Die Principessa

von Peter Prange 
3,6 Sterne bei103 Bewertungen
Die Principessa
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (57):
may4las avatar

Wirklich gut und im Vorbeigehen habe ich auch noch viel gelernt.

Kritisch (12):
Akanthas avatar

Irgendwie hab ich mehr erwartet von der berühmten Trilogie. Trotzdem geht es mit Teil 2 weiter. ich hab noch Hoffnung.

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Inhaltsangabe zu "Die Principessa"

Der große Bestseller von Erfolgsautor Peter Prange. Rom, 1623: in der Stadt der Kardinäle und Kurtisanen gerät die junge Clarissa in den Bann der Kunst. Sie begegnet den beiden berühmtesten Architekten ihrer Zeit: Lorenzo Bernini, Liebling der Frauen und des Papstes, und Francesco Borromini, ein Getriebener auf der Suche nach Vollkommenheit. Die schicksalhafte Liebe zu Clarissa verwandelt die zwei Freunde in erbitterte Feinde. "Ein erzählerisch prächtig ausgeschmücktes Geschichtsgemälde." stern.de

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596030552
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:496 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:23.04.2015
Das aktuelle Hörbuch ist bei Droemer/Knaur erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Ginevras avatar
    Ginevravor einem Jahr
    Kunst, Macht und Liebe

    Rom, im Jahre 1628:
    Im Hause Pamphili wird ein ungewöhnlicher Gast empfangen: die junge Clarissa aus England trifft zu einem Bildungsaufenthalt ein – verkleidet als Mann, in Begleitung eines britischen Reiseschriftstellers. Clarissa ist Protestantin, kann in mehreren Sprachen lesen und schreiben, und hat auch sonst so ihren eigenen Kopf. Dennoch freundet sie sich mit der erzkatholischen Hausherrin Olimpia, ihrer Cousine, an, bringt dieser heimlich Lesen und Schreiben bei, und erkundet in jeder unbeaufsichtigten Minute die Sehenswürdigkeiten Roms.

    Damals ist Rom eine spätmittelalterliche Stadt im Umbruch: überall wird gebaut, erneuert, nach dem Vorbild des alten Griechenlands, aber auch im modernen Barockstil. Clarissa lernt zunächst einen jungen Steinmetz kennen, der ihr durch seine Tiefgründigkeit und Melancholie imponiert – den späteren Borromini. Gerade, als sich zwischen den beiden zarte Bande entwickeln, tritt dessen Compagnon Bernini in Clarissas Leben. Bernini ist das genaue Gegenteil von Borromini: lebenslustig, selbstbewußt, kreativ, aber oberflächlich. Er verhandelt mit Papst Urban VIII, zieht gigantische Bauprojekte wie den Innenausbau der Peterskirche an Land, bezaubert die Öffentlichkeit mit brillianten Marmorskulpturen – während Borromini berechnet, schuftet, sich innerlich quält.
    Clarissa steht zwischen den beiden Kollegen, die sich auch sonst immer mehr entzweien, und schließlich zu erbitterten Konkurrenten und Feinden werden. Da sie beide auf unterschiedliche Weise liebt, leidet sie sehr unter den Folgen, gibt sich die Schuld und kehrt schließlich nach England zurück. 
    Doch die Gedanken an Rom lassen sie nicht los, so dass sie Jahre später wieder ins Haus Pamphili zurückkehrt…

    Peter Prange, geb. 1955, ist ein erfolgreicher deutscher Schriftsteller. Nach dem Studium der Romanistik, Germanistik und Philosophie promovierte er mit einer Arbeit zur Sittengeschichte der Aufklärung. Zu seinen Werken zählen neben Romanen auch Sachbücher und Drehbücher. Seine Bücher wurden in insgesamt 19 Sprachen übersetzt und haben eine internationale Gesamtauflage von über 2,5 Millionen Exemplaren.
    Sein Roman „Die Principessa“ erschien 2003 als erster Teil der „Weltenbauer- Trilogie“, für deren zweiten Teil er 2006 den Sir Walter Scott-Preis erhielt.

    Glücklicherweise habe ich diesen Roman kurz vor einer Rom- Reise entdeckt, so dass ich mich perfekt vorbereiten konnte, und auch gleich die Schauplätze besichtigen konnte. Viele Anekdoten zu den Skulpturen und Bauwerken haben mich begeistert, Pranges Recherchen waren sehr umfassend, was der Anhang beweist.
    Was mich allerdings gestört hat, war die etwas konstruiert wirkende Figur der Clarissa, mit der ich leider nicht warm werden konnte. Ihre anfängliche Selbstbewusstheit und Lebensfreude gefiel mir gut, doch sie kam mir zunehmend lethargisch und passiv vor. Die dominanten Gestalten in diesem Roman sind eindeutig Bernini, Donna Olimpia Pamphili und Borromini, die sicher alle drei beeindruckende und schwierige Persönlichkeiten gewesen sein müssen. Sie hätten dreifach genügt, um einen Roman zu füllen! Daneben konnte ich mir die farblose Clarissa einfach nicht überzeugend als heimliche Drahtzieherin vorstellen. Aber das ist bestimmt Geschmackssache.

    Trotzdem habe ich diesen Roman in wenigen Tagen „verschlungen“, war von den opulenten Beschreibungen der damaligen Zeit beeindruckt und habe einen ganz neuen Bezug zu Berninis großartigen Werken gefunden – und wesentlich mehr Respekt vor Borrominis Leistungen!

    Fazit: ein Muss für alle kunst- und geschichtsliebenden Rom-Reisenden, und ein echter Leckerbissen – mit einer ordentlichen Prise Amore… 4 von 5 Sternen!

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    Herbstroses avatar
    Herbstrosevor 2 Jahren
    Rivalität in der Ewigen Stadt


    Man schreibt das Jahr 1623. Bevor die junge Engländerin Clarissa verheiratet wird, darf sie mit ihrem Tutor William nach Rom reisen, um dort einige Wochen bei ihrer Cousine Donna Olimpia zu verbringen. Da sich, bedingt durch Kriegswirren in England, die Rückreise verzögert, führt Olimpia sie in die römische Gesellschaft ein. So lernt Clarissa, die von allen bald nur Principessa genannt wird, Giovanni Lorenzo Bernini kennen, ein junger begnadeter Bildhauer und Architekt, der gerade am Hochaltar-Baldachin von St. Peter arbeitet. Er verliebt sich sofort in die bildhübsche junge Frau. Bei einer Besichtigung des Petersdomes trifft Clarissa auf Francesco Borromini, der ebenfalls Architekt und ein Rivale Berninis um die Aufträge des Papstes ist. Auch er verliebt sich in Clarissa. Kann das gut gehen, eine Frau zwischen zwei Männern, die dazu noch berufliche Konkurrenten sind? …

    Gekonnt vermischt der Autor Peter Prange in seinem Roman „Die Principessa“ das Leben von Giovanni (Gian) Lorenzo Bernini (1598-1680) und Francesco Borromini (1599-1667) mit einer fiktiven Person - ein Versuch die Rivalität zwischen den beiden bedeutendsten Bildhauern und Architekten des italienischen Barock zu erklären, ihre anfängliche Freundschaft und später erbitterte Feindschaft. Zwei Rivalen, nicht nur um die Gunst einer schönen Frau, sondern auch um Aufträge, Ruhm und Ehre. Der Leser wird mit einer Fülle geschichtlicher Gegebenheiten konfrontiert, ist bei der Errichtung bedeutender Bauwerke und Skulpturen in der Ewigen Stadt dabei und erfährt vieles über die damalige Baukunst. Dennoch ist das Buch nie langweilig, sondern abwechslungsreich und lebendig. Unerwartete Wendungen sorgen für Spannung.

    Der Schreibstil ist sehr angenehm, liest sich gut und flüssig und vermittelt ein gutes Gefühl für das 17. Jahrhundert. Geschichtliche Begebenheiten und Besonderheiten der Baukunst sind sehr gut erklärt und zeugen vom Sachverstand des Autors. Sämtliche Akteure, ob historisch oder fiktiv, sind glaubwürdig heraus gearbeitet und faszinierend beschrieben. Auch die verschiedenen Päpste, die während dieser Zeit die Geschicke Roms leiteten, werden dem Leser nähergebracht und ihre großen und kleinen Verfehlungen charakterisiert. Neben dem unterhaltenden und informativen Inhalt weckt das Buch im Leser auch das Interesse, sich evtl. mit den Werken Berninis näher zu beschäftigen. Wer schon in Rom war, wird sich gerne daran erinnern – wer irgendwann einmal hinkommt, schaut sich die in der Geschichte erwähnten Bauwerke und Skulpturen mit Sicherheit an.

    Fazit: Ein interessanter und fesselnder historischer Roman welcher Lust macht, die Schauplätze der Handlung (nochmal) zu besuchen. 

    Kommentare: 1
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    tragalibross avatar
    tragalibrosvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Dramatik, Liebe, Kunst und Architektur! Ein tolles Buch!
    Rezension zu "Die Principessa" von Peter Prange

    1623 kommt die Engländerin Clarissa nach Rom. Begeistert von der von Architektur und Kunst geprägten, aufstrebenden Stadt, trifft sie schließlich zwei der talentiertesten Baumeister ihrer Zeit: Lorenzo Bernini und Francesco Borromini. Als sich beide Männer in Clarissa verlieben, entbrennt zwischen ihnen eine Rivalität, die nur der Tod beenden kann.

    "Die Principessa" ist mein zweiter Roman von Peter Prange und wieder konnte mich dieses Buch überzeugen.
    Der Autor hat eine spannende, dramatische, tragische Liebesgeschichte mit historischen Ereignissen verknüpft, die dem Leser den Eindruck vermitteln, an den Geschehnissen teilzuhaben.

    Als Leser wird einem die Geschichte aus Sicht der drei Protagonisten nähergebracht.
    Zudem versteht es Peter Prange, die Grenzen zwischen Realität bzw. echten historischen Daten, Ereignissen und Personen und den fiktiven Teilen des Buches so verschwimmen zu lassen, dass man glaubt, alles sei tatsächlich so geschehen. 949 Seiten, gefüllt mit Daten, wichtigen Persönlichkeiten und Prachtbauten, Intrigen, Gier und dem Glauben an Gott, und nicht einmal wurde dieser Roman langweilig oder langatming.

    Mein Fazit fällt daher, wie zu erwarten, sehr positiv aus. Ich vergebe fünf Sterne und eine Leseempfehlung. Ein Muss für alle Leser von historischen Romanen.

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    Lilli33s avatar
    Lilli33vor 3 Jahren
    Für Rom-Liebhaber und Architekturfreunde

    Taschenbuch: 496 Seiten
    Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (23. April 2015)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-13: 978-3596030552
    Preis: 9,99 €

    Für Rom-Liebhaber und Architekturfreunde

    Inhalt:
    Rom, 1623. Die junge Engländerin Clarissa macht die Bekanntschaft der zwei größten Baumeister des barocken Rom, Lorenzo Bernini und Francesco Barromini. Beide begehren die schöne Principessa und werden darüber zu Feinden, was sich auch in ihren Bauwerken auswirkt.

    Meine Meinung:
    „Die Principessa“ ist erstmals 2002 erschienen. 2015 wurde sie nun vom Fischer Taschenbuch Verlag neu herausgegeben. Ich habe den Roman nur gelesen, weil ich ihn gewonnen habe. Ich mag Historisches nämlich überhaupt nicht gerne. Umso überraschter war ich, dass mich Peter Prange anfangs wirklich fesseln konnte. Ich fand die Charaktere interessant und die Sprache recht authentisch, also dem 17. Jahrhundert angepasst, soweit ich das beurteilen kann. Den Handlungsort Rom finde ich immer faszinierend – so konnte der Autor mich auch hiermit packen.

    Gab es anfangs noch einige Überraschungen, fand ich mit zunehmender Seitenzahl die Handlung doch recht vorhersehbar und langatmig. Mir fehlte ein guter Spannungsbogen, und da es sich ja auch um eine Liebesgeschichte handelt, hätte ich auch mehr Gefühl erwartet. Die Personen blieben mir aber seltsam fremd. Ihr Verhalten ist manchmal zu sprunghaft und nicht nachvollziehbar. Leider kommt die Handlung nur langsam voran und ist künstlich aufgebläht durch lange blumige Beschreibungen, viel Beterei und detaillierte Betrachtungen alter Bau- und Kunstwerke. Dabei fand ich Letzteres doch recht interessant. Ich war noch nie in Rom und habe durch diesen Roman große Lust bekommen, das zu ändern und auf den Pfaden der Principessa die Stadt, ihre Kirchen, Plätze und Brunnen zu erkunden.

    Abgerundet wird das Buch durch eine Karte von Rom auf den ersten Seiten und eine Auflistung der historischen Fakten im Anhang. Beides muss man nicht nutzen, um der Handlung folgen zu können. Aber wer will, kann hier seine Beziehung zu den Protagonisten und zu Rom noch etwas vertiefen.

    ★★★☆☆

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    Biests avatar
    Biestvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein toller histiorischer Roman. Kunst, Intriegen und Liebe wurden genau richtig dosiert. Leseempfehlung!
    Die Principessa

    „Die Zeit enthüllt die Wahrheit“
    Lorenzo Bernini

    Zum Inhalt:

    Rom, 1623:
    Während die Menschen auf den Straßen den neuen Papst feiern, trifft in der Ewigen Stadt die junge Engländerin Clarissa ein, hungrig auf Leben und Freiheit. Sie erlebt eine Welt verwirrender Gegensätze: Glanz und Elend, Chaos und Größe, Freizügigkeit und Sittenstrenge. Vor allem aber gerät sie in den Bann zweier junger, ehrgeiziger Baumeister: Lorenzo Bernini und Francesco Borromini. Der eine von brillanter, weltgewandter Eleganz, Liebling der Frauen und des Papstes; der andere ein in sich gekehrter Mann, ein Getriebener auf der Suche nach Vollkommenheit. Gemeinsam wollen sie das neue Rom errichten. Doch die Liebe zu Clarissa verwandelt die zwei Freunde in erbitterte Feinde…

    Zum Autor:

    Peter Prange ist als Autor international erfolgreich. Er studierte Romanistik, Germanistik und Philosophie in Göttingen, Perugia und Paris. Nach seiner Promotion gewann er besonders mit seinen historischen Romanen eine große Leserschaft. Seine Werke haben eine internationale Gesamtauflage von über zweieinhalb Millionen verkaufter Exemplare erreicht und wurden in 24 Sprachen übersetzt. Mehrere Bücher wurden verfilmt bzw. werden zur Verfilmung vorbereitet. Der Autor lebt mit seiner Frau in Tübingen.

    Meine Meinung:

    Nach anfänglichen Schwierigkeiten, mit den oft gleichklingenden Namen, hat es nicht lange gedauert, bis ich völlig im Roman versunken war. Peter Prange versteht es, seine Leser zu fesseln.

    Tolle, facettenreiche und gut durchdachte Charaktere und die Kunst der Architektur machen dieses Buch zu einem wahren Leseerlebnis. Man fühlt sich durch die bildhaften Beschreibungen und die Umgangsformen und Sitten damals sofort in die Zeit um 1600 zurückversetzt. Jedes noch so kleinste Detail hatte ich beim Lesen vor Augen.

    Für mich hat die Mischung aus Kunst, Intrigen und unerfüllter Liebe genau gestimmt. Die ganze Geschichte durch hofft man mit Clarissa, Francesco und Lorenzo, dass sie doch endlich ihr Glück finden und die Suche ein gutes Ende nimmt.
    Donna Olimpia, so unsympathisch wie sie auch war, hat mir als Charakter außerordentlich gut gefallen. Sie war für die Intrigen zuständig, die dem Roman nochmal eine zusätzliche Portion Spannung verliehen.

    Auch finden sich viele kleine Zitate, die wahrer nicht sein könnten in der Geschichte wieder. Diese haben mir sehr gut gefallen, genau wie die Karte von Rom, die man super zur Orientierung nutzen kann.

    Trotz der etwas anderen Sprache damals, ist der Schreibstil sehr flüssig und das Buch lässt sich super lesen.

    Fazit:

    Eine glasklare Leseempfehlung für jeden Historik Fan.

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    Jenny1900s avatar
    Jenny1900vor 3 Jahren
    Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar.

    Klappentext:

    In der Stadt der Kardinäle und Kurtisanen gerät die junge Clarissa in den Bann der Kunst. Sie begegnet den beiden berühmtesten Architekten ihrer Zeit: Lorenzo Bernini, Liebling der Frauen und des Papstes, und Francesco Borromini, ein Getriebener auf der Suche nach Vollkommenheit.

    Die schicksalhafte Liebe zu Clarissa verwandelt die zwei Freunde in erbitterte Feinde.

    So lautet der Klappentext zu Peter Pranges historischem Roman „Die Principessa“ und er hält was er verspricht.

    Meine Meinung:

    Eindrucksvoll werden die architektonischen Wunder der damaligen Zeit beschrieben und der Leser sieht sie richtig an seinem innerem Auge vorbeiziehen. Nur allzu gut kann man sich die damalige Pracht vorstellen. Wobei diese so manchem zum Verhängnis wurde.

    Zwischen all den schönen Dingen haben Lorenzo, Francesco und Clarissa es nicht immer einfach. Verstrickt in die Machtspiele verschiedener einflussreicher Personen und natürlich auch des kirchlichen Oberhauptes, des Papstes, müssen sie verschiedenen Schwierigkeiten trotzen und versuchen ihren Weg zu finden.

    Der Anfang des Buches zog sich leider etwas und ich konnte mich anfangs nicht wirklich mit der Geschichte identifizieren. Nach einer Weile aber wurde mir Clarissa sehr sympathisch und gespannt verfolgte ich ihren Weg durch Rom.

    Lorenzo schien mir zu anfangs ein eitler Mann zu sein, mit eher wenig tiefgründigeren Gefühlen, doch auch dieser überraschte mich im Verlauf des Buches.

    Francesco blieb mir bis zum Schluss eher unsympathisch. Ein frustrierter und stolzer Mann, der nur seine Kunst im Kopf hatte. Natürlich hat er großes geschaffen aber hätte er öfter einmal laut seine Meinung verkündet und sich durchgesetzt, so wäre im viel erspart geblieben.

    Für mich war es sehr interessant zu sehen, wie der Autor aus den realen geschichtlichen Ereignissen einen historischen Roman verstrickt in einer Liebesgeschichte geschrieben hat. Manchmal wurden mir die vielen Beschreibungen der berühmten und wenige berühmten Bauten doch etwas zu viel.

    Spannend wurde es kaum und wenn doch dann eher zum Ende hin erst.

    Für Liebhaber römischer Sehenswürdigkeiten oder Geschichte (oder vielleicht beides^^) eignet sich diese Geschichte aber auf jeden Fall.

    Fazit:

    So vergebe ich insgesamt knappe drei Sterne und weis zumindest, dass ich bei diesem Buch definitiv mal was über römische Geschichte gelernt habe^^

    Kommentare: 1
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    -sabine-s avatar
    -sabine-vor 3 Jahren
    Die Principessa

    Schon nach wenigen Seiten war ich drin im Geschehen und war direkt gefesselt. Das lag zum einen am tollen Schreibstil, der sich wunderbar und angenehm lesen lässt, der zum andern aber auch ein historisches Gefühl vermittelt. Schon mit wenigen Seiten hat der Autor eine wunderbare Atmosphäre geschaffen, die mich nach Rom ins frühe 17. Jahrhundert entführt hat, und mit seinen Beschreibungen sowohl der Menschen, vor allem aber auch der Bauwerke, hatte ich alles genau vor Augen.
    Die Geschichte um die junge Clarissa, die von allen nur Principessa genannt wird, ihre Erlebnisse in der Stadt Rom und ihre Freundschaft mit den beiden Baumeistern Bernini und Borromini ist eine wunderbare Mischung aus Abenteuer, Intrige und Liebe. Es geht um Freundschaft und Hass, um Neid und Eitelkeiten, und auf interessante Art und Weise hat mir der Autor die beiden historischen Persönlichkeiten Bernini und Borromini nähergebracht, aber auch die Zeit, in der verschiedene Päpste das Leben in Rom bestimmten, nähergebracht. Interessant fand ich auch das Thema Baukunst in Rom, mit dem ich mich bisher nicht beschäftigt habe. Aber auf unterhaltsame Art und Weise habe ich einiges lernen können und war – trotz einiger Beschreibungen von Bauwerken, statischen Details und der Kunst der Architektur – zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Und um den Handlungssträngen folgen zu können, muss man keine Geschichtskenntnisse haben – auch wenn ich die Zeittafel am Ende des Buches sehr interessant fand.
    Eigentlich ist die Geschichte ja vorgegeben, dennoch gab es aber viele Wendungen, Überraschungen und Intrigen, die das Buch spannend gemacht haben und mich neugierig haben weiterlesen lassen. Vor allem Clarissa ist mir sehr ans Herz gewachsen, auch wenn ich ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen konnte und sie manches Mal ein wenig naiv zu sein schien – das aber schulde ich der damaligen Zeit, so wirkte sie auf mich auch passend und authentisch. Die beiden Baumeister Bernini und Borromini fand ich als Charaktere sehr gut gestaltet Beide scheinen von Gefühlen wie Neid, Eitelkeit und Hass nur so beherrscht gewesen zu sein – das macht sie zwar nicht sympathisch, dafür aber zu faszinierenden Figuren.
    Mich hat das Buch wirklich begeistern können, und ich bin gespannt auf die beiden weiteren Bände der Weltenbauer-Trilogie – diesem Einstiegsband gebe ich gute 4/5 Sternen.

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    Sabine17s avatar
    Sabine17vor 5 Jahren
    Zog sich wie Kaugummi

    Das Buch spielt in der Zeit von 1623 bis 1667 in Rom.
    Die Geschichte dreht sich um die beiden großen italienischen Baumeister Lorenzo Bernini und Francesco Borromini. Der Autor hat eine junge Engländerin Clarissa dazu erfunden, in die sich beide Baumeister verlieben.

    Auf den fast 500 Seiten geht es um darum, wie beide Baumeister um die Gunst des jeweiligen Papstes kämpfen, um an bedeutende Bauaufträge zu bekommen: Bernini, der selbstverliebte Künstler und Borromini, der ernste Planer.
    Der Leser erlebt vier Päpste und eine Pestphase in Rom.
    Etwas Würze bekommt die Geschichte nur durch die intrigante Donna Olimpia.

    Die Geschichte zog sich sehr, da es kaum spannende Momente gab.

    Das Buch kann ich eigentlich nur jemanden empfehlen, der sich für diese Zeit und die Baukunst und Kirchengeschichte in Rom interessiert.

    Zum Glück habe ich für das Buch nur 1 Euro bezahlt, sonst hätte ich mich geärgert.

     

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    S
    Sarah81vor 5 Jahren
    Intrigen, Liebe und zwei großartige Architekten. Wissenswertes über Rom spannend aufbereitet...

    Mit seinem Roman ist es Peter Prange gelungen die Faszination für das alte Rom perfekt einzufangen. Die Geschichte der beiden Architekten Bernini und Borromini im Kampf um die Liebe der jungen Engländerin Clarissa hätte sich tatsächlich so abgespielt haben können. Anhand von zahlreichen Fakten baut Prange seine Erzählung wunderbar auf und nimmt uns mit auf eine spannende Reise zu den Sehenswürdigkeiten Roms. Auf einem beiliegenden Stadtplan lasse sich alle beschriebenen Gebäude leicht finden, ein Highlight. Auch versteht Prange es, die Geschichte so atmosphärisch und spannend aufzuladen, dass es schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. Und dies, obwohl direkt im ersten Kapitel der Ausgang des Romans verraten wird... Ohne dieses Vorwegnehmen hätte ich die Geschichte noch spannender empfunden, daher nur 4 Sterne für diesen absolut lesenswerten Roman.

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    Stirbelwurms avatar
    Stirbelwurmvor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Principessa" von Peter Prange

    Glaube Gier Genie Grössenwahn und Liebe

    Das farbenprächtige Liebesdrama vor dem Hintergrund des barocken Rom stand monatelang auf der Spiegel-Bestsellerliste.

    Prange weiss, was Leser wünschen: Kabale und Liebe, Pest und Tod, Furcht und Leidenschaft, Stolz und Sühne.

    Prange schreibt einmal mehr ein grossartiges Buch dass sie sich nicht entgehen lassen sollten.

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