns fremde Kultur gibt und hilft, diese zu verstehen. Ich bin begeistert!
    Zwischen Orient und Okzident

    Elisa und Fatima sind erst neun Jahre alt, als ihr Heimatdorf dem Erdboden gleich gemacht wird. Sie hatten sich verabredet, an einem entlegenen Ort zusammen für den Frieden zu beten (obwohl Fatima Muslimin und Elisa Christin ist) und sind so dem Massaker entkommen. Ein Menschenhändler findet die Mädchen und bringt sie in den Harem des Sultan Abdülhamid.


    Dort träumt die schöne Fatima davon, zu einer Favoritin des Sultans zu werden. Die Armenierin Elisa dagegen entspricht nicht dem gängigen Schönheitsideal und wird von der Haremsmutter hinter einem Vorhang versteckt, wenn sie ihre wohlklingende Stimme zum Besten geben soll. Obwohl sie trotzdem das Wohlwollen des Sultans gewinnt, sehnt sie sich nach Freiheit außerhalb des Serails.


    Was diese Freiheit für Einschränkungen mit sich bringt, erleben beide nach der Entmachtung des Sultans. Außerhalb des Harems wird die Freundschaft der beiden Frauen auf eine harte Proben gestellt und alles kehrt sich ins Gegenteil …


    Dieses Buch steckt voller Emotionen und entführt in eine fremde Welt. Anfangs stehen die Schönheit und der Glanz im Yildiz-Palast im Mittelpunkt, doch nach der Entmachtung des Sultans nehmen Grausamkeiten überhand. Zum Glück gibt die Liebe den Protagonisten noch Halt …


    Eine Zeittafel am Ende des Buches gibt einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Türkei zwischen 1876 und 1923. Peter Prange ist es geglückt, um diese Daten eine durchaus lesenswerte Geschichte zu drapieren. Natürlich ist ein Romanautor kein Historiker und ein historischer Roman kein Geschichtsbuch. Das Interesse liegt eher auf der „sinnbildhaften Bedeutung, die er in einer bestimmten historischen Situation zu erkennen glaubt“ - gesteht der Autor in seinem Nachwort.


    Mich hat das Buch fasziniert. Ich fand auf den 560 Seiten keine Längen - ganz im Gegenteil, an manchen Stellen baute sich eine fast unerträgliche Spannung auf. Hier geht um viel mehr als das Leben im Harem, das mich schon lange interessiert hat und mich zu diesem Buch greifen ließ. Es geht um einen multikulturellen Staat und um einen gravierenden Umbruch im Land der vielen Nationalitäten vor dem ersten Weltkrieg. Das Buch ließ mich hinter Kulissen schauen und erweckte die unterschiedlichsten Gefühle.


    Ich kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

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    Karigans avatar
    Kariganvor 8 Jahren
    Rezension zu "Der letzte Harem" von Peter Prange

    Dies war mein erstes Buch von Peter Prange und wird sicher nicht mein letztes bleiben. Mich hat die Thematik Harem und der Schauplatz Konstantinopel vom ersten Moment an gepackt. Die lebenslange Freundschaft zwischen der Armenierin Elisa und der Tscherkessin Fatima bildet den Rahmen der Handlung. Dazwischen taucht man ab in die Türkei zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis hin zum 1. Weltkrieg. Die geschichtlichen Hintergründe haben mich sehr interessiert und ich kann gut damit leben, daß dies ein historischer Roman und nicht in erster Linie ein Liebesroman ist. Nur das erste Drittel spielt im "letzten Harem", der größere Teil des Buches befaßt sich mit der Zeit nach der Auflösung dieses Harems und Abdankung des letzten osmanischen Sultans.

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    lenchen_196s avatar
    lenchen_196vor 8 Jahren
    Rezension zu "Der letzte Harem" von Peter Prange

    Türkisches Kismet heißt Schicksal

    Ich habe das Buch im Rahmen des trnd-Projekts erhalten und gelesen.
    Das Buch liest sich einfach und schnell, obwohl es ziemlich geschichtslastig ist. Andererseits sind alleine diese vielen historischen Details interessant. Das Ende des Osmanischen Reichs und die Schicksale einzelner Menschen, die letzten Tage des Sultans Abdülhamid des II. und seines Harems, neue Zeiten und neue Helden, die Nationaltragödie der Armenier - all das ist vom Autor detailliert beschrieben. Die Erwähnung der wahren historischen Begebenheiten macht den Roman keinesfalls trocken oder weniger attraktiv zum Lesen.
    Die Geschichte der Hauptcharaktere ist sehr spannend wiedergegeben, an manchen Stellen fast ins Unglaubwürdige. Ab und zu lassen die unglaublichen Zufälle und Kreuzungen der Handlungsstränge einen reinen "Frauenroman" vermuten. Trotzdem scheint mir die Entwicklung des Plots im Großen und Ganzen gut durchdacht zu sein, die historischen Hintergründe gut recherchiert und zutreffend.
    Die größte Aufmerksamkeit hat der Autor der Ausarbeitung des Charakters Elisa gewidmet. Im ersten teil des Buches beschreibt er sehr detailliert ihre Gedanken, Träume und Sorgen, ihr Verhalten ist dem Leser verständlich und fast voraussehbar. Zum Schluss aber scheint mir die Figur Elisas weniger durchdacht, manche ihrer Handlungen unverständlich, vor allem wenn man bedenkt, dass das Buch vom - nicht gerade einfachen - Prozess der Selbstbehauptung der Frauen in der Türkei der damaligen Zeit handelt.
    Nicht ganz so gut ausgearbeitet finde ich die Figuren von Taifun und Fatima.
    Das Ende des Romans enttäuscht. Ein seltsamer Zeitsprung, die Veränderungen in den Schicksalen der Hauptfiguren in den letzten fünf Jahren werden vom Autor nicht erläutert. Kein Happy-End. Ob die Liebe von Elisa und Felix eine Zukunft hat, muss der Leser so selber fertig denken.
    Auf jeden Fall eine spannende Geschichte, die Lektüre ist eine leichte und schnelle "Kost", den Roman kann man jedem empfehlen, der sich für die Geschichte, insbesondere die historischen Ereignisse im Orient, interessiert.
    Aber so manche Lücken in der Ausarbeitung der Charaktere, ein "rohes" Ende, einige Fehler in der Darstellung der Fakten wirken sich in meinen Augen negativ auf das Gesamtbild aus.

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    Bianca1979s avatar
    Bianca1979vor 9 Jahren
    Rezension zu "Der letzte Harem" von Peter Prange

    In der Geschichte handelt es sich um 2 Freundinnen, Elisa und Fatima die vom Glauben her grundverschieden sind! Die eine ist Armenierin die andere Muslime doch beibe glauben sie an einen Gott! In der Kadir-Nacht verändert sich das ganze Leben der beiden Mädchen! Sie schwören sich ewige Freundschaft und wünschen sich das in dieser Nacht der ständige Krieg in ihrem Dorf aufhören soll! Doch es geschieht etwas viel schlimmeres! Das Dorf wird Opfer eines Anschlages und wird komplett getötet! Die Mädchen geraten an einen Sklavenhändler, der sie nach Konstantinopel bringt! Etwas später werden sie an den Harem von Abdülhamid II verkauft! Während Elisa nur eine Sklaven ist und wissen möchte wie das Leben ausserhalb der Haremsmauern ist, strebt Fatima danach eine Favoritin des Sultans zu werden! Nach einem Attentat auf den Sultan wird Elisa jedoch zur persönlichen Vorleserin des Sultans und Fatima schafft es wirklich eine Favoritin zu werden! Fatima erwartet dann sogar ein Kind von Abdülhamid! Doch das alles währt nicht lange den der Sturz des Sultans steht bevor und es nimmt alles seinen Lauf! Für Fatima beginnt ein Leben in Reichtum während Elisa sich durchs Leben kämpfen muss! Es wird sehr viel über die Geschichte von Konstantinopel bzw. dem Krieg erzählt, was ich doch sehr intressant fand! Das Buch ist meines Erachtens gut und flüssig geschrieben! Es ist spannend und hat mich dazu hingerissen es innerhalb von 2 Tagen zu lesen! Was ich allerdings bemängeln muss sind die Sexakte! Zum Teil ist es wirklich eklig von den Vergewaltigungen und so zu lesen, aber ich denke das es zur Geschichte einfach dazugehört! Außerdem fand ich das Ende etwas naja zu offen! Was passiert denn nun mit Elisa und Felix?

    Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen!

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    Frau Margritlis avatar
    Frau Margritlivor 9 Jahren
    Rezension zu "Der letzte Harem" von Peter Prange

    Auf der Homepage des Autors steht über das Buch, es sei “ein vielseitiger und vielschichtiger Roman: historisches Gesellschaftsdrama, Tausend-und-eine-Nacht-Märchen, Liebesgeschichte und Polit-Thriller in einem. Freundschaft, Liebe und Erotik, Krieg, Frieden und Verrat.” Also ein Buch, das alle Interessen abdeckt und für jeden etwas bietet. Und damit auch ein Buch, das jedem gefällt?

    Ich bin dann wohl nicht jeder, denn ich fand es nicht so toll. Es lässt sich leicht lesen und erzählt flüssig zwanzig Jahre aus dem Leben von Fatima und Elisa. Für meinen Geschmack ließ es sich fast schon ein bisschen zu leicht lesen: es reichte teilweise, die Abschnitte zu überfliegen, um den Inhalt zu erfassen.

    Der historische Hintergrund ist zweifellos spannend! Dass der letzte Harem erst 1909 aufgelöst wurde, finde ich spannend, ebenso wie das Schicksal der Frauen, die nicht zu ihren Familien zurückkehren konnten. Aber darauf beschränkt sich der Roman eben nicht! Politische Intrigen am Hof des Sultans und in der neuen Regierung sowie die Behandlung der Armenier während des Ersten Weltkriegs werden ebenfalls ausführlich thematisiert. Das alles ist zwar nicht uninteressant, aber es bietet im Grunde Stoff für mehrere Romane. Mir persönlich wäre es lieber gewesen, Peter Prange hätte sich mehr auf einen Aspekt konzentriert.

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    Bibipianos avatar
    Bibipianovor 9 Jahren
    Rezension zu "Der letzte Harem" von Peter Prange

    Ein wuderbares Buch! Aber: Die Hintergrundgeschichte ist am Ende besser als der erzählte Werdegang der zunehmend langweiligen Protagonisten. Trotzdem lesenswert, alleine deshalb weil man große Wissenslücken das Osmanische Reich betreffend schließen kann.

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