Peter Reichel Erfundene Erinnerung

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Inhaltsangabe zu „Erfundene Erinnerung“ von Peter Reichel

In der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus wurde entscheidende Debaten durch Filme und Theaterstücke ausgelöst. Peter Reichel gibt zum ersten Mal einen kompakten Überblick über die Bewußtseingeschichte der Bundesrepublik, der DDR und des vereinigten Deutschland: von Wolfgang Borcherts "Draußen vor der Tür" (1949) über die Fernsehserie "Holocaust" (1979) bis zu Roberto Benignis "Das Leben ist schön" (2000).

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  • Rezension zu "Erfundene Erinnerung" von Peter Reichel

    Erfundene Erinnerung
    Sokrates

    Sokrates

    21. July 2011 um 08:30

    Insbesondere solche Filme wie ‚Holocaust‘ oder ‚Schindlers Liste‘ – also Produktionen neueren Datums – sind vielen Menschen aus Kino oder Fernsehen bekannt. Doch bereits in den frühen 50er Jahren begann die deutsche Filmindustrie in Ost und West Kriegsthemen filmisch zu verarbeiten. Entstanden sind hierbei Filme wie bspw. ‚Der Arzt von Stalingrad‘, ‚Hunde wollt ihr ewig leben?‘, ‚Lili Marleen‘, ‚Des Teufels General‘, ‚Draußen vor der Tür‘ oder ‚Nackt unter Wölfen‘. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen; bis in die aktuelle Zeit finden immer wieder der Zweite Weltkrieg und der Holocaust eine filmische und dramatische Um-setzung. Peter Reichel, Professor für Historische Grundlagen der Politik mit Forschungsschwerpunkt der Politischen Kulturgeschichte Deutschlands seit dem 19. und 20. Jh. hat sich in diesem Buch mit diesen Formen der medialen Aufarbeitung, Darstellung und (vielleicht) Auseinandersetzung historischer Ereignisse beschäftigt. Er geht hierbei nicht nur auf die Charakteristik der Filme ein, sondern erörtert auch die Begleitumstände: Zeitgeist, Resonanz der konsumierenden Bevölkerung, Kritik des damaligen Feuilleton und er bringt abschließend eine ausführliche und substantiierte Einschätzung aus heutiger Sicht aus der Einschätzung eines kritischen Historikers. Interessant ist hierbei vor allem, wie sich die Haltung der deutschen Öffentlichkeit (bezogen auf deutsche Filmproduktionen) zu Krieg, Wehrmacht und Holocaust über die Jahre hinweg geändert haben, hin zu einer unparteiischen, die tatsächlichen Umstände akzeptierenden Darstellung der wahren Begebenheiten. Der Umgang heute mit der Wahrheit der nationalsozialistischen Diktatur und des 2. Weltkrieges sind weitgehend frei und unvoreingenommen und lassen dem Zuschauer für eigenes kritisches Reflektieren; voreingenommene Partei-nahme kann heutigen Filmen weniger vorgeworfen werden wie früher. Auch ist ein souveräner Umgang mit der historischen Wahrheit mittlerweile möglich geworden, wenn in Einzelfällen auch noch schwierig. Das Buch ist informativ, allerdings mehr als Fachpublikation für Historiker bzw. Filmhistoriker, die sich akzentuiert mit dem Thema der medialen Darstellung des Dritten Reichen und des Zweiten Weltkrieges beschäftigen wollen.

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