Peter Probst

 4.1 Sterne bei 43 Bewertungen
Autor von Blinde Flecken, Im Namen des Kreuzes und weiteren Büchern.
Peter Probst

Lebenslauf von Peter Probst

Peter Probst, 1957 in München geboren, studierte Katholische Theologie, Germanistik und Italienische Literatur in seiner Heimatstadt und in Rom. Er war Regieassistent, Regisseur und Dozent an Filmakademien und schrieb seit 1982 etwa neunzig Drehbücher, vor allem für Fernsehspiele und Krimis wie den 'Tatort'. Mit seiner Frau Amelie Fried hat er die Kinderkrimireihe 'Taco und Kaninchen' verfasst und an ihrem Bestseller 'Schuhhaus Pallas - Wie meine Familie sich gegen die Nazis wehrte' mitgearbeitet. Seit der Gründung des Vereins "Lichterkette" engagiert er sich gegen Ausländerfeindlichkeit und für Integration. Peter Probst lebt mit seiner Familie im Süden von München.

Alle Bücher von Peter Probst

Blinde Flecken

Blinde Flecken

 (22)
Erschienen am 01.02.2010
Im Namen des Kreuzes

Im Namen des Kreuzes

 (12)
Erschienen am 01.03.2012
Personenschaden

Personenschaden

 (9)
Erschienen am 01.02.2011
Anna und der Engländer

Anna und der Engländer

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Erschienen am 17.08.2015
Laura und Claude

Laura und Claude

 (0)
Erschienen am 01.10.2017
Gavoi : Ein sardisches Tagebuch - 2012

Gavoi : Ein sardisches Tagebuch - 2012

 (0)
Erschienen am 05.04.2013
Osogbo and the Art of Heritage

Osogbo and the Art of Heritage

 (0)
Erschienen am 15.06.2011

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Neue Rezensionen zu Peter Probst

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Rezension zu "Personenschaden" von Peter Probst

Sehr ernstes Thema, aber spannend erzählt
trollchenvor 2 Jahren

Personenschaden
Herausgeber ist dtv Verlagsgesellschaft (1. Februar 2011) und das Buch hat 240 Seiten.
Kurzinhalt: Der Lokführer im Visier eines Wahnsinnigen. Nachdem Lokführer Klaus Engler einen jungen Mann überfahren hat, wird er von schweren Schuldgefühlen geplagt. Seit einiger Zeit fühlt er sich von Unbekannten verfolgt und bedroht. Privatermittler Anton Schwarz wird von Engler beauftragt, die Unbekannten zu finden. Doch bereits kurz nachdem Schwarz den Auftrag übernommen hat, springt ein weiterer Selbstmörder vor Englers Zug. Zufall? Die Spuren führen Anton Schwarz zu einem Mann, der von Hass auf den Lokführer erfüllt ist – und eine grausame Rache inszeniert: In einem Suizidforum im Internet sucht er sich ein williges Opfer, das bereit ist, sich vor einen Zug zu werfen.

Meine Meinung: Ich habe schon ein paar Bücher von dem Autor gelesen und ich finde, es ist perfekt. Für die 240 Seiten braucht es nicht mehr, Spannung, Witz und sehr sympathische Protagonisten. Auch wenn diesmal der Ermittlungsgrund ein ziemlich schlechter ist, ein Selbstmörder vor dem Zug, der Alptraum jedes Zugführers. Aber der Autor hat super recherchiert, denn er kann das Zugmilieu richtig gut herüberbringen und er bringt alles Generationen rein. Und das Thema Juden und die Judentransporte wurden auch sehr gut mit in die Geschichte integriert. Auch der Ermittler Anton Schwarz wird mir immer sympathischer, da er so facettenreich und so menschlich ist.
Mein Fazit: Ein rundum gelungener Krimi, der spannend und ein sehr ernstes Thema beinhaltet. Ich vergebe 5 Sterne.

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Rezension zu "Blinde Flecken" von Peter Probst

Die Ideologie der Rechten Szene... Anton Schwarz ermittelt. WOW, ein solider und zeitloser Krimi
Flohvor 3 Jahren

Der Münchner und Tatort-Autor Peter Probst befasst sich in seinem regional-angehauchten Krimi „Blinde Flecken“ mit einer Thematik, die aktueller nicht sein könnte. Fremdenhass, Antisemitismus, Rache und der Ideologie des perfekten Anschlags. Neben einem Geheimauftrag, verdeckter Ermittlungen, V-Männern, Befangenheit und einer seit knapp drei Jahren eingefrorenen Ehe auf Abruf, sorgt eine Offenbarung seiner schwerkranken Mutter für weitere Turbulenzen und Blickwinkel in Ex-Kommissar Anton Schwarz Auftrag und Ermittlungen. Mit seinem Ermittler, dem eigensinnigen Privatdetektiv und Ex-Mann sowie Ex-Kommissar Anton Schwarz setzt der Autor Peter Probst auf einen einprägsamen Charakter, von dem man unbedingt mehr lesen möchte.
Erschienen im dtv Verlag (http://www.dtv.de/)


Inhalt:
"Tim Burger sitzt wegen einer Amokfahrt mit tödlichen Folgen im Gefängnis. Jetzt verdichten sich die Hinweise darauf, dass seine Entlassung kurz bevorsteht - und dass er ein Attentat plant. Rechtsanwalt Loewi wendet sich an den Privatermittler Anton Schwarz, weil er glaubt, dass Burger Werkzeug eines rechtsradikalen Netzwerks ist und die Amokfahrt einen antisemitischen Hintergrund hatte. Höchste Eile ist geboten, denn in den Jahren der Haft hat Burger sich in eine tickende Zeitbombe verwandelt."

Handlung:
Dieser thematisch sehr eindringliche und aufwühlende Krimi fängt sogleich sehr beklemmend und erschütternd an. Ein in Rage und „Rammstein-hörender“ Jugendlicher, der mit seinem Auto in eine Gruppe junger Sportler auf den Weg zum Fussballtraining fährt und zwei der fünf Personen tötet und es genießt. Erst so bekommt der Text von Rammstein seinen Sinn, denkt Tim Burger, der dieses Massaker begangen hat. Rammstein. Fleischgeruch, liegt in der Luft….ein Flammenmeer… Blut gerinnt auf dem Astphalt. Rammstein…
Tim Burger soll frühzeitig aus der Haft entlassen werden. Die überlebenden Opfer dieser Amokfahrt finden keine Ruhe und wollen den Fall neu aufrollen lassen. Es war kein Unfall, für sie steht fest, es war ein Attentat auf Juden mit antisemitischen Hintergrund. Der Anwalt der Familie, Herr Loewi, sucht Anton Schwarz Hilfe auf. Anton Schwarz ist Ex-Kommissar und Privatermittler. Sein tägliches Brot verdient er jedoch beim Wachschutz eines Konsulates, seiner Karibik, wie er es nennt. Schwarz nimmt diesen Auftrag an und lässt es sich wegen seiner Absurdität gut entlohnen. Doch schnell wird auch Anton Schwarz klar, dass mehr hinter Tim Burgers Haftentlassung steckt und dass weitere Drahtzieher gefunden werden müssen, ehe ein weiterer Anschlag ausgeübt wird. Er begibt sich und seine zur Zeit getrennt lebende Familie in Gefahr, auch seine alte Mutter will ihn warnen und unbedingt etwas wichtiges mitteilen. Doch dann verstummt die alte Dame und Schwarz hat neben seinen privaten Sorgen noch immer den Fall Tim Burger im Kopf…. Ein spannender, thematisch aktueller und grundsolider Krimi mit angenehmen Unterhaltungswert und einer kernigen Handlung, die stark an die NSU-Prozesse und Anschläge erinnert.

„Das war die Lehre der letzten Jahre. Er hatte Verzweiflung durch einige Kälte ersetzt. Wut durch Härte. Klar tu ich ihr weh, dachte er. Das weiß ich, aber ich spüre es nicht.“ (Seite 55)


Schreibstil:
Der Schreibstil des Autors Peter Probst ist sehr angenehm und lesernah. Der in München lebende Autor würzt seine Handlung mit etwas Lokalcharakter, ohne überladen oder zu speziell zu wirken. Hier und da mal ein bayrischer Ton, viele regionale Schauplätze, Straßen und Gebäude, aber ansonsten könnte dieser Krimi in ganz Deutschland stattgefunden haben. Eine galante Mischung die Nähe bringt und mir sehr gefällt. Peter Probst schreibt auch Drehbücher für den Tatort, dieses Talent und diese Routine merkt man ihm hier positiv an. Sehr filmreif und bildhaft. Er besitzt eine grade Linie. Autor Peter Probst weicht wenig von seinem Haupthandlungsstrang ab und hält den Fokus überwiegend auf den als Unfall verurteilten Mordanschlag auf einer Gruppe Juden gerichtet. Neben den fragwürdigen Umständen und den neuen Ermittlungserkenntnissen und Versäumnissen seinerzeit, lernen wir den Ermittler Anton Schwarz immer besser kennen. Dieser Ermittler ist mir sofort sympathisch und rundet die ganze Story gekonnt ab. Peter Probst taucht ein in die Welt der rechtsradikalen Gedanken, des Drills auf Fremdenhass und Judenfeindlichkeit, körperliche Stärke, Rache, Grundsätze und Denkweisen. Er öffnet aber auch die erschreckenden Wahrheiten der eigenen damaligen Ermittlungen, der befangenen Ex-Kollegen bei der Polizei und den Vertuschungen zum Strafmaß. Und letztendlich der Vergangenheit von Anton Schwarz und seiner sonderbaren Stand-by-Beziehung zu seiner Frau Monika. Er durchleuchtet die Ideologie der Rechten, er bewegt sich im Glauben der Juden, er versucht zu verstehen und verwebt all das in einem spannenden und beklemmenden Kriminalroman mit ausgezeichneten Ermittlungen und Charakteren. Der Autor P. Probst besitzt neben dem schriftstellerischen Können, ein geballtes Wissen über reale Vorfälle, Polizeiarbeit, Kirche und Kultur, Religion und Glaube, Psychologie und bildhafte Szenarien. Hier merkt man, dass der Autor gute Recherche betrieben hat, und somit einen schlüssigen Krimi aufweisen kann. Gerne gibt er diese Eindrücke und das Wissen an die Leser weiter. Dieser Krimi liest sich eher wie ein Roman. Die Spannung und die Wendungen sind eher flach und fließend. Hier dominieren vorwiegend die Charaktere und die Thematik. Durch sein Knowhow schreibt er klar, überzeugt, selbstbewusst und lässt durch Realität und Entsetzen diesen Krimi so glaubwürdig wirken. Der Leser hat bis zum Schluss das Gefühl, selber nicht zu wissen, wo der Täter zu suchen und zu finden ist und wann sein Heldentum in Erfüllung gehen soll. Der überraschende Showdown führt ein fulminates Ende und einen runden Abschluss des Falls zu Tage. Dennoch hätte ich mir insgesamt mehr Höhen und Tiefen im Bereich der Spannung und des Nervenkitzels gewünscht. So habe ich einen soliden und bodenständigen Krimi lesen dürfen, der mit seiner Thematik und gekonnten Umsetzung besticht.

„Da war keine Verzweiflung mehr, keine Angst, keine Reue, nur noch Triumph. Er wird das Gefängnis erhobenen Hauptes verlassen. Er ist als Opfer gekommen und geht als Held. (Seite 106)

Charaktere:
Eine raffinierte Auswahl an Protagonisten und Charakteren begegnen wir hier in diesem Buch. Hier lernen wir Rollen und Nebenrollen aus allen Kulturschichten, Bildungsschichten, religiöse und politisch und behördlich motivierte Kreise, unterschiedlichste Berufsfelder und aber auch Charaktere mit unterschiedlich verlaufenden Vergangenheiten kennen. Hier schöpft der Autor Peter Probst aus den Vollen, und überzeugt durch seine Charaktere. Anton Schwarz, ein ambitionierter Privat-Ermittler, der seinen Job ernst nimmt und für Gerechtigkeit sorgt, dafür geht er auch mal über Freundschaft und Befangenheit. Anton Schwarz ist nicht nur Detektiv, er ist auch Ex-Mann, Ex-Kommissar und mit seinem Sarkasmus und seiner grandiosen Ironie einfach nur spitze. So einen Ermittler begleitet man mehr als gern durch einen Fall wie diesen und bestimmt noch vielen anderen. An seiner Seite, seine ehemaligen Kollegen von der Polizei und neuerdings auch der Anwalt Herr Lowie mit seinem Spezialauftrag. Ein Hauptprotagonist, die vielen Vieze-Hauptprotagonisten und die schmückenden Nebendarsteller. Autor Probst hat so viele Charaktere erschaffen, die realer nicht wirken könnten und sogar ein eindringliches und perfides Bild der rechtsextremen Szene und Parteigründung darbieten. Jeder der beschriebenen Protagonisten ist auf seine eigene Art speziell und dennoch gegensätzlich. Die Darstellung der handelnden Personen ist authentisch und personifiziert geschildert. So bekommt der Leser die Möglichkeit Handlungen zu verstehen und sich auch mit ihnen zu identifizieren. Man dringt tief in die Gedankenwelt des Häftlings Tim Burger vor, der mindestens zwei Menschenleben auf dem Gewissen hatte und für den Tag nach seiner Entlassung weiteres plant. Er will als Held gesehen werden…

„Schwarz unterdrückte ein Gähnen. In seiner Gegenwart sahen viele Leute schwarz, trafen ins Schwarze, ließen jemanden warten bis er schwarz wurde, regten sich über Schwarzarbeit und die Schwarzen sowieso auf. Schwarz hätte sich darüber schwarzärgern können, hatte aber den magenschonenden Entschluss gefasst, sich lieber über die inspirierende Wirkung seines Namens zu freuen.“ (Seite 11)

Schauplätze:
Hier weiß es der Autor besonders zu glänzen, hier beschwört er eine unglaublich reale Atmosphäre der süddeutschen Region rund um München und Pasing hervor, er bietet Blicke in das Stadtleben, Biergärten, Landleben, Behörden, Straßen, Viertel und in die Welt des jüdischen Glaubens und der antisemitischen Vereinigungen, sowie der Schule, einem Bierlokal und Schwarz Karibik. Die einzelnen Schauplätze sind so vielzählig und flächendeckend wie das ganze Konstrukt an Problemen und Puzzleteilen für diesen Krimi und wie die einzigartigen Charaktere in dem Buch. Bizarre Orte, tiefe Abgründe, neue Ermittlungserkenntnisse, entsetzliche Kulissen, aber auch die gute biedere Gemütlichkeit und Geborgenheit einer einst heilen Familie kommen nicht zu kurz. Der Autor Peter Probst bietet dem Leser einen Blick in die Welt des Glaubens, der Ausländerfeindlichkeit und der Ideologie der Rechten Szene und der Psychopathie und in die Welt des Ermittlers Anton Schwarz.

„Wenn ich den, der gefährlich ist, nicht zu fassen kriege, muss ich zu denen gehen, die durch ihn gefährdet sind.“ (Seite 216)

Meinung:
Dieser Krimi liest sich eher wie ein Roman. Als Roman grandios, als Krimi leider etwas schwach, aber stark durch seine eindringliche Thematik. Doch auch wenn es Schwächen gibt ist genügend Potential nach oben und lässt mich nichtsdestotrotz auf einen weiteren Fall um und mit Anton Schwarz hoffen. Mich beeindrucken besonders die intensive Recherche und das faktische Wissen des Autors. Sehr gelungen! Gerade die Passagen um Anton Schwarz und seine private Einstellung bieten genügend Stoff für weitere Werke. Fasziniert bin ich davon, wie es dem Autor gelingt, diese unzähligen Facetten, Themen und Eindrücke in einem Plot zu verarbeiten.
Dieser Krimi bedient viele Emotionen. Er wandert nicht nur auf der Schiene von Abscheu, Ekel und Mord, nein dieser Krimi stößt an, weckt Gedanken auf, informiert und bewegt zum Sinnieren. Sprachlich sehr gewandt und von Intelligenz und Know How geprägt. Witzige Dialoge, stimmiger Sarkasmus, Selbstironie und Hoffnung auf ein Revival Antons eingeschlafener Ehe mit Monika (auch wenn ich ihren Neuen, Justus, genauso gern mag).
Der Roman zog mich (nicht als Krimi, sondern als einfacher Roman) von Beginn an in das Geschehen und ich konnte das Buch ungern aus der Hand legen. Faszination, Empörung, Leid und Neugier packen den Leser und binden ihn an die Ereignisse. Das Buch schwächelt leider auch an bestimmten Punkten, die ich trotz meiner positiven Stimmung nicht ungenannt lassen möchte. Hier liegt dann auch der Sternabzug begründet. Was macht denn einen Krimi aus? Sind es die Spannungsspitzen oder die Ermittlungen? Spannung gibt es hier stetig, aber ohne Spitzen, Ermittlungen stehen hier im Fokus und sind grandios. Wer auf höchster Spannung setzt könnte enttäuscht werden, wer auf komplexe Ermittlungen baut, der wird einen Volltreffer landen. Wäre das Buch nicht so geballt an Informationen, Hintergründen und Wissen, wäre es mir bestimmt etwas langatmig vorgekommen... Aber da mir Anton Schwarz so sympathisch ist und ich die Idee zum Kriminalfall sehr interessant fand, die Umsetzung auch gut gelungen ist, gibt es klar eine Leseempfehlung mit 4 grandiosen Krimisternen.

Cover / Buch:
Das Buch ist absolut hochwertig und sehr schön verarbeitet. Das Schriftbild ist angenehm, die Kapitel nicht allzu lang.
Das Cover gefällt mir mehr als gut. Wunderbar. Es passt zum Titel und zum spannenden und vielversprechenden Klapptext, der auf die brisante Thematik hindeutet.

Der Autor:
„Peter Probst, 1957 in München geboren, studierte Germanistik, Italienische Literatur und Katholische Theologie in seiner Heimatstadt und in Rom. Er war Regieassistent, Regisseur und Dozent an Filmakademien und schrieb seit 1982 etwa neunzig Drehbücher, vor allem für Fernsehspiele und Krimis wie den 'Tatort'. Mit seiner Frau Amelie Fried hat er die Kinderkrimireihe 'Taco und Kaninchen' verfasst und an ihrem Bestseller 'Schuhhaus Pallas - Wie meine Familie sich gegen die Nazis wehrte' mitgearbeitet. Seit der Gründung des Vereins "Lichterkette" engagiert er sich gegen Ausländerfeindlichkeit und für Integration. Peter Probst lebt mit seiner Familie im Süden von München.“

Fazit:
Ein unblutiger Krimi im rechtsextremen Milieu mit einem grandiosen Plot und einem unschlagbaren Ermittler. Von Anton Schwarz will man mehr! 4 verdiente Sterne für dieses sehr aktuelle Buch, was stark an die NSU-Akte und Prozesse erinnert!

Kommentare: 10
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Rezension zu "Im Namen des Kreuzes" von Peter Probst

Guter Krimi für zwischendurch
trollchenvor 4 Jahren

Im Namen des Kreuzes

Herausgeber ist Deutscher Taschenbuch Verlag (1. März 2012) und hat 256 Seiten.

Kurzinhalt:  Nach dem tragischen Selbstmord des jungen Priesteramtskandidaten Matthias wird der – besonders bei Jugendlichen – beliebte katholische Pfarrer Heimeran erhängt aufgefunden. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Todesfällen liegt nahe – aber welcher? Wie eng war die Beziehung zwischen dem Geistlichen und dem vaterlos aufgewachsenen Jungen? War Heimerans Tod womöglich gar kein Selbstmord? Widerstrebend nimmt Anton Schwarz Ermittlungen auf und gerät in einen Sumpf aus Machtmissbrauch, sexueller Gewalt und Vertuschung, der ihn an seine persönlichen Grenzen bringt. Ein aufwühlender Blick ins Innere der katholischen Kirche, von einem Autor, der weiß, wovon er schreibt.

Meine Meinung: Und Schwarz ermittelt wieder. Ich hatte vor langer Zeit schon mal von Peter Probst ein Buch gelesen und wurde nicht enttäuscht. Ich war wieder begeistert von dem privaten Ermittler Schwarz, der immer sehr sympathisch rüber kommt und auch sehr menschliche Ecken und Kanten hat. Und er ermittelt wieder in der Kirche, die sehr suspekt erscheint. Aber ich denke, dass der Autor weiß, wovon er schreibt, denn es kommen keine Zweifel auf, dass es nicht so passiert sein kann.

Die Spannung lebt davon, dass es immer neue Verdächtige gibt und dass auch die private Komponente immer eingestreut wird. Denn Schwarz hat ein Privatleben, was auch sehr umtriebig ist. Auch wenn die Bücher eine Reihe sind, muss man sie nicht zwingend nacheinander lesen, denn die Charaktere werden immer weiter geformt und trotzdem wird immer was von früher erzählt, also, dass man nie dumm dasteht.

Mein Fazit: Spannend und flüssig zu lesen, Die Kirche wird wieder richtig in die Mangel genommen  und kommt nicht gut weg. Aber auch dieser Krimi liest sich von alleine. 5 Sterne für den Kriminalroman zwischendurch.

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