Peter Prange Unsere wunderbaren Jahre

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Inhaltsangabe zu „Unsere wunderbaren Jahre“ von Peter Prange

Wie wir wurden, was wir sind: Der Bestseller-Roman über die Bundesrepublik - eine bewegende Familiengeschichte von Erfolgsautor Peter Prange, in der sich die gesamte Nachkriegszeit bis zur Gegenwart lebendig wird. Es ist der 20. Juni 1948. Das neue Geld ist da – die D-Mark. 40 DM „Kopfgeld“ gibt es für jeden. Für die drei so verschiedenen Schwestern Ruth, Ulla und Gundel, Töchter des geachteten Fabrikanten Wolf in Altena. Für Tommy, den charmanten Improvisateur, für den ehrgeizigen Jung-Kaufmann Benno, für Bernd, dem Sicherheit das Wichtigste ist. Was werden die sechs Freunde mit ihrem Geld beginnen? Welche Träume und Hoffnungen wollen sie damit verwirklichen? Schicksalhaft sind sie alle verbunden - vom Wirtschaftswunder über die Geschäfte zwischen den beiden deutschen Staaten bis zum Begrüßungsgeld nach dem Mauerfall. Sechs Freunde und ihre Familien machen ihren Weg, erleben über drei Generationen die Bundesrepublik der D-Mark – und den Beginn der neuen, europäischen Währung. Authentisch, spannend und detailreich ist der Roman ›Unsere wunderbaren Jahre‹ von Bestseller-Autor Peter Prange ein Spiegel unserer Biographien. Als die D-Mark unsere Währung war: noch nie wurde so von Deutschland erzählt. Es ist der Roman der Bundesrepublik. Es ist unsere Geschichte.

Interessante Idee, hatte mir aber mehr erhofft...

— Germania
Germania

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  • Zeitgeschichte und Familienroman

    Unsere wunderbaren Jahre
    Germania

    Germania

    02. September 2017 um 21:55

    Der Roman von Peter Prange beschreibt das Leben der sechs Hauptpersonen sowie ihrer (Ehe)Partner, Kinder und Kindeskinder von 1948-2002, in der Zeit der D-Mark. Währungsreform, Wirtschaftswunder, Rezession, Mauerfall, Wiedervereinigung und schließlich die Einführung des Euro als Hintergrund für die Familien- und Liebesgeschichten der Protagonisten. Man erfährt interessante geschichtliche Details über die Währung, die Gesellschaft und die Politik dieser Zeit. Trotzdem ist es dem Werk nicht wirklich gelungen, mich zu fesseln. Zu viele handelnde Personen, deren Geschichten für mich zu zerstückelt waren und sich manchmal zu gewollt verbunden haben. Auch das Auftreten des Autors als Nebenperson hat mich mehr gestört, als dass ich es zur Handlung passend gefunden hätte. Einzelne Handlungsstränge haben mir hingegen sehr gut gefallen, insbesondere Ullas Werdegang hat mich sehr beeindruckt. Alles in allem, interessante Zeitgeschichte, eine tolle Idee, von der ich persönlich mir jedoch etwas anderes versprochen habe. 

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  • eBook Kommentar zu Unsere wunderbaren Jahre von Peter Prange

    Unsere wunderbaren Jahre
    renate claus

    renate claus

    via eBook 'Unsere wunderbaren Jahre'

    eines der spannendsten interessantesten und besten buecher welchesich gelesen habe. und das beste welches peter prange geschrieben hat.

    • 9
  • Unsere wunderbaren Jahre

    Unsere wunderbaren Jahre
    19Ostseekind77

    19Ostseekind77

    15. July 2017 um 13:13

    Inhalt: Wie wir wurden, was wir sind: Der große Roman der D-Mark und der Bundesrepublik - eine bewegende Familiengeschichte von Bestseller-Autor Peter Prange, in der sich die gesamte Nachkriegszeit bis zur Gegenwart lebendig wird. Es ist der 20. Juni 1948. Das neue Geld ist da – die D-Mark. 40 DM „Kopfgeld“ gibt es für jeden. Für die drei so verschiedenen Schwestern Ruth, Ulla und Gundel, Töchter des geachteten Fabrikanten Wolf in Altena. Für Tommy, den charmanten Improvisateur, für den ehrgeizigen Jung-Kaufmann Benno, für Bernd, dem Sicherheit das Wichtigste ist. Was werden die sechs Freunde mit ihrem Geld beginnen? Welche Träume und Hoffnungen wollen sie damit verwirklichen? Schicksalhaft sind sie alle verbunden - vom Wirtschaftswunder über die Geschäfte zwischen den beiden deutschen Staaten bis zum Begrüßungsgeld nach dem Mauerfall. Sechs Freunde und ihre Familien machen ihren Weg, erleben über drei Generationen die Bundesrepublik der D-Mark – und den Beginn der neuen, europäischen Währung. Authentisch, spannend und detailreich ist der Roman ›Unsere wunderbaren Jahre‹ von Bestseller-Autor Peter Prange ein Spiegel unserer Biographien. Als die D-Mark unsere Währung war: noch nie wurde so von Deutschland erzählt. Es ist der Roman der Bundesrepublik. Es ist unsere Geschichte. Meinung: Ein wundervolles Buch. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil ist sehr fliessend und man kommt gut in die Geschichte rein. Peter Prange erzählt die Geschichte über 6 Freunde die nach dem Ende des zweiten Weltkriegs ihre Träume verwirklichen wollen. Nicht jedem gelingt es, aber ihre Wege kreuzen sich immer wieder. Und auch die ihrer Familien werden immer wieder miteinander verwoben.  Peter Prange erzählt diese Geschichten so detailgetreu und echt, dass man das Gefühl hat dabei zu sein. Die Protagonisten sind alle sehr gut beschrieben.  Eine bewegende Geschichte durch die Zeit. Ein tolles Buch über die Geschichte Deutschlands und die Höhen und Tiefen im Leben.  Fazit: Ein absolutes Muss, wenn man Familiensagen mag  und auf Geschichte steht.

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    • 2
  • Deutsche Geschichte der Nachkriegszeit

    Unsere wunderbaren Jahre
    dorle64

    dorle64

    06. July 2017 um 15:23

    Ein wunderschön geschriebener Roman, der die Geschichte der Währungsreform bis zum Euro super beschreibt. Ich kann es nur
    empfehlen. Alle politischen und weltlichen Ereignisse waren ein
    Thema. Danke Herr Prange.

  • Deutsche Geschichte der Nachkriegszeit

    Unsere wunderbaren Jahre
    dorle64

    dorle64

    06. July 2017 um 15:23

    Ein wunderschön geschriebener Roman, der die Geschichte der Währungsreform bis zum Euro super beschreibt. Ich kann es nur
    empfehlen. Alle politischen und weltlichen Ereignisse waren ein
    Thema. Danke Herr Prange.

  • Deutsche Währungsgeschichte lebendig erzählt

    Unsere wunderbaren Jahre
    winter-chill

    winter-chill

    16. June 2017 um 09:59

    Deutsche Wirtschafts-und Währungsgeschichte äußerst lebendig und spannend erzählt: Auf den ersten Blick ist „Unsere wunderbaren Jahre“ eine typische deutsche Familiensaga, auf den zweiten Blick aber so viel mehr. Peter Prange erzählt in seinem fast 1.000 Seiten starken Roman auch die Geschichte der D-Mark und damit die Geschichte der Bundesrepublik. Im Mittelpunkt der Handlung steht eine Fabrikantenfamilie aus Altena im Sauerland und deren Freunde. Auftakt der Geschichte ist die Währungsreform: Es ist der 20. Juni 1948 – der Krieg ist seit wenigen Jahren vorbei, die Menschen beginnen wieder zu leben und nun endlich ist auch das neue Geld da, die D-Mark. 40 Mark Kopfgeld bekommt jeder Bürger. Was werden die drei Fabrikantentöchter Gundel, Ulla und Ruth sowie deren drei Freunde Thommy, Benno und Bernd mit dem Geld beginnen? Welche Träume wollen sie verwirklichen? Auf diesem Weg begleiten wir nun die sechs Freunde und ihre Familien über 70 Jahrzehnte lang, von 1948 bis 2002. Eng verbunden sind die Schicksale und Lebenslinien der Hautpersonen natürlich mit der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und besonders mit der deutschen Währungsgeschichte. So erleben wir an der Seite der Freunde das Wirtschafswunder in den 50er Jahren, die Rezession in den 60er, die Ölkrise in den 70er, die Teilung Deutschlands, die Wiedervereinigung und die Einführung des Euro.  Trotz seiner vielen Seiten zieht sich der Roman an keiner Stelle – Prange gelingt es, den Leser spannend durch die deutsche Geschichte zu führen, ohne ihn mit trockenen Fakten zu langweiligen. Er erzählt sehr mitreißend und vereinnahmend, seine Szenen kreiert er sehr detailreich und liebevoll, seine Charaktere sind lebendig, fein gezeichnet und glaubhaft. Auch das Leben der Protagonisten wird sehr nah, sehr echt beschrieben. Der Roman bietet einfach die ganze Bandbreite des Lebens: Es wird geliebt, gehasst, gestorben, geheiratet und sich geschieden. Es werden Intrigen gesponnen, Träume beerdigt und um Gerechtigkeit gekämpft. Manchmal scheitern Menschen, andere haben Erfolg, andere rappeln sich nach schweren Schicksalsschlägen wieder auf. Wie Detailverliebt der Roman ist, zeigt auch, dass Peter Prange – der übrigens selbst aus Altena stammt – sich und seine Familie selbst in Nebenrollen in die Geschichte mit eingewoben hat. Natürlich sind all diese Szenen reine Fiktion – wie Prange im Vorwort betont. Eine ganz große Leseempfehlung für alle, die Menschenschicksale mögen und sich für die jüngere Geschichte Deutschlands interessieren.

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  • Nachkriegszeit, Währungsreform und Wirtschaftswunder

    Unsere wunderbaren Jahre
    Havers

    Havers

    21. February 2017 um 19:06

    Ein Roman, der den Titel „Unsere wunderbaren Jahre“ trägt, gibt damit bereits Wesentliches zum Inhalt preis, denn diese wunderbaren Jahre werden in Deutschland immer mit der Nachkriegszeit, der Währungsreform und dem Wirtschaftswunder in Verbindung gebracht. Und so startet der Autor Peter Prange seine Geschichte der Deutschen und ihrer Währung auch im Jahr 1948. Sechs Freunde, deren Umfeld und ihre  persönliche Entwicklung tragen die Handlung, die immer wieder Bezug zu den herausragenden und prägenden Ereignissen der west- und ostdeutschen Geschichte nimmt. Ausgangspunkt ist Altena, eine Kleinstadt im Sauerland. Wir schreiben das Jahr 1948 im Juni. Währungsreform, 40 Deutsche Mark Kopfgeld, Start in ein neues Leben, in dem alles möglich scheint. So auch für die drei Töchter der Unternehmerfamilie Wolf - Ruth, Ulla und Gundel - und deren Freunde Tommy, Bernd und Benno. Jeder der sechs hat seinen individuellen Traum vom Glück, und das Startguthaben soll bei der Realisierung helfen. Aber natürlich verläuft nicht alles nach Plan, die Pflicht muss der Neigung und die Liebe der Vernunft weichen. Und leider lassen sich auch nicht alle Vorstellungen in Altena verwirklichen, sodass es notwendig wird, der Heimat den Rücken zu kehren und das Glück in der Fremde zu suchen. Und schlussendlich wendet sich, nach einigen Irrungen und Wirrungen, auch alles für alle zum Guten. Und wenn sie nicht gestorben sind… „Unsere wunderbaren Jahre“ ist eine unterhaltsame Lektüre, ein typischer Familienroman, der mit zeitgeschichtlichen Details aufgepeppt wurde. Und so bleibt es leider auch nicht aus, dass der Autor immer wieder in Klischees abgleitet. Die verstoßenen Tochter, der unbelehrbare Nationalsozialist, der notorische Fremdgänger, der rassige Spanier – alles in allem war mir das etwas zu viel Kleinbürgertum und zu wenig reales Leben. Natürlich ist es ein großer Zeitraum, den Prange hier mit seinem Rundumschlag abarbeitet, aber an manchen Stellen konnte man den Eindruck gewinnen, dass von Seiten des Autors ein Bezug zur deutschen Historie mit der Brechstange eingearbeitet werden musste. Verglichen mit den anderen Romanen Pranges ist dieser leider nur Mittelmaß, mit einem Plot, der wie geschaffen scheint für eine TV-Miniserie. Der Musiktipp, passend zur Lektüre: „Love somebody“ von Doris Day & Buddy Clark (aus dem Jahr 1948).

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  • Ein neues deutsches Mächen

    Unsere wunderbaren Jahre
    Eliza08

    Eliza08

    12. February 2017 um 11:08

    Über das Buch: Wie wir wurden, was wir sind: Der große Roman der D-Mark und der Bundesrepublik - eine bewegende Familiengeschichte von Bestseller-Autor Peter Prange, in der sich die gesamte Nachkriegszeit bis zur Gegenwart lebendig wird. Es ist der 20. Juni 1948. Das neue Geld ist da – die D-Mark. 40 DM „Kopfgeld“ gibt es für jeden. Für die drei so verschiedenen Schwestern Ruth, Ulla und Gundel, Töchter des geachteten Fabrikanten Wolf in Altena. Für Tommy, den charmanten Improvisateur, für den ehrgeizigen Jung-Kaufmann Benno, für Bernd, dem Sicherheit das Wichtigste ist. Was werden die sechs Freunde mit ihrem Geld beginnen? Welche Träume und Hoffnungen wollen sie damit verwirklichen? Schicksalhaft sind sie alle verbunden - vom Wirtschaftswunder über die Geschäfte zwischen den beiden deutschen Staaten bis zum Begrüßungsgeld nach dem Mauerfall. Sechs Freunde und ihre Familien machen ihren Weg, erleben über drei Generationen die Bundesrepublik der D-Mark – und den Beginn der neuen, europäischen Währung. Authentisch, spannend und detailreich ist der Roman ›Unsere wunderbaren Jahre‹ von Bestseller-Autor Peter Prange ein Spiegel unserer Biographien. Als die D-Mark unsere Währung war: noch nie wurde so von Deutschland erzählt. Es ist der Roman der Bundesrepublik. Es ist unsere Geschichte. (Quelle: http://www.fischerverlage.de)   Über den Autor: Peter Prange ist als Autor international erfolgreich. Er studierte Romanistik, Germanistik und Philosophie in Göttingen, Perugia und Paris. Nach der Promotion gewann er besonders mit seinen historischen Romanen eine große Leserschaft. Seine Werke haben eine internationale Gesamtauflage von über zweieinhalb Millionen verkaufter Exemplare erreicht und wurden in 24 Sprachen übersetzt. Mehrere Bücher wurden verfilmt bzw. werden zur Verfilmung vorbereitet. Der Autor lebt mit seiner Frau in Tübingen. (Quelle: http://www.fischerverlage.de)   Meine Meinung: „Träume geben dem Leben Richtung und Sinn.“ (S. 733) Peter Prange ist mit „Unsere wunderbaren Jahre“ ein Epos über die neuere deutsche Geschichte gelungen, auf fast 1000 Seiten entführt der Autor seine Leser in die Zeit der D-Mark. Das Cover passt meiner Meinung nach sehr gut zu dem Buch, es ist relativ schlicht und in unaufdringlichen Farben gestaltet. Die Figuren auf dem Cover blicken in die Ferne und man kann die Sehnsucht, die Wünsche, Hoffnungen und vor allen Dingen Träume regelrecht spüren, denen die Figuren nachhängen. Genau von dieser Sehnsucht, von Wünschen, Hoffnungen und Träumen erzählt das Buch. Von den Träumen der Menschen als sie zum ersten Mal die D-Mark in Händen halten. Wem wird es gelingen seine Träume zu verwirklichen und wem wird das Leben einen Strich durch die Rechnung machen. Jeder der sechs jungen Menschen wird seinen Weg gehen und er wird nicht so sein, wie er oder sie es sich zu Beginn erhofft hatte. Dieser Roman ist eine Familiengeschichte, eine Geschichte über die Freundschaft, die Geschichte einer Stadt, die Geschichte unserer Gesellschaft und unseres Landes. Als Leser tauchen wir ein in die junge Bundesrepublik und die DDR, lernen die wirtschaftlichen Verwicklungen zwischen den beiden deutschen Staaten kennen. Dabei wird auch immer wieder klar, wir schwer das Erbe des 2. Weltkrieges und des Nationalsozialismus für die damaligen Generationen war. Es wird geliebt und geheiratet, es wird gehasst und es wird gestorben, es werden Intrigen gesponnen und es wird um Gerechtigkeit gekämpft, der Roman bietet die gesamte Klaviatur des Lebens. Er zeigt das wahre Leben und beschönigt nichts, er erzählt vom wirtschaftlichen Aufstieg aber auch von Bankrott und von Ruin. Die Geschichte wird chronologisch stringent aus verschiedenen Perspektiven erzählt und umfasst den Zeitraum von 1948 bis 2016. Dem Leser wird es ermöglicht, sich mit vielen Figuren zu identifizieren, da man im Laufe des Romans zu fast allen Protagonisten eine innere Bindung aufbauen kann. Was bei dem Umfang des Buches sehr angenehm ist, ist der Aufbau des Buch, drei Teile, welche wiederum in verschiedene Bücher unterteilt sind. Auch die Kapitel sind sehr kurz gehalten, was dem Buch eine ungeheure Dynamik verleiht und beim Leser einen guten  Lesefluss auslöst. Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm zu lesen und der Zeit angemessen, erzählende Passagen werden eingesetzt um Hintergründe zu beschreiben, während die vielen Dialoge dazu beitragen, dass der Roman eine ungeheurere Lebendigkeit bekommt. Der Roman richtet sich nicht an eine bestimmte Zielgruppe, er ist vielmehr für eine ganze Generation geschrieben bzw. für alle, die sich für die neuere Geschichte Deutschlands begeistern können. Allerdings ist natürlich ein gewisses Durchhaltevermögen bei fast 1000 Seiten Voraussetzung für einen schönen Lesegenuss. Ich kann somit für „Unsere wunderbaren Jahre“ nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen und lege dieses Buch allen ans Herz, die eintauchen wollen in die Träume einer Generation.

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  • Sehr schade.......das dieser wunderbare Roman jetzt ausgelesen ist!

    Unsere wunderbaren Jahre
    reisemalki

    reisemalki

    28. January 2017 um 17:14

    Was für ein wunderbarer Roman "Unsere wunderbaren Jahre - Ein Deutsches Märchen" doch echt geworden ist. Es handelt sich um ein für den Autor sehr persönlichen Roman, spielt er doch in seiner Heimatstadt Altena und handelt von der Industriellenfamilie Wolf und Freunden und Bekannten der 3 Töchter, wie sie ihren Weg vom Juni 1948 bis in die heutige Zeit beschreiten. Alle bekommen im Juni 1948 40 DM "Kopfgeld", als die alte Reichsmark zu der uns bekannten Deutschen Mark wurde. Was wurde aus diesen Personen und was haben diese aus den 40 DM, welche alle bekammen, egal ob alt oder jung, dick oder dünn, reich oder arm, gemacht haben. Die Charaktere sind von Peter Prange sehr toll gezeichnet worden, ob es um die Mama Wolf, Christel, geht, welche liebevoll ihren Ficus pflegt und am liebsten Buttercremetorte "mit echt deutscher Markenbutter" isst, ob es um ihre älteste Tochter Ruth geht, welche sich durchs Leben müht und von ihrem reichen Papa keine Unterstützung haben will, den reichen und arroganten Walter Böcker, welche eine dunkle Vergangenheit vertuscht und am liebsten Geld verdient und sich einen Dreck um seine Mitmenschen schert. Alle spielen sie ihre Rollen in diesem Roman, so dass man auf jeder Seite mitfiebern, mitheulen, trauern, lachen oder was weiß ich auch immer machen kann. Das beste natürlich ist, das man - für mich die Jahre ab den Siebzigern - selbst nochmal miterleben kann und sich fragen kann, was habe ich eigentlich bei diesem und jenem Ereignis gemacht? Ein Roman, welcher einen unverblümt und doch unheimlich fesselnd mit auf eine Reise aus den Kinderschuhen der Bundesrepublik über die Teilung und die Deutsche Einheit bis zur Einführung des Euros mitnimmt. Ehrlich, grundsolide und immer realitätstreu, auch wenn es ein reeles Märchen ist. Und deshalb.....einfach Schade, das dieser Roman auch mit seinen 1000 Seiten nun zu Ende ist. Sehr zu empfehlen.

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  • Unsere wunderbaren Jahre

    Unsere wunderbaren Jahre
    friederickesblog

    friederickesblog

    21. January 2017 um 11:05

    Wie wir wurden, was wir sind: Der große Roman der D-Mark und der Bundesrepublik – eine bewegende Familiengeschichte von Bestseller-Autor Peter Prange, in der sich die gesamte Nachkriegszeit bis zur Gegenwart lebendig wird. Es ist der 20. Juni 1948. Das neue Geld ist da – die D-Mark. 40 DM „Kopfgeld“ gibt es für jeden. Für die drei so verschiedenen Schwestern Ruth, Ulla und Gundel, Töchter des geachteten Fabrikanten Wolf in Altena. Für Tommy, den charmanten Improvisateur, für den ehrgeizigen Jung-Kaufmann Benno, für Bernd, dem Sicherheit das Wichtigste ist. Was werden die sechs Freunde mit ihrem Geld beginnen? Welche Träume und Hoffnungen wollen sie damit verwirklichen? Schicksalhaft sind sie alle verbunden – vom Wirtschaftswunder über die Geschäfte zwischen den beiden deutschen Staaten bis zum Begrüßungsgeld nach dem Mauerfall. Sechs Freunde und ihre Familien machen ihren Weg, erleben über drei Generationen die Bundesrepublik der D-Mark – und den Beginn der neuen, europäischen Währung. Authentisch, spannend und detailreich ist der Roman ›Unsere wunderbaren Jahre‹ von Bestseller-Autor Peter Prange ein Spiegel unserer Biographien. Als die D-Mark unsere Währung war: noch nie wurde so von Deutschland erzählt. Es ist der Roman der Bundesrepublik. Es ist unsere Geschichte.    Der Autor: Peter Prange, geb. 1955, promovierte mit einer Arbeit zur Kultur- und Sittengeschichte der Aufklärung. Der Durchbruch gelang ihm mit dem deutsch-deutschen Roman „Das Bernstein-Amulett“ (als Zweiteiler verfilmt für die ARD). Neben seiner Arbeit als Sachbuchautor (u. a. „Werte“) wurde er vor allem bekannt durch seine historischen Bestseller „Die Principessa“, „Die Philosophin“, „Die Rebellin“ (Weltenbauer-Trilogie) sowie „Der letzte Harem“, „Die Gottessucherin“ und zuletzt „Himmelsdiebe“. Auch international hat Peter Prange sich einen Namen gemacht. Seine Bücher wurden in 24 Sprachen übersetzt, mit einer internationalen Gesamtauflage von über 2,5 Millionen Exemplaren.    Das Cover: Das Cover zeigt Menschen, die im Stil der Nachkriegszeit gekleidet sind und von einer Aussichtsplattform auf eine Stadt blicken. Es liegt die Vermutung nahe, dass es sich um Altena handelt, den Hauptschauplatz der Geschichte. Der Grundeindruck des Covers ist hell, freundlich und optimistisch, was die Aufbruchstimmung der damaligen Zeit widerspiegelt, die auch in der Geschichte zum Ausdruck kommt. Einen kraftvollen Kontrast bilden dazu das kühle Blau und das warme Rot.   Meine Meinung: Von Peter Prange hatte ich bereits „Das Bernstein-Amulett“ gelesen, und ich war seinerzeit schon beeindruckt. Doch „Unsere wunderbaren Jahre“ übertrifft dieses Buch noch einmal bei Weitem. Auf knapp 1000 Seiten entwickelt der Autor ein sehr breit und detailreich angelegtes, historisch wohlfundiertes Bild der deutschen Nachkriegsgeschichte, das er unterhaltsam in eine fiktive Erzählung verpackt.   Mittel- und Ausgangspunkt der Geschichte, die mit der Währungsreform im Jahr 1948 beginnt, bilden die drei Töchter des Drahtfabrikanten Wolf aus Altena. Ruth, die Älteste, hat sich während des Krieges an der Front engagiert und von dort einen Ehemann mitgebracht, womit die Familie alles andere als einverstanden ist. Die beiden anderen Töchter Ulla und Gundel haben konkrete Vorstellungen, was ihre Berufswahl angeht, doch sie müssen erfahren, dass das Schicksal anderes mit ihnen vorhat. Weitere Hauptfiguren sind drei junge Männer aus dem Freundeskreis der Wolf-Töchter: Benno, der in der Firma Wolf Karriere machen will, dann aber einen ganz anderen Weg einschlägt, Bernd, der Handwerker, der das sichere Leben eines „gewöhnlichen Spießers“ bevorzugt, sowie der charmante Tommy, ein Lebenskünstler, der nach Anerkennung strebt und daher einen ungewöhnlichen Schritt wagt.   Das Buch zeichnet den Lebensweg dieser sechs jungen Menschen vom Jahr 1948 bis 2002 nach, und es wird schnell deutlich, dass jeder von ihnen sein eigenes Schicksal hat und seine ganz individuelle Art und Weise, damit umzugehen. Gleichzeitig erzählt das Buch auch die Geschichte der deutschen Währung, die die sechs Hauptfiguren durch ihr Leben begleitet. Angefangen von den 40 DM „Kopfgeld“ bei der Einführung der D-Mark im Juni 1948 über den Aufbau und die Führung einer Firma, bei innerdeutschen Geschäften oder auch an Tiefpunkten, an denen alles verloren scheint. Ulla Wolf ist sogar an der Herstellung des Münzgeldes direkt beteiligt. Schließlich endet das Buch mit der Einführung des Euro im Jahr 2002. Sehr treffend ist in diesem Zusammenhang eine Stelle aus dem Lukasevangelium, die gleich zu Beginn des Buches – gleichsam als eine Art Leitmotto – zitiert wird und auch am Ende nochmals aufgegriffen wird: „Es war ein reicher Mann, der ließ zehn seiner Knechte zu sich rufen, verteilte unter ihnen sein Vermögen, welches zehn Talente betrug, und sprach: Handelt damit, bis ich wiederkomme … Und siehe, als er wiederkam, ließ er dieselben Knechte, welchen er sein Geld anvertraut hatte, abermals zu sich rufen. Auf dass ein jeglicher von ihnen Rechenschaft ablegte, was er mit seinen Talenten erhandelt hätte.“ Besser könnte man die Kernaussage des Buches nicht zusammenfassen: Die 40 DM Kopfgeld am Beginn der Geschichte eröffnen den sechs jungen Leuten die Möglichkeit, ihren Neigungen und Wünschen nachzugehen, und es ist spannend, im weiteren Verlauf des Buches zu erfahren, was jeder auf seine eigene Art daraus gemacht hat, ob und wie sie es geschafft haben, ihre Träume zu verwirklichen.   Der Autor hat es geschafft, ein sehr dicht erzähltes und anschauliches Bild der deutschen Nachkriegsgesellschaft auf beiden Seiten der Mauer zu zeichnen, ohne den Leser zu langweilen. Die Sprache des Autors ist sehr reichhaltig und flüssig zu lesen. Die geschichtlichen Fakten, welche die Grundlage der fiktiven Geschichte bilden, sind sorgfältig recherchiert. Die Aufarbeitung sowohl des Dritten Reiches, dessen Auswirkungen auf die Gesellschaft zu Beginn des Buches noch deutlich spürbar sind, als auch der DDR nimmt der Autor in einer angemessenen Weise vor, keineswegs belehrend oder dogmatisch, sondern immer aus der Sicht der betroffenen Menschen. Die Figuren sind sowohl in ihrem Charakter als auch in ihrer Biografie sehr glaubhaft und individuell ausgearbeitet. Dies gilt nicht nur für die Hauptfiguren, sondern auch für die Nebenfiguren wie zum Beispiel Angelika, Regina, Babs, Kemal usw., wobei ich Walter Böcker am Schluss etwas zu überzeichnet fand. Hier wäre etwas weniger wohl mehr gewesen. Grundsätzlich ist es dem Autor sehr gut gelungen, in seine Figuren hineinzuschlüpfen und die Geschichte aus den unterschiedlichsten Perspektiven zu erzählen. Dass er sich selbst als (nach eigenen Aussagen rein fiktive) Nebenfigur in die Geschichte integriert hat, ist eine originelle Idee, wäre für meinen Geschmack jedoch nicht unbedingt notwendig gewesen. Schade fand ich beim Lesen, dass vor allem in der ersten Hälfte des Buches recht große Zeitsprünge enthalten sind, sodass es immer wieder Phasen im Leben der sechs Hauptfiguren gibt, über die man nichts erfährt. Demgegenüber erzählt der Autor zum Ende hin detaillierter, in meinen Augen bisweilen sogar etwas zu ausführlich. Auch verlagert sich der Schwerpunkt dann mehr auf die Nebenfiguren. Hier hätte ich mir eine Straffung gewünscht zugunsten der ersten Teile des Buches, in denen die Hauptfiguren eine größere Rolle spielen. Ich habe mich gefreut, Barbara Reichenbach, die ich bereits aus dem „Bernstein-Amulett“ kannte, in diesem Buch als Nebenfigur wiederzutreffen, allerdings hat auch ihr der Autor für meinen Geschmack etwas zu viel Platz eingeräumt.   Insgesamt war die Lektüre dieses Buches ein ausgesprochener Genuss für mich, auch wenn ich als Kind der Siebzigerjahre nur einen Teil der Zeit, die das Buch abdeckt, miterlebt habe. Vielleicht hat mich gerade deshalb die erste Hälfte des Buches noch mehr angesprochen als die zweite, denn hier habe ich auf lebendige und spannende Weise vieles über die Geschichte und das Leben der Menschen in den beiden deutschen Staaten erfahren, das ich bislang – wenn überhaupt – nur als trockene Fakten aus dem Geschichtsunterricht kannte. Von mir erhält das Buch daher eine klare Leseempfehlung.   Susanne von „friederickes Bücherblog“ 

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  • Ein eindruckvolles Zeitporträt mit packender Familiengeschichte

    Unsere wunderbaren Jahre
    -nicole-

    -nicole-

    15. January 2017 um 18:10

    Der große Deutschland-Roman Es ist der 20. Juni 1948 - der Tag der Währungsreform. Die D-Mark wird eingeführt und jeder erhält 40 DM "Kopfgeld". Auch in der kleinen Stadt Altena im Sauerland stehen die Menschen in langen Schlangen vor der Geldausgabe. Unter ihnen auch sechs junge Leute: Die drei Schwestern Ruth, Ulla und Gundel - die Töchter des erfolgreichen Drahtfabrikanten Wolf. Und auch Tommy, Bernd und Benno sind gespannt - jeder der sechs hat eigene Pläne und Träume für die Zukunft, jeder weiß genau, wofür er das Kopfgeld verwenden möchte. So geht jeder der sechs seiner Wege - und diese können unterschiedlicher nicht sein: Freud und Leid, Liebe und Einsamkeit, Glück und Pech können in den nächsten Jahren und Jahrzehnten nicht enger beieinander liegen. Mancher von ihnen findet das große Glück und andere wiederum scheitern..."Während die anderen über seinen Witz lachten, beschlich Ulla ein seltsames Gefühl. Plötzlich war ihr, als würden diese fremden, unbekannten Frauen auf den neuen Scheinen von jetzt an ihr Leben bestimmen." - Seite 45Dieses ist nur ein ganz kleiner Einblick in den neuen, großen Roman von Peter Prange. Den Leser erwartet ein eindrucksvolles Zeitporträt vom Jahre 1948 bis hin zu 2001. Die Zeit der D-Mark, des Aufschwungs, der Rezession und dem Mauerfall - alles wird detailreich in diesem umfangreichen Roman geschildert und mit dem Schicksal der Hauptcharaktere verwoben. Im Mittelpunkt stehen sechs junge Leute, die mit den 40 DM ihre ganz eigenen Wege gehen. Es wird mal packend und dramatisch, die Zeiten sind mal traurig und mal glücklich. Neben den Hauptfiguren spielen aber auch noch viele andere Charaktere eine zentrale Rolle. Sowohl die vielen einzelnen Figuren und Schicksale, die Handlungsorte, als auch historische Fakten - alles hat Peter Prange hier sehr gut wiedergegeben und zu einem packendem Familiendrama gemacht. Der Roman ist aufgeteilt in drei Bücher, die, angegeben mit dem jeweiligen Zeitabschnitt, in Teile gegliedert wurde. Die jeweiligen Kapitel sind relativ kurz und wechseln zwischen den Charakteren hin und her. Dieses ist sehr gut gewählt und man erhält so einen wunderbaren großen Überblick über die gesamte Geschichte."Seine Mutter war nur vierundvierzig Jahre alt geworden... Wie oft hatte er sich für sie geschämt, weil sie nur eine Putzfrau gewesen war und ihm keinen Vater gegeben, sondern ihn allein aufgezogen hatte. Jetzt war er so stolz auf sie, wie sie es zeit ihres Lebens auf ihn gewesen war. Doch es war zu spät, um es ihr zu sagen." - Seite 366 Mein Fazit: Dieser große Deutschland-Roman hat einiges zu bieten: Auf seinen 976 Seiten gibt es eine dramatische Familiengeschichte, die im Zeitraum von 1948-2001 spielt. Es ist unheimlich packend, die Lebenswege der sechs Hauptprotagonisten und deren Familien, Freunde und Feinde zu verfolgen. Es passiert einiges, es gibt Überraschungen, sowie schöne und auch traurige Momente. Der Schreibstil ist sehr klar und nimmt den Leser sofort gefangen. Ein beeindruckender Schmöker, der ideal für lange Wintertage ist. Ich lese sehr gerne umfangreiche Bücher, weiß aber auch, dass manche vielleicht vor der Seitenzahl zurückschrecken könnten. Doch die Geschichte lässt sich von Anfang an sehr flüssig lesen, sodass man hier überhaupt keine Bedenken haben muss.Kurz gesagt: Unsere wunderbaren Jahre - Ein deutsches Märchen ist sehr lesenswert und ein erstes Lesehighlight im neuen Jahr!

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  • Ein historisch fundierter Roman und auch eine sehr spannende Familiengeschichte

    Unsere wunderbaren Jahre
    Lilofee

    Lilofee

    06. January 2017 um 15:22

    Unsere wunderbaren Jahrevon Peter Prangeerschienen 2016 im Scherz VerlagAm Tag der Währungsreform bekommen sechs junge Menschen 40 DM.Was werden sie damit machen?Alle sind voller Träume, das ganze Leben liegt noch vor ihnen.Diese persönlichen Entwicklungen laufen dabei parallel zur Geschichte.Die Handlung des Buches spielt in Altena der Heimatstadt des Autors.Neben den fiktiven Charakteren streut Peter Prange seine Familiengeschichte mit ein.Der Autor nimmt uns mit auf eine Reise durch die ganz jungeBundesrepublik und auch in die Deutsche Demokratische Republik.Ein historisch fundierter Roman und auch eine sehr spannendeFamiliengeschichte die über einen Zeitbogen von 1948 – 2001 geht.Die fast 1000 Seiten sollten keinen abschrecken.Es lohnt sich beizubleiben.Eine unbedingte Leseempfehlung!

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    • 2
  • Mein wunderbares Lesevergnügen

    Unsere wunderbaren Jahre
    HEIDIZ

    HEIDIZ

    29. November 2016 um 08:31

    Peter Pranges historische Werke lese ich liebend gern, so hat mich auch interessiert, was sein neues Werk mit mir macht. "Unsere wunderbaren Jahre" ist sozusagen eine Familienbiografie - gleichzeitig aber unbedingt auch Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.   1948 steigen wir in die Handlung ein. Die Währungsreform ist an der Tagesordnung. Jeder muss neu beginnen  -  mit 48 DM in der Geldbörse. Sechs junge Menschen begleiten wir - was fangen sie mit dem Geld an, wie gehen sie ihren Weg, sechs völlig unterschiedliche Menschen. Studentin und auch Fabrikantentochter, vom Verkäufer zum Unternehmer ....   Ein Buch, welches ich mir verfilmt perfekt vorstellen könnte ...   Leseprobe:   Äußerlich ließ er sich natürlich nichts von seiner Verärgerung anmerken. Schließlich war er nicht nur der Bürgermeister, sondern auch der Vorsitzende der Julius-Rosen-Stiftung, und in dieser Eigenschaft fühlte er sich an diesem Tag persönlich für das Wohlbefinden des Ehrengastes Moses Rosen verantwortlich, der in Vertretung seines Vaters auf dem Podium im Burghof saß. Julius Rosen selbst war leider kurz vor Fertigstellung der Gedenkstätte einem Gehirnschlag erlegen - ...   Das Schicksal verbindet die sechs jungen Menschen - Ölkrise, Wirtschaftswunder ... Mauerfall .... Drei Generationen BRD werden thematisiert und in diesem Roman spannend dargestellt und authentisch glaubwürdig.   Prange hat es mal wieder geschafft, mich komplett in die Handlung zu ziehen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.   Prange schreibt detailliert, aber keineswegs langatmig, immer wieder passiert etwas, was mich begeisterte, was mir das Lesen flüssig von der Hand gehen ließ. Die Art und Weise, wie der Autor seine Idee an den Leser bringt, die Idee, die Familie und die Geschichte der BRD in einem Roman zu vereinen, hat mich fasziniert und mich nicht mehr losgelassen.   Im weiter zurück liegendem Historischem fühlt er sich wohl, aber allemal auch hier in dieser Nachkriegszeit bis in unsere heute Ära. Man spürt, dass der Autor hinter dem Geschriebenen steht. Man spürt, wie er sich mit seinen Charakteren identifiziert. Das hat mir sehr gut gefallen. Szenen und Charaktere sind sehr intensiv und glaubwürdig dargestellt.  

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  • Unbedingt lesen!

    Unsere wunderbaren Jahre
    Monika58097

    Monika58097

    26. November 2016 um 10:51

    Gleich zu Beginn muss ich sagen, ich bin ein Prange-Fan der ersten Stunde! Auf jedes seiner Bücher bin ich gespannt und ganz besonders auf dieses hier, ist die Handlung doch in Altena angesiedelt, einer kleinen alten Industriestadt, die nicht nur wegen ihrer Burg hoch über der Stadt berühmt ist, sondern auch wegen der Drahtziehereien. Altena ist ein Nachbarstädtchen meiner eigenen Stadt. Ich kenne Altena persönlich und so ist es nochmal ein ganz anderes Erlebnis diesen Roman gelesen zu haben. Peter Prange entführt den Leser diesmal in das Nachkriegs-Deutschland. Die D-Mark wird ausgegeben. Jeder Bürger erhält 40 D-Mark. Was werden die Menschen mit diesem Geld machen? Was werden die Schwestern Ruth, Ulla und Gundel, was werden die Freunde Tommy, Benno und Bernd damit machen? Was für Wünsche haben sie und was für Träume? Ruth, das schwarze Schaf der Familie und vom Vater verstoßen. Benno, der Schuhverkäufer, der schnell auf Erfolgskurs ist und zum Unternehmer wird. Ulla, die davon träumt, einmal Ärztin zu sein und von ihren 40 D-Mark die Einschreibungsgebühren fürs Studium in Tübingen bezahlt. Und da ist Tommy, der Hallodri, der rüber macht in die DDR, um dort ein neues, ein anderes Leben zu führen. Tommy, der hofft, endlich einen Ort zu finden, an dem er anerkannt wird. „Unsere wunderbaren Jahre – Ein deutsches Märchen“ - ein Roman, ein Deutschland-Roman, der zeigt, wie lebendig Geschichte sein kann. Eine Geschichte, die fesselt und begeistert. Ein Roman, in dem es um die Hoffnungen und Träume sechs junger Leute geht. Von der Nachkriegszeit über das Wirtschaftswunder bis hin zum Mauerfall. Lebenswege, Schicksale. Die Geschichte ist fiktiv, jedoch in Anlehnung an wahre Begebenheiten. Einige Personen sind erfunden, einige gibt es tatsächlich. So kommen auch der Autor selbst und sein Vater in kleinen Nebenrollen vor, bei denen ich mir manchesmal ein breites Grinsen nicht verkneifen konnte. Wer den Autor persönlich kennt, weiß, was ich meine. „Unsere wunderbaren Jahre“ - ein Buch, das jeder lesen sollte. Es ist ein sehr wichtiges Buch über einen Teil der deutsch-deutschen Geschichte. Spannend und authentisch und defintiv eines der stärksten Bücher meines persönlichen Lese-Herbstes 2016. Man muss Altena nicht kennen, um sich dort als Leser zurechtzufinden. Peter Prange schafft es hervorragend, das Flair der kleinen Industriestadt an der Lenne wiederzugeben, die mir heute eher ruhig und verschlafen vorkommt. Und wer selbst einmal nach Altena kommen sollte, der muss unbedingt mit dem im Buch beschriebenen Erlebsnisaufzug hoch zur Burg fahren! „Unsere wunderbaren Jahre“ - Unbedingt lesen!

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  • Geschichte als spannende Unterhaltung erlebbar zu machen, kann kaum besser gelingen.

    Unsere wunderbaren Jahre
    detlef_knut

    detlef_knut

    26. October 2016 um 08:47

    Untertitelt als der große Roman der Bundesrepublik Deutschland schickt sich Peter Pranges neuer Roman tatsächlich an, ein Roman von umwerfender Bedeutung zu werden. Es ist ein Roman des geteilten und wiedervereinten Deutschlands. Was eignet sich besser dafür, als die Geschichte ehemals beider deutscher Staaten anhand einer Familie und ihrer Mitglieder zu schildern. So lernt der Leser zu Beginn die Familie Wolf im Jahre 1948 kurz vor der Währungsreform kennen, Christel und Eduard sowie ihre Töchter Ruth, Ulla und Gundel. Es steine Unternehmerfamilie im sauerländischen Altena (der Heimatstadt des Schriftstellers). Ruth, die älteste Tochter war als Krankenschwester an der Front und hatte ihren Ehemann, einen Bauern aus der Uckermark, von dort mitgebracht. Ihre Eltern sind genauso wenig mit Ruths Ehe glücklich und zufrieden, wie sie es mit ihrem Dickschädel waren, unbedingt dem Ruf des Führers an die Front folgen zu müssen. Ruth wurde vom Vater verstoßen und nimmt nicht am Leben der Familie teil. Ihre jüngeren Schwestern Ulla und Gundel machen gerade ihre ersten Erfahrungen mit jungen Männern. Sie versuchen sich im Leben zu orientieren und ihren Weg zu finden. Ulla möchte unbedingt Medizin in Tübingen studieren. Die vierzig D-Mark, die sie mit der Währungsreform erhält, gibt sie für die Studiengebühren und die Einschreibung an der Universität aus. Doch wie das Leben auch in der Realität den Menschen nicht immer ihre Wünsche erfüllt, so erfahren auch die Figuren dieses Romans ein bewegtes Auf und Ab in ihrem Leben. Zwar habe ich schon verschiedene Familienromane gelesen, doch keines kam mit dem von ihm erzeugten Eindruck so dicht an Thomas Manns "Buddenbrooks" heran. In all seinen Dimensionen, Zeitepochen und Familienschicksalen erinnert es mich immer wieder an diesen Klassier, der aus demselben Verlag stammt. Natürlich mit dem wesentlichen Unterschied einer gänzlich anderen Zeitepoche. Insgesamt werden die Generationen der Familie Wolf im Zeitraum 1948 bis 2002 dargestellt. Die Unterteilung in verschiedene Bücher und Teile hilft dabei, die jeweiligen historischen Ereignisse einzuordnen. Das Wachsen der Kinder und Enkel geschieht manchmal in "Riesenschritten", tut der Handlung aber keinen Abbruch. Wegen der verschiedenen Familienmitglieder bleibt es immer wieder spannend, zu sehen, wie sie sich in all den Jahren weiterentwickeln. Überraschungen sind natürlich gewollt, aber in welche Richtung sich etwas gestalten kann, erzeugt immer wieder ein gewisses Kribbeln beim Lesen. Neben der Familie Wolf spielen weitere Figuren nicht ganz unwichtige Nebenrollen, an denen der Leser ganz starkes Interesse aufbauen kann. Sowohl Alt-Nazi als auch Jung-Kommunist treffen auf der Bühne und beim Schützenfest aufeinander. Um den Spannungbogen gar nicht erst abreißen zu lassen, hat Prange viele Kapitelenden mit kleinen Cliffhangern versehen. der Leser wird gezwungen weiterzulesen, um zu erfahren, wie eine Situation aufgelöst wird. Peter Prange sagt im Nachwort, dass dies sein persönlichster Roman ist, den er je geschrieben hat. Zwar ist es ein fiktiver Roman, aber es werden reale Begebenheiten aus dem Leben des Schriftstellers bewusst integriert. Und seien es nur die Namen der Nebenfiguren. So spielen sein Vater und er selbst kleine Nebenrollen, wie auch Figuren aus seinem Bestseller "Das Bernstein-Amulett". Ich habe mich gefreut, wieder von Barbara Reichenbach und Elisabeth Markwitz zu lesen, waren es doch Figuren, die mich in all den Jahren immer wieder zu Büchern von Peter Prange haben greifen lassen. "Unsere wunderbaren Jahre" ist ein wunderbarer Roman, welcher mit vielen Einzelschicksalen die Geschichte Deutschlands zur Zeit der Trennung beleuchtet. Zeitlich schließt er beinahe an "Das Bernstein-Amulett" an und ist weit mehr als ein würdiger Nachfolger des Bestsellers. Dieser Romanstoff wird Filmproduzenten herausfordern, ihn zu verfilmen und mindestens in einem Mehrteiler auf den Fernsehschirm zu bringen. Die Teilung und die Wiedervereinigung Deutschland anhand einer einzigen Familie zu schildern, ist ein Muss für jeden ehrlich interessierten Leser. Geschichte als spannende Unterhaltung erlebbar zu machen, kann kaum besser gelingen. © Detlef Knut, Düsseldorf 2016

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